Thema: Impfung gegen Japanische Enzephalitis  (Gelesen 6781 mal)

Anni

« am: 14. Juni 2007, 18:22 »
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Der Beitrag wurde von diesem Thema abgetrennt, weil es sich eigentlich um eine separate Frage hendelt. LG Karoshi
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Hallo,

ich werde bald auch nach Südostasien aufbrechen und habe mich bereits impfen lassen. Gegen japanische Enzephalitis wollte ich mich auch impfen lassen, allerdings ist der Impfstoff in Deutschland nicht zugelassen. Hast du dir den selber bestellt oder über eine internationale Apotheke, oder wie wurdest du dagegen geimpft?
Kann man sich sonst auch gut vor Ort impfen lassen oder ist das nicht so empfehlenswert?

LG,

Anni
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karoshi

« Antwort #1 am: 15. Juni 2007, 07:11 »
Hallo Anni,

grundsätzlich solltest Du Dich gegen JE besser zu Hause impfen lassen, nicht vor Ort. (Impfstoff über eine internationale Apotheke bestellen.) Die Impfung besteht aus 3 Spritzen und ist auch nicht sofort wirksam, d.h. wenn Du schon unterwegs bist, kann es zeitlich knapp werden. Es kann auch kurz nach der Impfung Komplikationen geben, die besser zu Hause behandelt werden.

LG, Karoshi
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Luna

« Antwort #2 am: 03. Juli 2007, 16:05 »
 ??? Sollte man sich denn für eine Asienreise auch gegen JE impfen lassen? Bisher steht das nämlich nicht auf meinem Impfplan. Ich weiss, das Impfen eine individuelle Entscheidung ist, aber eure Meinung würde mich sehr interessieren!
Thanx,
Luna

ini

« Antwort #3 am: 03. Juli 2007, 21:43 »
hi,

habe auch vor am ende meiner reise nach asien zu gehen. voraussichtlich vietnam, thailand, malaysia usw. mein arzt meinte ich brauche keine impfung gegen japanische enzephalitis. weiss natürlich nicht ob der sich da gut auskennt ???
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karoshi

« Antwort #4 am: 03. Juli 2007, 22:09 »
Auf der Links-Seite gibt es einen Link zur WHO. Euch dürfte v.a. Chapter 5 interessieren.

Ich habe mich bei meinen Reisen nach Asien auch gegen die Impfung entschieden.

LG, Karoshi
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twoontour

« Antwort #5 am: 07. September 2007, 10:35 »
Hallo!

Ich habe mir jetzt auch gerade die Frage gestellt, ob eine JE-Impfung gut wäre. Wir sind im September auf Ost-Malaysia (Sabah), Ende Sept. einige Tage in Honkong, danach 4-5 Wochen in Vietnam (Nord-Süd-Strecke, alles individuell organisiert, also ev. auch mal irgendwo ein Reisfeld oder ähnlich anschauen, wenn wir Zeit & Lust haben Abstecker nach Ankor Wat mit Boot/Bus ab/bis Saigon). Das ist also alles in Ländern, wo die JE vorkommt, z.T. auch in ländlichen Gebieten (wenn auch dort wo wohl die meisten Touris hingehen) und zeitlich am Ende der Regenzeit. Ein Ansteckungsrisiko - wenn auch ein geringes - ist also durchaus da.

Was würdet ihr uns empfehlen? Und aus welchen Gründen habt ihr euch für/gegen eine Impfung entschieden und wo seit ihr genau zu welcher Zeit gereist (Preis, geringe Ansteckungswahrscheinlichkeit, Reisezeit, Reisedauer, Reiseland, etc.)?


lg twoontour
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marathon

« Antwort #6 am: 02. Juli 2013, 06:45 »
Die Japanische Enzephalitis breitet sich in Asien aus. Bis nach Indien und Nepal sind Fälle beschrieben, gefährdet sich besonders Reisende in ländliche Gebiete. Das berliner Zentrum für Reisemedizin gibt die Impfempehlung heraus. PD Dr. T. Jelinek, Leiter des Instituts in Berlin, warnt besonders vor den Folgen, die bis zu 50 % bei Erwachsenen tödlich verlaufe, bei Kindern bis 20 %. Überlebt man die rkrankung bleiben oft lebenslange Schäden zurück. Der Impfstoff ist von Novartis und heißt Ixiaro. 2 Impfungen im Abstand von 3 Wochen und eine sog. Boosterung nach 2 Jahren sind erforderlich.

Ich reise im September mit 19 Freunden nach Nord Indien an die Quelle des Ganges. Die dort abgelaufenen monsunbedingten Voraussetzungen führen dazu, daß wir uns vorsichtshalber impfen lassen.

Also Nordindien, z. Zt. sicherlich Grund zur Impfung. 
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Vada

« Antwort #7 am: 02. Juli 2013, 06:52 »
Ich habe mich dagegen enschieden weil es meiner Meinung nach zuwenig Fälle gibt (s.u.), also das Risiko sehr gering ist (5%). Der Arzt hat mir das auch nicht empfohlen. Ausserdem bin ich nicht zur Regenzeit dort.

Quelle: safetravel.ch

Die Krankheit in Kürze
 Die Japanische Enzephalitis ist eine virale Erkrankung, die durch Mücken in ländlichen Gebieten Asiens übertragen werden kann. In den meisten Fällen verläuft die Infektion ohne subjektive Beschwerden, aber manchmal kommt es zu einer schweren Enzephalitis. Besonders gefährdet sind Kleinkinder und ältere Menschen in ländlichen Regionen. Reisende dagegen sind selten betroffen.
Übertragung
 Das Virus wird durch Mücken der Gattung Culex übertragen. Sie stechen in der Dämmerung und Nacht und vermehren sich in Reisfeldern und Sumpfgebieten. Das Virus kann neben dem Menschen nur Haustiere (wie bsp. Schweine) und Vögel infizieren. Die Übertragung in äquatornahen Gebieten ist ganzjährig möglich, in gemässigten Klimazonen gibt es eine saisonale Häufung während der Monsunzeit.


Vorkommen
 Süd- und Südost-Asien einschliesslich dem Subindischen Kontinent.  

Klinik und Komplikationen
 Die Mehrzahl der Infektionen (ca. 95%) verlaufen ohne subjektive Beschwerden. Wenn sich die Erkrankung manifestiert, kommt es zu hohem Fieber, Kopfschmerzen und manchmal neurologischen Beschwerden (wie Nackensteifigkeit, Lichtempfindlichkeit, Bewusstlosigkeit, Krämpfe und Lähmungserscheinungen). Kinder unter zwei Jahren und Menschen älter als 50 Jahre sind besonders gefährdet Komplikationen zu entwickeln. Die Erkrankung kann tödlich verlaufen (in bis zu 30 % der symptomatischen Fälle) und verursacht bei bis zu 50% der betroffenen Kinder bleibende Folgeschäden.

Vorbeugung und Behandlung
 Es gibt für die japanische Enzephalitis keinen spezifischen Behandlungsansatz. Man kann der Erkrankung vorbeugen, in dem man sich gegen Mückenstiche schützt (Klimatisierung von Räumen, Benutzung eines Mosquitonetzes, in der Dämmerung und nachts das Tragen langärmliger Kleidung, Benutzung von insektenabweisenden Sprays o. ä.). Das Risiko für Reisende ist ausserordentlich klein. Seit 2010 ist in der Schweiz der neue inaktivierte Impfstoff IXIARO® zugelassen. Für Personen ab 18 Jahre: 2 Dosen im Abstand von 4 Wochen (die 2. Dosis sollte mindestens 10 Tage vor Einreise ins Endemiegebiet erfolgen). Wie lange der Impfschutz anhält ist noch Gegenstand von Untersuchungen (eine erste Auffrischungsimpfung wird nach 15 Monaten bei Bedarf verabreicht, eine nächste Auffrischung nach 4 Jahren). Die alten Impfstoffe JE-VAX BIKEN® und JE-GCC® sind nicht mehr erhältlich

Empfehlungen
 Die Impfung ist empfohlen für Reisende, die sich länger als 30 Tage während der Regenzeit in einem ländlichen Endemiegebiet aufhalten. Bei kurzen Reisen und/oder Aufenthalt ausschliesslich in Städten ist das Infektionsrisiko für Reisende ausgesprochen gering.
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Jens

« Antwort #8 am: 02. Juli 2013, 07:28 »
Ich hatte mich impfen lassen und es gab keine Nebenwirkung oder sonstiges!! Impfstoff hatte ich auch schnell bekommen in 2011. Auch wenn die Gefahr gering ist, kann ich der Glückspilz sein, der der Mücke über den Weg läuft!
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NRW

« Antwort #9 am: 02. Juli 2013, 08:25 »
Meine Freundin und ich waren bei einer Tropenmedizinerin in Bochum. Sie hat uns aufgrund unserer 5 Monate in SOA zu der Impfung geraten. Den Impfstoff haben wir sofort in der Apotheke bestellen und éinige später abholen können (ich glaub es waren 2 oder 3 Spritzen mit einigen Wochen Abstand). Es gab keinerlei Komplikationen.


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Zupra

« Antwort #10 am: 02. Juli 2013, 09:27 »
Mein Arzt sagte bei mir das es nicht unbedingt nötig ist. Ich fliege nächsten Monat nach SOA und das ist mitten in der Regenzeit.
Ich denke je länger du dich in den Gebieten aufhältst desto größer ist die chance.
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Vada

« Antwort #11 am: 02. Juli 2013, 11:22 »
ja das denke ich auch, vorallem bei längeren Aufenthalten in der Pampa (längere Treks, Campieren in SOA auf dem Land, was ich nicht vorhabe), dann würd ich mich evtl. auch impfen lassen. Ist ja auch nicht ganz billig diese Impfung. Ich wäge auch immer Kostennutzenfaktor ab, wobei wie schon Jens erwähnte, wenn ich Pech habe, gehöre ich halt zu den 5%. Schicksal, wenns dann sein muss. HEisst aber auch nciht dass ich gleich sterbe. Viel eher Respekt hab ich vor dem Denguefieber  :-[
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Janyla

« Antwort #12 am: 02. Juli 2013, 13:24 »
Ich habe sie gestern bekommen auf anrate der Ärztin. Da die Kosten übernommen werden ist das schon okay denk ich :) Impfstoff kostete 177 EUR, muss aber nur 2x geimpft werden. (Und dann halt nach 2 Jahren nochmal).
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Zupra

« Antwort #13 am: 02. Juli 2013, 14:50 »
Ich habe sie gestern bekommen auf anrate der Ärztin. Da die Kosten übernommen werden ist das schon okay denk ich :) Impfstoff kostete 177 EUR, muss aber nur 2x geimpft werden. (Und dann halt nach 2 Jahren nochmal).


Solange die Kosten übernommen werden ist keine Impfung ein Problem. Leider nicht bei jedem der Fall
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Jens

« Antwort #14 am: 02. Juli 2013, 15:04 »
Solange die Kosten übernommen werden ist keine Impfung ein Problem. Leider nicht bei jedem der Fall

Sollte hier nicht wichtig sein, was deine Gesundheit dir wert ist??? Klar sind Impfungen teuer, wie teuer ist mein Leben?? Und gegenüber den Kosten einer Weltreise verglichen......
Aber ich finde jeder sollte dies selber entscheiden - impfen oder nicht!!
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