Thema: Südostasien und Ozeanien - Kalkulation  (Gelesen 3391 mal)

CK7985

« am: 03. Juni 2012, 20:41 »
Hallo Travelmates :-)

Folgende sechswöchige Route ist im Zeitraum von Januar - Februar oder Februar bis März 2013 geplant und weitest gehend fix. Das gilt auch für die Routen vor Ort, die genauen Strecken, die befahren werden sollen und die Sight Seeing Punkte. Daran soll nichts mehr bzw. nur noch wenig gerüttelt werden (bestenfalls die letzte Teilstrecke)

London Heathrow - Singapore - Brisbane // Melbourne – Christchurch // Auckland – Fiji oder Cook Islands - London Heathrow -
Planung: ca. 4 Tage netto Flugzeit, 2-3 Tage Singapur, 18 Tage Australien, 15 Tage Neuseeland, 4-5 Tage Cook Islands

Dabei soll es nach dem Stop in Singapore und einer ausgedehnten Sight Seeing Tour mit einem Mietwagen und über Hostels/Motels von Brisbane über Sydney weiter durchs Inland bis nach Philipp Island und dann über Melbourne auf die Great Ocean Road bis Warrnambool und dann zurück nach Melbourne gehen...Insgesamt bedeutet das ziemlich genau 2800-3000 km. Danach geht es nach Christchurch und mit einem Camper/Wohnmobil aus über Twizel nach Queenstown, weiter über Fox Glacier nach Greymouth und Nelson und dann auf die Nordinsel und weiter über Wellington zum Tongario Nationalpark weiter nach Rotorua nach Auckland. Das sind insgesamt ca. 2200 km. Von dort aus dann sollen noch ein paar erholsame Tage auf der Inselwelt folgen, bevor es wieder nach London und gen Heimat geht.

Auf Basis diverser recht detaillierter Kalkulationen sind wir zu folgender Kostenkalkulation gekommen, wenn man zu zweit reist. Mir ist vollkommen klar, dass die goldene Regel des Reisens vor Ort immer 20-25% mehr besagt als noch so gut geplant:

Ohne Flug (pro Person):
2 Personen: 4.096 €
3 Personen: 3.709 €
4 Personen: 3.516 €

Die Flüge werden laut erster Angebote wohl mit ca. 1400-1500 Pfund zu Buche schlagen. Die Preise für Hostels/Motels gleichen sich überall und liegen bei ca. 30 Euro bzw. Dollar/Nacht...In Australien wurde mit Mietwagen und Motels kalkuliert (günstiger als ein Camper), in Neusseland wurde mit einem Wohnmobil gerechnet). Zudem wurden je ca. 300 Euro für Freizeit bei den größeren Standorten und ca. 20 Euro/Tag für Verpflegung kalkuliert.

Das kommt mir für 6 Wochen sehr teuer vor, auch wenn es teure Regionen sind...

Wie kann man das denn günstiger bekommen und trotzdem auf wenig verzichten ? Wir haben wenig Lust auf Public Transportm reinen Backpacking usw, dafür ist die Zeit auch viel zu knapp und schade.

Suchen noch Reiselustigen, die gern mit wollen...

Viele Grüße

Christoph
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Horitamus

« Antwort #1 am: 03. Juni 2012, 20:49 »
Hallo,

durch einen doppelten Beitrag wirst du auch nicht mehr oder weniger Antworten erhalten. Lösche doch bitte einen deiner beiden Threads, da sie sich aufs Wort gleichen.

Gruß
Horitamus
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CK7985

« Antwort #2 am: 07. Juni 2012, 20:25 »
Ein äußerst hilfreiches und aktives Forum...Loading....
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Vombatus

« Antwort #3 am: 07. Juni 2012, 20:58 »
Wie man das "günstiger" hinbekommt?

4000 Euro für 6 Wochen. Also ca. 670 pro Woche und dann 335 pro Person.
Also 48 Euro Pro Tag und Person (plus ggf. 20% mehr). Ohne Flug aber sonst alles inbegriffen? (Wohnen, Transport, Essen, Eintritt, Touren, Andenken, Mietwagen, Kraftstoff, … Notgroschen falls etwas kaputt geht/neu gekauft werden muss ... laufende Kosten zuhause).

Ich kann mir nicht vorstellen, wie ihr das überhaupt so billig hinbekommt?

Das sind nunmal einfach teure Länder.
Genießt die (kurze) Zeit und schaut nicht aufs Geld ...

__
Hier umstrittene Meinungen zum Thema Australien und Geld.
http://weltreise-info.de/forum/index.php?topic=5224.0


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Horitamus

« Antwort #4 am: 09. Juni 2012, 10:50 »
Ich kann mich der Meinung von Vombatus nur anschließen. Ich halte euer Budget auch für äußerst knapp bemessen. Das liegt vor allem daran, dass ihr eine Route in 6 Wochen macht, für die sich die meisten Leute mindestens doppelt so viel (eher mehr) Zeit lassen würden. Wer in kurzer Zeit viel sehen will ist gezwungen viel zu fliegen und individuellen Transport zu organisieren. Das geht stark ins Geld. Eigentlich bringst du es mit folgendem Satz auf den Punkt:

Wir haben wenig Lust auf Public Transportm reinen Backpacking usw, dafür ist die Zeit auch viel zu knapp und schade.

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln könnt ihr euer Pensum wohl kaum abreißen. Habt ihr an das Geld für Benzin gedacht? Ist bei den großen Entfernungen ein nicht zu vernachlässigender Kostenfaktor. Einsparpotential sehe ich keines.

Fazit: Kurze Zeit + viel sehen + teure Reiseländer = teure Reise

Gruß
Horitamus
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CK7985

« Antwort #5 am: 12. Juni 2012, 01:09 »
Hallo Leute,

danke schon mal für den Input  :)

Zu Antwort Nr. 1:

Ich spreche hier von einer Kostenkalkulation PRO PERSON..Hatte ich ja fixiert...Ergo gehe ich von 3800,00 - 4000,00 Euro PRO Person aus ZZGL. der Flugkosten i.H.v. von ca. 2000,00 Euro und nicht von 2000,00 Euro Gesamtreisekosten ohne Flüge für 1 Person. Daraus ergibt sich dann ein Budget von 670,00 Euro pro Woche pro Person...Bzw. ein Gesamtbudget von ca. 5800,00 - 6000,00 Euro.

Werden die Anregungen bzw. Einschätzungen in der Deutlichkeit dann immer noch aufrecht erhalten oder klingt das schon realistischer ? Oder ist das dann schon fast zu viel ?  ;D

Zu Nr. 2:

Eigentlich sind ALLE Kosten in der Kalkulation enthalten und u.E. nach relativ valide...Dazu gehören neben Flugkosten die Transferkosten (Miete für Mietwagen, Wohnmobil), Benzinkosten anhand aktueller Preise, Übernachtungskosten, Verpflegungskosten, Ausgaben im Freizeitbereich (Eintritte, Wassersport, Souvenirs etc.), Gebühren etc. Ausgaben im Freizeitbereich sind natürlich sehr schwer zu schätzen..Tendenziell wird man mehr mitnehmen und ausgeben, als man glaubt denn wenn man schon mal dort ist, will man auch genießen und viele Erlebnisse realisieren.

Leider können wir nicht mehr Zeit entbehren, wollen aber diese Wunschroute unbedingt realisieren. Ganz einfach auch deshalb, weil wir Ozeanien über eine Art "Querschnitt" abdecken wollen und nach dem großen Trip andere Zielrichtungen beruflicher und privater Natur angestrebt werden sollen und wir die Faszination für die Regionen teilen und gerade die Kombination den Reiz der Reise ausmacht, auch im (relativ) kurzen Zeitraum. Danach soll es auch (später als Hochzeitsreise mit der Freundin) nach Mittel- und Südamerika gehen. Daher ist das Routing prädestiniert.

Die 6 Wochen bedeuten genau meinen Jahresurlaub...Das heißt auch, dass ich keinerlei Beurlaubungszeiten für die Reise einbringen und somit auch keine Gehaltseinbußen hinnehmen muss, was finanziell bereits einen bedeutenden Vorteil darstellt. Reise ich 12 Wochen, verzichte ich auf 1 1/2 Monatsgehälter...Dann habe ich vor Ort zwar deutlich mehr Zeit, kann die Reisekosten deutlich reduzieren aber das kompensiert m.E. kaum den Lohnausfall..Die laufenden Kosten sind kein Problem bei 6 Wochen..Ok ich könnte Versicherungen leichter still legen...hmm...

Zudem werde ich vermutlich noch auf eine dreiwöchige Chinarundreise eingeladen, sodass der erste Trip auf 6 Wochen begrenzt sein sollte und muss.

Wisst ihr, welche Versicherungen man für den Zeitraum von 6 Wochen überhaupt ruhen lassen kann ? Bin privat krankenversichert aber lohnt das denn bei 6 Wochen genauso wie die KFZ-Versicherung ? Eher nicht oder ?

Viele Grüße

Christoph
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Sebastian81

« Antwort #6 am: 12. Juni 2012, 02:11 »
Meine Einschätzung kurz und knapp: Wenn ihr so reist wie ihr plant, wird es mit dem Geld knapp.
Denn dann wollt ihr z.B. auf Cook ein nettes Resort, tauchen und vielleicht mal nen schönen Hummer. Man ist ja schließlich nur einmal in der Südsee...

Jedes Backpacker-Pärchen könnte es sich mit eurem Budget richtig gut gehen lassen, aber bei eurer Reisegeschwindigkeit kann man das kaum als Benchmark ansetzen.

waveland

« Antwort #7 am: 12. Juni 2012, 09:06 »
Meines Erachtens ist es ziemlich realistisch kalkuliert. Wenn man die Flugtage abzieht, sind es ja immerhin 100€ pro Tag und Person. Das sollte reichen, wenn man bei der Auswahl der Unterkunft aufpasst und z.B. in Australien mal auf Dorm-Betten ausweicht, falls ein DZ zu teuer ist. Zeit für teure ganztägige Sonderaktivitäten wie Tauchen ist eh' nicht vorhanden ;), so dass sich der "in-der-Hälfte-der-Zeit-das-Doppelte-sehen-wollen" ;D Reisestil hauptsächlich auf die höheren Benzinkosten auswirkt, was mit einkalkuliert ist. Viel Potential um das billiger zu machen sehe ich allerdings auch nicht.
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Kavo

« Antwort #8 am: 12. Juni 2012, 10:38 »
Hallo,
das Budget kann ja vielleicht noch realistisch sein aber die zeitliche Planung ist es meiner Meinung nach nicht. Australien könnt ihr vielleicht noch schaffen aber Neuseeland, beide Inseln, in 15 Tagen? Klar könnt ihr in der Zeit die Strecke abfahren aber viel mehr als im Auto sitzen werdet ihr dann nicht. Ich habe die Befürchtung das ihr zum Schluss zwar überall ward aber nichts gesehen/erlebt habt und gar nicht richtig "in das Land eintauchen" konntet. Mein Tipp deshalb: Entscheidet euch für eine der beiden Neuseeland-Inseln.
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logbuch

« Antwort #9 am: 12. Juni 2012, 17:51 »
Hallo Christoph

Erst einmal schön das du auf Reisen gehen möchtest. Wir sind seit Juli 2011 unterwegs und unter anderem waren wir auch in Australien und Neuseeland.
Ich denke auch, dass deine finanzielle Planung aufgehen kann. Die zeitliche hingegen nicht. Das wird kein Urlaub, sondern nur Stress. Glaube mir! Auch wenn es schwer fällt, entscheide dich für eins der Ziele.
 
Zu Australien, unser geplante Strecke von Sydney nach Perth betrug nach guten google Schätzungen ca 5000 km. Am Ende des Trips haten wir 9000 km auf der Uhr. Soll heißen, man fährt hier mal einen Schlenker zum Campingplatz und dort nochmal zur Sehenswürdigkeit und schon hat man mehr als geplant. Das wirkt sich natürlich auch auf den Geldbeutel und Zeitfaktor aus. Das solltest du bedenken. Wir können dir eine gute und günstige Autovermietung empfehlen. www.travelcar.com.au (sind Schweizer Geschäftsführer) Wir haben auch lange geplant und sind zum Entschluß gekommen, das die Variante Camper+Rastplatz das günstigste ist. Wir sind somit, mit ca 110 € am Tag für 2 Personen ausgekommen. Als "Camper" hatten wir den Holden Combo. Klein aber fein!

Zu Neuseeland, wir sind mit Auto und Zelt unterwegs gewesen. Autovermietung Apex hatte das günstigste Angebot. Auch hier lagen wir bei etwa 110 € für 2 Personen. Auch hier kann ich dir nur abraten in 15 Tagen beide Inseln zu bereisen. Wir waren 3 Monate dort und haben nicht alles geschafft. Bedenke bitte das Neuseeland keine Autobahnen wie Deutschland hat und du mit dem Camper eine Durchschnittsgeschwindigkeit von max. 50 hast. Deine Route ist nicht zu schaffen, wenn du das auch noch genießen möchtest. Ein weiterer Zeitkiller, ist das Wetter. Dieses ist ungerechenbar. In 15 Tagen würde ich nur die Südinsel bereisen, mit deinen aufgeführten Punkten. Wenn du meinst, dass dir das zu wenig ist in der Zeit, dann baust du noch die Catlins und den Milford Sound mit ein.

Bitte sei uns nicht böse, aber Neuseeland verdient mehr als 15 Tage. :-)  Wenn du noch weitere Fragen an uns hast, immer gerne.


Liebe Grüße aus Thailand

Stephan
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CK7985

« Antwort #10 am: 12. Juni 2012, 23:48 »
Danke schon mal für die vielen Tipps, Hinweise und Anregungen..Vor allem an Stephan

Ich melde mich später noch mal ausführlicher..Habe einige Fragen gerade an Stephan..

Ich frage mich, wie ihr Traveller das alles finanziert...Ich bin auch ein totaler Reisefreund aber mehr als ein individueller aber schöner Urlaub und 2-3 Kurztripps im Jahr sind nicht drin. Und ich als Beamter steht jetzt auch nicht soo schlecht dar aber man hat neben dem Reisen ja noch andere Ziele und Vorstellungen ;-) Jetzt mit 26 und ohne Family möchte ich aber noch 2-3 schöne Reisen machen...

Wie koordiniert ihr Selbstständigkeit/Arbeitsverhältnis, den finanziellen Aufwand, die Auszeiten bei gleichzeitig laufenden Verbindlichkeiten und vertraglichen Gebundenheiten ? Ich gewinne als Laie da schnell den Eindruck, dass alle außer mir im Geld schwimmen oder all das, was sie haben, ins Reisen investieren bzw. sehr flexible Arbeitszeiten haben und ein toleranter, soziales Umfeld und familiär nicht gebunden sind...Das wirkt auf mich immer sehr beneidenswert ;-)

Viele Grüße

Christoph

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Stecki

« Antwort #11 am: 13. Juni 2012, 06:06 »
... oder all das, was sie haben, ins Reisen investieren bzw. sehr flexible Arbeitszeiten haben und ein toleranter, soziales Umfeld und familiär nicht gebunden sind...

Da hast Du Dir die Antwort schon selber gegeben. Sparen und auf viel anderes verzichten. Dann halt mal das Risiko eingehen den Job zu kündigen oder eine Auszeit nehmen.
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Vombatus

« Antwort #12 am: 13. Juni 2012, 09:09 »
@ CK7985
Hatte die "2 Personen: 4.096 €" falsch interpretiert. Sorry für das Missverständnis.

Und sonst … habe ich manchmal auch das Gefühle, dass hier alle in Geld schwimmen, vor allem, wenn ich miterlese, wie viele vor oder nach dem Studium losziehen. ;)

Stecki hat es schon geschrieben. Viele sparen lange, verzichten auf viel und gehen auch mal  Risiken ein. Wobei man als Deutscher, Österreicher oder Schweizer (wir mit unseren Sozialsystemen) ein überschaubares Risiko eingehen. Mit Familie, Kinder, Partner wird das alles komplizierter …

Irgendwo hier im Forum findest du Geschichten wie gespart wird, die Jobs ausgesetzt werden, über Beziehungssorgen berichtet wird. Das alles bewegt uns alle.

Ich war ERST 36 und hatte 3 Jahre eine 50 Stundenwoche ohne viel Abenteuer und erst recht ohne große Ausgaben. War dann einfach an einem Punkt der Haltlosigkeit. Da fällt es leicht "alles" aufzugeben.

Dazu habe ich mich gegen die teuren Ziele entschieden. Und dann kann man für 4000€/Person auch mal 4–5 Monate unterwegs sein.
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helen

« Antwort #13 am: 13. Juni 2012, 09:27 »
Wir haben wenig Lust auf Public Transportm reinen Backpacking usw, ...

Das ist ein weiterer Punkt, neben dem Sparen. Viele schränken sich auch auf der Reise ein, mit Dorms, öffentlichen Transportmitteln, wenig/keine Hotels etc. Das geht aber nur, wenn man Zeit zur Verfügung hat. Dafür sieht man mehr von Land & Leuten  :)

Ich war doch erstaunt, wie "günstig" so eine Reise ist. Dachte auch immer, man müsste Millionär oder Hippie-Aussteiger sein, um sowas zu machen.

Grüße  :)

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