Thema: Tollwut-Impfung trotz hohem Aufwandes lohnenswert?  (Gelesen 1849 mal)

Irene

« am: 02. August 2013, 17:34 »
Hallo liebe Reisende,
ich möchte wissen wie wichtig die Tollwut-Impfung auf meiner Route ist:
Südafrika, Nepal, Thailand und Mexico
und wie wahrscheinlich es ist von einem Tier gebissen zu werden.
Ich habe nämlich die erste Tollwut-Imfpung möglicherweise nicht gut vertragen (Asthma-Anfall nach 72 Stunden) und soll die zweite Impfung unter stationären Bedingungen auf der Intensivstation im Krankenhaus mit allen möglichen Wiederbelebungsmaßnahmen bekommen.
Jetzt weiß ich nicht ob der ganze Stress überhaupt notwendig ist. Der Oberarzt ist nämlich der Meinung, dass man nur eine Tollwut-Impfung braucht, wenn man viel mit Tieren arbeitet und sie pflegt und so weiter.
Ich hab Zeit eine Nacht darüber zu schlafen und mich dann zu entscheiden. Leider fällt mir das sehr schwer, weil ich noch nie als Rucksackreisende unterwegs war und schon gar nicht außerhalb Europas.
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White Fox

« Antwort #1 am: 02. August 2013, 18:00 »
Grundsätzlich ist die Tollwut-Impfung sehr zu empfehlen. Allerdings sind bei dir ja auch ganz konkrete, andere gesundheitliche Probleme dabei. Ich würde mir eine zweite Ärtzliche Meinung holen.
Ruf doch mal beim Tropen-Institut im München an, die haben mich immer sehr gut beraten: 089-2180 13500
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Raus2013

« Antwort #2 am: 02. August 2013, 18:20 »
Wir waren in Thailand in zwei Tierheimen, daher hat es sich für uns "gelohnt". Aber auch ohne diese geplanten Zusammentreffen mit Tieren kommt man kaum umhin, auf Affen und viele viele viele freilebende Hunde zu treffen. Die meisten sind sehr lieb, wir hatten nie Probleme. meine Sorge wäre, dass man "zwischen die Fronten" gerät. Bei einem Tempelbesuch kämpften Hunde und Affen gerade ziemlich arg miteinander und wir waren schnell mittendrin. Auch gegeneinander kämpfende Hunde haben wir erlebt.

Ob es mir in deinem Fall den Aufwand wert wäre ... ich weiß nicht ...
Aber vielleicht lieber eine vorsorgliche Impfung mit Sicherheitsmaßnahmen als eine Akutimpfung irgendwo im Bergkrankenhaus und ohne die Möglichkeit die Problematik genau erklären zu können?

Liebe Grüße
Sunny
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Irene

« Antwort #3 am: 02. August 2013, 18:35 »
Vielen Dank für eure hilfreichen Tipps.
Ich werde auf jeden Fall im Tropeninstitut anfragen, ob ein Asthma-Anfall auch nach 72 h auf die Impfung zurück zu führen ist.
Mittlerweile denke ich auch, dass ich es lieber hier, unter guten stationären Bedingungen spritzen lasse, als ungewiss zu reisen. Aber im ersten Moment haben mich die krassen stationären Bedingungen erschreckt.
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BineKa

« Antwort #4 am: 02. August 2013, 23:00 »
Ich würde mich da auch noch mal von jemanden anderes gut beraten lassen. Die Ärztin am Gesundheitsamt in Bremen, die ja nicht anderes macht als Reisende zu beraten, hat mir im Grunde abgeraten (ich möchte auch nach Thailand). Sie meinte, dass in den Foren eine große Panik geschürt wird, die unnötig ist. Und dann muss man auch wissen, dass man mit den Impfungen nicht absolut geschützt ist, sondern sich nach einem Biss auch dringend zum Arzt begeben muss, nur hat man dann etwas länger Zeit.
Ich habe mich dann trotz allem entschieden, mich impfen zu lassen. Die ersten beiden Impfungen habe ich sehr gut vertragen, nach der letzten war ich zwei Tage absolut fertig.
Gruß Bine
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Irene

« Antwort #5 am: 03. August 2013, 11:24 »
Ich schwanke auch noch etwas. Kann das auch schwer abschätzen...Wollte auf jeden Fall am Montag noch ein bissl rumtelefonieren und mich dann entscheiden.
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Irene

« Antwort #6 am: 05. August 2013, 11:49 »
Also das Tropeninstitut Würzburg meint, dass sowas von einer Tollwut-Impfung bisher noch nie vor kam und ich ruhigen Gewissens die Impfung machen kann und nur 2 Stunden unter Beobachtung stehen sollte. Aber mein Arzt will mich trotzdem 3 Tage da behalten :-( da muss ich jetzt leider durch....aber ich weiß ja wofür es ist :-) und es lohnt sich bestimmt
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Chief

« Antwort #7 am: 05. August 2013, 21:12 »
Bin Jäger ( in Deutschland) und auch sonst viel in der Wildnis unterwegs.
Und bin nicht gegen Tollwut geimpft. (aber jedem seine Sache, meine ist es nicht)
Das man mit unseren Mitteln von einem tollwütigen Tier gebissen wird halte ich für ziemlich unwahrscheinlich (Krankheitsverlauf etc.). Anders siehts aus wenn man in den Slums von Indien lebt. Da gibts einige tausend Fälle jedes Jahr. Aber in die Slums will ich def. nicht und schon gar nicht dort schlafen.  Irgendwo in nem Minibustaxi umzukommen ist unglaublich Wahrscheinlicher als an Tollwut zu krepieren. Und mit der Impfung gewinnt man nur Zeit. So wurde ich von einem giftigen Scorpion-Fish in Tobage Charlottville gestochen und hatte keine Möglichkeit auf ärztliche Hilfe. Und T. und T. ist ziemlich hoher Standard.
Wäre es ein tollwütiger Hund gewesen, wärs es mit oder ohne Impfung aufs gleiche rausgelaufen und ich würde das hier nicht mehr schreiben.

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Tags: impfung tollwut