Thema: Neuseeland im Winter?  (Gelesen 6007 mal)

manado

« am: 07. Juni 2012, 14:04 »
Hallo zusammen,
ich stricke gerade an meiner Route und eigentlich ist sie mehr oder weniger fertig.
Alles "paßt" soweit bis auf NZ. Dort wäre ich veraussichtlich Juni/ Juli (evtl. auch schon ab Ende Mai).

Ich würde gerne Nord- und Südinsel sehen, und die großartige Landschaft bewundern wollen. Nen bischen Trekking steht auch auf dem Plan. Keine besonderen oder extremen Outdoor-Aktivitäten sind geplant.

Juni/Juli sind aber nach allen mir vorliegenden Informationen die schlechtesten bzw. kältesten Monate. Ich bin mir total unsicher, ob es dennoch Sinn macht dort ca. 6 Wochen zu verbringen. Kühles Wetter ist OK, aber Dauerregen und Schnee sind auf dauer dann doch blöd....
Mich würden dazu Eure Meinungen und persönliche Reiseerfahrungen dringend interessieren.

1000 Dank,
manado
0

Carola

« Antwort #1 am: 07. Juni 2012, 22:04 »
Ich war 2x im August bzw. September für 5 Wochen in NZ.

Nachteile: Es wird früh dunkel (ca. 18.00 Uhr), die Nächte können recht frisch sein, vor allem auf der Südinsel. Je nach Wetter kann es im Süden der Südinsel viel Schnee haben, d.h. da fährst du dann besser nicht hin (Wetterbericht im Auge behalten!). Die höher gelegenen Trecks (z.B. Tongariro Crossing, Routeburne Treck) kann man nur mit Eisausrüstung und viel Erfahrung oder gar nicht gehen.

Vorteile: Alles ist billiger, es sind nur wenige Menschen unterwegs, obwohl alles geöffnet ist. Im Norden der Nordinsel herrscht tropisches Klima, also keine Wintertemperaturen, im Norden der Südinsel ist es auch nicht kalt (Waikaremoana, Abel Tasman Treck und Queen Charlotte gut machbar). Lange Regenperioden kannst du sowohl im Winter wie im Sommer haben.

Fazit: Es gibt in NZ viele tolle Sachen, die man auch im "Winter" (d.h. durchaus auch mal kurze Hose und T-Shirt!) machen kann. Für 6 Wochen mehr als genug. Zelten oder Camper würde ich eher nicht empfehlen, sondern Billigmietauto (ACE Tourist Rentals) und Hostels, Cabins oder Motels.

Grüße
0

manado

« Antwort #2 am: 10. Juni 2012, 02:23 »
Hi Carola,
you made my day!

Danke für Deine Info, ich werde NZ wohl in in meiner Route lassen und freu mich drauf.
Dumme Frage: Was sind Cabins? Ich weiss es wirklich nicht...

Lg
manado
1

Carola

« Antwort #3 am: 10. Juni 2012, 08:25 »
Das sind Hüttchen, Zimmer o.Ä. in verschiedensten Variationen auf Campingplätzen. Mal groß, mal kleiner, mit Küche, ohne, mit oder ohne Bad. Ist eine Alternative zum Zelten, allerdings lohnen sie meist nur, wenn man mehreren ist, da häufig 2 Stockbetten drin stehen. Der Preisunterschied zu Motelzimmern war aber oft nur gering bei 2-Personen-Belegung, außerdem braucht man seine eigenen Handtücher und einen Schlafsack.
0

Stöpsel

« Antwort #4 am: 10. Juni 2012, 14:08 »
Lieber manado,
ich kann dir auch nur empfehlen Neuseeland nicht von deiner Liste zu streichen!
Wir waren Anfang August 2010 für 4 Wochen mit einem Camper auf der Süd- und Nord-Insel unterwegs. Die Zeit war einfach wundervoll und wir haben jede Nacht im Camper verbracht und sind auch ohne Heizung nicht erfroren. Am besten einen guten Schlafsack mitnehmen und Nachts mit Funktionsunterwäsche schlafen. Manchmal musste es auch eine Mütze sein  ;)
Unser Camper hatte den Luxus einer warmen Dusche (über Gas beheizt) und ein WC, deshalb mussten wir auch nie auf einen Campingplatz und da im Winter kaum kontrolliert wird, haben wir auch an den tollsten Lookouts schlafen können.
0

travelaround

« Antwort #5 am: 30. August 2012, 05:27 »
ich kann mich nur anschliessen. hier auch Fotos:

http://blog.travelpod.com/travel-blog-entries/georg_nathalie/9/1345646706/tpod.html

hatte zuerst auch Angst, dass es vielleicht schneien koennte oder so. aber es lag nur auf den Bergen Schnee, die Strassen waren alle gut befahrbar und wir sind auch nicht erfroren, obwohl wir jede Nacht im Campervan geschlafen haben. ach ja, fuer alle, die Campen: schaut euch die Seite http://www.nativeparks.co.nz/ an. So kann man viel Geld sparen und nette Leute kennenlernen. Wir haben zB bei einem Wein- und Olivenbauern. Es war so nett.

lg
0

nadinee

« Antwort #6 am: 25. September 2012, 17:04 »
Ich werde nächstes Jahr im April in NZ sein und hatte auch erst so meine Bedenken ob es da vielleicht schon zu kalt sei.
Irgendwie hört man ja doch selten von Reisenden, die den Neuseeländischen Winter erleben, aber beim recherchieren bin ich immer wieder darauf gestoßen, dass Neuseeland als ein Land gilt, das ganzjährig gut zu bereisen ist.
Zur Zeit habe ich gar keine Vorstellungen mehr wie das Wetter im April werden kann. März gilt noch als Sommer, Mai schon als recht kalt.. über den April wird kaum ein Wort verloren ;)
Lassen wir uns also mal überraschen! Und manado, ein Land sowohl mal im Sommer als auch mal im Winter zu erleben ist doch sowieso das Schönste :)
0

Caludia

« Antwort #7 am: 26. September 2012, 00:15 »

Wir waren Mitte/Ende Juli in NZ. Es war schon kühl und auch oft regnerisch, auf der Südinsel lag teilweise Schnee. Wir haben vorher in Australien auch schon ein paar Leute getroffen die gerade aus NZ kamen und denen es dort zu kalt gewesen war (Minusgrade im Camper, ...).

Trotzdem war es sehr schön in NZ! Das Wetter ändert sich unglaublich schnell, ein schlechter Wetterbericht sollte einen nicht zu sehr abschrecken. Aber man sollte sich eben auch auf Regen und Kälte einrichten und warme Klamotten, Schlafsack etc. mitnehmen. Wenn die Südinsel doch zu kalt ist hat man immer noch die Nordinsel: die ist immerhin subtropisch.
0

vadasworldtrip

« Antwort #8 am: 26. September 2012, 15:56 »
Ne Frage: War jemand mit  Bus/Bahn unterwegs im "Winter"? Läuft da auch alles so wie im Sommer?

LG
0

manado

« Antwort #9 am: 08. November 2012, 22:19 »
gute Frage - habe den Tranzalpine in der Planung.

gruesse
manado
0

Roberto

« Antwort #10 am: 08. Dezember 2012, 14:54 »
busverbindungen gibts reichlich, sommer wie winter. geht aber recht stark ins budget. ein van in dem du auch schlafen kannst, ist wohl die beste lösung. wenn du vor hast, in hostels zu schlafen, empfehle ich dir die BBH karte zu holen. damit kriegst du pro übernachtung einen $3 discount.
ich hab übrigens das komplette land per hitchhiking bereist - eine meiner besten erfahrungen auf meiner weltreise. probiers mal aus :)
0

manado

« Antwort #11 am: 24. Juni 2013, 12:21 »
Anbei eine kl. Zusammenstellung der Vor- und Nachteile aus meiner pers. Erfahrung Mitte Mai bis Ende Juni in NZ.
Route, Erlebtes etc. siehe Link.

Ich hoffe, das ist ggf. von Nutzen.
Grüße
manado

Pro:
#viel weniger Touristen: im Sommer muß es hier unglaublich (!) voll sein
#langfristige Buchungen i.d.R. nicht nötig: daher ist spontanes Reisen gut möglich
#keine Sandflies
#etwas günstigere Preise f. Unterkünfte/ Mietwagen

Contra:   
#das Wetter - u.U. naß & kalt (mir zu kalt)
#Wassersport, insbesondere Schwimmen i.d.R. nicht möglich. Ein Jammer.
#Touren & Wanderungen z.T. nicht möglich
#eingeschränkte touristische Infrastruktur: Unterkünfte etc. z.T. geschlossen
#Straßenbauarbeiten finden i.d.R. in der off season statt: u.U. Einschränkung der Reisemöglichkeiten. Z.B. ist aktuell die Straße von Te Kapo nach Milford Sound geschlossen (Wochenlang)
0

Tags: