Thema: Hilfe für Backpacking durch Europa  (Gelesen 2827 mal)

live_for_freedom

« am: 15. Juni 2013, 01:59 »
Hallo liebe community,

ich habe vor, ab Oktober eine Backpack-tour durch Europa zu machen. Geplant ist maximal 1 Jahr und mit so wenig Geld wie möglich. D.h. ich werde wohl viel drausen schlafen und hoffe auf die ein oder andere Gastfreundschaft. Gegessen wird was ich finde -> von überfahrenen Tieren über essbare Pflanzen bis hin zu selbstgefangnen Fischen, zur Not auch Schnecken oder der gleichen, auch werde ich wohl den ein oder anderen Müllcontainer von Supermärkten plündern müssen. Auch hoffe ich, dass ich nette Leute kennen lerne, die mir für Arbeit Kost und Logis geben oder das ich Arbeit in Hostels o.ä. finde.

Jetzt zu meinen Fragen:
1. Ist das eine utopische Vorstellung von mir oder doch machbar?
2. Da ich im Oktober los möchte, wird mein erstes Ziel der Süden sein, weg vom Winter. Welche Länder bieten sich an? Wo kann man eher Gastfreundschaft erwarten? Ich denke, Griechenland fällt auf Grund der derzeitigen politischen Lage weg. Spanien evtl auch.
3. Wie siehts mit der Krankenversicherung aus? Ich bin zz dual Student, werde allerdings dann für 1 Jahr pausieren müssen, was bedeutet das ich kein Lohn mehr bekomme, somit fällt auch die Krankenkasse weg.
4. Hat jemand schon solche Erfahrungen gemacht oder kennt jemanden oder einen guten Blog von jemanden der soetwas schon gemacht hat?
5. Gibt es noch etwas, auf was ich achten muss?

Würde mich freuen, wenn hier erfahrene Backpacker schreiben würden, die bereits Erfahrung haben.
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ORANGPHILOSOPHICUS

« Antwort #1 am: 15. Juni 2013, 06:30 »
1. machbar!
aber bei "sowenig geld wie möglich" kann man natürlich nichts anders sagen.
prinzipiell würde ich empfehlen, dir sehr gute ausürstung zuzulegen und mit minimum 10€ pro tag für essen!
verstehe nicht, warum du damit rechnest überfahrene tiere zu essen, wenn du ja eh gewillt bist, ab und an zu arbeiten. ich meine, ich verschwende nahrung ja auch nicht, aber einen überfahrenen hasen... woofing?

2. naja, die länder im süden europas halt. aber wenn du schon solche bedenken äußerst, dann sind auch italien und portugal nicht viel anders. es kann auch sehr stürmisch und regnerisch werden im winter. außerdem auch sehr kalt!!!! also ev unangenehm. (in spanien friert man ja sogar in den häusern im winter ;) )

3. bist du deutscher? in Ö müsstest du dich selbstversichern. wieviel das kostet hängt von deinem letzten einkommen, den aktuellen einkommen und deinen ersparnissen ab und beträgt zwischen knapp 100 bis zu max. 360 euro monatlich!!!

4. die kenn ich: http://derstandard.at/1317018955269/Projekt-Weltwanderung-Einmal-zu-Fuss-um-die-ganze-Welt
außerdem hab ich gregor sieböck (der weltenwanderer) mal kennen gelernt. ist auch low budget ewigkeiten durch die halbe welt spaziert.
http://www.walkingman.org/

5. schwer zu sagen :)
sei dir jedenfalls im klaren, dass sowas SEHR hart ist.

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Lelaina

« Antwort #2 am: 15. Juni 2013, 10:32 »
Also sorry, aber warum komm ich mir bei solchen Posts immer verarscht vor?

Zitat
Da ich im Oktober los möchte, wird mein erstes Ziel der Süden sein, weg vom Winter. Welche Länder bieten sich an?

Du studierst also dual, weisst aber nicht wo es warm ist im Winter in Europa?
Und die Info brauchst du natuerlih hier aus dem Forum, logo.
Gut gemeinter Rat, bleib zuhause. Ueberfahrene Tiere und Schnecken kannst du hier auch essen. Guten Appetit  ::)

live_for_freedom

« Antwort #3 am: 15. Juni 2013, 16:08 »
Also an der Ausrüstung will ich natürlich nicht sparen. D.h. ein Winterschlafsack für um die 200€ werd ich mir wohl auf jedenfall besorgen müssen. Ebenso ein gutes Messer u.ä. survival zubehör. 10€/tag ist zu viel für mich. Ich dachte mir, dass ich max 300€ für Notfälle mit nehme. Eigentlich möchte ich die Reise komplett ohne Geld unternehmen und da ich nicht erwarten kann, aber darauf hoffe, dass ich nicht überall mit offenen Armen empfangen werde und überall was zu Essen bekomme, werd ich halt wohl essen müssen was ich finde. Dass das kein Spaziergang wird ist mir natürlich klar. Und ob ich viel Arbeit unterwegs finde, weis ich eben auch nicht. Ich werde mich viel ländlich aufhalten, denn ich denke dort werde ich eher Arbeit auf einem Bauernhof finden.
Bei meinen Reiseziel-Länder geht es mir hauptsächlich um die Gastfreundschaft, auch wenn man das natürlich nicht pauschalisieren kann. Aber vllt hat hier der ein oder andere schon Erfahrungen gesammlt.
Ja ich bin Deutscher.
ach und überfahrene Tiere habe ich von Joey Kelly, als er zu Fuß durch Deutschland gelaufen ist. Da hat er auch so Zeugs essen müssen.
Kennt jemand noch gute Bücher zum Thema essbare Wildpflanzen?
@ Lelaina: liegt vllt daran, dass du meinen Post nicht richtig lesen kannst. Und wenn du dir schon verarscht vor kommst, mach dir doch garnicht erst die Mühe hier etwas zu posten. Also mir währe es zumindest zu doof.
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Vombatus

« Antwort #4 am: 15. Juni 2013, 20:01 »
... hier habe ich mal ein paar Links herausgesucht bei denen es um "Reisen mit wenig Geld" und "Europa" geht. Vielleicht nimmst du dir etwas Zeit und stöberst die und andere Beiträge im Forum durch. Bin sicher, dass du neben kritischen Stimmen auch Tipps und Links findest, die dir helfen könnten.

http://weltreise-info.de/forum/index.php?topic=7978.0
http://weltreise-info.de/forum/index.php?topic=4160.0
http://weltreise-info.de/forum/index.php?topic=1093.0
http://weltreise-info.de/forum/index.php?topic=6625.0
http://weltreise-info.de/forum/index.php?topic=7946.0
http://weltreise-info.de/forum/index.php?topic=7568.0
http://weltreise-info.de/forum/index.php?topic=7953.0

http://www.youtube.com/watch?v=Hu9GWYSNUkQ
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thrones_of_blood

« Antwort #5 am: 15. Juni 2013, 20:47 »
hallo live_for_freedom

Ich dachte mir, dass ich max 300€ für Notfälle mit nehme. Eigentlich möchte ich die Reise komplett ohne Geld unternehmen (...)

Ist es ein politisches/spirituelles Statement, die Reise ohne Geld zu unternehmen, oder bist du nur zu faul/ungeduldig, dir das nötige Geld zu erarbeiten?
Zu deinem Plan: Ich denke, dass du nicht eine sehr grosse Strecke zurücklegen können wirst in einem Jahr. Falls du wirklich ohne Geld losziehst und dich grösstenteils mittels Survivalmethoden durchschlagen willst (was durchaus ein sehr spannender Gedanke/Ansatz ist), wirst du sehr oft mit dem Suchen von Nahrung, Feuerholz und weiterem Beschäftigt sein, so dass das "Backpacken" in den Hintergrund geraten wird und der Survivalaspekt zwangsweise in den Vordergrund rücken wird!
Thema Wildpflanzen: Du startest im Oktober... Das sammeln von essbaren Pflanzen wird sich zu Beginn deiner Reise (Herbst/Winter) relativ schwierig gestalten...

Grüsse
thrones

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live_for_freedom

« Antwort #6 am: 15. Juni 2013, 21:30 »
Hi thrones,

mit Faulheit hat das nichts zu tun. Da ich momentan studiere, habe ich keine Möglichkeit mir Geld zusammen zu sparen. Ich mache gerade eine schwere Zeit durch, deshalb will ich auch nicht bis zum Ende meines Studiums warten, denn ich brauche jetzt erst mal Zeit für mich, ausserdem kann ich mich auch nicht zu 100% auf das Studium konzentrieren. Aus diesem Grund bleibt mir nichts anderes übrig als "mit so wenig Geld wie möglich" durch zu kommen. Ausserdem ist es eine Herrausforderung, und das liebe ich. Natürlich soll das keine reine Survival-tour werden. Aber um mit "keinem" Geld durch zukommen muss ich auch auf survival zurück greifen. Ich werde viel trampen und schaue, dass ich so oft wie möglich nicht unterm Himmelszelt schlafen muss. essbare Pflanzen im Winter zu finden ist durchaus schwer bis fast unmöglich. Da ich aber den Winter über im Süden verbringen werde, hoffe ich dort etwas zu finden. Ausserdem kommt dann auch irgendwann der Frühling/Sommer wo dann wieder alles spriest :) ohnehin ist mein Hauptziel eher Kost + Logis für Arbeit zu bekommen.
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Vombatus

« Antwort #7 am: 15. Juni 2013, 21:57 »
Sorry, dass ich immer mit Links daherkomme. Musste aber daran denken als ich "Ich mache gerade eine schwere Zeit durch" las. Weiß natürlich nicht um was es geht. Aber Zeit für sich zu haben muss nicht immer was mit Reisen zu tun haben. Oder?

http://weltreise-info.de/forum/index.php?topic=8054.0

Ein Jahr durch Europa zu fahren ist dann glaube ich der falsche Ansatz. Vielleicht versuchst du einfach mal den Jakobsweg? Hört sich vielleicht saublöd an. Ich meine das auch nicht so spirituell wie es sich liest. Sondern einfach, um sich eine bestimmte Auszeit und ein Ziel (Weg von A nach B) zu setzen/nehmen. Irgendwie durch Europa zu tingeln … für so lange Zeit? Warum?

Oder du suchst dir ein preiswerten Flug nach Indien (oder so) und verbringst 2-3 Monate während der Semesterferien dort. Vielleicht mit  Freiwilligenarbeit. Jedenfalls kannst du dort mit sehr wenig Geld auskommen und bist mal weg vom normalen deutschen Leben. Das ist auch ein gewaltiger "Hirnfick". Wenn ich das so schreiben darf. Vielleicht sogar eindrucksvoller als durch die Erste-Welt Europas zu ziehen.

Überleg dir mal ... oder schreib uns ... ist ja anonym. Was genau deine Beweggründe für Europa sind und warum genau maximal 1 Jahr? Was suchst du? Oder vor was läufst du weg? Was erhoffst du dir?
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live_for_freedom

« Antwort #8 am: 15. Juni 2013, 23:18 »
Ne deine links sind schon ganz gut. Bin dadurch bis jetzt auf 2 interessante Seiten gestoßen. Ne müssen nicht unbedingt, bietet sich aber an, da ich sowas schon länger vor hatte. Jakobsweg hab ich mir auch schon überlegt. Hat auch durchaus seine Vorteile (günstige Übernachtungsmöglichkeiten, viele Leute, etc.) aber dann bin ich an einen Ort gebunden und das möchte ich nicht. Ich will die Freiheit genießen, deshalb habe ich mich für eine Reise durch Europa entschieden und Europa deshalb, weil ich in Europa lebe und die Reise vor der Haustüre starten kann. Ob sie am Ende wirklich 1 ganzes Jahr dauert wird sich zeigen, ich habe ja die Freiheit die Reise jeder Zeit zu beenden.
Hm Indien wäre natürlich auch interessant, aber ich denke das würde am Ende wieder meine finanzielle Mittel übersteigen. Von 2 Kommunilitonen die in Afrika waren weis ich, dass sie zwischen 2000 und 3000€ gezahlt haben.
Ich laufe vor nichts weg. Ich muss nur meinen Kopf wieder frei kriegen, bzw. mal mit etwas anderem füllen. Erst habe ich versucht mir andere Hobbys zu suchen: Schlagzeug, Sport, oder mich aufs Studium zu konzentrieren. Aber da war immer der Trott des Alltags, der mich irgendwie auch gelangweilt hat. Ich brauche einfach mal eine Auszeit aus dem Alltag sozusagen und da bietet sich so eine Reise natürlich an, auch da ich gerne in der Natur bin und mich für andere Kulturen interessiere und gerne reise:)
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ORANGPHILOSOPHICUS

« Antwort #9 am: 29. Juni 2013, 03:47 »
Kennt jemand noch gute Bücher zum Thema essbare Wildpflanzen?

die musst du dir nach region besorgen!

UND ich bekräftige ausdrücklich en beitrag von thrones_of_blood!
1. wirst du es hammerhart haben grundlegende bedürfnisse zu erfüllen.
2. die meisten pflanzen auch nur zu gewissen saisonen essbar sind.

hast du schon jemals versucht mit einem buch bei dir in der gegend dich zu ernähren? ich hab ein paar tage versucht, was essbares zu finden. hat nur bedingt funktioniert! da ich halt ffeststellen musste, dass eben gerade dies und das nicht wächst... und da habe ich die umgebung sehr gut gekannt! in einer unbekannten gegend, mit tlw unbekannten pflanzen wirst du dich nicht ernähren können wenn du kein ausgesprochen guter botaniker bist und zur passenden zeit dort bist! also wenn du das vor hast,.... heißt es zuerst ÜBEN!

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und nur so nebenbei... in europa gehört fast alles privatpersonen. vorsicht also!!!!
möglichst alles zuerst erfragen! wenn du also schreibst du willst von dem leben was du so am weg findest, dann ist es meist diebstahl! wenn du in gewissen gegenden einfach so campierst.... verboten. das wären in manchen gegenden 500, manchmal 1000€ strafe. muss dir nur ein förster mit schlechter laune übern weg laufen. vorher fragen fragen fragen!
und ganz besonder würd eich aufpassen beim fischen! da in europa die meisen gewässer ohnehin extrem überfischt sind, gibts da extrem sensible strafen. da ist wenig kulanz zu erwarten!
auch überfahrene rehe darfst du nicht einfach so essen. wenn ich das richtig verstanden habe, ists in Ö so, dass das reh dem grundbesitzer gehört. der den "abschuss" egtl verkaufen könnte. wenn das überfahren wird, interessierts den halt auch wer das war. also wenn du dich daran vergreifst wird man keine freude mit dir haben! gerade jäger sind da enorm sensibel!

also was ich sagen will,... mach dir da nix vor! ohne backup (auch finanziell), ohne training und wissen wirst du nichts von dieser freiheit genießen können!

ich hab während des studiums einige 1000 euro gespart. wenn man will... geht das.

So.... und außerdem.... niedergefahrene viecher gibts auch nicht a la cart ;)


naja, lass von dir hören wie das so verläuft. bin immer interessiert an sowas!
hatt mal ein bisschen mit einem hamburger zu tun... der macht irre touren! aber die sind super geplant und der weiß genau was er tut! also nicht ganz das was du vor hast, aber vl interessierts ja jemaden! habe danach mal ein bisschen nachgeforscht.... und bin auf einen klienen zeitungsbericht gestoßen! dem glaube ich, dass er AUCH freiheit genießen kann. eben weil er so überlegt an die sache herangeht.
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live_for_freedom

« Antwort #10 am: 07. Juli 2013, 21:23 »
Also habe mich doch beschlossen, die Reise erst Mal nach hinten zu verlegen. Ich weis nämlich nicht, ob mein Arbeitgeber da mit machen würde und mein Studium will ich für sowas nicht abbrechen. Ausserdem bietet sich dann auch die Zeit an, um Geld anzusparen. Bin nur mal gespannt, ob die Motivation in 2 Jahren dann immer noch so hoch ist wie jetzt^^.
Und der Zeitungsartikel über den Hamburger ist gut. Allerdings plant er seine Routen immer vor, ich wollte eher ins Ungewisse los. Und wie gesagt: Pflanzen u.ä. wäre nur für Notfälle gedacht oder wenn man mal zufällig beim laufen was findet. Mein Plan ist es eher, mit Arbeit und vllt ein paar netten Gesten durch zu kommen, und halt mit etwas Geld.
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