Thema: Leishmaniose - nicht zu unterschätzen  (Gelesen 863 mal)

Angel

« am: 04. März 2011, 12:37 »
Hallo miteinander!

Da es mich aktuell selber betrifft schreib ich mal was zu oben genannter Tropenkrankheit.(wer sich leicht ekelt soll einfach nicht weiter lesen)

Ich wurde in Israel von einer Sandmücke oder ähnlichem gestochen. Eh ganz normal, es juckte ein bisschen und ich kratzte halt auch ein bisschen. Ein paar Wochen später war ich dann wieder in Österreich zuhause und dachte mir noch nichts dabei, dass es nicht verheilte. War auch etwas abgelenkt von dem ganzen Heimkehren usw. und da ich generell eine eher schlechte Wundverheilung habe fiels mir auch nicht weiter auf.

Im Laufe der Zeit wurden die Stiche (insgesamt 4 am Ellenbogen und Fuß) immer größer. Es bildete sich nie ein richtiger Schorf und bei leichtester Berührung war der auch wieder weg.
Ich bin jetzt echt nicht zimperlich was sowas betrifft, aber irgendwann hats mir schon selber geekelt bei dem Anblick. bin dann doch mal zum Hausarzt der gemeint hat sowas das letzte Mal vor 30 Jahren in Afghanistan gesehen zu haben. Also ab zum Tropenarzt. Der hat eben diagnostiziert dass es Leishmaniose ist. Ein Einzeller denn das stechende Tier überträgt. Dieser Einzeller verhindert den Heilungsprozess.
Bei mir wars im Vergleich zu den Bildern die ich im Internet gefunden habe eh noch harmlos. Auch an Stellen wo es nicht so auffällt oder kosmetisch ein Problem ist. Es kann sich allerdings auch auf Organe übertragen (bei mir zum Glück nicht der Fall).

Bei mir geht das einfach weg indem mir der Hautarzt die Wunden vereist und tot sind die Dinger. Bei innerem Befall muss man eben Medikamente nehmen die nicht so harmlos ist. Angeblich würde es auch so irgendwann verheilen (aber ich bin auch schon seit November wieder zuhause, da war nichts von verheilen zu sehen bis jetzt)

Also falls euch mal was sticht und es verheilt nicht normal, nicht warten oder aufs Klima schieben. Lieber gleich zum Arzt, bevors auf die Organe geht oder große Vernarbungen entstehen (gerade im Gesicht nicht wünschenswert).

Vorkommen tut das Viech im Mittelmeerraum, aber auch in Afrika, Zentral und Südamerika.

Liebe Grüße
angel
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