Thema: integrieren der Reiselust in ein klassisches Leben  (Gelesen 4361 mal)

Neugierig

« am: 23. Januar 2014, 10:59 »
Hallo ;)

Ich wollte mal wissen wie ihr das gelöst habt: "Normales" Leben + Reiselust =  :D

Ich bin mir sicher das es da viele interessante, kreative und gute Kombinationen gibt.

Ich selber beschäftige mich mit diesem Thema schon länger, ich reise seit ich denken kann und kann mir ein Leben ohne kaum vorstellen. Nun kann ich es gar nicht haben wenn die Leute sagen: "... man kann eben nicht alles haben....". Und das war es dann.... aus die Maus.. nichts mit Träumen...

Wenn man Jung ist ist das natürlich einfacher.. und oft habe ich gehört und ich habe es auch selber gedacht...naja irgendwann geht die Wanderlust ja dann auch weg (manche Leute sagen " irgendwann hast Du das Ausgelebt oder "aus deinem System" ;) ) ... naja und als Junger Mensch mit 20 - 30... kann man ja auch vieles noch so auf sich zu kommen lassen...

Was aber wenn die Reiselust dann nicht aufhört und Du willst trotzdem Familie und das "Normale leben"... ich sage "normales Leben"... meine aber eher die Kombination aus Zuhause und Familie mit Freund oder Mann und Kind und Hund... :)  das was man als "normal" kennt oder was von vielen als "normal" definiert wird... na!!! nennen wir es doch eher "klassisch" klingt besser oder? ;)

Ich für meinen Teil habe schon viele Kombinationen ausprobiert, viele sind gescheitert oder als unbrauchbar verworfen worden, eine lebe ich gerade ;)
Meine Lösung bis jetzt: freiberufliches arbeiten + Partner der selber schon viel gereist ist und die Reiselust versteht + Sparsam leben + 2 -3 mal im Jahr unterwegs sein aber eben nur immer so einen bis zwei Monate am Stück.
Mal sehen wie gesagt diese Kombination ist noch in der Probezeit ;) ;) ;)

Auf meiner letzten Reise habe ich schon mit anderen Reisenden über diese Thema gesprochen.... ihre Lösungen ließen eine Integration der beiden Lebensarten oft nicht zu....
- viele trennten sich von ihrem Partner,
- andere ließen das Reisen um Familie zu haben und tauschten es gegen Urlaube,
- andere gaben alles auf und brachen ihre Zelte vollkommen ab (Freundin, Job Freunde) um das Reisen leben zu können,
- für andere macht die Reiselust immer einen extremen Bruch ins normale Leben (also auch keinen Integration) weil sie dann den Job und alles Sozial-Kontakte so lange auf eis legen müssen (oder finden keinen Partner weil das keiner mitmachen will), bis sie wieder da sind und dann müssen sie fast wieder von vorne anfangen; Und dann leben sie oft in Anspannung weil sie nicht wissen WANN und OB sie eine nächste Reise machen könne und leben das Hier und Jetzt auch nicht richtig.
- Manche wanderte aus, Reisen nun aber nicht mehr.


Wie habt Ihr das für euch gelöst?

Bin gespannt ;)

LG
Neugierig


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Michael7176

« Antwort #1 am: 23. Januar 2014, 15:10 »
Tja....ich lebe eigentlich recht normal. Zwar ohne Partner und Kinder, jedoch mit Beruf und eigener Wohnung. Nun reise ich fuer mein Leben gern. Und seitdem ich arbeiten gehe und Geld verdiene spare ich, um meine Reisetraeume verwirklichen zu koennen. Meine erste selber organisierte Reise (vorher war ich natuerlich mit Familie oder Schule schon ein bisschen unterwegs) fuehrte mich 1996 nach Kreta. Die erste aussereuropaeische Reise ging 1998 nach Aegypten. Ich bin die folgenden Jahre sehr viel gereist und habe viele Laender gesehen. Jeder Urlaubstag und jede Ueberstunde wurde genutzt. 2009 kam bei mir der Wunsch auf, eine laengere Reise oder Weltreise zu machen. Die laengste Reise dauerte bis dahin 7 Wochen. Da ich im oeffentlichen Dienst beschaeftigt bin, habe ich versucht, mich in Sachen Sabbatjahr schlau zu machen. Leider bin ich 2010 krank geworden und das ganze ist dann mehr oder minder im Sand verlaufen. Seitdem kommt immer mal wieder der Wunsch nach mehr Zeit und Freiheit auf. Andererseits bin ich mit meinem Leben eigentlich zufrieden. Irgendwie fehlt mir mittlerweile auch die noetige Courage. Und  100 % gesund bin ich auch nicht mehr. Im Moment befinde ich mich auf einer 5 woechigen Reise durch Suedostasien und sitze im Moment in Vientiane. Ich bin gluecklich, hier zu sein. Die Reise ist wunderschoen. Aber ich sehne mich auch ein wenig nach meinen Freunden, meiner Familie usw. Was in der Zukunft passiert, kann ich dir natuerlich nicht sagen. Vielleicht mache ich doch noch die "grosse Reise" und breche meine Zelte fuer eine gewisse Zeit in Deutschland ab. Wer weiss schon, wie er in 2 Jahren tickt. Wichtig ist, fuer den Moment das fuer sich richtig erscheinende zu tun und im Hier und Jetzt sein Leben zu geniessen.

Gruesse aus dem schoenen Laos
Michael  :)
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Raus2013

« Antwort #2 am: 23. Januar 2014, 21:14 »
Ich führe ein ganz spießiges Leben als Beamtin mit Kind und zwei Katzen. Letztes Jahr ließ ich mich für 3 Monate freistellen, die Katzen versorgte in der Zeit ein Bekannter und ich reiste durch SOA.
In diesem Jahr reise ich im Winter 1 Woche, im Sommer 4 und im Herbst noch einmal eine. Dann ist der Urlaub alle.  ;) 30 Tage halt ...
Vielleicht findet sich noch etwas über Weihnachten/Silvester. Da war ich letztes Jahr auch unterwegs. Dank der Feiertage ohne großartigen Urlaubstageeinsatz.

Mein Kind ist jetzt gerade an die weiterführende Schule gewechselt. Im Idealfall ist sie also in 8 Jahren fertig. Eventuell lege ich dann ein Sabbatjahr ein. Finanziell wäre das dank langer Ansparphase kein Problem und sicher ist es dann eh an der Zeit sich beruflich neu zu orientieren. Da tut eine Pause sicher gut. Wenn mein "Kind" dann mitkommen möchte, kann es das tun. Wenn sie sich direkt weiter in's Lernleben stürzen will, ist sie alt genug dies allein zu machen. Oder ich nutze die Zeit und bilde ich auch fort, falls die Reiselust bis dahin vergangen sein sollte. Alles kann, nichts muss.

Ich würde gern jedes Jahr 2-3 Monate pausieren und reisen. Finanziell wäre das machbar. Organisatorisch leider nicht.

LG
Sunny
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dapoowinnie

« Antwort #3 am: 26. Januar 2014, 15:07 »
Ganz großer Tipp (jedenfalls für mich passt es), wenn man ein "klassisches" Leben lebt (Kinder, Haus, JOb - 30 Tage Urlaub im Jahr):

Ein Auto kaufen, mit dem man in den Urlaub fahren kann und in dem man auch schlafen kann. Ob richtiger Camper oder wie in meinem Fall ein umgebauter VW Caddy. Das geht dann auch super mit Kindern (kann ich mir jedenfalls sehr gut vorstellen), ist superbillig (wenn man sowieso ein Auto braucht) und man ist superflexibel (keine lange Anreise per Flugzeug). Außerdem bietet Europa so viel und wir haben so geile Touren schon gemacht (einmal um die Ostsee rum, Ost-/Zentraleuropa, Elsass, Italien, Frankreich/Spanien...

Es hilft natürlich, wenn man vorher schon viel in der Welt unterwegs gewesen ist, damit man Europa auch wieder richtig zu schätzen weiß! :-)

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Fixfeierhoelzje1980

« Antwort #4 am: 26. Januar 2014, 16:33 »
Hallo Leute,
interessanter Beitrag..
Tja, ich bin auch Beamtin und war von 2012/2013 im Sabbatjahr und ein Jahr mit Rucksack auf Weltreise.
In Rheinland- Pfalz wurde das Sabbatjahr inzwischen abgeschafft, daher sollte ich vielleicht überlegen, das Bundesland zu wechseln, da ich bereits vor dem Berufsstart schon wieder darüber nachgedacht habe, wieder eins zu beantragen..
Auch hatte ich darüber nachgedacht, wie bereits Raus2013 sich bereits Gedanken gemacht hat: jedes Jahr 2-3 Monate Freistellung und Reisen..Leider auch bei mir organisatorisch nicht machbar..
Nun habe ich am 01.08. wieder angefangen und hänge seit dem so ein bißchen zw. dem Welten..So: realistisch zu sein, dass man Geld zum Leben braucht, die Sicherheit einer Lebenszeitverbeamtung usw. und auf anderen SEite ein z.Zt. schwer stillbares Fernweh..Habe jetzt für Mai schon wieder einen Flug nach Indonesien gebucht; wenn es finanziell hinhaut werde ich auch im September noch für 10 Tage in den Oman zum tauchen fliegen..Ansonsten versuche ich an den Wo´s viel in Deutschland unterwegs zu sein..Habe allerdings das "Perfekte" noch nicht gefunden..heißt, wie gehe ich mit meinem Fernweh um und finde auch hier in Deutschland wieder meine Zufriedenheit. Denn mir ist ja schon klar, dass dieses Jahr Auszeit, dieses riesige Geschenk, nicht "die Normalität" ist..Ich hatte keine finanziellen Sorgen, wusste, wenn ich zurück komme, ist mein Job noch da und und und..Aber das Fernweh bleibt halt trotzdem...Klar habe ich hier meine Eltern/Großeltern und Freunde, aber z.Zt. fühle ich mich so gar nicht geerdet, in dem was ich mache...
Also- werde diesen Beitrag interessiert weiterverfolgen..Vielleicht hat ja jemand eine Idee/Lösung parat, mit der auch ich was anfangen kann..:-),
LG Fixfeier
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NRW

« Antwort #5 am: 27. Januar 2014, 10:10 »
Meine Freundin und Ich sind gerade unterwegs für 12 Monate. Ich habe meinen Job gekündigt, meine Freundin hat unbezahlten "Urlaub" bekommen. Vor allem den Job zu kündigen und die "Lücke" im Lebenslauf zu haben, kann ich mir vielleicht ein zweites Mal aber nicht ein drittes, viertes, usw. Mal vorstellen. Deswegen fänd ich es interessant, was bei diesem Thema so rauskommt.

Auf unserer Reise haben wir ein paar Leute getroffen, die es mehr oder weniger gut gelöst hatten. Dies waren

- entweder selbstständige, die sich z.b. in den auftragsschwächeren Zeiten (Handwerker) regelmäßig Auszeiten nehmen
- oder Angestellte im öffentlichen Dienst, die leichter als Angestellte in der Wirtschaft ihren Urlaub aufsparen und z.b. 5-6 Wochen am Stück nehmen können

Grüße von Borneo
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pad

« Antwort #6 am: 27. Januar 2014, 12:01 »
Je nach Beruf gibt es ja auch die Möglichkeit, für ein grosses, international tätiges Unternehmen mit Zweigniederlassungen oder Aufträgen auf der ganzen Welt zu arbeiten (Siemens, ABB, diverse Anlagenbauunternehmen, Maschinenbauer ...). Ich spreche hier vor allem von technischen Berufen, weil das halt mein Hintergrund ist. Gibt es aber sicher auch in anderen Branchen.

Bin jetzt zwar gerade selbst auf Weltreise, habe aber zuvor für ein Maschinen- / Anlagenbauunternehmen mit sehr hohem Exportanteil gearbeitet (Als Softwareingenieur ca. 70% Büro 30% Inbetriebnahme vor Ort). Da gab es viele Jobs mit Reisetätigkeit von 20% bis 90% (Inbetriebsetzer, Mechaniker, Elektriker, Technologen, Softwareingenieure, aber auch Verkäufer, Serviceleute etc.). Klar, da kann man sich die Länder dann eher selten aussuchen und kommt auch in Gegenden wo es kein Tourismus gibt bzw. auch mal hässlich ist. Für mich war's trotzdem immer sehr interessant. Eine grosse Portion Flexibilität ist Voraussetzung und auch für Beziehungen kann das vielleicht zur Probe werden. Wer jedoch jung / jung geblieben und unabhängig ist, kann seine Freude an so einem Job finden.

Vorteile:
  • Man kommt an verschiedenste Orte, je nach Unternehmen / Tätigkeit auch in sehr abgelegene Gebiete und Länder
  • Die Reisekosten sind alle bezahlt und die Unterkünfte meist recht komfortabel (3-4 Sterne Hotels in meinem Fall, teils besser, falls nichts vorhanden vielleicht auch mal schlechter)
  • Durch die Arbeit vor Ort kommt man auch intensiv mit Locals in Kontakt
  • Finanziell relativ attraktiv, man bezieht den Lohn aus dem Heimatland (als Schweizer darf ich da nicht jammern), dazu kommen Spesen, Überzeit, Zulagen
  • Man arbeitet oft mehr als 8h pro Tag und sammelt so schnell ne Menge Überzeit an, die man dann wieder beziehen kann.
  • Meist sehr gutes, kollegiales Verhältnis vor Ort, gastfreundliche Kunden, abwechslungsreiche Umgebung
  • Je nach Firma / Situation und Verhandlungsgeschick kann man im Zielland vielleicht noch ein paar Tage / Wochen Ferien anhängen oder an den Wochenenden / vielen Feiertagen im Land was unternehmen (und meist gleich mit den Spesen bezahlen). Oder man bezahlt beim Rückflug etwas drauf und legt noch einen tollen Zwischenstopp ein.
  • Die Altersvorsorge ist durchgängig geregelt, gute Versicherungsleistungen, wenn es mal gefährlich wird wird man ausgeflogen


Nachteile:
  • Hohe Flexibilität gefordert, zumindest bei uns ging es dann meistens länger als anfangs geplant, Flüge wurden meistens umgebucht, Starttermin verzögert etc.
  • Kann für einige Beziehungen vielleicht zur Belastungsprobe werden, wenn nicht beide Partner gleich selbstständig sind. Manche Kollegen haben ihre Partnerin teilweise auch mitgenommen (Zimmer ist ja eh meistens bezahlt, Flug / Food aus eigener Tasche)
  • Man verpasst halt auch mal was zu Hause (wie auf Reisen auch) und muss sich um seinen Freundeskreis bemühen
  • Es gibt auch hektische Zeiten mit sehr hoher Arbeitsbelastung, Termindruck, Unruhen vor Ort etc.
  • Man sollte sich um eine gesunde Balance bemühen. Manche, die den Job schon lange machten, entwickelten eine Neigung zum Alkohol, hatten zu viele Frauengeschichten (mit teils ungewünschten Folgen) ...
  • Einige Arbeitsorte sind halt auch sehr unattraktiv. In vielen Firmen gibt's da eine Art Hackordnung, die Jungen werden erstmal an die schlechteren Orte geschickt, die älteren, erfahrenen lassen sich längts nicht mehr jede Destination aufschwatzen. Relativiert sich aber wieder, weil es meistens doch anders kommt, als man anfangs gedacht hat.
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southern_cross

« Antwort #7 am: 27. Januar 2014, 21:37 »
Gutes Thema...

Ich habe es ausgelebt, ziemlich intensiv. Nach einer großen Veränderung im Leben (Trennung vom so-gut-wie-Ehemann) habe ich viel "aufgeholt" und war eigentlich vier Jahre lang mindestens 1x/Jahr für mindestens einen Monat unterwegs. Im Büro zu hocken war die Hölle und ich konnte nach jeder Rückkehr die wenigen Wochen zählen, bis das Fernweh wieder da war.

Dementsprechend hatte ich ein paar Brüche drin (keine festen Partnerschaften, ein paar Jobwechsel), was mir aber jetzt zu aufregend wird. Muss jetzt auch grade wieder seriös sein  ;D, Geld verdienen, hab jetzt einen anstrengenden aber tollen Job, bin auch vor vier Wochen bei meinem Freund eingezogen. Ich plane jetzt Familie und sesshaft zu werden, auch weil ich nicht jünger werde  :P

Ich will fix noch nach Südamerika, weil mir diese Ecke noch komplett fehlt. Aber das muss jetzt nicht sein. Ich hab so einiges gesehen die letzten Jahre, sodass mich das Reisen momentan nicht mehr erfreut und ich auch etwas abgestumpft bin. Sicher war mein letzter Trip durch Malaysia schön, aber Asiaten nerven mich inzwischen beinahe unendlich, ich bin froh wenn ich mein Backpack nicht herumtragen muss und Langstreckenflüge sind mir inzwischen ein Graus. Ich hab irgendwie genug.

Werde trotzdem mit Sicherheit nicht zum Pauschaltourist.  ;)

Übrigens geht es mir vielleicht auch so, weil ich ein Stück Fernweh in meinen Alltag integriert habe... Ich wohne jetzt in einer Gegend, in die ich früher gerne auf Urlaub gefahren bin - komme aus dem "Flachland" und wohne jetzt in den Bergen :P
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echidna

« Antwort #8 am: 31. Januar 2014, 12:24 »
Bei mir ist es so, dass ich die Folgen meiner chronischen Reiselust in meine Urlaube, verlängerte Wochenenden etc. stopfe. Das führt leider dazu, dass ich meine Reisetätigkeit "stückeln" muss: viele kleine Kurztrips statt einer langen Reise.

Richtig toll ist das nicht, aber anders geht es nicht, solange ich bei meinem jetzigen Arbeitgeber bleibe. Denn da gibt es maximal drei bis vier Wochen Urlaub am Stück; Freistellungen und unbezahlter Urlaub sind völlig unmöglich. Meine dahingehenden Anfragen wurden bisher alle entrüstet zurückgewiesen ("Also, das geht nun wirklich nicht!")
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Neugierig

« Antwort #9 am: 01. Februar 2014, 17:01 »
Yip, das kenne ich. Ist leider in vielen Jobs so. Ich hab deshalb damals den Job gekündigt.
Es gibt aber auch Job wo das durchaus geht. Hat wohl auch was mit dem Land zu tun in dem man lebt.

In Frankreich ist sowas wohl eher üblich, hab bei einer reise durch Ecuador eine Französin kennengelernt die Medizinisches Fachmaterial an Kliniken verkauft und die Anwendung zeigt...sie hatte ein Jahr Sabbatical bekommen das ist wohl auch alles Vertraglich gesichert und hat ihren Job zu 100% sicher wenn sie wieder da ist, sie meinte auch das man das Recht dazu habe in Frankreich.......
In Deutschland dachte sei diese schon viel weiter verbreitet und hier im schönen Spanien.. Naja da geht so ein Sabbatical eigentlich nur bei Lehrern und dann in allen anderen Bereiche kommt es auf den Arbeitgeber an UND dann ist der nur verpflichtet dir den Arbeitsplatz zurück zu geben wenn er kann... sollte sich was verändert haben muss er Dir deine Stelle nicht zurück geben und dann kannst Du sogar ohne Arbeitslosengeld darstellen da DU gegangen bist und nicht gekündigt wurdest.... he he aber eher so gar keine Thema hier... da die Leute eh alle ohne Arbeit sind momentan...
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Tigerlilly

« Antwort #10 am: 05. Februar 2014, 10:58 »
Eine ideale Lösung habe ich dafür leider noch nicht gefunden. Ich habe einen Vollzeitjob und bin alleinerziehend, es ist also nicht nur die Zeit sondern vor allem auch das Geld knapp  :(.

Mein Arbeitgeber lässt mich nur 2 Wochen am Stück weg, außerdem bin ich an die Ferienzeiten gebunden, so ist leider meist nicht mehr drin als irgendein Kurztrip. Das ist zwar besser als nix, aber dennoch wenig zufriedenstellend.

Nach dem Studium war ich mit den RTW-Ticket unterwegs, davon träume ich wieder. Bzw. einfach mal wieder länger weg sein als 1-2 Wochen.

Meine besten Freunde sind alle Weltenbummler, die meisten haben einen Partner aber keine Kinder. Ein Freund ist freiberuflicher Musiker, seine Frau Dozentin an einer Uni, die beiden verbringen meist 3-4 Monate des Jahres on the road. Eine Freundin ist Beamte und lässt sich regelmäßig beurlauben wenn ich die Decke auf den Kopf fällt. Zwei weitere sind mittlerweile ausgewandert (Griechenland und China).

Die Tatsache dass ich das alles nicht kann, macht mich oft sehr wehmütig. Aber ich tröste mich mit dem Gedanken, dass meine Zeit auch wieder kommen wird   ;D.

 

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LeniLustig

« Antwort #11 am: 05. Februar 2014, 18:00 »
Ich bin erst gerade von meiner Reise zurück und denke auch schon die ganze Zeit dran wie das jetzt alles wird..

und mir schießen hunderte Gedanken von meiner Zukunft durch den Kopf.. aber planen kann ich das sowieso alles nicht. Leider, ist ja alles noch sehr ungewiss - was aus mir wird =) Aber ich will unbedingt nochmal weg und zwar nicht nur auf Urlaub sondern nochmal reisen und dann am liebsten länger als letztes Mal..

lg leni
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Reisender215

« Antwort #12 am: 20. Februar 2014, 11:00 »
Hallo,

ich bin jetzt 16 monate unterwegs und nur einen monat zu hause in d gewesen.
davon waren 2 wochen super und 2 wochen in münchen eigentlich eher wiederlich...m
das da mal jemand z.b lacht auf der strasse naja gut anderes thema ;)

Vor meiner reise habe ich alles aufgegeben.
ich bin nun single hab sicher auch spass ohne ende aber z.b. ne freundin oder sowas geht nicht. Zumidest nichts was den status temporary girlfriend übertrift.

ich habe ein work and travel für australien gehabt. Sprich ich versuche auch zu arbeiten.
lebe dann eine zeit "normal" und sehr sparsam ja und dann gehts wieder reisen.
in indonesien hab ich jetzt nen weg gefunden auch so meine 6 monate hier zu bleiben. Meine ansprüche sind sehr gering. Ich kann auch auf ner matratze schlafen oder am beach.
ohnehin hab ich nur nen 50l rucksack seit der zeit. Wirklich was klauen kann mir keiner. Selbst wenn shit happend. Solang es nicht meine nieren sind.. ab und an hau ich auch mal paar wochen richtig auf den putz, den auch das ist wichtig für meine eigene happiness :)

ich hasse die phasen reisemüde zu sein.
und plane immer bisschen vor.
im sommer gehts nach deutschland nen job habe ich bereits für 4 monate . Dann lebe ich wieder sehr spatsam und horte geld.
mein work and travel für canada habe ich bereits und die reise geht von vorn los.  Als deutscher hanbwerker mit meiner offenen art, habe ich bisher auch keine bewerbung geschrieben.
Ich werde dann in canada auch wieder arbeiten.
mir ein auto kaufen wo ich drin schlafen kann und dann gehts los...

nachteil es bleiben ein paar dinge auf der strecke z.b freundin , freunde, family ..der blödsinn wie lûcke im lebenslauf , zukunftsicherheit blabla...
klar alles denkweise und unterschiedlichkeiten der persönlichkeit. ..

ich zahle weiterhin privat rente , bin unfall und krankenversichert, pflege meine -- wahren--- freunde ( weltweit ) gehe arbeiten, lebe und genieße
also how cares??
Komm ich wieder laut plan waren es 4 hammer jahre bin 35 und habe alle türen offen.
um nochmal komplett anzufangen hab ich kein problem mit.

alles andere liegt nicht in meiner hand. Wie pech, krankheit oder oder.
Ich lebe also jetzt und bin dankbar dennoch deutsch zu sein und -etwas- an später zu denken....
ich reise und lebe quasi ein leben mit arbeit usw. Im einklang
 
wenn man etwas wirklich will , dann geht es auch.
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Stecki

« Antwort #13 am: 23. Februar 2014, 08:52 »
Hier noch meinen Senf dazu, da da das Thema bei mir gerade sehr aktuell ist.

Nach meiner letzten Reise diesen Winter war mir klar dass ich in ca. 2 Jahren wieder für ein Jahr verschwinden möchte. Da ich aber gleichzeitig meine Wohnung nicht aufgeben möchte habe ich mir Tage und Nächte lang den Kopf zerbrochen wie ich meine Zukunft planen soll. Schliesslich bin ich zu folgender Lösung gekommen:

Sobald mein Chef von seiner Schulung zurück ist werde ich ihm mitteilen dass ich vorhabe in der Firma zu bleiben, aber auch mein Fernweh nicht unterdrücken kann/will (das kennt er ja bereits). Daher wäre es toll wenn ich statt einem Jahr jedes Jahr 2 1/2 - 3 Monate reisen könnte. Davon 2 Monate unbezahlten Urlaub und der Rest normaler Urlaub. In den ersten jeweils 4 Monaten des Jahres wäre meine Abwesenheit auch kein grosses Problem.

Die Vorteile liegen auf der Hand:
- Keine Wohnungsaufgabe oder Autoverkauf
- 4 Wochen der Reise wären jeweils bezahlt (Urlaub)
- Keine Probleme mit der Krankenkasse (zahlt nur bis max. 3 Monate Auslandaufenthalt)
- Der Mindestbeitrag für die AHV wird jedes Jahr ohne Probleme erreicht.
- Internetabo, Autoversicherung etc. müssen nicht jedes Mal gekündigt sondern können sistiert werden.
- Ich muss mich nicht abmelden
- Das benötigte Budget ist schnell erreicht
- Ich kann auch mal etwas in meine Wohnung investieren ohne den Gedanken dass ich ja eh bald wieder ausziehe.
- Entspannteres Reisen wenn man weiss dass man nach der Rückkehr nicht erst noch eine Wohnung, Job, Auto etc. suchen muss.

Nachteile:
- Bei 3 Monaten am Stück bliebe überhaupt kein Resturlaub mehr (daher tendiere ich wohl zu 2 1/2 Monaten am Stück, 2 Wochen im Herbst).
- Kosten für Wohnung etc. bleiben bestehen (werden aber dadurch dass 4 Wochen bezahlt sind mehr als gedeckt).
- In 3 Monaten ist natürlich nicht ganz so viel machbar wie in 1 Jahr.

Was denkt Ihr darüber? Habe ich irgendein Detail übersehen? Wenn nicht bleibt mir nur zu hoffen dass mein Chef und auch die Firma darauf eingeht. Ich bin aber zuversichtlich, da in meiner Branche immer eine Knappheit an Fachkräften besteht und 3 Monate im Jahr während einer eher ruhigen Zeit eher verkraftbar sind als 1 Jahr.

Ach ja, die nächste Tour würde mich dann wenn es klappt Anfangs 2015 nach Mittelamerika führen. Schwerpunkte Mexiko, Guatemala, Costa Rica und Panama.
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waveland

« Antwort #14 am: 23. Februar 2014, 13:11 »
Ich überlege ähnliches, weiss aber nicht, ob ich es so realisieren kann. Ich habe immerhin 30 bezahlte Urlaubstage, wenn ich mir einfach  nochmal z.B. 20 oder 30 unbezahlte dazu kaufen könnte (durch entsprechend niedrigeres Gehalt), würde ich es sofort machen. Ein weiterer Vorteil ist, dass wenn man dauerhaft etwas weniger verdient, man weniger Steuern zahlt, im Vergleich zu einer einmaligen längeren Auszeit. Ich nehme an, dass ist bei euch in der Schweiz ähnlich.

Ich würde es wohl auf 2 oder mehr Reisen pro Jahr aufteilen. Aber wenn bei dir in der Firma eh zu Jahresbeginn wenig los ist, würde ich es dem Chef genau so vorschlagen, das wäre ja evtl. auch gut für die Firma. Kleiner Nachteil für dich ist halt noch, dass du von der Reisezeit her festgelegt bist, z.B. Kanada oder Mongolei oder so ist dann eher schwierig. Mittelamerika passt natürlich gut.
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