Thema: ß, ö, ä, ü in Visaformalitäten (?)  (Gelesen 8546 mal)

little_earthquake

« am: 19. Januar 2013, 15:01 »
hallo ihr lieben,

sagt mal wie macht ihr das wenn ihr visas ausfüllt. man muss ja die daten genauso wie im pass angeben. aber was macht ihr mit den buchstaben die andere ländern nicht haben? z.b beantrage ich gerade mein australien WH visa online und ich weiß nun nicht ob ich das ß im namen der behörde die ihn mir ausgestellt haben als ß oder als ss schreiben soll. generell muss ich es ja so angeben wie im pass, andererseits können die den buchstaben ja gar nicht lesen.

:/

erfahrungen? tips?
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Vombatus

« Antwort #1 am: 19. Januar 2013, 16:48 »
Nun, ich bin ein Jürgen, also ein Juergen. Würde es so machen: ß=ss, ü=ue, ö=oe, ä=ae. auch wenn es im Pass mit "ü" steht.

Mit Visa hatte ich deshalb noch nie Probleme.
Wenn ich meinen Namen so schreibe z.B. bei Flugbuchungen ist das denke ich viel wichtiger, weil es so auch auf meiner Kreditkarte steht. Dort muss der Name gleich sein.

Ansonsten wurde ich bei den Visa-Aufklebern in SOA zum Jurgen, weil die Schreibweise (ue) wohl nicht so üblich/bekannt ist. Bei den Aussies dürfte das aber allgemein bekannt sein?
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Jens

« Antwort #2 am: 19. Januar 2013, 19:02 »
Habe auch ein "ü" im Nachnamen und habe es auch immer als "ü" in den Anträgen eingetragen. Im Aufkleber steht dann halt immer ein "u" ohne Pünktchen  ;D Alles kein Problem!!
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knuffels

« Antwort #3 am: 20. Januar 2013, 01:02 »
Hallo !

Ich hab ein scharfes S im Namen, und schreibe im Ausland immer doppel S.
Seit 15 Jahren bin ich beruflich wie privat viel unterwegs, und habe bis jetzt erst ein einziges mal ein Problem gehabt.

Es war in Thailand, als ich wieder ausreisen wollte. Bei der Passkontrolle musste ich ca. 20 min warten. Mir war schon etwas mulmig, wie der Zöllner minutenlang in seinem Computer rumklapptert, sich den Schweiss von der Stirn wischt, und ich stehe da und warte, warte....  irgendwann fragt er mich, wie ich ins Land gekommen bin, er kann meinen Namen einfach nicht finden.

Das Ergebnis war: bei der Einreise hatte ich im Formular meinen Namen mit SS geschrieben, so war ich auch im Computer vermerkt.  Er hat aber geglaubt, es sei ein B , und danach gesucht.

Dann musste ich ihm mit Papier, Bleistift, Händen und Füßen irgendwie klarmachen  :  B = SS

Er hat dann wirklich in einer Tabelle mit internationalen Schriftzeichen geschaut, ob das denn stimmen kann, was ich erzähle.

Schließlich bekam ich meinen Stempel und durfte raus.

Das einzige Erlebnis was ich bis jetzt aufgrund der Schreibweise meines Namens hatte.
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gerhard4310

« Antwort #4 am: 20. Januar 2013, 22:49 »
Betrifft zwar nicht direkt Visa's sondern Flugtickets aber mal zu Information.

Bei Flugtickets ist bei IATA Airlines eine Abweichung bis zu 3 Buchstaben kein Problem sofern der Name sich nicht wesentlich ändert wenn z.B. aus Maurer Bauer wird kann es zu Problemen kommen da es sich dabei um einen ganz anderen Namen handelt. Der Name und der "falsche" Name im Reisepass müssen schon noch zu 90% übereinstimmen. Happig kann es bei Billigairlines werden denn die wollen dann eine neue Buchung haben oder eine saftige Umbuchungs bzw. Umschreibgebühr.

Bei Flugbuchungen werden in der Regel die Umlaute automatisch von den GDS Systemen auf ue oe usw. oder auf ohne Striche geändert
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little_earthquake

« Antwort #5 am: 21. Januar 2013, 01:36 »
vielen lieben dank für die antworten, leider weiß ich immer noch nicht so recht was ich nun machen soll.

schreib ich Pleißenaue so wie im Pass oder Pleissenaue und der Computer kanns lesen. Bekomm ich Probleme mit dem Visa wenn es anders als im Pass steht (sprich mit SS) oder sehen die drüber weg?

ich frage mich wie machen das chinesen oder araber die ein visum geantragen...

mmmm

was würdet ihr tun?
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gluexxkind

« Antwort #6 am: 21. Januar 2013, 05:44 »
Doppel-s. Habe im Reisepass den Vermerk in Deutsch, Englisch und Französisch: ß entspricht ss. Hatte noch nie Probleme... ausser bei der Eröffnung des DKB-Kontos, die haben zwei Mal nachgehakt - und waren erst glücklich, als sie den Scan vorliegen hatten. Flüge, Visa und andere wichtige Formalitäten klappten bisher reibungslos. Unwichtiges wie Hostels, Tickets, ect... ist es mir egal, wenn die aus dem ß ein B machen.

Solltest du immer noch unsicher sein, bleibt dir wohl eine Mail an eine Behörde deines Vertrauens nicht erpart.  ;)
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Jens

« Antwort #7 am: 21. Januar 2013, 07:01 »
schreib ich Pleißenaue so wie im Pass oder Pleissenaue und der Computer kanns lesen. Bekomm ich Probleme mit dem Visa wenn es anders als im Pass steht (sprich mit SS) oder sehen die drüber weg?

Schreib es mit "SS" und wenn jemand was fragt, dann kann du unten im maschinenlesbaren Code zeigen, dass es dort auch mit "SS" geschrieben wird!!! Dort steht auch "ü" = "ue". "ö" = "oe" und "ä" = "ae". Somit sollte es kein Problem geben!

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little_earthquake

« Antwort #8 am: 23. Januar 2013, 12:55 »
sooo um ganz sicher zu sein habe ich nun doch in der australischen botschaft angerufen.

1. beim Ort ist es nicht so wichtig und ich soll es mit ss schreiben
2. Falls solch ein Buchstabe im Namen drin ist, kann es Probleme geben, aber in aller Regel gilt auch hier AE=Ä in australien, man sollte hier sich aber genauestens informieren, da es in verschiedenen ländern anders sein kann.

danke nochmals an alle für eure antworten :)
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Damaris

« Antwort #9 am: 23. Januar 2013, 19:12 »
Es war in Thailand, als ich wieder ausreisen wollte. Bei der Passkontrolle musste ich ca. 20 min warten. Mir war schon etwas mulmig, wie der Zöllner minutenlang in seinem Computer rumklapptert, sich den Schweiss von der Stirn wischt, und ich stehe da und warte, warte.... 

Witzig!!
Mir ist bei der Thailand-Ausreise das gleiche passiert...
In meinem Pass ist mein Zweitname mit - geschrieben "Eva-Maria". Auf dem Ticket stand "Eva Maria" ohne den Strich und ich hab auch ein paar Minuten gebraucht bis ich boarden durfte...
Da kam immer so ein lautes Buzzer-Geräusch wenn er mein Boarding-Pass über sein Scanner gezogen hat - dass es auch ja jeder mitkriegt ;-)
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