Thema: Reiseblog vs. Anonymität  (Gelesen 1044 mal)

Dee

« am: 03. April 2010, 23:11 »
Ein Reiseblog gehört ja spätestens seit dem Web 2.0 zu einem anständigen (Welt)-Reisenden dazu :) Ich starte zwar erst in ca. 1.5 Jahren eine längere Weltreise, bin aber ab und zu auf (Kurz)Reisen oder im Urlaub, und das Fotografieren ist eines meines Hobbys. Natürlich plane auch ich auch einen Reiseblog, um Freunde + Verwandte sowie Interessenten auf dem Laufenden zu halten.

Darum frage ich mich in letzter Zeit immer mehr:
Wie haltet ihr es mit der Anonymität?

Mir ist aufgefallen, dass doch einige (Welt-)Reisende in diesem Forum selbständige Unternehmer oder studierte Persönlichkeiten sind, die eine nicht allzu unwichtige Position in einem Unternehmen einnehmen.

Auf den jeweiligen Reiseblogs findet man viele – persönliche und private – Fotos, viele geben ihren Namen preis und – wenn es einen interessiert – findet man durch eine .de-Domain mittels whois-Eintrag sogar den vollständigen Namen mit Adresse heraus.

Ich frage mich deshalb, wie ihr es – als erfahrene oder künftige (Welt-)Reisende und fleissige Blogger mit eurer Anonymität haltet! Ist es euch „egal“, wenn man euch im Netz findet? Publiziert ihr zwar hier euren Link, lässt ihr ihn bei Google aber „sperren“? Ist es euch egal, wenn wildfremde Personen euch auf Fotos sehen? Schützt ihr bestimmte Einträge in euren Blogs mit einem Passwort, sodass nur Freunde & Familie diese lesen/sehen können? Ode wie handhabt ihr das?

Danke & Gruss


DH
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dirtsA

« Antwort #1 am: 05. April 2010, 12:19 »
Hey, also für mich ist das kein Problem! Ich überlege mir halt, was ich von mir preisgeben will und was nicht und würde dann halt z.b. nicht so ausführlich von den partys schreiben oder halt keine Bikini-Fotos posten... ;-) sonst gebe ich eben immer so viel preis, wie ich will! Ist glaub ich immer so eine entscheidung von jedem selbst... Dass man sich mit Äußerungen über seine Arbeit zurückhalten sollte, versteht sich meiner meinung nach von selbst! LG
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Braunis

« Antwort #2 am: 05. April 2010, 14:21 »
Hey.

Du kannst anstelle eines Reiseblog´s E-Mails an die Freunde und Familie versenden. Es gibt Anbieter (z.B Google Groups) bei denen man eine Datenbank mit E-Mail Adressen hinterlegen kann, was den Vorteil bringt, die E-Mail an nur eine E-Mail Adresse zu senden. Diese E-Mail wird dann automatisch an alle hinterlegten Adressen weiter geleitet.

Gruß Braunis
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der_dicke82

« Antwort #3 am: 15. April 2010, 17:52 »
Ist ein schwieriges Thema wie ich finde, einerseits möchte man ja gerne von seiner Reise erzählen (auch nicht nur Familie etc.) andererseits macht man sich Sorgen um die Daten, die man über sich preis gibt.

Ich würde es auch so halten das du auf der Seite nur wirklich die Sachen schreibst / Bilder postest die auch wirklich jeder sehen darf, was adresse und so etwas angeht bin ich eigentlich weniger ängstlich. Kann man aber ja mit einer subdomain, wie sie von den meisten blogseiten angeboten wird, wunderbar umgehen.

Ein paar Tips:

Eigene Komunikationsmittel für den blog/die seite, Email, ICQ, Skype etc. (Kann man nachher einfach wieder kündigen und neuen Freunden werden die richtigen/neuen Kontaktmöglichkeiten mitgeteilt)
Fotos und Bilder mit copyright versehen (zwar nur geringer Schutz aber Laien hält es ab)
Nur Fotos und Bilder hochladen die jeder sehen darf (Alle anderen per Mail verschicken)
Die Bilder selber hosten oder einen Anbieter wählen, der sie vor der Googlebildersuche schützt und ggf. eine reine Betrachtung über einen Flashdiashow ermöglicht (erschwert das Abspeichern der Bilder)
Bei Fremdanbietern fürs Bilderhosting umbedingt die AGBs durchlesen, einige erwerben das Recht zur verwendung der Bilder zu Firmenzwecken durch hochladen. Gleiches gilt übrigens auch bei schicken über die bekannten Messanger wie ICQ oder MSN.
Kommentarfunktion im Blog und auch beim Bildhoster abstellen, oder nur anonym möglich machen (Wichtig zur Verschleierung von Beziehungen zu anderen Menschen, Senario: Dein Freund kommentiert bei dir im blog und hinterlässt sein Facebookprofil als link, darüber bist du dann evtl. auch als Freund zu indetifizieren und das war es mit der Anonymität)

Die große Frage ist aber eigentlich ob man Anonym bleiben möchte, dann würde ich davon gänzlich abraten, oder ob man einfach nur etwas Vorsichtiger sein möchte. Informieren und zwar Rechtzeitig ist auch hier wieder der Schlüssel zum Glück.

So ich glaube das war es erstmal von mir :-)

Gruß, Stefan

PS: Wollte hier nun nicht Angst und schrecken verbreiten, aber wenn man es halbswegs "anonym" bzw. sicher gestalten will hat man ordentlich was zu bedenken :-)
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