Thema: Arbeitslosmeldung bei Abreise vor Beendigung des Vertrags gescheitert!  (Gelesen 279 mal)

lisa-regensburg

Hallo zusammen,

wir brechen Mitte August auf. Da ich im Pflegebereich arbeite, habe ich natürlich x Überstunden, und somit zu Ende des Vertrages (Auflösungsvertrag zum 31.8) lange frei. Diese Woche war ich nun beim Arbeitsamt, um mich arbeitslos ab 1.9. (bis drei Monate vorher) und zugleich abwesend zu melden.
Es ist zwar ziemlich sicher geplant, daß wir im Juli 2018 wiederkommen- aber das Leben bietet halt doch manchmal Überraschungen, und ich wollte einfach die Feststellung der Anspruchsfrist von 4 Jahren, wie hier gelegentlich erfolgreich geschildert.

Der Arbeitsamt-Mensch hat mir genüßlich erklärt, daß eine Meldung zum 1.9. nicht möglich ist, da ich mich an diesem Tag per Definitionem in D aufhalten muss, da dies die Voraussetzung sei, um die Definition von "arbeitslos" zu erfüllen. Und ohne Arbeitslosigkeitsvoraussetzung keine Arbeitslosenmeldung.

Ich müsse halt innerhalb von 360 Tagen zurückkommen, und mich am besten, falls ich es am Tag der Rückkehr nicht ins Heimat-Arbeitsamt schaffen, mich am Arbeitsamt Freising (auf dem Weg vom Flughafen nach Hause) melden. Oder dann eben am nächsten Werktag beim Heimatarbeitsamt.

Eine andere Möglichkeit gebe es nicht, punktum. Hat mir auch die Definition gezeigt, und es scheint zu stimmen...

Wer also plant etwas länger als ein Jahr wegzubleiben, sollte frühestens einen Tag nach Vertragsende und Arbeitslosmeldung losziehen, nach mehr als 360 Tagen sind die Ansprüche weg!

Wollte hier nur meine Erfahrung teilen, da ich es mir anders vorgestellt hatte ;-(

Lieben Gruß! Und übrigens: Heute in zwei Monaten ist Abreise!!!!! ;) ;)
Lisa
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sandburg

Hallo Lisa,

Das hängt wohl sehr davon ab, welchen Mitarbeiter man da erwischt. Nach meiner Kenntnis musst du zur Feststellung der Anspruchsfrist in der Tat mind. 1 Tag arbeitslos sein. Und arbeitslos kannst du nur sein, wenn du dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehst und nicht in Thailand in der Hängematte liegst ;-) D.h. du könntest dich jetzt schon ab dem 1.9. arbeitslos melden und am 2.9. könntest du dich wieder abmelden, dass muss nicht persönlich erfolgen.

Sandburg
   
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lisa-regensburg

Hallo Sandburg,

genau das war auch meine Idee, aber da am ersten September wegen Abwesenheit die Voraussetzung nicht gegeben ist, klappt das auch nicht.
Ich habe am Amt ja gleich zu Beginn gesagt , daß ich mich an- und gleich wieder abmelden wolle. Die Antwort war, falls ich am 1.9. nicht da sei, und mich trotzdem arbeitslos melde, dann sei das tatsächlich strafrechtlich relevanter Betrug. Und als ich dann gefrustet nachgefragt hatte, wie es denn gewesen wäre, falls ich nix von Abwesenheit gesagt hätte, und mich einfach zum 2.9. abgemeldet hätte, dann meinte der, daß in so einem Fall sicher nachgeforscht worden wäre... Und da wäre rausgekommen, daß ich einen Tag (!), also am 1.9., "Leistungserschleichung" betrieben hätte..

Alles nicht sehr flexibel ;-(

Lieben Gruß!
Lisa

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