Thema: Schlafsack für die Weltreise  (Gelesen 12127 mal)

Einmalrundum

« am: 14. März 2010, 09:19 »
Im August gehts für ein Jahr um die Welt. Die ersten 2 Monate sind wir n den Anden unter anderem besuchen wir das Salar de Uyuni. Im salar soll es Temperaturen bis zu -10°C geben. Ich denke kaum dass wir da draussen übernachten werden. Was für ein Schlafsack kaufe ich da?? Ich hab eigentlich immer kalt, das spricht für einen dicken und warmen bis -5 Komfort. Allerdings ist dieser für den Rest der Reise zu warm, zu gross und zu schwer. Habt Ihr Erfahrungen? War jemand schon im Salar und wie war’s mit dem Frieren in der Nacht??

LG
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Wandelstern

« Antwort #1 am: 14. März 2010, 12:37 »
Bei den Touranbietern lässt sich meist ein Schlafsack ausleihen für die 3 Tage, die eine solche Tour normalerweise dauert. Ich machte es seinerzeit (im Oktober) auch so. Das sind zwar nicht die besten Schlafsäcke, genügen aber für die (effektiv tiefen) Temperaturen. Ich hielt es damit aus. Bei Bedenken kannst Du immer noch zusätzlich eine Decke auf den Märkten kaufen (vor der Tour, denn unterwegs gibt es nichts zu kaufen).

Nur für den Salar de Uyuni würde ich auf jeden Fall keinen Schlafsack mitschleppen. Auf meiner Weltreise begnügte ich mich mit einem kaum ins Gewicht fallenden Seide-Schlafsack. Das funktionierte perfekt, da sich an den Orten, wo man dann doch etwas Besseres benötigte (Bergtouren, Ausflüge usw.) immer einen ausleihen konnte.
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Jens

« Antwort #2 am: 14. März 2010, 15:32 »
Ich habe mir ein Seideninlet gekauft, da ich keinen Platz habe für einen Schlafsack. Mein Rucksack hat nur 35 Liter. Ich werde mir einen ausleihen vor Ort und denke, dass die Touranbierter schon was haben werden.
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traumpatrouille

« Antwort #3 am: 10. April 2010, 09:38 »
ich habe immer ein Schlafsackseiden-inlett und ein Fleece-Inlett dabei und habe einen schweren Schlafsack nie benötigt. An sehr kalten Tagen habe ich mehr Kleidung getragen oder mir vor Ort eine Decke gekauft. Bei Temeraturen deutlich unter minus 15 Grad würde ich allerdings doch einen Expeditionsschlafsack erwägen.
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cielo

« Antwort #4 am: 26. August 2010, 12:39 »
ich war bisher auch der meinung, dass ich auf keinen fall einen mitschleppe, wo ich doch die meiste zeit in hostels übernachten werde und nur hin und wieder eine trekkingtour machen werde.

nun hab ich aber mit jemandem gesprochen, der schon mehrfach südamerika bereist hat und der mir dazu riet auf jeden fall einen mitzunehmen (und mich auch unverständnisvoll anschaute als ich meinte, dass ich keinen mitnehmen will ;)). erstens weil die leihdinger wirklich nicht toll sind und zum anderen auch die bettwäsche in den hostels oft nicht ausreichend in kalten gegenden und auch ungemütlich.

auch von anderen südamerika-reisenden hab ich oft gehört, dass sie einen dabei hatten. jetzt bin ich verunsichert. eigentlich wollt ich mir das geld (ich hab nur einen sehr voluminösen, bräuchte also einen neuen), den platz und das gewicht sparen.

deshalb die frage: kann man wirklich getrost auf einen schlafsack in südamerika verzichten? hier waren doch schon einige dort unterwegs ...
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Jens

« Antwort #5 am: 26. August 2010, 13:41 »
nun hab ich aber mit jemandem gesprochen, der schon mehrfach südamerika bereist hat und der mir dazu riet auf jeden fall einen mitzunehmen (und mich auch unverständnisvoll anschaute als ich meinte, dass ich keinen mitnehmen will ;)).
So ist das mit den Meinugen, ein Freund von mir ist 8 Monate durch SA und meinte zu mir, einen Schlafsack brauchst du nicht, in den Hostel reicht das Inlet, da dort Bettwäsche/Decken sei!
So ist das........
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tanileha

« Antwort #6 am: 26. August 2010, 14:45 »
Also Leute, ich bin im Moment in Südamerika und ich habe keinen Schlafsack. Hab ihn wegen meines gebrochenen Fusses vor fünf Wochen in Kanada gelassen. Ein Jahr nie gebraucht und da dachte ich, brauche ich ihn auch hier nicht. Denkste. Schon nur für meine erste Tour, den Misti, müsste ich einen haben. Kann ich aber mieten. Man kann für jede Tour einen Mieten.

Ich habe jetzt auch nur ein Seiden-Inlet und werde dementsprechend in den nächsten Monaten halt einen mieten, ist ja kein Problem. Kommt mich im endeffekt eventuell sogar noch günstiger als wenn ich einen neuen kaufen würde (der andere war sowieso nicht für Minus-Grade und 15 Jahre alt).

Also mach dir nicht einen zu grossen Kopf, lass es sein, schlepp keinen mit, du kannst schlimmstenfalls auch hier noch kaufen, gleich teuer wie in der SChweiz oder in Kanada...also alles kein Problem...aber Platzproblem;-)
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After Backpacking

« Antwort #7 am: 26. August 2010, 14:54 »
Halölle!

Folgendes, während meiner 8 Monate in Südamerika war ich dann doch des Öfteren glücklich einen recht warmen Schlafsack dabei gehabt zu haben. Ich hatte jetzt nicht eines der ganz dicken Daunen Teile dabei, eine Stufe kleiner war für mich gerade zu ideal, mit einer Nutzung bis zu -5 Grad, laut Hersteller.

Es kommt nun natürlich echt darauf an, was man in Südamerika vorhat. Falls aber doch die eine oder andere Wanderung oder sogar die Besteigung des einen oder anderen 5000ers (oder 6000er?) dann würde ich mir das schon nochmal überlegen. Und Ihr wollt ja auch in die Salzwüste Uyuni, wie du richtig erkannt hast, wird es da schon sehr, sehr kalt.

Und auch in dem einen oder anderen Hostel habe ich dann meinen Schlafsack den bereitgestellten Laken vorgezogen. Und sich immer einen zu mieten, wäre dann auch nicht die beste Wahl, denn es kommt dann schon mal vor, das dir den Anbieter zusichert, es seien genügend Decken und Co vorhanden, du dann aber mit Überraschung feststellen musst, das dies nicht so ist, und dann freut Mann oder Frau sich dann umso mehr, wenn man nachts in seinen warmen Schlafsack kriechen kann.

Und eines hat auch noch was, manchmal ist es auch schön, bei etwas wärmeren Temperaturen draussen zu schlafen, und dann bei einem klaren Sternenhimmel einzuschlafen...

Tobi
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karoshi

« Antwort #8 am: 26. August 2010, 15:55 »
Hi Cielo,

Du wirst hier kein eindeutiges Stimmungsbild bekommen.

Die, die einen Schlafsack dabei hatten, werden ihn mit Sicherheit ein paar Mal gebraucht (sprich: benutzt) haben. Es liegt in der Natur der Sache, dass diese Leute nicht immer wissen, ob es eine Alternative (Mieten, zusätzliche Decken) gegeben hätte. Warum sollte man danach fragen, wenn man sowieso einen eigenen Schlafsack hat?

Vielleicht meldet sich auch noch jemand und sagt: "ich habe wegen des nicht mitgenommenen Schlafsacks diese oder jene Unternehmung nicht machen können." Bis jetzt habe ich aber noch keinen getroffen.

Ich selbst hatte auf meiner letzten SA-Tour einen dabei, allerdings nur, weil ich ihn nicht extra anschaffen musste und er noch mit in meinen 38L-Rucksack gepasst hat (bei einem Gesamtgewicht von 10,5kg). Es wäre auch ohne gegangen, aber manchmal war es sehr angenehm, mich nicht um Leihausrüstung kümmern zu müssen oder nach Decken zu fragen.

LG, Karoshi
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Cujamara

« Antwort #9 am: 07. September 2010, 09:09 »
Hallo zusammen,

ich habe mir für einen Saharatrip dieses Jahr einen Super-Dauenschlafsack gekauft, der leicht und warm ist (Komfortbereich bis ca. -5 Grad), den wollte ich eigentlich auf meinen Südamerika-Trip (5 Monate) mitnehmen, in der Wüste war er 1a.  Und ich stimme mit Tele-Tobi überein: Schlafen unter freiem Himmel ist der allergrößte Genuss. Ich mache unterwegs einen Andentrek und wollte ebenfalls in die Salar de Uyuni.
Bin aber ebenfalls am Zögern, weil man ihn letztlich nur für ein paar Mal braucht, wo man Touren macht und ansonsten gar nicht verwenden kann (ab 10 Grad plus schwitze ich da drin), da würde ich wohl eher nur das Inlett nehmen. Außerdem ist Daune bei feuchtem Wetter ja auch eher unpraktisch.
@An die, die Schlafsäcke mitnehmen: Empfehlung zu Daune/Synthetik in Südamerika?
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karoshi

« Antwort #10 am: 07. September 2010, 10:23 »
Daune ist problematisch, wenn Du den Schlafsack längere Zeit komprimiert aufbewahrst. Ein Daunenschlafsack ist zwar bei gleicher Wärmeleistung normalerweise etwas kleiner und leichter, aber wenn die Daunen durch das Komprimieren ihre Wärmeleistung verloren haben, relativiert sich das.
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Eidechsenkönigin

« Antwort #11 am: 07. September 2010, 11:13 »
hallöchen cujamara

suche selber schon seit einiger zeit eine antwort auf diese frage...aber ich gebe karoshi recht, die permanente komprimierung tut der daune nicht gut und du wirst sicherlich nicht wirklich oft zeit und lust haben, den schlafsack aus dem beutel zu nehmen und einige zeit auszubreiten... und auch für gebiete mit hoher luftfeuchtigkeit eignet sich die daune weniger, sie nimmt mehr feuchtigkeit auf und kann, wenn du den schlafsack eben nicht ständig trocknen möchtest o. kannst, schnell verklumpen...damit ist die wärmeleistung dann dahin.

ich weiss, volumen u. gewicht spielen eine große rolle, aber es gibt im kunstfaserbereich bereits gute alternativen und dabei bist du dann nicht an ein bedrückendes gefühl gebunden, ob dein schlafsack immernoch volle leistung bringt.

liebe grüße, hab ja auch gelesen, dass es bei dir in 4 wochen losgeht...ganz viel spass wünsche ich dir!  ;D

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cielo

« Antwort #12 am: 12. September 2010, 14:43 »
danke für die meinungen! ich hab mir nun zum schnäppchenpreis einen daunensack gekauft. geht bis +1°C komfort und mit inlet und kleidung sollte ich da auch noch in patagonien und den anden zurecht kommen. einen richtigen winterschlafsack wollt ich wegen des gewichts und der selteneren verwendungsmöglichkeit nicht. ich hoffe, ich bereue es nicht :D. werde ihn wohl auch öfter mal im hostel als decke (man kann ihn ganz aufmachen) oder in den kühlschrank-bussen benutzen, so dass er nicht ständig komprimiert wird.

die kunstfasersäcke konnten mich nicht überzeugen. da würd ich sicher noch mehr drin frieren und nehmen deutlich mehr platz weg. und ich hab mir sagen lassen dass es auch den kunstfasern nciht gut tut wenn man die dauerhaft komprimiert.

mal sehen wie ich in ein paar monaten darüber denke. soweit bin ich aber erstmal glücklich. hab ihn letzte nacht zunächst als schlafsack benutzt, da war er natürlich zu warm, ein gutes zeichen :D. aber daune ist schon ein kuscheligeres gefühl als mein alter kufa-sack :).

ps: im übrigen fand ich es gar nicht einfach schlafsäcke in kleiner größe zu finden. die meisten sind mind. 185 cm und damit zu groß :(. zum glück gibt es spezielle frauenschlafsäcke :D.
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weltentdecker

« Antwort #13 am: 14. Oktober 2010, 13:48 »
@cielo: Welchen Schlafsack hast du dir denn nun gekauft? Ich tendiere ja nun auch eher dazu, einen mitzunehmen, dann ist man einfach unabhängiger in Südamerika und muss nicht immer schauen, wo man sich einen leihen kann (vor allem von der Uyuni Tour hört man ja Horrorstories wie kalt es da ist und die geliehenen Schlafsäcke sind wohl auch nicht immer so toll...). Und auch für die kalten Busse ist es sicher nicht verkehrt (bin halt verfroren  ;)). Aber was ich so sehe, sind die guten Schlafsäcke ja unheimlich teuer  :(

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cielo

« Antwort #14 am: 14. Oktober 2010, 16:00 »
ja, das sind sie leider. und alle, die richtig warm halten (also comfort bis -10 und so was man bei der uyuni tour ja bräuchte) auch relativ schwer und groß. den einzigsten kompromiss, den ich gefunden habe war der yeti sunrizer 500. im nachhinein hab ich aber gelesen, dass er nicht so warm hält wie angegeben (knapp über 0°). die daunen sollen bei den deutschen yetis nicht so gut sein, weshalb das preis-leistungsverhältnis nicht mehr stimmt. da ich ihn aber deutlich günstiger bekommen habe (glaub 140 euro) war das für mich wiederrum ok. ich hoffe, er hält trotzdem ein bisschen warm. für minusgrade ist er aber wohl nicht so geeignet.

heute würde ich mir wohl einen aus tschechien oder polen holen (cumulus oder warmth unlimited=der "polnische yeti"). die haben gute preise, gute daune und halten sehr warm. so spontan hab ich aber keinen in meiner länge gefunden. das war noch das nächste problem. deshalb dann der deutsche yeti, den gabs in meiner größe weil frauenschlafsack :D. gibts nur leider nicht so viele von. die meisten schlafsäcke gibts nur in 1,80 oder 2,00 m und wären mir deshalb zu lang.

wenn mir zu kalt wird in meinem (und mehr sachen anziehen nicht mehr hilft) muss ich mir zur not einen 2. dort mieten ;). in der wohnung war mir mit dem yeti jedenfalls bisher noch zu warm, also ganz so schlecht kann er nicht sein ;). und ja ich bin auch so ne frostbeule. mal schauen. ich kann ja nochmal berichten wenn ich unten in patagonien bin, wie er sich so bewährt hat.
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