Thema: Mit Partner auf Weltreise-geht das gut?  (Gelesen 3463 mal)

Fly

« am: 07. November 2011, 14:58 »
Hey zusammen

Mein Freund und ich planen eine längere Weltreise. In einem Jahr geht es los und zwar ein ganzes Jahr lang... Die geplante Route (flexibel) geht von der Schweiz nach Namibia, dann nach Südamerika (Ecuador, Brasilien, Kolumbien) hoch nah Costa Rica, Kuba, Floria, Californien, New York, Kanada, weiter nach Japan, Thailand, Vietnam, Indonesien, Malaysia, samt Borneo, Java, hinüber zu Australien, Neuseeland und den Fiji-inseln...

Als Paar verstehen wir uns sehr gut, sind seit mehr als 1,5 Jahre zusammen. Haben während des Studium fast ein Jahr zusammen gewohnt (in nur einem Zimmer) und waren 24 Stunden am Tag zusammen (studierten das Gleiche)... spätestens nach drei Monaten hatten wir eine kleine Krise, weil man ja ständig aufeinander hockte...

Nun stellt sich für mich natürich die Frage (und ich hoffe, ihr könnt mir da Tipps geben und berichten, wie es bei eurer Reise zu zweit so war), ob wir das als Paar durchhalten? Hier Zuhause hat man immerhin noch andere Freunde, Hobbys, Familie...man kann sich auch mal aus dem Weg gehen für ein paar Tage...aber auf Weltreise kann ich mir vorstellen, dass man oft zusammen ist, oft aufeinander angewiesen ist. Kommt es da nicht vermehrt zu Streitereien oder Nervereien? Oder ist es auf Weltreise so spannend und abwechslungsreich, dass man immer top gelaunt ist und super zufrieden mit Partner alles nur geniessen kann (glaube ich wohl eher kaum oder?)

Ich war letzten Sommer mit meinem Partner 2 Wochen unterwegs durch Spanien und wir waren am Ende der Ferien beide froh, wieder nach Hause gehen zu können...nicht weil es nicht toll war, sondern einfach um mal wieder ein paar Nächte im gleichen Bett zu schläfen, sich Zuhause zu fühlen, nicht immer auswärts essen zu müssen...bereits diese zwei Wochen haben uns recht ermüdet (auch wenn es super viel Spass gemacht hat)...ist das normal? Wie wird das denn sein, wenn man ein ganzes Jahr unterwegs ist???

Grüsse euch allen und ich danke schon mal für die Antworten, Tipps, Tricks....etc etc. etc. :D

0

dirtsA

« Antwort #1 am: 07. November 2011, 15:45 »
Für mich sind das 2 verschiedene Themen... "Reisemüdigkeit" - dazu gibt's hier schon einen Thread, wo ihr bestimmt ein paar Anregungen findet - und eben das "Reisen mit Partner".

Ich werde im Jan mit meinem besten Freund starten. Wir sind zwar wie gesagt nur Freunde und kein Paar, allerdings kann ich mir auch vorstellen, dass wir uns mal auf die Nerven gehen. Und natürlich wird es auch zu Streit und Unstimmigkeiten kommen. Ich glaube, so gut kann man sich mit niemanden verstehen, dass das nicht passiert.

Unsere Idee dazu ist, dass wir schon jetzt sagen, dass es für uns beide ok wäre mal eine Zeit alleine zu reisen. Ob das jetzt nur mal ein Tag eine andere Beschäftigung ist oder ob er mal die Kultur-Route macht und ich die Natur-Route, um uns in der nächsten größeren Stadt wieder zu treffen... ich denke, da gibt es viele Möglichkeiten. Ich brauche mehr Action, werde viel tauchen gehen. Er spielt gerne Gitarre und chillt auch mal nur einen Tag einfach am Strand. So hat man auch mal Zeit für sich und klebt nicht nur aufeinander...

Habt ihr vielleicht auch ein paar andere Interessen? Dann würde ich einfach versuchen, es auch so zu machen.
Aber alles nur Theorie, noch nicht erprobt ;)
0

weltentdecker

« Antwort #2 am: 07. November 2011, 16:41 »
Streitet ihr euch denn zu Hause gar nicht? Wir haben auch zu Hause mal unsere kleinen Streitereien, ich denke, so wie jedes Paar. Das wird auf Reisen natürlich genauso passieren. Ich gehe jetzt nicht mit der Absicht auf Reisen, dass 1 Jahr lang alles Friede, Freude, Eierkuchen ist. Eine "Streitkultur" sollte man schon vorher entwickelt haben, um zu wissen, wie man damit umgeht.

Und um dem ständigen Aufeinanderhocken zu entgehen, würde ich auch vorschlagen, ab und zu mal getrennte Aktivitäten zu machen. Ich denke, das ergibt sich auch von alleine, wenn der eine grad mal ein Buch lesen will, der andere aber gerade aktiv sein will. Und dann trifft man sich halt abends wieder.
0

steelydan

« Antwort #3 am: 07. November 2011, 18:16 »
Wenn Ihr schon nach zwei Wochen froh wart, wieder zu Hause zu sein, solltet Ihr Euch GRÜNDLICH überlegen, ob Ihr wirklich so eine lange Reise antreten wollt. Ganz gleich ob allein oder zu zweit.

Weswegen wollt Ihr denn für ein Jahr weg, wenn Ihr allem Anschein nach nicht allzu viele Erfahrungen habt und gar nicht so recht wisst, ob das Reisen überhaupt zu Euch passt? Backpacker, die sich einen feuchten Kehricht für die Länder interessieren, die sie bereisen, und jede, aber auch wirklich jede einzelne Minute unter anderen Backpackern zubringen müssen und somit im Prinzip gleich zu Hause bleiben könnten, gibt es schon mehr als genug.
0

Litti

« Antwort #4 am: 07. November 2011, 18:42 »
Backpacker, die sich einen feuchten Kehricht für die Länder interessieren, die sie bereisen, und jede, aber auch wirklich jede einzelne Minute unter anderen Backpackern zubringen müssen und somit im Prinzip gleich zu Hause bleiben könnten, gibt es schon mehr als genug.

Trollig  :-*

Aber ernsthaft... zur Beziehungsproblematik kann ich nicht viel sagen, das kann man vlt einfach nur ausprobieren.
Mehr Sorgen würde ich mir tatsächlich machen was euren Kurzurlaub angeht. 2 Wochen sind nun mal wirklich nichts im Vergleich zu einer Weltreise -- da seid ihr wirklich schon vom ständigen Essen-gehen und Bettenwechsel genervt? Nicht falsch verstehen, solche Gedanken sind prinzipiell normal finde ich... aber schon nach zwei Wochen? Ihr werdet 12 Monate unterwegs sein, und das in Ländern wo das Reisen durchweg komplizierter sein dürfte als in Spanien.
1

Fly

« Antwort #5 am: 07. November 2011, 20:21 »
Also, so unerfahren sind wir nun auch wieder nicht. Mein Freund war bereits 6 Monate in Südamerika unterwegs und ich selber bin schon sehr viel (zwar nicht am Stück) gereist.

Der Grund, wieso wir auf Weltreise wollen? Wahrscheinlich hat dieser Grund auch etwas mit unserem Beruf zu tun, wir sind Umweltwissenschaftler, mögen das einfache Leben, neue Kulturen, Natur und Tiere und möchten die Schönheiten dieser Welt sehen, um auch in Projekten, die wir unterwegs begnenen unsere Hilfe anzubieten (Naturschutzprojekte)...Wir sind offen, sprechen verschiedene Sprachen und es war schon seit Kind an mein Wunsch, dies zu erleben.

Klar, als Paar hat man auch Zuhause die eigenen Streitereien, aber währenddem ich Zuhause viel los hab, viele Hobbys, Arbeit, Freunde....werde ich auf Weltreise in erster Linie wahrscheinlich meinen Partner um mich haben. Da kommen halt Fragen hoch, wie das werden wird? Ich stelle mir vor, dass man offen sein muss, auch mal getrennt Dinge zu tun und vor allem offen, anderen Reisenden und Einheimischen gegenüber...so kann man sich auch auf Weltreise "die kleine eigene Welt" um sich kreiiren, ohne dass nur der eigene Partner im Mittelpunkt steht.

Ja, die Ferien in Spanien (1 Woche umhergereist und 1 Woche Barcelona) haben uns am Schluss gereicht. Daher auch meine Sorge. Ich könnte mir natürlich vorstellen, dass es anders ist, wenn man weiss, dass man Ziele und Wünsche hat und somit auch weiterziehen kann aus einer Stadt, wenn es einem nicht mehr passt. Für uns war es einfach vor allem in der letzten Woche langweilig, weil wir das Meiste in Barcelona bereits gesehen hatten...Wären wir auf Weltreise gewesen, hätten wir ja einfach weiterziehen können und die Lust wäre dann wieder da... oder wie sieht ihr das? Kann es nicht vorkommen, dass man nach einer Woche eine Stadt einfach satt hat?
Ich mache mir diese Gedanken im Voraus, weil ich wissen will, wie ich in so einer Situation reagieren kann, ob das normal ist und um mich super gut darauf vorzubereiten, denn eines ist klar, die Weltreise steht fest.
0

lillki

« Antwort #6 am: 08. November 2011, 17:04 »
Hallo Fly,

ich war 12 Monate mit meinem Mann unterwegs (Asien, Ozeanien, USA) und es war eine der besten Entscheidungen! Ich hatte aber auch vorher keine Angst wie das wird, oder dass man sich unendlich streitet.

Meine Erfahrung: dadurch, dass wirklich viel organisiert werden muss, lernt man tolle Teamqualitäten kennen - auch mit Auseinandersetzungen, das ist klar. Man hat so viel gemeinsam erlebt, dass das eine unheimliche Verbindung ist: 1000 Insider, über die nur ihr lachen könnt. Man lernt sich gut kennen und weil auch alle anderen Stressfaktoren voon daheim wegfallen, haben wir uns viel weniger gestritten als zuhause...man hat Zeit, niemand wartet auf eine Entscheidung etc.
Zu guter Letzt: es gab einfach Situationen, die ich nicht hätte alleine erleben wollen. Gute wie schreckliche Erlebnisse, es war schön, dass der Mensch, der mir das Liebste ist dabei war.

Das ist aber natürlich alles sehr subjektiv: mir war es wichtig diese Zeit gemeinsam zu erleben, auch wenn man sich mal tagsüber trennt oder sogar zeitweise alleine reist. Das kann man ja ganz individuell gestalten. Mach dir keinen Kopf sondern nimm's wie es kommt.
Wichtig: immer heraus was nervt. Man kann dem andern schließlich nur bis vor die Stirn gucken!

Alles Gute
lillki
3

farmerjohn1

« Antwort #7 am: 08. November 2011, 17:15 »
Die Vorstellung, eine Partnerschaft sei dazu da, moeglichst nur Spass oder Harmonie zu geniessen, ist eher verfehlt. Wer daran ernsthaft festhaelt, muss sich eben aus Prinzip nach einiger Zeit trennen und jemanden anders suchen. Mit einer Weltreise hat das nur insofern zu tun als dass gemeinsame Erlebnisse und das Gefuehl, gemeinsame kulturelle Wurzeln zu haben, zusammenschweissen - oder auch ueber Beziehungskrisen hinweghelfen, bzw. auch hinwegtaeuschen koennen.
Wie kann man sich uebrigens in Barcelona nach einer Woche langeweilen? Das ist eine Stadt, in der man sich mindestens
5 Jahre am Stueck taeglich aufhalten kann, ohne dass die Higlights ausgehen: Geschichte von der Roemerzeit bis heute, alles mit Bauwerken und Museen belegt; Kunst: Miró, Picasso, Gaudí, etc.; Straende, Wassersport, Meeresmuseum, Hafen, Nahrungsmittelmaerkte mit einer Menge an Fisch- und Gemuesesorten, die man sich nach Jahren kaum merken kann; Buechermaerkte, Kunstmaerkte, Massen- und Intellektuellen-Kinos (auch Originalsprache m. Untertitel), Gitarren- und Musikinstrumentbauer, Maler. Restaurants mit regionalen Spazialitaeten. Abendliche Ausgehmoeglichkeiten: noch und noecher, laut und mit Tanzmusik und leise zum Unterhalten. Oper, Konzertsaal, sogar Theater, wenn auch meist in katalanischer Sprache. Buechereien. Jedes Stadtviertel hat seine eigene Tradition und Folklore. Dazu in erreichbarer Naehe sogar mit Vorortzug, zumindest aber mit Mietwagen: unzaehlige Doerfer und Staedtchen in 50km Umkreis, Sektkellereinen, andere Winzerbetriebe, nette Badeorte und -buchten, Aussichtspunkte, Spazierwege,  Einkaufspassagen, ...
Auch wenn man schon viel davon gesehen hat: man muss doch mit erheblich angeschlagenen Gemuet dort hinkommen, um angeoedet zu sein!
0

querweltein

« Antwort #8 am: 08. November 2011, 18:09 »
Hi,

lillki hats ganz gut dargestellt, da bleibt mir nicht mehr viel zu sagen. :)

Kommunikation ist wichtig, Sachen nicht lange aufschieben. Und auch drüber reden wie man redet.
Bei uns passt es erstaunlich gut, haben vorher noch nicht mal zusammengewohnt.
Meistens zicken wir uns ein bißchen an wenns stressig wird oder man kaputt ist.
Wenn man viel reist kanns erstaunlich schwer sein unterschiedliche Sachen zu machen. Hört sich zwar immer nett an, aber meistens hat man ja die gleichen Dinge auf der Sightseeing oder to do Liste. Geht wohl eher wenn man längere Zeit irgendwo ist.
Das mit den Insidern kennen wir auch. Und man entwickelt echt komische Verhaltensmuster manchmal - ich glaub wir werden gerne mal für total bekloppt gehalten...

Grüße
0

Flynn

« Antwort #9 am: 09. November 2011, 10:40 »
Also bei uns gabs schon ab und an heftigen Streit - wesentlich krasser als er jemals zu Hause war. Das war vorallem in Stresssituationen bei denen die Prioritäten auseinander gingen. Ganz vermeiden lässt sich das nicht denke ich und so ein Streit hat auch eine heilende Wirkung auf so einer Reise finde ich - hat man sich erst wieder gefunden sind die nächsten Wochen sehr harmonisch :)
Es kann durchaus eine Art "Okay, alles zurück auf Start - wir beginnen jetzt neu!" sein.

Wichtig ist immer das Veto des Einzelnen für mich. Wenn ich unbedingt jetzt ein teureres Hotel möchte und erst groß darum kämpfen muss den anderen zu überzeugen, dann führt das immer zu Frust. Es gehört aber auch eine Portion Selbsteinschätzung dazu, denn wer bei Dingen die eigentlich (für einen selbst) nicht wichtig sind Vetos einlegt, der reißt das Ruder komplett an sich und das führt dann zu einem Deadlock (wie wir das in der Informatik nennen :D). Nichts geht mehr, denn der eine will das unbedingt und der andere etwas anderes...
Beispiel: ich fühle mich krank und will ein Hotel/Hostel in dem ich in Ruhe schlafen kann. Das haut mehr ins Budget rein und führt vielleicht dazu, dass wir uns eine Aktivität nicht mehr leisten können.

Jeder muss artikulieren können was einem wirklich wichtig ist und was er unter keinen Umständen machen will. In der Regel sind das wenige Dinge ;) Und somit schaffen sich beide als Team einen Rahmen der befolgt wird. Damit wirds dann einfacher auf der Reise, denn es gibt klare Grenzen und keine unausgesprochenen Tabus für den Einzelnen. Letztendlich geht es darum beiden Partnern etwas zu bieten und beide Ansprüche zu erfüllen und zusammenzubringen! Wenn einer das Ruder in der Hand hat funktioniert das nicht, genauso wie es nicht klappen kann wenn Dinge getan/geplant sind die absolut nichts für einen der beiden Partner sind. Sprich es muss klar sein, dass jemand mit Platzangst mit seinem Partner keine Tour durch die Bergwerke in Bolivien macht/machen muss.

Es kann auch hilfreich sein einzelne Tage alleine zu verbringen (und dann auch auch Aktivitäten ohne Rücksicht auf den anderen machen zu können), aber darin liegt meiner Erfahrung auch eine kleine Gefahr, denn wer sich da unsensibel verhält, der kann ne Menge Schaden anrichten. Diese Zeiten müssen klar begrenzt sein und "Ach ich hab da jemanden kennengelernt - mit dem geh ich morgen ins Kino" bei der Abmachung von einem freien Tag können da eine Sache sein die ständig zwischen den beiden Partnern steht. Daher klare Vereinbarungen treffen und auch einhalten. Wenn sich einer der beiden zu weit weg entwickelt vom anderen und dieses Wir-Gefühl weg ist, dann ists nahezu unmöglich weiter zusammen zu reisen :(
Bei wenigen Auszeiten ist das natürlich ein geringes Problem, aber je öfter diese Auszeiten werden desto größer wird auch die Gefahr des Auseinanderdriftens.

Ansonsten ist super wichtig, dass man reden kann. Es gibt kaum etwas wichtigeres als zu artikuliren wenn Verletzungen aufgetreten sind (das sind so banale Sachen wie "Ach du wolltest heute ins Kino...tut mir Leid, ich hab doch dem Ami gesagt ich geh mit ihm Essen") müssen die schnellstmöglich auf den Tisch kommen. Je mehr unausgesprochene Verletzungen da auftreten desto harter wirds und am Ende ist so viel zwischen den Partnern, dass nix mehr geht und der einzige Weg die Trennung ist. Daher: wenn jemanden etwas stört muss das auf den Tisch und ausdebattiert werden.

Letztendlich bilden sich aber bei diesem Aussprechen immer irgendwelche Strukturen oder Regeln an die man sich hält. Bei uns waren das eben die oben beschriebenen. Es ist nicht so schwer wie es vielleicht erscheint beim Lesen meines Beitrages - es ist eben nur anders als zu Hause, Flüchten in den Freundeskreis funktioniert auf einer Weltreise genauso wenig wie das Nebeneinanderherleben bzw. Ignorieren von Verletzungen des Einzelnen. Das haut durch die permanente Nähe wesentlich heftiger rein als zu Hause.
5

Wolke

« Antwort #10 am: 17. Dezember 2011, 22:55 »
Guten Abend,

Mein Partner und ich waren knapp 3 Monate auf Europa-Reise. Reiseroute ungefähr festgelegt, Zeitraum waren maximal 3 Monate, was wir von unserer Route "schaffen" war uns fast egal, wollten uns nicht unter Druck setzen. Gereist sind wir in einem "alten" Auto, sitze hinten ausgebaut, überall platz geschafft um Sachen zu verstauen und hinten eine "normale" Matratze reingelegt. Haben also meist Wildgecampt, sprich im Auto geschlafen oder unter freiem Himmel. Und Tagsüber (oder auch Nachts, wegen der Hitze und/oder Atmosphäre) haben wir Städte besichtigt. Haben sehr viel gesehen, aber waren in den 3 Monaten aber eben auch Tag und Nacht zusammen, immer unterwegs zu Fuß oder in unserem Auto. Haben dabei fast 20.000km zurückgelegt. Wir hatten vorher auch bedenken wie die Zeit werden mag, aber uns hat es überhaupt nicht gestört. Anfangs hatte man noch eher mal das Bedürfnis alleine zu sein, nach etwa 2 Wochen aber gar nicht mehr. Es war einfach ziemlich perfekt. Auf der Reise haben wir uns 2 mal richtig in die Haare bekommen, einmal wegen der Reiseroute und einmal weiß ich nicht mal mehr warum, aber da waren wir für ca 1 Std. der Meinung wir brechen ab, nach einer weiteren Stunde haben wir dann aber drüber gelacht und gesagt "wir brechen doch nicht ab, warum wollten wir  das überhaupt!?".  Also für Drei Monate finde ich das ein super Resume und dazu muss ich sagen, dass wir eigentlich ein Paar sind das nicht wenig streitet, aber eben nur wegen Kleinkram und wenn es wirklich drauf ankommt bring uns nichts auseinander. Fand es eine schöne Erfahrung solange unterwegs und sich nur gegenseitig zu haben. Wir waren zum Zeitpunkt der Reise erst 20 und 21 Jahre alt und "solange" im Ausland, dann sich nur mit dieser einen Personen "unterhalten" zu können und doch auch ein Stückweit auf den anderen angewiesen zu sein. (Sprich wenn man mit dem Auto zu zweit unterwegs ist, da sollte man schon zusammenhalten). Ich fand es eine hilfreiche und wunderschöne Erfahrung. (Wir waren beim start der Reise übrigens 4 1/2 Jahre zusammen)

Ich kenne Euch nicht und kann wenig dazu sagen wie es bei euch seinen wird und ob man von 2 Wochen so viel schließen kann mag ich auch nicht vorauszusagen. Man geht an eine zwei wöchige Reise ganz anders als an eine Monatelange Reise. Ich denke es ist wichtig das ihr beide wollt, beide am gleichen Strick zieht und Ihr euch sicher seit der andere würde einen NIEMALS hängen lassen.

Ich wünsche euch das es klappt, dass dies so ist und das es klappt  ;)

Liebe Grüße
Jessica
1

Tags: partner