Thema: "Sicherheitausrüstung" auf Reisen  (Gelesen 8306 mal)

NRW

« am: 06. August 2012, 00:42 »
Hallo zusammen,

ich komme gerade von einem Wochenend-Trip aus Holland und habe dort eine TV-Reportage zum Thema Backpacking gesehen.

Ein Kapitel befasste sich mit dem Thema "Sicherheitsausrüstung". Neben typischen Utensilien wie Geldkatze, Fake-Geldbörse, etc. wurden zwei für mich neue Dinge vorgestellt.


- Türkeil mit Alarmtaste, die ausgelöst wird sobald man bzw. die Tür draufdrückt

- Reise-Rauchmelder (sah aus wie jeder Rauchmelder, nur in klein). Hierbei wurden erschreckende Zahlen von Bränden in Hostels genannt, ausgelöst durch Kabelbrände, Kurzschlüsse und Zigarraten.


Wenn ich auf mein paranoides-Ich höre machen beide Dinge Sinn. Andererseits ist die Chance nach dem Frühstück auf SOA´s Straßen überfahren zu werden, wahrscheinlich deutlich höher...

Was meint ihr, was nehmt ihr mit auf Reisen?
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Stecki

« Antwort #1 am: 06. August 2012, 03:38 »
Wenn ich auf mein paranoides-Ich höre machen beide Dinge Sinn.

Dann hat der Hersteller ja sein Ziel erreicht. Ich will nicht ausschliessen dass es Hostelbrände gibt, doch wenn die Zahl so erschreckend hoch wäre würde man bestimmt auch mal was davon hören.

Andererseits ist die Chance nach dem Frühstück auf SOA´s Straßen überfahren zu werden, wahrscheinlich deutlich höher...

Sehe ich genauso.

Mir käme es nie in den Sinn so Zeugs mitzuschleppen. Die Chance einem Einbruch / Überfall / Feuer / Unfall zum Opfer zu fallen wird immer da sein und lässt sich meines Erachtens nur durch gesunden Menschenverstand und dementsprechendem Verhalten minimieren.

Dass ich von Geldkatzen und Geldgürteln gar nichts halte habe ich schon öfters erwähnt. Deren Nutzen stelle ich daher in Frage dass bei meinem Überfall diese Dinge als erstes gesucht wurden. Bleibt natürlich jedem selbst überlassen.
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Sebastian81

« Antwort #2 am: 06. August 2012, 07:08 »
Ich glaube auch dass man beides getrost zu Hause lassen kann. Auch von Geldkatze, Pacsafe und Co. halte ich recht wenig.
Bei mir ganz oben auf der Sicherheitsausrüstungsliste:
1. Lange, widerstandsfähige Kleidung bei Motorradtrips (egal wie warm es ist) - Hätte ich gebraucht
2. 2. Kreditkarte - Habe ich gebraucht
3. Kondome - Also schaden kann es nicht sie dabei zu haben
4. Alles was ihr nicht dabei habt ist in Sicherheit

Bella

« Antwort #3 am: 06. August 2012, 21:17 »
Du kannst auch einen stinknormalen Türkeil mitnehmen, wenn du Angst vor Eindringlingen hast. Das mit der Alarmtaste ist ja total übertrieben. Der Türkeil wurde auch irgendwo hier auf der Homepage empfohlen und ich hab sogar einen dabei, allerdings hab ich den noch nie gebraucht. Im einzigen Hotel, in dem ich ihn gerne mal benutzt hätte, ging die Tür nach außen hin auf.
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icybite

« Antwort #4 am: 22. August 2012, 09:38 »
Zitat
1. Lange, widerstandsfähige Kleidung bei Motorradtrips (egal wie warm es ist) - Hätte ich gebraucht
2. 2. Kreditkarte - Habe ich gebraucht
3. Kondome - Also schaden kann es nicht sie dabei zu haben
4. Alles was ihr nicht dabei habt ist in Sicherheit

5. Wenn dein Backpack ne "Traveltasche" hat dann lohnt sich nen TSA Schloss für Flughafen Transport
6. Zahlenschloss für Hostels (safe)
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Annfahrt

« Antwort #5 am: 24. August 2012, 17:22 »
Ich glaube, dass diese Sicherheitsausrüstungen vor allem einen psychologischen Effekt haben, und zwar eher im negativen Sinne. Denn im Ernstfall nützen sie meist nichts und je mehr ich mir ein Horrorszenario ausmale, desto nervöser werde ich. Und damit bin ich dann auch ein super Ziel für potentielle "Angreifer". Ich glaube, dass die beste Vorbereitung ist, sich mit dem Land und den Leuten auseinanderzusetzen, evtl. Einheimische zu befragen, was man nicht machen sollte und sich dann auch daran zu halten.
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vadasworldtrip

« Antwort #6 am: 24. August 2012, 21:38 »
Ich glaube, dass diese Sicherheitsausrüstungen vor allem einen psychologischen Effekt haben, und zwar eher im negativen Sinne. Denn im Ernstfall nützen sie meist nichts und je mehr ich mir ein Horrorszenario ausmale, desto nervöser werde ich. Und damit bin ich dann auch ein super Ziel für potentielle "Angreifer". Ich glaube, dass die beste Vorbereitung ist, sich mit dem Land und den Leuten auseinanderzusetzen, evtl. Einheimische zu befragen, was man nicht machen sollte und sich dann auch daran zu halten.

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GPS

« Antwort #7 am: 24. August 2012, 22:13 »
6. Zahlenschloss für Hostels (safe)

genau so ein Zahlenschloss ist mir zum Verhängnis geworden, das bekommt nämlich jeder mit etwas Geduld auf. Habe in mehr als 12 Monaten Reise genau für 2 Tage ein Zahlenschloss (Schlüsselschloss verlegt) am Safe gehabt und weg war alles Geld. Und der Nachtdienst hat natürlich nichts gesehen  >:(

Was ich noch mit habe ist so ein Teil (Burgwächter heisst das) das einen Sicherheitsstift an einer Schnur hat und einen Höllenlärm macht, wenn man diesen Stift herauszieht. Ist sehr klein und wiegt so gut wie nichts. Damit binde ich immer meinen Rucksack vor dem Zelt, meine Geldbörse an mir, die Türschnalle im Zimmer.... an. Sollte jemand einen dieser Gegenstände wegnehmen, Stift raus, Höllenlärm... hat bis jetzt immer funktioniert. Keiner nimmt eine Geldtasche die ein Ding dranhängen hat das man in einem Kilometer Entfernung noch hört.
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trip

« Antwort #8 am: 25. August 2012, 09:04 »
Hallo GPS,

hier ist schon mal die Website des Hersteller Burg Wächter.
http://www.burg-waechter.de/live_website/html/default/home.de.html

Könntest Du mir bitte die genaue Bezeichnung des Alarms nennen?

Danke vorab und Gruß
Trip
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Stecki

« Antwort #9 am: 27. August 2012, 07:40 »
Dass einem überall etwas passieren kann hat sich vor ein paar Tagen in dem Dorf in dem ich arbeite brutal gezeigt. Ein Paar, welches 5 Jahre (!) um die Welt reiste wurde 2 Tage nach der Rückkehr in die Schweiz quasi vor der Haustür vom Zug erfasst und getötet.

Leute, geniesst Eure Reise und macht Euch nicht zu viele Sorgen! Es kann überall etwas passieren.
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gerhard4310

« Antwort #10 am: 27. August 2012, 21:34 »
Leute, geniesst Eure Reise und macht Euch nicht zu viele Sorgen! Es kann überall etwas passieren.

Genau so sehe ich dies auch denn wenn es sein soll kannst Du einen Tresor mit Selbstschussanlage oder sonstiges unnützes Zeug dabei haben. Auch bei uns werden jeden Tag Leute ausgeraubt, bestohlen oder betrogen. Mir persönlich ist bis heute noch niemals etwas in dieser Richtung widerfahren und ich habe schon einige Reisekilometer auf dem Rücken.
Wer natürlich öffentlich mit einem Kilo Goldschmuk und einem Bündel Geldscheine durch die Gegend läuft ist natürlich eine gute Zielscheibe. Am besten alles so unauffällig wie möglich gestalten wie z.B. auf Markenklamotten verzichten.

LG
Gerhard
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sgropper

« Antwort #11 am: 28. August 2012, 09:44 »
Also was meiner Freundin und mir wirklich super geholfen  hat waren selber eingenähte Innentaschen in den Hosen. Das sollte man merken wenn du jemand reingreift. Wir hatten auch einen Pacsafe dabei, und waren wirklich froh drum. Wir haben ein paar Nächte in Hostels verbracht, wo leider alle Locker voll waren, da ist es ein gutes Gefühl wenn der Pacsafe da ist. Klar, wer ihn abzwicken will, kann das schaffen. Aber was lässt sich leichter stehlen, ein Auto wo der Schlüssel steckt und der Motor läuft oder ein Auto das abgeschlossen ist?
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Stecki

« Antwort #12 am: 28. August 2012, 12:52 »
War eben im Fachgeschäft und hatte zum ersten Mal so ein PacSafe-Netz in den Händen. Ich konnte mir beim besten Willen nicht vorstellen wie jemand soviel zusätzliches Gewicht freiwillig mitschleppt...
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gerhard4310

« Antwort #13 am: 28. August 2012, 13:23 »
PacSafe-Netz...
Ist meiner Meinung nach ein totaler Schmarren - kannst gleich ein Netz von einem Fussbaltor mitnehmen und Dich damit zu Tode schleppen - außerdem sieht ein jeder Bandit gleich von der Weite dass Du was wertvolles im Rucksack haben musst.

LG
Gerhard
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Stecki

« Antwort #14 am: 28. August 2012, 13:37 »
Als Alternative wenn es keine Lockers mehr hat kann man die Wertsachen auch an der Rezeption abgeben (sofern man dem Rezeptionisten vertraut).
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