Thema: Sprachen spanisch und portugiesisch lernen/Guter Übersetzer  (Gelesen 1632 mal)

stiefel

Hallo,

ich bin neu hier im Forum, und finde es echt interessant!!!!
Ich weiss jetzt nicht, ob ich hier mit meiner frage richtig bin, aber vielleicht kann mir ja jemand helfen!

Also, ich bin letztes Jahr 2 mal beruflich in Brasilien gewesen, und dieses Jahr habe ich dort einen 2 wöchigen Urlaub verbracht!!!
Ich bin begeistert von diesem Land, und ich möchte in Zukunft einmal für ca. 3 Monate nach Südamerika, in verschiedene Länder, ich war schon in venezuela, Südamerika fastziniert mich einfach!!!

Jetzt würde ich gerne die Sprachen (portugiesisch und spanisch) lernen.
Klar, am einfachsten ist das natürlich, wenn man sich in solch einem Land für ca. ein Jahr aufhält, dann lernt man relativ schnell!
Aber ist es auch irgendwie möglich, einen, sagen wir mal "Grundwortschatz" aufzubauen, indem man das Zu Hause in seiner Freizeit lernt??? (mit welchen Methoden auch immer, Programme, Bücher, Musik...)

Desweiteren suche ich ein gutes Übersetzungsprogramm (spanisch, portugiesisch), welches auch ganze Texte grammatisch richtig übersetzt!! Gibt es so etwas? Mit dem Translator von Google, ist das nicht so einfach, weil man oft bei Texten den Zusammenhang nicht versteht!

Was für Erfahrungen habt Ihr zu meinen Themen (Fragen)?

Ich freue mich über jede Antwort!!!

Danke

Gruss
Stiefel
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Jens

« Antwort #1 am: 06. Juli 2010, 12:39 »
Hallo Stiefel,

ich lerne Spanisch mit dem Programm von Rosetta Stone. Bis jetzt kann ich es sehr empfehlen, so eine gute Software habe ich bis jetzt noch nicht gehabt zum Sprachen lernen. Allerdings kostet die auch recht viel Geld! Habe noch eine Freundin, die aus Spanien hier her gezogen ist und sie mir jetzt noch etwas nachhilfe geben will.
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Skraal

« Antwort #2 am: 06. Juli 2010, 13:49 »
Ich hatte letztes Jahr drei aufeinander aufbauende Intenſivkurſe Spaniſch an der Volkshochſchule gemacht. Das war ſehr produktiv.
Im Anſchluß daran, habe ich dann noch einen Tandempartner gehabt, der mit mir ſpaniſch übte, während ich ihm deutſch beigebracht habe (er war Mexikaner). Das kann ich auch ſehr empfehlen.
Wenn Du ſchon einen Grundwortſchatz haſt und Detektivgeſchichten magſt, kann ich Dir die Reihe Lola Lago, detective von Klett empfehlen. Die Geſchichten fangen im Anfängerniveau an und arbeiten ſich hoch. Neben dem Buch iſt auch noch eine Hörbuch-CD enthalten, wo Du die Ausſprache verbeſſern bzw. anhören kannſt.

Für blutige Anfänger kann ich auch Pimsleur empfehlen, wenn am garnichts von der Sprache kennt. Der Wortſchatz der vermittelt wird iſt zwar recht klein, aber die Methode iſt ziemlich einfach und durchaus mit Erfolgserlebniſſen verbunden. Ich lerne ſo gerade Farſi (Perſiſch) und bin ſehr begeiſtert.
Und da es ein reiner Audiokurs iſt, kriegt man die auch recht einfach in diverſen Piratenbuchten …
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farmerjohn1

« Antwort #3 am: 06. Juli 2010, 14:10 »
Hallo Stiefel,

welche Sprachen hast Du denn vor Spanisch/Portugiesich gelernt?
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stiefel

« Antwort #4 am: 06. Juli 2010, 20:44 »
Hallo,

schonmal danke für die bisherigen Antworten!!
Bisher spreche ich neben deutsch nur english, das habe ich in der Schule gelernt, und da ich beruflich viel im Ausland unterwegs bin, nutze ich die Sprache auch häufig!

Gruss
Stiefel
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cielo

« Antwort #5 am: 07. Juli 2010, 14:50 »
es kommt natürlich auch immer darauf an, wie diszipliniert man sein kann. ich kann mich leider zu hause nicht regelmäßig hinsetzen um eine sprache zu lernen. da sind andere sachen immer irgendwie wichtiger. bei einem kurs geh ich aber trotz zeitmangel regelmäßig hin. einfach weil ich geld bezahlt habe und es blöd ist, wenn man eine stunde ausfallen lassen muss (man verpasst was usw.).

dann kommt es darauf an, wieviel geld man bereit ist, dafür zu zahlen. man kann den günstigen weg über eine volkshochschule gehen oder sich einen privatlehrer (inserieren auch gern in wochenzeitungen) oder eine privatschule nehmen. die sind sicher effektiver. bei einem privatlehrer besteht aber auch immer die gefahr, dass man termine leicht verschiebt ;).

ich war 5 semester an einer volkshochschule und es hat mir mehr gebracht als ein eigenstudium es je gebracht haben könnte. aber auch nicht so viel wie ein privatlehrer oder das lernen vor ort. ich freu mich deshalb auf meine zeit in südamerika um es zu vertiefen und hoffentlich auch mal flüssig sprechen zu können :).
1 semster in meiner heimat hatte 45 euro gekostet, in hamburg dagegen schon 90 euro. trotzdem auf ein halbes jahr gerechnet ein schnäppchen. allerdings sind auch keine kurse wenn schulferien sind.
und selbst dann: ich hab mich selten hingesetzt und selbst was gelernt. nur bevor ich wieder in einen hier in hamburg eingestiegen bin, weil ich 1 semester übersprungen habe und quasi dazu gezwungen war.

ich hab auch lern-cd-roms, bücher, karteikarten usw. aber irgendwie pack ichs doch nie, da reinzuschauen. der schweinehund ... zuviele andere hobbies, die reisevorbereitung, ...
gut find ich aber diese krimis, die auf einen gewissen wortschatz aufgebaut sind. d.h. ein richtiges buch könnte man mit grundkenntnissen noch nicht lesen, aber diese kleine bücher schon. das hat mich auch motoviert und hat spaß gemacht zu lesen. gibt so einen "hey, du kannst ja doch was"-effekt, den man sonst zu selten hat wenn man mal echte spanier oder südamerikaner reden hört ;).
hilfreich ist auch, filme mal mit spanischem untertitel zu schauen oder sonst irgendwelche filme/reportagen/sendungen auf spanisch zu sehen und spanische musik zu hören um ein besseres gefühl für die sprache zu bekommen. aber verstehen tu ich da trotzdem nicht so viel ;). aber es wird mit der zeit natürlich besser.

viel spaß jedenfalls beim lernen!

ach ja: nochmal zum selbststudium: ich find es bei spanisch gerade wegen der grammatik und aussprache sehr schwierig, sich das selbst beizubringen. ohne lehrer hätte ich mir wohl zu viele fehler antrainiert. denn die vokabeln sind eigentlich so das geringste ... wörter pauken kann man zuhause natürlich schon, aber das reicht ja nicht. auch lernt man im unterricht nopch viele zusätzliche dinge, die man so einzeln gar nicht beschreiben kann. besonderheiten bei der sprache, umgangssprache, unterschiede lat.am. spanisch und normales spanisch usw.   ein kurs lohnt also in jeder hinsicht. darauf aufbauend kannst du ja einen sprachurlaub machen, wo du viel schneller fortschritte machst. aber ganz ohne lehrer halte ich für zu schwierig.
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farmerjohn1

« Antwort #6 am: 07. Juli 2010, 18:00 »
Wenn Du vorher noch keine andere romanische Sprache gelernt hast, wird's einige Umstellungen zu ueberwinden gelten.
In welcher Gegend von Brasilien warst du denn?
Ich frage das wegen der Aussprache des Portugiseischen, denn am Amazonas spricht man ganz anders als in Rio oder Salvador oder ganz im Sueden, geschweige denn in Portugal...
Allgemein ist es nuetzlicher, mit Spanisch anzufangen, da das Portugiesische sich regional weit mehr verselbstaendigt hat  v.a. was die Aussprache und Formulierungsgepflogenheiten betrifft. Von Spanisch auf Portugieisch umzulernen ist dann nicht mehr so sehr schwer, allerdings ist bei diesem Weg ein kleiner Sprachmix manchmal schwer zu vermeiden.
Wenn du allerdings von vorne herein v.a. ein  Brasilien-Fan bist, konzentriere dich auf Portugiesisch.
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stiefel

« Antwort #7 am: 09. Juli 2010, 12:26 »
hallo,

danke für die Antworten!
Ich spreche nur english, und war im Süden und Südwesten Brasiliens!
Ich finde beide Sprachen (spanisch und portugiesisch) interessant, und würde wohl mit der vermeintlich "leichteren" Sprache anfangen zu lernen.

Über weitere Informationen oder Tips würde ich mich freuen!!!

Gruss
Stiefel
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karoshi

« Antwort #8 am: 09. Juli 2010, 13:03 »
Hallo stiefel,

ich denke, dass es für Dich sinnvoller sein wird, Dich auf eine Sprache zu konzentrieren, und die dafür flüssiger zu sprechen. Zwei Sprachen gleichzeitig zu erlernen ist im Alltagsleben neben Job, Familie, Hobbies etc. fast unmöglich. (Was nicht heißt, dass es keine Genies gibt, die das hinkriegen.)

Zwischen diesen beiden Sprachen würde meine Wahl auf Spanisch fallen, und zwar aus folgendem Grund: Viele Brasilianer sprechen selbst Spanisch (oder Englisch) als Fremdsprache, weil das die Sprache praktisch aller ihrer Nachbarländer ist. Du wirst also mit Spanisch- und Englischkenntnissen in Brasilien gut durchkommen. Umgekehrt ist das leider nicht der Fall, d.h. Portugiesisch (egal mit welchem Dialekt) wird in den Nachbarländeren eher gar nicht verstanden.

LG, Karoshi
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stiefel

« Antwort #9 am: 13. Juli 2010, 09:47 »
Hallo,

hat vielleicht noch jemand einen tip für ein gutes Übersetzungsprogramm, womit sich auch ganze Sätze verständlich übersetzen lassen???

Gruss
Stiefel
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th23

« Antwort #10 am: 13. Juli 2010, 14:24 »
hat vielleicht noch jemand einen tip für ein gutes Übersetzungsprogramm, womit sich auch ganze Sätze verständlich übersetzen lassen???

Also ich bin aktuell von Google Translate relativ angetan...habs bisher nur mit einfachen Phrasen/ Sätzen getestet, sieht aber gut aus :)
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Eidechsenkönigin

« Antwort #11 am: 13. Juli 2010, 14:40 »
hallo,
ich würde dir auch eher dazu raten, dich auf spanisch zu konzentrieren und bzgl. portugiesisch dir einen kleinen grundwortschatz mit hilfe eines Wörterbuches anzueignen. hierfür reicht ein kleiner sprachführer völlig aus, in dem nützliche sätze und redewendungen aufgeführt sind, an spezielle situationen auf reisen angepasst. ich persönlich finde pons und lonely planet ganz gut. da ich spanisch an der uni gelernt habe, kann ich dir auch wiederrum nur persönlich und für den anfang die kostenlose inet-seite babbel.com empfehlen. (ich hoffe, in diesem speziellen fall dafür zu "werben", ist ok?! ) hier kannst du dir ganz einfach und spielerisch einen grundwortschatz anlegen und zusätzlich gleich die aussprache erlernen.... der mist ist aber, wie ich gerade gesehen habe, ist es mittlerweile nicht mehr kostenlos, du kannst aber kurse wohl einige zeit kostenlos ausprobieren. vielleicht klickst du dich einfach mal durch und schaust, wie es funktioniert. ich war selbst lange nicht mehr auf der seite und war gerade sehr überrascht, dass es nun nicht mehr kostenfrei ist.  :(
viel spass beim erlernen einer neuen sprache!
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Eidechsenkönigin

« Antwort #12 am: 13. Juli 2010, 14:43 »
ach ja und wie skraal schon schreib: ich kann ebenfalls bestätigen, dass ein tandempartner äußerst hilfreich ist! dazu kommt der tolle nebeneffekt, dass du gleich noch jemanden kennenlernst, der vielleicht sogar aus südamerika stammt und dir über den spracherwerb hinaus tolle tipps über länder u. leute geben kann.  :)
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cielo

« Antwort #13 am: 13. Juli 2010, 15:30 »
naja ganze sätze automatisch übersetzen lassen ist immer schwierig und selten ganz korrekt (außer bei sehr einfachen sätzen ohne doppelbedeutung ;)).

meine google-suche spuckte diese seiten aus:
http://www.5goldig.de/translate.html
http://www1.worldlingo.com/en/products_services/worldlingo_translator.html
http://www.abacho.de/uebersetzer/

bei stichproben hatte ich mit dem ersten die besten ergebnisse. aber ist trotzdem mit vorsicht zu genießen. damit lernen würde ich nicht.
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farmerjohn1

« Antwort #14 am: 14. Juli 2010, 03:00 »
 Zum Beispiel habe ich gerade mal probehalber bei www.abacho.de  den (verkuerzten) ersten Satz des Don Quijote eingegeben:
''En un lugar de la mancha de cuyo nombre no quiero acordarme vivio una vez un hidalgo.''
Die richtige Uebersetzungmuesste ungefaehr heissen: ''An einem Ort im (kastilischen) Gebiet von La Mancha, an dessen Namen ich mich nicht erinnern moechte, lebte einst ein Ritter.'' Die Maschine liefert folgendes Ergebnis: ''In einem Ort des Flecks hat ein Adliger von, deren Name ich mich nicht erinnern will, einmal erlebt.''
Das ist das Paradebeispiel von dem, was mit Computerprogrammen beim Uebersetzen passiert. Zwar heisst 'la mancha' tatsaechlich der Fleck, und 'vivio' kann auch in bestimmten zusammenhaengen heissen 'er hat erlebt', aber genau das erforderlche Wissen, das in diesem Fall zu dem Schluss fuehrt, dass hier von einem Landstrich die Rede ist, der 'La Mancha' heisst, dass 'vivio' mit 'das Subjekt, naemlich der Ritter, hat gelebt' uebersetzt werden muss, dass hier ausgedrueckt wird, dass es der genaue Ortsname ist, dessen sich der Autor nicht erinnert, dass es stilistisch angemessener ist, 'quiero' nicht mit 'ich will/ich verlange', sondern 'ich moechte' zu uebersetzen, und dass ein 'Hidalgo' zwar dem Adel des  span. Mittelalters angehoerte, aber dass es beim Don Quijote v.a. darauf ankommt, dass es sich um einen auf seinem Pferd mit Waffen zu Land-Eroberungszwecken umherziehenden Ritter handelt  - dieses Wissen kann man einem Computer nur fuer ein sehr eng begrenztes Gebiet eingeben, und ein Computer kann ueberhaupt nicht lernen, mit Ironie umzugehen.
Vielleicht sind Sprachcomputer nuetzlich mit spezifischen Uebersetzungsprogrammen fuer die Bedienugsanleitung einer spezifischen Maschine, oder fuer bestimmte festgelegte Phrasen, Saetze und  Ausdruecke etwa aus Vertragsrecht, bei Buchhaltung oder im Supermarkt/Hotel/Tauchkurs. Mehr gibt solch ein Geraet aber nicht her, denn ihm fehlt jene individuelle Vorstellungskraft, die nur Menschen haben koennen.
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