Thema: Eine Kriegserklaerung an den typischen Backpacker  (Gelesen 5214 mal)

Grotesque

http://www.welt.de/reise/Fern/article13368499/Eine-Kriegserklaerung-an-den-typischen-Backpacker.html


ich musste doch ein wenig lachen, als ich den artikel gerade gelesen habe. sehr überspitzt > ABER nicht 100 % unwahr  ;)
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Angel

« Antwort #1 am: 23. Mai 2011, 09:43 »
haha, hat schon ein paar Wahrheiten, die man so nicht abstreiten kann.
Ich kauf mir nämlich auch keinen LP wenns nicht sein muss, hat doch schon jeder  ;)
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Jens

« Antwort #2 am: 23. Mai 2011, 09:47 »
Da möchte doch nur jemand Kasse machen
Zitat von: Weltonline
Der Text stammt aus dem Buch "Mit 80 Ängsten um die Welt“ von Yannik Mahr, VGS Egmont, 223 Seiten, 9,99 Euro

Aber damit hat er auf alle Fälle recht!

Zitat von: Yannik Mahr
Daran kann man sie erkennen, und, viel einfacher, am "Lonely Planet“ – ihrer Bibel. Wenn dort steht, dass man unbedingt unter der vierten Palme an einem verborgenen Strand in Indien eine Flasche des einheimischen Biers trinken soll, das ein einäugiger Hundertfünfjähriger verkauft, dann wird man genau an dieser Stelle Hunderte Alexe sehen, die mit dem Greis über den Preis verhandeln.

Genauso ist es mit den Unterkünften, Restaurants und Sehenswürdigkeiten, die der "LP“ empfiehlt. Er ist für Backpacker, was beispielsweise TUI für Pauschalreisende ist.

Übrigens, in jedem Witz steckt auch ein weing Wahrheit!! In diesem Sinne...  ;D ;D ;D
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Bella

« Antwort #3 am: 23. Mai 2011, 10:18 »
Also ich finde, da spricht der pure Neid!  ;D (Zumindest aus dem Großteil des Texts.)
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gigi

« Antwort #4 am: 23. Mai 2011, 11:53 »
echt gut geschrieben ;-)

hihihi, die aussagen von "alex" erinnern mich an so manche aussage von schulkollegen: während meiner teenager-zeit waren es die "punks" die so wie "alex" gesprochen haben: wobei die meisten von ihnen aus sehr gutem elternhaus abstammten wo genug geld (und bildung) da war aber: man wollte um jeden preis anders sein als die anderen (snobs, heavy-metal typen und was es in den jahren zw. 93-97 noch so gab) die "alexe" haben sich das ganze stylische punk-outfit gekauft, hat genausoviel gekostet wie die schicken ralph lauren sachen aber hat nicht danach ausgesehen ;-) und alle sind sich wahnsinnig "einzigartig" vorgekommen ;-) dabei habens eh auch alle gleich ausgesehen wie in einer uniform...

zum lonely planet: bietet sicher für jeden backpacker viele notwendige infos die man in einem du mont, baedeker oder marco polo reiseführer wohl nicht in dieser ausführlichkeit finden würde ...

ich denke die leute sollten endlich mal runter kommen von ihrem trip immer "individueller" als die anderen sein zu wollen. ist es schlecht wenn man als backpacker nach thailand fliegt nur weil es dort schon "trampelpfade" gibt..?
ich finde nicht: man müsste ja heutzutage schon als blinder alleine auf den himalaya steigen oder den amazonas auf einem surfbrett überqueren oder auf den mond fliegen damit man sich als "individuell" bezeichnen kann ;-)
jeder das das macht was ihm taugt und zwar deshalb weil es einem selbst wirklich gefällt ist individuell: egal was er für klamotten trägt oder wohin er reist ;-)

(ende wort zum montag ;-)
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Skraal

« Antwort #5 am: 25. Mai 2011, 14:25 »
Der „individuelle Trip“ iſt ja genau der Widerſpruch beim Lonely Planet. Alle wollen individuell Reiſen und gehen dann doch in jeder Stadt ins Our Pick Hoſtel, alſo nicht viel anders, als wenn ſie eine Tour gebucht hätten.

Dazu zwei intereſſante Links über die Reiſeführerbranche (beide in engliſch):
Salon.com
Travelhappy.info
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djmuh

« Antwort #6 am: 25. Mai 2011, 15:16 »
Meiner Meinung nach meint er nen slackpacker  ::)
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Stecki

« Antwort #7 am: 25. Mai 2011, 15:25 »
Mir ist eigentlich egal wie andere über meine/unsere Art zu reisen denken. Ich reise so wie es mir Spass macht. Ob ich mich dabei nun auf augetrampelten Pfaden oder in der unberührten Wildnis bewege spielt absolut keine Rolle. Ich will die Welt sehen und dass ich damit nicht alleine dastehe leuchtet mir ein.

Wenn ich von meinen Reisen erzähle begegnen mir genau zwei Sorten Menschen: Die, die mir das ganze von Herzen gönnen und am liebsten gleich mit mir losziehen würden und dann eben die anderen, die einfach nur neidisch sind weil sie dies aus irgendeinem Grund nicht können. Und die probieren dann leider auch alles schlechtzureden.
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Xenia

« Antwort #8 am: 25. Mai 2011, 15:54 »
Find den Text ganz lustig. Ich denke in dem Buch gehts wohl darum, dass jemand, der eben so neidisch auf den Alex ist, die ganze Backpacker Sache auch mal selber ausprobiert.

Ansonten bin ich auch der Meinung das man so reisen soll wie man will. Ob mit LP oder nicht, ob ne Pauschalreise oder individuell...ist doch schnurz. Hauptsache man tut was man mag.
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farmerjohn1

« Antwort #9 am: 25. Mai 2011, 16:27 »
Das Beduerfnis der Menschen, sich selber und einander mit Hilfe von durch Meinungsfuehrer gepraegten Sammelbgriffen wahrzunehmen, scheint ungebrochen.
 
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alex

« Antwort #10 am: 25. Mai 2011, 17:09 »
Zitat
Nennen wir ihn Alex

Immer diese Stereotypen...
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little_earthquake

« Antwort #11 am: 25. Mai 2011, 19:43 »
ich glaub ja schwarze schafe gibts überall.

es wird die jenigen geben die innerhalb von 3 monaten 1-3 länder intensiv bereisen und die, die innerhalb von 3 monaten von alaska bis feuerland ziehen und am ende nix gesehn haben aber 'mal da waren'.

gibt überall klischees.. da kommt man nicht von weg.

find den artikel jetzt nicht so schlimm, eher lustig geschrieben.
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heimbach89

« Antwort #12 am: 25. Mai 2011, 19:52 »
Aber anscheinend gibt es wirklich Menschen, die Backpacker hassen, siehe Kommentare..das hätte ich mir jetzt überhaupt nicht vorstellen können!
Würde diesen Herrn gerne mal persönlich kennen lernen um zu fragen, was ihn dazu bewegt so zu denken!
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Geli

« Antwort #13 am: 25. Mai 2011, 21:29 »
Fand den text ganz lustig zu lesen.
Und es gibt sicher Leute die wirklich alles machen was im Reiseführer drinsteht, aber solang man selber Spaß dabei hat is das doch ok.
Ich mach meine Reise ja für mich und nicht für jemand anderen und so wirklich unberührte Ecken sind auf der Welt ja sowieso selten geworden. Hab also kein Problem damit am Montag mit zig anderen Leuten aufn Machu Pichu zu laufen.
Aber Leute die ihre Reisen machen um zu sagen "ich war da", in 4 Wochen durch 3 Länder durchheizen, die tun mir leid. Die ham den Sinn ner Langzeitreise nicht wirklich verstanden.
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Litti

« Antwort #14 am: 25. Mai 2011, 21:38 »
 
Aber anscheinend gibt es wirklich Menschen, die Backpacker hassen, siehe Kommentare..das hätte ich mir jetzt überhaupt nicht vorstellen können!

Backpacker sind jung, Backpacker genießen ihr Leben... da spricht der pure Neid aus den meisten Leuten.

Man findet leicht an jeder Lebensweise irgendetwas auszusetzen. Irgendwie kann ich so auch nichts Gutes an dem Artikel finden - er lebt von seinen Überspitzungen und davon, dass man in Deutschland irgendwie darauf steht, sich über alles Erdenkliche aufzuregen.
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