Gepäck sinnvoll aufteilen

Es hat sich auf meinen Reisen außerordentlich bewährt, nicht einfach alles oben in den Rucksack zu stopfen, sondern den Inhalt mit kleineren Behältern weiter zu strukturieren.

Das hat mehrere Vorteile:

  • Alle Dinge haben einen festen Platz. Dadurch findest Du Deine Sachen nicht nur schneller, es fällt auch eher auf, wenn etwas fehlt.
  • Das Rucksackpacken geht wesentlich schneller.
  • Du kannst Dinge voneinander separieren, z.B. feuchtes von trockenem, schmutziges von sauberem, scharfes und spitzes von empfindlichem.
  • Es ist wesentlich einfacher, Dinge innerhalb eines wasserdichten Behälters trocken zu halten, als den ganzen Rucksack.

Behälter

Welche Behälter Du verwendest, ist Geschmackssache und wird sich je nach Art der aufbewahrten Gegenstände unterscheiden:

  • Plastiktüten eignen sich für alles mögliche, vor allem Wäsche. Vorteile: extrem preiswert und leicht, wasserdicht, die flexible Form passt sich dem Rucksack an. Nachteile: nicht verschließbar (aber bei größeren Tüten ist das Umschlagen der Öffnung möglich), knistern in Schlafsälen, teilweise nicht sehr haltbar.
  • Baumwolltaschen (wiederverwendbare Einkaufsbeutel) sind perfekt für Schmutzwäsche. Sie lassen Luft durch, dadurch schimmelt die Wäsche nicht so schnell. Und im Waschsalon kann man die Tasche einfach mit waschen lassen.
  • Tupperdosen eignen sich zum Schutz vor Beschädigungen. Das kann sinnvoll sein, wenn man sehr empfindliche Dinge einpacken will (Tupperdosen nehmen mechanische Belastung auf und schützen zuverlässig vor Schmutz und Feuchtigkeit), oder wenn man Dinge verpacken will, die andere Sachen im Rucksack beschädigen könnten (z.B. spitze oder scharfe Sachen). Eckige Tupperdosen lassen sich platzsparender einpacken als runde, außerdem kann der Innenraum besser ausgenutzt werden.
  • ZipLoc-Gefrierbeutel haben gegenüber normalen Plastiktüten den Vorteil, dass sie dicht schließen, durchsichtig und sehr reißfest sind. Leider gibt es sie nicht in beliebigen Größen, so dass sie für Kleidung oder Schuhe nicht in Frage kommen. Kleinteile oder Bücher sind darin aber perfekt aufgehoben.
  • Es lohnt sich der Kauf von innen noch einmal aufgeteilten Behältern für spezielle Aufgabenbereiche, z.B. Waschbeutel oder Reiseapotheke. Auch Kamerataschen oder Notebook-Schutzbehälter fallen in diese Kategorie.
  • Behälter, die man öfter im Handgepäck transportiert, sollten so robust wie möglich sein. Bewährt haben sich Netz-Beutel, bei denen ein wasserfester Kunststoffbeutel außen mit einem stabilen Netz verstärkt ist.

Module

Als Module bezeichne ich Behälter, in denen alle Gegenstände zusammengefasst sind, die zu einem bestimmten Thema gehören. Jeder kennt solche Module. Klassische Beispiele sind der Waschbeutel, die Reiseapotheke, oder die Kameratasche. Ich möchte noch ein weiteres Modul vorstellen, das sich auf meinen Reisen bewährt hat und das Leben unterwegs einfacher macht:

Das Ausflugsmodul kommt immer dann ins Handgepäck, wenn ich mich ohne mein Hauptgepäck in der Natur herumtreibe, z.B. bei Wanderungen, Besichtigungen von Kulturstätten oder sportlichen Aktivitäten. (Bei mehrtägigen Unternehmungen kommt außerdem die Reiseapotheke mit.) Mein Ausflugsmodul enthält:

  • Reisepass-Kopie (zwecks besserer Haltbarkeit laminiert)
  • Simples Erste-Hilfe-Kit mit Heftpflaster, Desinfektionslösung (Kodan®), Leukoplast®, Stützverband und steriler Mullbinde.
  • Kleine Tube Sunblocker, Soventol, Labello Sonne
  • Taschenlampe
  • Schweizer Messer
  • Einige Sicherheitsnadeln
  • Trillerpfeife

Dadurch, dass das Ausflugsmodul immer fertig gepackt im Rucksack liegt, vergisst man nicht so leicht etwas und ist innerhalb kürzester Zeit abmarschbereit, wenn ein Ausflug ansteht.

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