Thema: Thailand....  (Gelesen 2175 mal)

natur

« am: 16. November 2011, 09:29 »
Hallo,

ich verfolge nun schon seit einiger Zeit die Situation in Thailand. Verschiedene Teile von Zentralthailand sind überschwemmt.

Jetzt kommen nun die Infektionen dazu, sprich Dengue- Fieber
Hier ein Auszug aus der Internetseite des Auswärtigen Amtes:

Angesichts der aktuellen Hochwassersituation besteht zurzeit eine höhere Gefahr durch „waterborne diseases“ (=Erkrankungen durch verschmutztes Wasser, z.B. Cholera). Auf gründliche Trinkwasserhygiene sollte unbedingt geachtet werden. Bisher wurden jedoch keine erhöhten Erkrankungszahlen gemeldet.

Der Süden von Thailand ist verschont geblieben.
Trotzdem mache ich mir immer mehr Sorgen. Unsere Idee war, das wir 2 Monate mit unseren Kindern durch Thailand reisen
( ab Februar bis März).


Wird sich die Situation bis Februar entspannen? Was ist mit dem Trinkwasser, Ungeziefer und den ganzen infektionen? Wir setzten unsere Kindern ja damit noch eine größere Gefahr aus, oder ?
Bis jetzt haben wir nur den Flug gebucht. Habt ihr eine Alternativlösung parat? Was würdet ihr in dieser Situation machen.?


Unsere Sohn kommt nächstes Jahr in die Schule, also ein "verschieben auf später" ist nicht möglich ( zumindest für 2 monate).
Aber wir haben immer gesagt, die Sicherheit unsere Kinder geht vor.

Oder würdet ihr warten, ob sich die Lage entspannt ( auch Dengue-Fieber usw.)

Danke schön.
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southern_cross

« Antwort #1 am: 16. November 2011, 10:31 »
Hallo,

schwer zu sagen. Fliege am 15.12. für 4 Wochen und war letzte Woche beim Tropenmediziner (hätte ich unter ohne Flut nicht gemacht), hab dort gute Tipps erhalten - hier die Zusammenfassung aus einem anderen Thread:

Ich wurde gegen Cholera, Japan B Encephalitis, Hepatitis A und Typhus geimpft (Polio und Diptherie-Tetanus hatte ich vorher).   ...

Hauptthema sind aus seiner Sicht die Mücken (Wasser + Wärme = vermehren sich wie wild) und die hygienischen Zustände durch stehendes Wasser und die ganzen Gifte die ausgeschwemmt wurden und die zwangsläufig in die Nahrungskette kommen (Übertragung Hepatitis A).

Nachdem sich Mücken nicht an Regionen halten und es einfach schwer zu sagen ist wo und wie sich die Auswirkungen der Flut wirklich zeigen, ist das Ausweichen auf eine andere Region nur mäßig sinnvoll (Anmerkung: im Überflutungsgebiet, dh. Nord- und Zentralthailand).

Gegen Dengue-Fieber & Co gibt's ja keine Impfungen, er empfiehlt (was wir ohnehin wissen) No Bite für Körper und Kleidung sowie ein imprägniertes Moskito-Netz. Im Zweifelsfall und wenn (zB bei einem Trek) kein Mediziner greifbar ist, mit Malarone zum Therapieren anfangen, ansonsten reicht Malaria-Prophylaxe auf Standby (dh erst therapieren wenn wirklich hohes Fieber usw).

Gerade bei Kindern würde ich aber noch mehr aufpassen. Aus meiner Sicht vorher unbedingt einen Fachmann fragen, ich glaub man kann sich das als Europäer auch gar nicht wirklich vorstellen...

LG
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natur

« Antwort #2 am: 16. November 2011, 10:54 »
Hallo,

danke für deine Antwort.
Bei einem Tropenmediziner waren wir schon. Die Ärztin meinte, "wir sollen die Lage beobachten und ggf. auf die Internetseite vom Auswärtigem Amt schauen. Momentan liegen ihr ( damals) keine Warnungen vor.

Naja, so viel dazu. Geimpft sind wir, auch die Japanische Endes. wollten wir impfen, hatten uns vorher schon dafür entschieden.
Ich bin total unschlüssig. Ich möchte aber auch keine Pferde scheu machen....


 
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Vombatus

« Antwort #3 am: 16. November 2011, 14:52 »
... bis Februar sind es ja noch über zwei Monate hin. Sollte es nicht zu einer neuen Flut, oder Berichte über vermehrte Krankheiten in Touristengebieten, kommen, würde ich mir nicht so viel Sorgen machen.

Die Jap. Enzephalitis Impfung halte ich für nicht nötig. Außer ihr macht 8 Wochen Ferien auf dem (thailändischen) Bauernhof.
Eine Tollwut-Impfung halte ich für wichtiger.

Und wenn ihr in betroffenen Gebiet unterwegs seid halt MEHR auf Hygiene achten. z.B. Trinkwasser aus Flaschen. Kein Eis von der Straße. Keine Eiswürfel in kleinen Dörfern/ Restaurants. Öfters mal die Hände waschen ... etc.

Das Thema Mückenschutz bei Kindern ist wohl einen neuen Thread wert. Kinder haben eine empfindlichere Haut, (DEET ist dann vielleicht zu aggressiv, Zitrusöl zu wirkungslos???. Lange Kleidung stört beim spielen ... Dann wollen sie auch durch die Gegend fetzen und verstecken spielen ... Ich als Kinderloser bin da überfragt.

Die größte Gefahr im "Ausland" ist für mich immer noch der Straßenverkehr.

Aber aus der Entfernung kann ich die tatsächliche Lage nicht abschätzen. Sollte es mit kleinen Kindern zu zu problematisch werden könnt ihr nach Malaysia, Indonesien weiter reisen.

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serenity

« Antwort #4 am: 19. November 2011, 21:32 »
Zitat
Die Jap. Enzephalitis Impfung halte ich für nicht nötig. Außer ihr macht 8 Wochen Ferien auf dem (thailändischen) Bauernhof. Eine Tollwut-Impfung halte ich für wichtiger.
Das sehe ich ähnlich - wir werden am 29.12. Richtung Bangkok und anschließend in den Norden aufbrechen und haben uns auch wegen der aktuellen Situation den Kopf zerbrochen.

Fazit: Dengue Fieber ist nichts Neues - das gibt es schon lange, allerdings in den letzten Jahren mit stark zunehmender Tendenz. Aktiver Mückenschutz auch am Tag ist deshalb wichtig - ggf. auch die Kleidung entsprechend imprägnieren, es gibt Sprays (z.B. Nobite), mit denen man Kleider und Moskitonetze einsprühen kann, so dass man weniger Hautfläche einreiben muss. Auf keinen Fall auf Citronelle oder ähnliches verlassen - hier hilft nur DEET in entsprechender Dosierung oder allenfalls noch Icarin. Falls ihr in einfachen Unterkunften ohne Klimaanlange übernachten wollt, evtl. eigenes Moskitonetz mitnehmen - das hat dann garantiert keine Löcher - und ebenfalls vor der Reise einsprühen.

Lange. leichte Hosen etc. machen ohnehin Sinn bei Kindern, auch wenn es heiß ist, denn die Sonnenbrandgefahr ist immens.

Trinken nur aus unangebrochenen Flaschen oder abgekocht - Typhus Impfung ist sinnvoll!

Tollwut-Impfung macht auf jeden Fall Sinn, denn eine Infektion verläuft immer tödlich - da gibt es keine Gegenmittel! Gerade in Tahiland - vor allem auch an den Stränden - gibt es viele streunende Hunde, die oft sehr zutraulich wirken. Viele Kassen zahlen die Impfung.

Es wäre interessant, zu wissen, wo ihr eigentlich genau hinwollt, denn das Risiko ist nicht überall gleich hoch.
Serenity
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