Thema: Buenos Aires - seeeehr heisses Pflaster!  (Gelesen 3471 mal)

tanileha

« am: 28. November 2010, 22:30 »
Ich motze jetzt hier nicht über Buenos Aires und will euch auch nicht unnötig verunsichern, aber seit wirklich, wirklich gewarnt. Folgendes ist in den letzten drei Tagen passiert:

1. Am Freitag wurde einer aus dem Hostel (ist von Pakistan, lebt aber seit Jahren in Dallas) mit dem Messer bedroht, er solle die Kamera rausrücken. Dies passierte am hellichten Tag in La Recoleta.

2. Gestern Abend wurde eine aus dem Hostel in Palermo mit der Schusswaffe bedroht, sie solle ihren gesamten Schmuck hergeben sowie die Tasche.

3. Heute wurde ich "fast" beklaut. Gesamter Bericht auf www.tanileha.com

Wie gesagt, ich will euch nicht unnötig verunsichern aber seit einfach gewarnt, und diese drei Sachen sind nicht die einzigen, die mir zu Ohren gekommen sind, was Buenos Aires angeht! :-( Leider...:-(
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santiago

« Antwort #1 am: 29. November 2010, 11:02 »
Was genau möchtest du uns mit dieser Erzählung jetzt sagen?

Dass man in südamerikanischen Großstädten aufpassen muss, ist wohl jedem klar.

Dass dir wohl viele Leute ähnliche Geschichten aus europäischen Großstädten erzählen können, hoffentlich auch. Sei es jetzt Berlin, Wien, London oder Barcelona....

Ich möchte dadurch nur anmerken, dass solche Geschichten leider überall passieren können und es natürlich bitter ist, solche Geschichten zu hören wenn man gerade in dieser Stadt ist.

Wünsche dir noch eine schöne Zeit in Buenos Aires, hoffentlich lernst du diese schöne Stadt noch von ihrer Sonnenseite kennen :) !!
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After Backpacking

« Antwort #2 am: 29. November 2010, 11:34 »
Hallo Tanileha,

Es ist natürlich nicht schön, das Du an deinem letzten Tag nochmals solche Erfahrungen machen musstest. Allerdings kann ich mich santiago nur anschließen, es kann Dir überall passieren. Irgendwie schade, das du die schöne Seite von Buenos Aires nicht für dich entdecken konntest, für mich persönlich allerdings noch immer eine der interessantesten und schönsten Städte weltweit, die ich bisher kennenlernen durfte. Ich hatte jedenfalls in Buenos Aires ganz wunderbare und einzigartige Tage. Man sollte jetzt jedenfalls nicht dazu übergehen, das Buenos Aires als mega gefährlich hingestellt wird. Klar gibt es Kriminelle, allerdings gibt es diese auch in Berlin oder Zürich. Und wenn ich mir derzeit die Nachrichten in Deutschland ansehe, sind wir davon nicht mehr soweit davon entfernt.

Jetzt wünsche ich Dir erst mal einen tollen Flug nach Indien, mit der Hoffnung das Du Südamerika dennoch in guter Erinnerung behalten wirst. Viel Spass schon jetzt in Indien.

Tobi
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santiago

« Antwort #3 am: 29. November 2010, 11:37 »
Beifügen möcht ich auch noch dieses Zitat vom Karoshi

Aha, der Horrorgeschichten-Thread! ;) Das wurde ja auch Zeit, dass der mal kommt.

Ich möchte mit dem Thema weder Angst und Unsicherheit schüren...
Genau das wirst Du aber damit erreichen. Ich weiß von Leuten, die vor ihrer ersten großen Reise alle diese Geschichten gelesen haben und sich dann über Monate hinweg nicht mehr entspannen konnten, obwohl ihnen nichts passiert ist und sie nicht mal in kritische Situationen geraten sind. Das war dann wirklich schade. Der Lonely Planet sagt nicht umsonst: "Be careful but not paranoid."
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Nausikaa

« Antwort #4 am: 30. November 2010, 00:07 »
Naja, soo alltäglich finde ich Schmierölattacken und bewaffnete Raubüberfälle in dieser Häufung jetzt auch wieder nicht, ich kann Tanilehas Schock echt gut verstehen. Und den verlinkten Bericht finde ich auch eher lehrreich als panikschürend.

Übrigens: In südamerikanischen Städten kenne ich mich nicht aus, vielleicht ist es da an der Tagesordnung, aber nein, in Berlin fände ich das Ganze nicht total normal und keiner weiteren Erwähnung wert. Aber egal. Natürlich kann uns allen überall ständig was passieren oder eben auch nicht. Das ist in der Tat kein Grund für Paranoia, aber eben durchaus für ein gerüttelt Maß an Wachsamkeit. Und meine eigenen Erfahrungen gebe ich auch immer an meine Freundinnen weiter, damit die beim nächsten Mal ein bisschen wachsamer und klüger sind als ich es war. Ohne Panikmache. :)

Tani, ich wünsch Dir einen entspannten Flug und eine erholsame Zeit im Ashram!
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tanileha

« Antwort #5 am: 30. November 2010, 02:21 »
Genau das wollte ich ja damit auch sagen, ich weiss selber ganz gut dass überall etwas passieren kann (habe ich auch schon mehrmals in anderen Threads geschrieben). Ich finde es nur dann einfach NICHT MEHR NORMAL, wenn's an einem Weekend gleich an drei Personen im GLEICHEN HOSTEL passiert. Und sowas passiert definitiv NICHT ÜBERALL, kann ich glaub schon so sagen und da werden mir wohl auch sehr viele andere Leute zustimmen. Es gibt gefährlichere und weniger gefährlichere Ortschaften auf der Welt, und Buenos Aires gehört nun mal zu den gefährlichsten, da muss man gar nichts verschleiern oder besser darstellen als es ist, das ist Tatsache (genauso wie es Tatsache ist dass z.B. Johannesburg AUCH zu den gefährlichsten Städten der Welt gehört).

Ich habe dies hier auch nur reingetan damit sich die Leute wieder einmal im Klaren werden, dass es halt schon extrem gefährlich ist in B.A., ganz sicherlich gefährlicher als in Zürich (sorry Tobi aber das kannst du nun wirklich nicht vergleichen). Ich weiss wie ich es hatte in den letzten Monaten, wo MIR nie etwas passiert ist: mit der Zeit lässt das "ach ich muss immer auf alles so gut aufpassen und anschnüren und zuschliessen etc." Gefühl etwas nach und ich glaube das hat in etwa jeder. Logisch wenn nie etwas passiert, dann läuft man ja mit einem guten Gefühl rum. Was soll ich denn auch? Wenn ich Fotos schiessen will muss ich halt die Kamera rausnehmen und mit der rumlaufen, anders gehts nicht. Stecke ich sie nach jedem Foto wieder weg? Ehm, nicht wirklich. Und wenn ich bedenke wie ich wirklich überall immer so rumgelaufen bin und nichts passiert ist und dann, wenn niemand eine Kamera oder ein Laptop sieht passierts. Die Unaufmerksamkeit kann in 5 Sekunden alles ändern, das will ich eigentlich damit sagen. Dass die Leute wirklich besser auf ihr Hab und Gut aufpassen als normalerweise...

Anyway, es ist jetzt passiert und ich hab ja noch alles und das ist die Hauptsache...
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tinibini

« Antwort #6 am: 30. November 2010, 04:11 »
Ich muss auch sagen dass ich den verlinkten Bericht echt lehrreich finde. Tolle Reaktion Tanileha, die Typen anzuschreien. Und das mit den "Dressing-Bomben" hab´ ich vorher auch noch nie gehört, gut zu wissen! Danke!
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tanileha

« Antwort #7 am: 30. November 2010, 04:46 »
Ich hab eben leider schon von anderen Reisenden davon gehört, erst vor 2 Wochen in Santiago de Chile hat mir ein deutsches Mädel die gleiche Story erzählt, ihr ist's 2x passiert am gleichen Tag!!!! (ist mir gerade wieder in den Sinn gekommen).

Und zusätzlich hab ich's auch einmal in einem Reiseführer gelesen, nur weiss ich gerade nicht mehr in welchem. Aber ich war da schon ein wenig vorgewarnt dass das eben die Masche ist (nebst dem Anspucken), obwohl das ja fast dasselbe ist wie das Anspucken...
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karoshi

« Antwort #8 am: 30. November 2010, 07:29 »
Gibts in Abwandlungen auch mit Senf, Ketchup oder Vogelscheiße aus der Tube. Und immer sind hilfsbereite Menschen in der Nähe, die es auf ein Gepäckstück abgesehen haben.

Tanileha, ich denke, aus Deinem Bericht wird deutlich, dass Du elementare Vorsichtsmaßnahmen außer Acht gelassen hattest, weil lange nichts passiert war. Insofern lehrreich, und dann in der Situation auch gut reagiert. An den Beispielen Deiner Hostel-Mitbewohner sieht man, dass man aber auch einfach Pech haben kann.

LG, Karoshi
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Eidechsenkönigin

« Antwort #9 am: 30. November 2010, 10:58 »
mal abgesehen davon, dass überall etwas passieren kann, sind gewisse - vorsichtig ausgedrückt - ratschläge oder warnungen eher von vorteil, denke ich. und auch ich glaube nicht, dass es hier um panikmache geht. ich finde es wichtig, auch solche situationen zu kommunizieren. und es liest sich eben nicht wie die allseits bekannten horrorgeschichten, mit denen man eher aufmerksamkeit erregt, als zur vorsicht zu bewegen.
tanileha: ich finde es wichtig, einigen auch wieder ins gedächtnis zu rufen, dass man eben vorsichtig sein muss...denn nicht jedem ist das wirklich klar, wenn er sich auf eine so lange, umfangreiche reise begibt. oder reagiert nach langer zeit des sicheren reisens nicht mehr ganz so schnell auf sein bauchgefühl. er fällt dann nur aus allen (schön-wetter-reise-)wolken, wenn sich doch etwas ereignet. auch über gewisse methoden zu informieren ist eher hilfreich als erschreckend.
ich wünsche dir eine nunmehr sichere reise und v.a. erholung im ashram in indien. lass es dir gut gehen!  :)
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