Thema: Reiseplanung Chile - Bolivien - Peru  (Gelesen 552 mal)

Jana224

« am: 04. August 2016, 21:16 »
Hallo an alle  :)

mein Freund und ich planen im Januar Chile, Bolivien und Peru zu bereisen. Dabei bräuchten wir ein bisschen Hilfe, was die Reiseroute angeht. Von San Pedro de Atacama aus haben wir etwa 3-4 Wochen Zeit. Ich hatte dabei an diesen groben Reiseverlauf gedacht:

San Pedro - Uyuni - La Paz - Titicacasee - Cusco & Machu Picchu - Lima

Abstecher und Ausflüge würden wir dann spontan planen. Von Cusco würden wir am Ende nach Lima fliegen, wovon es für ihn zurück nach Deutschland geht und für mich Richtung Ecuador/Kolumbien.

Was meint ihr? Ist diese Route in drei bis vier Wochen machbar? Wir möchten ungerne am Ende Zeitdruck haben, um den Flieger in Lima zu erwischen.

Ich freue mich über Rückmeldungen!
Liebe Grüße, Jana
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Vombatus

« Antwort #1 am: 04. August 2016, 21:47 »
Beachtet, dass ihr ab Januar/Februar richtig in die Regenzeit in Bolivien kommt. Das heißt vor allem, dass es sein kann, das die Salzwüste nicht (komplett) befahrbar ist und es auch sonst manchmal etwas länger dauern kann mit dem Transport.

Ich finde 3–4 Wochen für Nordchile, Bolivien und Teile Südperus als sehr sportlich. Würde 3 Wochen schon alleine für Südperu oder Bolivien empfehlen.

Natürlich könnt ihr durchrauschen und somit die Hälfte der Sehenswürdigkeiten auslassen. Vergesst nicht, das die Wege weit sind, vor allem in den Anden ziehen sich der Bergstrecken ewig. Ruck zuck sitz man 10–20 Stunden im Bus.

Wo kommt ihr denn an? Santiago? Oder seid ihr dann schon unterwegs? Lässt sich noch Zeit organisieren?
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Frank!

« Antwort #2 am: 05. August 2016, 10:23 »
Hallo Jana,

ab San Pedro de Atacama ist die Route auf jeden Fall in 4 Wochen machbar, ihr könnt euch eben nicht allzu lange an den einzelnen Orten aufhalten

Zwei bis max. drei Tage in San Pedro reicht meiner Meinung nach, ist ziemlich touristisch, aber auf jeden Fall sehenswert. Wenn ihr allerdings noch mehr Ziele ich Chile verbringen wollt wird's mit der Zeit dann schon knapp.
Am besten vor Antritt der Uyuni-Tour online die Weiterfahrt von Uyuni nach La Paz mit dem Nachtbus buchen (Todo Tourismo), so spart ihr euch die Übernachtung im nicht sehr sehenswerten Ort Uyuni.

La Paz ist durchaus für etwas längere Zeit gut, da die Stadt auch ein super Ausgangspunkt ist um den Norden Boliviens kennenzulernen.
Copacabana und die Isla del Sol kann man in die Länge ziehen, muss man aber nicht. Genauso wie Puno und die Schilfinseln auf peruanischer Seite.
Ich würde stattdessen lieber noch Arequipa und den Colka-Canyon mit einbauen, fand ich wesentlich beeindruckender als den Titicacasee.
Für Cusco, Machu Picchu und Umgebung sollte man ruhig mal ca. eine Woche planen, lässt sich aber auch locker noch mehr Zeit in der Region verbringen.

Naja, machbar ist es auf jeden Fall in vier Wochen. Würde die Routen vorher mal etwas durchplanen um unterwegs nicht zu viel Zeit zu verlieren. Die beiden längsten Busfahrten (Uyuni-La Paz und Puno bzw. Arequipa - Cusco) bieten sich z.B. beide als Nachtbus an.

Viel Spass bei der Planung und in Südamerika... ;)
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Vombatus

« Antwort #3 am: 05. August 2016, 14:23 »
Ja, fände es auch „schade“ wenn Sucre, Potosi, Arequipa + Colca Canyon ausgelassen werden. Wann kommt ihr denn das nächste mal wieder hier vorbei? Es gäbe auch noch Huacachina und Isla de Ballestas (bei Paracas) für ein kurzen Zwischenstop und Nazca, wenn man an den Wüstenbildern interessiert ist. (sollte man schon mal da sein). Wie erwähnt, im Januar kann es nass werden. Langstrecken besser einen Tag im Vorraus kaufen/buchen, in Südamerika sind „Sommerferien“ dann sind viele unterwegs und ihr wollt ggf. nebeneinander sitzen und zu einer bestimmten Zeit los.
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Jana224

« Antwort #4 am: 05. August 2016, 20:28 »
Danke schon mal für das Feedback :) Wir haben unsere Pläne nochmal ein bisschen umgestellt und haben jetzt ganz genau 5 Wochen Zeit für alles, was zwischen Santiago und Lima liegt. Da ich aber schon länger in Chile unterwegs sein werde, werden wir wohl direkt nach Calama fliegen.

Arequipa hatten wir jetzt aus Zeitgründen außen vor gelassen. Was wäre da sonst eure Empfehlung? Vom Titicacasee nach Arequipa? Wäre das dann nicht zu eng in der gegeben Zeit? Falls uns noch ein paar Tage bleiben, hatten wir gedacht, vielleicht eher von La Paz aus ein paar Abstecher zu machen.
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Frank!

« Antwort #5 am: 06. August 2016, 11:24 »
Also in fünf Wochen sind schon einige Abstecher drin wenn ihr Chile (bis auf San Pedro) außen vor lasst.

Von La Paz aus gibt es viele tolle Möglichkeiten:
Wenn ihr mal an eure Grenzen gehen wollt oder vielleicht schon Bergsteigerfahrung habt: Es befinden sich um La Paz mehrere 6000er die man (wenn man ausreichend an die Höhe akklimatisiert ist) in 2-3 Tages-Treks besteigen kann.
Auch kann ich Rurrenabaque, den Madidi National Park und die nahe liegenden Pampas absolut empfehlen, wenn ihr einen Einblick in das Amazonas-Grenzgebiet bekommen möchtet und auf Dschungel und Tiersichtungen steht. Erreichbar von La Paz aus per Bus oder Flug. Die Touren besser nicht in La Paz, sondern direkt in Rurrenabaque buchen.

Es ist möglich direkt von Puno eine Tour zu machen (2 Tage / 1 Nacht) über den Colka-Canyon, die in Arequipa endet, wenn ihr allerdings auch im Canyon wandern wollt, müsst ihr mehr Zeit einplanen.
Arequipa ist eine wunderschöne Stadt und ich kann euch auch die Rafting-Touren die dort angeboten werden an's Herz legen. Per Nachtbus könnt ihr dann weiter nach Cusco.

Paracas und die Islas Balestas (von Vombatus erwähnt) fand ich schrecklich. Eine einzige Mega Touri-Veranstaltung. Wenn man allerdings noch nie Seelöwen in freier Wildbahn gesehen hat, kann man dort trotzdem mal einen kurzen Stop einlegen. Gleiches gilt für Huacachina. Aber vielleicht waren hier meine Erwartungen auch einfach zu hoch... ;)
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Vombatus

« Antwort #6 am: 06. August 2016, 12:37 »
Muss auch sagen, dass ein Abstecher zu den Islas Balestas nur während der Brutsaison Sinn macht. Wegen den paar Seelöwen und Pinguine würde ich auch kein Umweg fahren, letztendlich ist das auch nur ein Ausflug für einen halben Tag, dann kann man weiter. Ich war aber von den unendlich vielen Vögeln sehr beeindruckt. Hab und hatte ich noch nie gesehen in so einer Menge.
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Frank!

« Antwort #7 am: 06. August 2016, 19:17 »
Ich war aber von den unendlich vielen Vögeln sehr beeindruckt. Hab und hatte ich noch nie gesehen in so einer Menge.

Das stimmt allerdings, so viele Vögel wie dort hab' ich auch noch nirgends gesehen... ;)
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PhiRe

« Antwort #8 am: 10. August 2016, 05:52 »
wir snd gerade genau auf der von frank beschriebenen Route unterwegs: von Puno sind wir mit einer organisierten Tour zum Colca Canyon und dann nach Arequipa. von huer geht es dann per nAchtbus nach cuzco weiter. Das problem ist, dass es keine normalen busse von Puno nach Chivay (colca canyon) gibt und ihr somit erst nach arequipa und von dort hin und zurück zum canyon müsstet (relativ zeitaufwändig). den canyon an sich fanden wir jedoch nicht so wahnsinnig beeindruckend. falls du zb. den kupferfanyon in mexiko iennst: der hat mir wesentlich besser gefallen. aber vielen gefällt der colca canyon unheimlich gut. allerdings war es natürlich schon beeindruckend die condore kreisen zu sehen.
vllt hilft dir unsere route zur planung (wir sind aus argentinien nach bolivien gekommen)
3 tage tupiza zur akklimatisierung
4 tage jeep tour inkl salar de uyuni mit endpunkt uyuni, von dort direkt weiter nach potosi (du kannst bustickets meist auch vor ort für den gleichen tag kaufen, sofern nicht gerade feiertag oder ferienzeit ist)
2 tage potosi
2 tage sucre
2 tage la paz
2 tage taksi trek östlich von la paz
1 tag la paz
2 tage copacabana inkl isla del sol
 1 tag puno
2 tage colca canyon
2 tage arequipa
cuzco hängt dann davon ab ob ihr zb einen der treks richtung machu picchu machen wollt. wir planen ca 4 tage in cuzco und dann nochmal 5 für den salkantay trek und machu pichu.
falls du nähere fragen hast, gerne fragen. ansonsten gibt es einige infos auf unserem blog bzw. werden demnächst noch weitere bolivien/ peru artikel dazukommen.
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