Thema: Tollwut für Ecuador und Thailand wirklich notwendig?  (Gelesen 10024 mal)

BineKa

« am: 29. November 2012, 20:01 »
Ich war heute bei meiner Ärztin um meinen Impfplan durchzusprechen - sie meinte, dass die Tollwutimpfung ziemlich heftig ist und fragte, ob das wirklich notwendig ist. Wie seht ihr das? Ist man den überall in diesen beiden Ländern gefährdet? Kennt sich jemand aus? Vielleicht wäre es ja auch möglich, sich für den Fall der Fälle, also wenn man gebissen wird, den Impfstoff mitzunehmen und selber zu spritzen?
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toldi

« Antwort #1 am: 29. November 2012, 20:08 »
Hi Bine,
wie sehr du in Thailand und Ecouador gefährdet bist, kann ich dir leider nicht sagen. Allerdings habe ich mich wegen Bali im Juni impfen lassen und die Impfunge war nicht heftig. Ich habe gar keine Nebenwirkungen gehabt. MeinArzt meinte, dass die Impfung in den letzten Jahren verträglich geworden sei.
Das einzige was heftig ist , ist der Preis . Ich habe ca. 180 Euro bezahlt. In Bali war ich aber froh geimpft zu sein, da dort seit paar Jahren eine Tollwutplage herrschte. Impfcrews laufen über Märkte , fangen Hunde und impfen sie. Auf Fahrradtouren wurde mir manchmal mulmig bei den knurrenden Hunden.
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loephi

« Antwort #2 am: 29. November 2012, 22:06 »
Laut der Aussage des Tropeninstituts bei dem ich war, wird Tollwut bei "einfachen Reisebedingungen", sprich Rucksackreise, für ganz SOA empfohlen. Ecuador weiß ich nicht. Ich habe jetzt die 2. von 3 Tollwutimpfungen hinter mir. Fühlt sich nicht anders an als bei den anderen Impfungen, was aber auch Typsache sein kann. Eine Bekannte von mir hatte sich Tollwut so kaufen wollen, bei dem sich heraus stellte, dass es auch sowas für unterwegs ist und die Apotheke wollte 700€ (!). Bei mir kostets jetzt 3x64€, was ich eher empfehlen würde...
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BineKa

« Antwort #3 am: 29. November 2012, 23:29 »
Danke!! Ich hab auch vorher schon ein bisschen hier im Forum gelesen, und denke, dass sich die meisten für die Impfung entscheiden .... Ja, der Preis ist wirklich heftig. Ich bin privat versichert und muss jede Impfung selber zahlen, das läppert sich ganz schön  :(
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tetsi

« Antwort #4 am: 30. November 2012, 08:44 »
Ich würde auf die Tollwutimpfung in Ecuador nicht verzichten, insb. wenn du auch in ländlichere Gebiete willst. Ganz SA ist voll von Streunern und im Zweifel ist Tollwut immernoch in so ziemlich allen Fällen tötlich.

Zum Thema Nebenwirkungen: Ich habe keine gehabt bei den Impfungen, das kommt aber auch immer n bisschen drauf an, wie du Impfungen verträgst.

Xenia

« Antwort #5 am: 30. November 2012, 11:11 »
Da ich oft in Ländern reise wo es streunende Hunde und Fledermäuse gibt habe ich mir die 4 Impfungen geben lassen. 3 bekommt man innerhalb eines Monats und die letzte ein Jahr später damit man dann "Lebenslänglich" geschützt ist. Ich hatte bei der Impfung überhaupt keine Nebenwirkungen und bin froh, dass ich sie habe. Schliesslich ist Tollwut eine Infektion die zu fast 100% tödlich verläuft.
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White Fox

« Antwort #6 am: 01. Dezember 2012, 01:07 »
Tollwut wuerde ich grundsaetzlich impfen. Ansonsten ist im Notfall die K**** wirklich am dampfen.
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enit

« Antwort #7 am: 04. Dezember 2012, 15:29 »
Hallo,

ich würde auch zur Impfung raten. Bin gerade in SOA und auch in Thailand gibt es recht viele streunende Hunde, die teilweise wirklich übel aussehen und manchmal auch aggressiv wirken.
Allerdings hatte ich bei meinen Tollwutimpfungen starke Nebenwirkungen, ich hatte Fieber und Gliederschmerzen. Aber ich denke, das ist von Person zu Person unterschiedlich, davon würde ich mich jetzt nicht abhalten lassen.
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sgropper

« Antwort #8 am: 05. Dezember 2012, 10:00 »
Ich habe mich auch impfen lassen. Die ersten zwei Tage war ich was müde, danach keine Probleme mehr. Ich würde mich auch impfen lassen. Eine Reisebekannschaft wurde von einem Hund gebissen, und verbrachte anschließend 3 Wochen in der Klinik. Das Bein ist so dick geworden, und man musste Haut verpflanzen. In Deutschland muss nachträglich eine Schönheits OP gmeacht werden. Das soll nicht heißen, dass Hunde dort unten auf alle losgehen. Bestimmt nicht. Wir haben wirklich nur sehr sehr gute Erfahrungen mit Hunden gemacht. Ich wollte damit nur aufzeigen, dass man in so einem Fall bestimmt froh ist, gegen alles erdenkliche geimpft zu sein.
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BineKa

« Antwort #9 am: 05. Dezember 2012, 18:18 »
Danke für die vielen Antworten - ihr habt mich überzeugt :-)!
Werd mich gegen Tollwut impfen lassen .....
Gruß aus Bremen, Bine
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Traveler78

« Antwort #10 am: 21. Dezember 2012, 14:27 »
Danke auch von meiner Seite aus!  :D

Man kann nie genug Informationen haben :)

LG
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Radlerin

« Antwort #11 am: 02. März 2013, 11:36 »
Hallo,

ich werde mich auch impfen lassen für SOA, habe aber noch eine Frage:

Die Dame vom Gesundheitsamt sagte mir (bei der Terminvereinbarung, ist erst im Juli), dass man nach der 3. Spritze 3 Jahre Impfschutz hat und nach der 4. Spritze nach einem Jahr dann für 5 Jahre Impfschutz besteht.

Wie ist das denn im Fall eines Bisses: Muss ich dann trotzdem zum Arzt und nochmal nachgeimpft werden und habe durch die Impfung lediglich etwas mehr Zeit, oder mach ich garnix?

Hab dazu unterschiedliche Infos gefunden, vielleicht war es auch früher mal so, dass man sich nach einem Biss trotzdem nochmal impfen lassen musste?
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Nutellaglas

« Antwort #12 am: 02. März 2013, 13:22 »
Ich hab mich diese Woche auch impfen lassen für eine Reise nach Südostasien (Südkorea/Vietnam/Thailand) und hab mich auch gegen Tollwut spritzen lassen. Spritzen für Tollwut haben insgesamt (alle drei zusammen) 188 Euro gekostet. Bei mir denke ich übernimmt das die Kasse. Bin auch privat versichert, aber da steht dass Impfungen und Reiseimpfungen übernommen werden, und meine letzten Impfungen haben sie auch immer bezahlt. Bei was für eine Privatkasse bist du denn, das die das nicht bezahlt? Selbst einige gesetzlichen (zB TK) übernehmen sowas.

Nebenwirkungen hatte ich bei Tollwut gar nicht (Rabipur). Noch nichtmal Irriatation am Einsticht. Die Arzthelferin meinte auch, dass die meisten Leute da gar keine Beschwerden haben. Der alte Impfstoff war wohl heftiger.
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Vombatus

« Antwort #13 am: 02. März 2013, 13:34 »
Würde im Zweifel einen Arzt fragen.

Und wenn du tatsächlich gebissen wurdest und du evtl. eine mehr oder weniger große Bisswunde hast, schadet es nicht, wenn die von einem Arzt angesehen, desinfiziert und verbunden wird. Sollte der Verdacht auf Tollwut-Infizierung bestehen sollte ein Arzt wissen was zu tun ist.
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LeniLustig

« Antwort #14 am: 02. März 2013, 21:13 »
also mein freund und ich haben gerade beide unsere ersten beiden Tollwuten impfungen hinter uns.. er hatte gar keine nebenwirkungen..ich schon. Aber naja.

Also das wegen dem wie man vorgehen muss, wenn man gebissen wird, sollte man wirklich einen Arzt fragen!! Aber ich kann nur sagen was die Ärztin uns gesagt hat:

Wenn man nicht geimpft ist und gebissen wird, braucht man innerhalb von ca 1 Tag eine Impfung beim Arzt, falls die Tollwut ausbricht und man hatte vor dieser "Notimpfung" noch keine Impfung, stirbt man und es gibt keinen einzigen Fall , bei dem jemand Tollwut überlebt hat, wenns halt ausgebrochen ist.

Wenn man vorher die 3 Impfungen bekommen hat, gebissen wird, muss man trotzdem nacher noch zum Arzt und nochmal geimpft werden, man hat nur mehr Zeit. Und selbst dann kann noch immer sein, dass die Tollwut ausbricht, nur ist dann das Risiko kleiner.

Also so hat uns die Ärztin das gesagt, aber ich finde jeder sollte da wirklich seinen Arzt fragen , weils ja doch um was geht.

glg Leni
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