Thema: Update: Sicherheitslage in Guatemala  (Gelesen 10665 mal)

karoshi

« am: 21. April 2008, 09:36 »
Hallo,

weil hier das Thema "Sicherheit in Mittelamerika" immer mal wieder diskutiert wird, möchte ich ein kleines Update geben.
Eine Freundin von mir ist seit kurzem aus Guatemala zurück. Da ihr Partner dort lebt, ist sie in den letzten Jahren immer mal wieder dort gewesen und hat auch Einblicke in das alltägliche Leben der Einheimischen.

Ihr Urteil über die Sicherheitslage speziell in Guatemala und Honduras ist: nicht gut. Es ist leider eine Tatsache, dass der Trend steil abwärts geht, d.h. in den letzten Jahren ist es viel schlechter geworden. Insofern kann man sich auf Tipps und Erfahrungen von Anderen auch nicht mehr unbedingt verlassen, falls sie nicht ganz aktuell sind. Ich selbst war zuletzt 2003 in der Region, und abgesehen von einer gewissen Angespanntheit, die man an vielen Orten spüren konnte, war es damals noch so, dass man mit etwas Vorsicht sehr gut durchkommen konnte. Inzwischen scheint es aber so zu sein, dass es nicht mehr einzelne unsichere Gebiete gibt, die man relativ einfach vermeiden kann, sondern es kann praktisch jederzeit und überall etwas passieren. Das gilt auch für Orte, die in den letzten Jahren als sicher betrachtet werden konnten, wie z.B. Antigua. Besonders beängstigend ist dabei die hohe Gewaltbereitschaft, gepaart mit einer sehr hohen Verbreitung von Schusswaffen. Und um noch einen draufzusetzen: Es geht längst nicht mehr nur um Raubüberfälle, sondern auch Lösegelderpressung und Vergewaltigung sind zunehmend ein Thema.

Ich finde es traurig, das sagen zu müssen, aber inzwischen kann ich keinem mehr mit gutem Gewissen dazu raten, nach Guatemala zu fahren. Früher habe ich empfohlen, sich von der allgemeinen Hysterie nicht abschrecken zu lassen und trotzdem hinzufahren. Das muss ich aber relativieren. Den meisten Besuchern wird zwar überhaupt nichts passieren, und sie werden eine super Zeit haben. Aber selbst bei großer Vorsicht und richtiger Reaktion im Falle des Falles kann es inzwischen zu Situationen kommen, wo die Scheiße den Ventilator trifft. Und dann möchte ich nicht derjenige sein, der vorher gesagt hat: wird schon gut gehen.

LG, Karoshi
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twoontour

« Antwort #1 am: 21. April 2008, 10:59 »
Hi Karoshi!

Danke für den Update. Das hat uns jetzt aber gerade erschreckt, da wir ja auch vorhaben nach Guatemala und Honduras zu reisen. Wir wollten eigentlich in Antigua eine Sprachschule besuchen. Weiss deine Kollegin denn etwas zur Sicherheitslage in Antigua selber? Du hast geschrieben ist ist dort nicht mehr so sicher wie früher. Heisst das, es ist jetzt etwas erhöhte Vorsicht geboten oder ist es so schlimm, dass man besser gar nicht da hin sollte.

Wir habe von Kollegen gehört, dass Livingston/Rio Dulce, Guatemala City und Gebiet um Attitlan-Seen unsicher sind und wenn möglich gemieden werden sollten.

Uns würden konkret Sicherheitshinweise und Empfehlungen für folgende Gebiete in Guatemala und Honduras interessieren:
- Antigua
- Flores / Tikal: ich habe gehört, nur per Flugzeug anreisen und Besuch von Tikal nur mit einem offiziellen Guide/Gruppe. Sollte man noch was anderes beachten oder neuerdings eben gar nicht mehr hingehen?
- Grenzübergänge nach Mexiko: welche sind am sichersten?
- Grenzübergänge nach Honduras: welche sind am sichersten? Wir möchten nach Copan, wie kommt man da von Guatemala aus am sichersten hin?
- Tela
- La Ceiba
- Utila & Roatan
- Tegucigalpa
- Grenzübergang Honduras - Nicaragua: mit irgendeinem Bus vor Ort, oder sollte man besser den Ticabus von Tegucigalpa nach Managua nehmen?

Wir freuen uns über alle aktuellen Hinweise. Danke.

lg, twoontour
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karoshi

« Antwort #2 am: 21. April 2008, 12:44 »
Wenn ich jetzt zu Details was sage, dann sind das natürlich genau die veralteten Infos, von denen ich weiter oben gesagt hatte, man sollte sich nicht drauf verlassen. ;)

Die Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes sind zwar traditionell übervorsichtig, aber sie geben einen ungefähren Eindruck, welche Gegenden gefährlicher sind als andere. Danach scheint es so zu sein, dass Flores/Tikal eher nicht das Problem ist. Der Atitlan-See ist beim AA etwas unterrepräsentiert, was m.E. daran liegt, dass die meisten Leute die Uferstraßen sowieso meiden und deshalb die absolute Zahl von Vorfällen nicht ganz so hoch ist.

In Antigua ist traditionell der südliche Teil der Stadt der sicherere. Da allerdings der größte Teil des öffentlichen Lebens sich eher im Zentrum oder Norden abspielt, bedeutet das eben auch längere Wege, was sich besonders nachts bemerkbar macht. Wenn Ihr nicht bis spät nachts Party machen wollt, ist der Norden oder Westen ganz ok, weil da zu normalen Zeiten viele Leute auf der Straße sind. Insgesamt ist Antigua wahrscheinlich immer noch sicherer als in den 90er Jahren, wo die Leute manchmal von der Polizei ausgeraubt wurden.
Nach Copan kommt man am sichersten mit einem Shuttlebus von Antigua aus. Dadurch erspart man sich nämlich den Chicken Bus nach Guatemala City (inzwischen leider nicht mehr sicher) sowie das Umsteigen in GC bzw. den Wechsel des Busterminals. Die Shuttlebusse nehmen den Weg über Cuiquimula. Copan selbst ist ein nettes kleines Städtchen, wo man sich keine größeren Sorgen machen muss.
An der Nordküste von Honduras (Festland) passiert dafür wieder relativ viel, deshalb am besten möglichst schnell auf die Bay Islands weiter reisen. Die Strände um Tela und La Ceiba meiden! Auch dazu hat das AA in seinen Sicherheitshinweisen etwas gesagt. Für die Weiterreise von den Bay Islands nach Tegucigalpa würde ich einen Inlandsflug empfehlen, ist gar nicht so viel teuer als die Fähre/Bus-Combo und spart viel Zeit und Nerven.

Südlich von Tegucigalpa könnt Ihr Euch langsam wieder entspannen, aber ein paar bekannte Brennpunkte gibt es da auch:
  • Managua
  • Die Altstadt von San José, besonders um die Busterminals herum
  • Die Seitenstraßen in der Altstadt von Panama City, sowie Colón

LG, Karoshi
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twoontour

« Antwort #3 am: 03. Juni 2008, 10:50 »
Hi!

Ich hatte gerade Kontakt mit einer Bekannten, die lange in Guatemala gelebt hat (ihr Mann kommt aus Antigua), die mit ihrer Familie seit längerem in der Schweiz lebt. Sie hat bei Ihrer guatemaltekische Familie angefragt wie es zurzeit mit der Sicherheitslage im Land und in Antigua steht.

Die Reisehinweise sind traditionell übervorsichtig und waren das auch schon vor 10 Jahren. Unbestreitbar ist aber, dass sich die Gewaltbereitschaft verschärft hat - wie es auch in der Schweiz oder Deutschland zu beobachten ist.

Das wichtigste ist, dass man immer die Leute vor Ort fragt, weil einzelne Orte mal sicher und dann wieder unsicher sein können. Bekannte Brennpunkt wie z.B. Cerro de la Cruz in Antigua sollte man meiden, wer trotzdem hingeht und dann beklaut wird muss sich hinterher nicht fragen. Oder wer trotz Warnung ohne Führer den Pacaya besteigt sollte sich des Risikos ebenso bewusst sein. Auch sollte man nachts nicht unbedingt reisen sowie die normalen Sicherheitsvorkehrungen treffen (nach Ankunft Flugzettel vom Rucksack nehmen, nicht mit Stadtplan in der Hand und Kamera um den Hals durch die Stadt gehen, nicht 500 USD Bares auf sich tragen, keinen Schmuck tragen, im Falle eines Überfalls keine Gegenwehr leisten, etc.). Zudem sind viele Gewaltdelikte in Guatemala nicht gegen Touristen gerichtet sondern spielen sich unter den Einheimischen ab.

Mit diesen Tipps sollte eigentlich eine reibungslose Reise möglich sein. Natürlich kann es immer sein, dass mal der Bus überfallen wird, aber dieses Risiko hat man ja in ganz Lateinamerika. Das wichtigste ist einfach: auf die Leute vor Ort hören was gerade unsicher eingestuft wird und deren Ratschläge befolgen! Meine Bekannte meinte, dass Schulen eine gute Anlaufstelle sind, weil Sie aufgrund ihres Business immer auf dem neusten Stand sein müssen und in der Regel auch ehrliche Auskünfte geben (alles andere wäre schlecht für deren Ruf). Zudem organisieren viele Schulen geführte Touren, die zwar etwas teurere sind, aber in Guatemala heisst teurer häufig eben auch sicherer.

Ich kann hier keine Beurteilung abgeben und will das Thema auch auf keinen Fall verharmlosen. Schlussendlich muss jeder die Entscheidung für sich selber treffen.

Nebenbei: Meine Bekannte hat sich gerade sehr mit der Beurteilung der Sicherheitslage beschäftigt weil Sie in wenigen Wochen ihre 14 Jährige Tochter für 3 Monate alleine nach Quatemala schickt. Das heisst für mich persönlich schon
etwas.

LG, twoontour
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twoontour

« Antwort #4 am: 30. April 2009, 17:49 »
Hi!

Wir waren in der Zwischenzeit für 6 Wochen in Guatemala (fast 5 Wochen davon in Antigua, Ausflüge nach Tikal, Semuc Champey und die nähere Umgebung am Weekend). Guatemala ist ein sehr interessantes und abwechslungsreiches Land. Wir haben allerdings auch viele Stories über Kriminalität gehört, beim Reisen davon aber selten was mitgekriegt. Wir haben uns immer recht sicher gefühlt. Wir haben uns allerdings aber auch IMMER mit verschiedenen Leuten (Lehrer, Rektor, Gastfamilie, andere Reisende) darüber unterhalten, wo es gerade prekär ist und wo nicht, worauf wir achten sollen, welche Transportmöglichkeit die beste ist, etc. Wir hatten grundsätzlich eher das Gefühl, dass die Bedrohung für die Einheimischen gross ist, für Touristen weniger, resp. wie in anderen Ländern Mittelamerikas.

Das soll keine Einschätzung über die Sicherheitslage sein - das können wir als Touristen schlicht weg nicht - für uns war der Besuch von Guatemala sehr schön und eindrücklich und wir haben viel gelernt über die Kultur, das Leben in einem armen Land und wie eine Demokratie in einem solchen Land "funktioniert". Und die Leute da sind super freundlich und offen! Uns hat es super gut gefallen und wir werden die Zeit dort sicher nie vergessen.
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parzival

« Antwort #5 am: 03. Mai 2009, 04:24 »
Hy zusammen, wir waren im jaenner in guatemala, grundsaetzlich fuehlten wir uns nicht wirklich sicher dort....sahen auch 2 ueberfaelle in guatemala Stadt. Uns selbst ist nichts passiert, einmal hatten uns 2 maenner verfolgt, jedoch sind wir dann in hotel eingebogen...sie haben zwar noch draussen gewartet, wir riefen dann ein taxi und sind weitergefahren.

bezueglich antigua kann ich nur sagen, wenn du in antigua bist ists wie in ner andren welt, keine spur von guatemala und kriminalitaet....also fuer nen spracdhaufenthalt in antigua wuerd ich persoenlich keine warnung aussprechen, wir fuehlten uns dort sehr sehr sicher!


wirk;lich schoene stadt, von dort kann man auch tolle ausfluege, kaffeplantage, vulkan etc. machen...

www.roundtheworld.at.gg
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sommerjogurth

« Antwort #6 am: 21. September 2010, 19:34 »
hallo,

ich weiß das Thema ist nicht mehr aktuell, aber trotzdem habe ich nach dem lesen jetzt bedenken, ob ich wirklich von süd-mexico nach Panama im nächsten Sommer mit meinem Partner Surface reisen will. Zumal man da an Guatemal und Honduras kaum vorbei kommt. Gerade Guatemala wollte ich wegen Tikal eigentlich auf jeden Fall besuchen.

Wieviel von euch waren den in den letzten Monaten wirklich da und können sagen, dass es ist schlimmer als z.B. in Belize oder Panama oder eher gleich.

Freu mich auf euere Antworten
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Nausikaa

« Antwort #7 am: 17. Januar 2011, 20:48 »
Hallo Sommerjoghurt!

Ich hab gerade zum selben Thema eine PM von Einmalrundum bekommen, der gerade da war, die Infos geb ich jetzt einfach mal weiter: Er hat sich in Guatemala offenbar sehr sicher gefühlt, mal abgesehen von Guatemala Stadt. Allerdings teilt er Karoshis Einschätzung, dass es immer sehr schnell geht, wenn doch mal was passiert. Hm. Der Link zu seiner tollen Webseite ist http://www.einmalrundum.ch/?cat=50, da kannst Du Dich von wirklich wunderbaren Bildern verführen lassen... ;) Er war auch in einigen anderen Ländern in Mittel- und Südamerika und kann Dir da vielleicht auch eine Einschätzung zu geben.

Letztes Jahr hab ich übrigens mal mit der zuständigen Mitarbeiterin von Travelworks gesprochen, die gerade eine Schulungsreise nach Guatemala gemacht hatte und das Land wohl auch nicht als unsicher oder gefährlich empfunden hat. Jedenfalls hat sie mir erzählt, dass sie auch viel alleine rumgereist sei, man sei ja sowieso nie wirklich allein. Okay - das ist ja auch ihr Job, mir die Reise zu verkaufen, aber trotzdem beruhigt es mich irgendwie, dass die da seit Jahren ihre Volontäre hinschicken.

Trotzdem: Warum war ich selbst noch nicht da? Genau, ich hab mich auch nicht getraut!  ::) Wenn ich mir die Seiten vom Auswärtigen Amt durchlese, wird mir ganz anders... Selbst wenn man mal eine gewisse Übervorsicht voraussetzt, frage ich mich immer, ob es das wohl wert ist...?  ???
Insofern freue ich mich auch über möglichst viele frische Erfahrungsberichte!

Viele Grüße
Nausikaa
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hija del caos

« Antwort #8 am: 25. Januar 2011, 03:05 »
Ich bin grad durch Guatemala gereist (Grenze zu Palenque Mexiko, Flores/Tikal, Poptún, La Antigua, Pacaya Vulkan, Guate City, Grenze Las Chinamas zu El Salvador)  und bin eher überrascht von der Sicherheit. Das Land hat mich zwar nicht wirklich begeistert, aber das lag nicht an der Sicherheitslage. Das "gefährlichste" bei meiner Reise waren die Grenzen, wo die Leute auf der guatemaltekischen Seite dich alle im grossen Stil abzocken wollen und dir niemand zu Hilfe kommt (Uniformierte lachen einen nur aus und helfen nicht, wenn man zum Weg zur Immigration fragt). >:(

Andererseits bin ich einen Tag lang durch mehrere Zonen von Guatemala City gegangen (zu Fuss und mit dem Transmetro-Bus) und habe mich sicher gefühlt.

Was sich immer empfiehlt (in jedem Land), ist sich gleich bei Ankunft bei den Leuten vom Ho(s)tel zu erkundigen, was man gefahrlo machen kann, oder wo man sich wie zu verhalten hat. Und nachts generell eher sicheren Taxis vertrauen als zu Fuss gehen (auch wenn ich das einige Male getan habe und nichts passiert ist - aber wenn, hätte ich mich selbst verfluchen müssen).
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karoshi

« Antwort #9 am: 25. Januar 2011, 09:10 »
Das subjektive Empfinden würde ich nicht als Maßstab nehmen, um die Sicherheit eines Landes zu beurteilen. Es ist nämlich geprägt von zwei Faktoren, die mit der tatsächlichen Lage nur bedingt etwas zu tun haben:
  • Wie viel negative Berichterstattung Du aufgenommen hast (gerade in Zentralamerika wird in der Presse viel dramatisiert), und wie stark Du sie an Dich rangelassen hast.
  • Ob Du persönlich schon mal in eine brenzlige Situation gekommen bist.

Ich finde es gut, wenn jemand seine persönliche Unbeschwertheit bewahren kann. Falls Warnungen dazu führen, dass man sich gar nicht mehr entspannen kann, dann sollte man besser zu Hause bleiben. Aber die Warnungen als Panikmache abzutun (das heißt nicht, dass ich Dir das unterstelle, hija del caos) führt dazu, dass die Wahrscheinlichkeit eines Vorfalls deutlich steigt. Das gilt besonders für bekannte Brennpunkte. Einen Tag lang zu Fuß durch mehrere Zonen von Guatemala City zu gehen, und sich dabei sicher zu fühlen, zeugt m. E. nicht von der Sicherheit der Stadt, sondern davon, dass Du die (objektiv bestehenden) Gefahren gut ausblenden konntest. Ich weiß aus erster Hand von Leuten, die bei genau dieser Aktion nicht so viel Glück hatten wie Du.

LG, Karoshi
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hija del caos

« Antwort #10 am: 25. Januar 2011, 23:03 »
Mein Beitrag war auch nicht als objektiver Bericht gedacht (dafür gibt's ja die auswärtigen Ämter), sondern als subjektiver Erlebnisbericht eines Reisenden. Tut mir Leid, wenn das nicht ganz so klar rüberkam.

Zum Fussmarsch durch Guatemala City: Das waren natürlich nicht irgendwelche Zonen. Habe mich vorher beim Hostelbesitzer und meiner guatemaltekischen Freundin erkundigt, ob ich von der Zona 10 via Centro Historico, entlang der Av. Reforma, in die Zona 2 (wo die Reliefkarte ist) gehen kann. Daraufhin wurde mir erwiedert, ich müsse damit rechnen, dass mir Männer nachpfeifen (bezeichne ich nicht als Gefahr), aber ich könne das schon machen - aber es sei kein schöner Spaziergang. Ich wollte keinesfalls dazu anregen, dass sich jeder Tourist nur spazierend durch Guate bewegt, sondern wollte aufzeigen, dass nicht alles an dieser Stadt zu verteufeln ist (ich habe von anderen Travellern Horrorgeschichten von Schiessereien gehört, dabei weiss ich, dass es an dem Abend in der Gegend der Stadt einfach ein lautes Feuerwerk gab). Deshalb auch der Hinweis, sich im Ho(s)tel zu erkundigen. Die Leute, die dort leben und mit Touristen arbeiten, können die aktuelle Lage wohl am besten einschätzen.

Möglicherweise bin ich öfters Mal leichtsinnig. Andererseits bin ich nach wie vor der Meinung, dass man als Tourist in diesen Gegenden relativ sicher reisen kann. (Ich habe erst grad eine Zeitung gekauft in El Salvador, die von diversen Morden berichtet. Diese wurden jedoch in Vororten der Städte verübt, wo wohl kaum ein Tourist sich aufhält. Wenn ich in Europa auf Städtereise bin, setze ich mich ja auch nicht einfach in einen Bus, der mich in die "ärmeren" Vororte bringt, um dann dort mal zu schauen, was abgeht.)

Schlussendlich bin ich eigentlich gleicher Meinung wie du, Karoshi ("Das subjektive Empfinden würde ich nicht als Maßstab nehmen, um die Sicherheit eines Landes zu beurteilen.") - aber hatte eben das Gefühl, ich müsse mich hier noch etwas ausführlicher erklären. ;)
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Lila

« Antwort #11 am: 14. Februar 2011, 17:02 »
Hey,

also ich  hatte eigentlich geplant im November nach Guatemala zu gehn...jetzt bin ich mir aber irgendwie nicht mehr ganz so sicher, nachdem, was man da alles über die aktuelle Sicherheitslage hört!
Was würdet ihr mir denn raten???
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Xenia

« Antwort #12 am: 15. Februar 2011, 09:31 »
Ich werd im Dezember in Guatemala sein und zwar alleine. Stört mich aber irgendwie nicht so...bis jetzt habe ich kaum etwas gelesen was mir Sorgen macht. Man muss halt auf sein Bauchgefühl achten, die schlimmsten Gegenden meiden und seinen und nicht naiv sein. Ich hab eh immer am meisten davor Angst, dass ich in Zentral- oder Südamerika den gestörten Busfahrern zum Opfer werden...  ::) Ich denke Bus/Auto fahren ist eh x mal gefährlicher als alle Länder dieser Welt haha
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Rolo

« Antwort #13 am: 15. Februar 2011, 15:04 »
also ich war im november in guatemala und es war super dort
die landschaft ist wunderschoen, die leute sind supernett und es ist zudem noch extrem billig

das gleiche sagen auch alle leute, die ich unterwegs getroffen habe und die dort waren

vorsicht gilt halt bei den chickenbuses (lieber shuttles nehmen) und gewissen staedte und gegenden (gua city) sollte man eher meiden

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Stecki

« Antwort #14 am: 09. August 2011, 05:43 »
Aktuell: Da heute entschieden wurde dass Sandra Torres nicht an den Präsidentschaftswahlen mitmachen darf wir dort morgen demonstriert. Die Zufahrtsstrassen nahc Guatemala City sind teilweise schon zu (Panamericana). Wer vorhat in den nächsten Tagen auszureisen sollte dies jetzt tun, ansonsten unbedingt Guatemala City meiden. Es werden schwere Unruhen erwartet.
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