Thema: Südamerika - Südostasien / Ostasien (9 Monate)  (Gelesen 765 mal)

norge

« am: 29. Mai 2016, 17:53 »
Hallo zusammen,

meine grobe Route hat sich (mal wieder :D) ein wenig geändert und ich wäre froh wenn jmd mit "Südamerika/Asien - Erfahrung"
die Route mal ein bisschen unter die Lupe nehmen könnte :)

Ich stelle mir die Reise in etwa so vor:

1. Cuba (3 Wochen) Januar
2. Argentinien (ca. 3,5 Wochen) Februar (Norden --> Süden)
3. Chile + Osterinsel (5 Wochen) Ende Februar/März (Süden --> Norden)
4. Bolivien (2 Wochen: Salar-Tour + La Paz / Titicaca) bis Mitte April
5. Ecuador + Galápagos (3 Wochen) April/Mai (Nebensaison ?) (Quito + Umgebung / Galápagos) bis Ende April
6. Brasilien (1 Monat) Mai (Sao Paulo, Rio + Umgebung, Iguassu/Iguazú, Manaus, Sao Paulo)

Flug GRU - KUL (gibt es noch günstigere außer den von Ethiopian Airlines für ca. 450 - 500 € ?)

Kuala Lumpur (Juni) (4 Tage) Ende Mai
7. Indonesien (Sumatra, Java, Komodo) (1 Monat) Juni
Singapur (3 Tage) Anfang Juli
Angkor Wat (1 Woche) Anfang Juli
Hong Kong (1 Woche) Mitte Juli
8. Myanmar (1 Monat) Mitte Juli bis Mitte August
Bangkok (4 Tage) Ende August
Tibet (8 Tage Gruppenreise Lhasa --> Kathmandu) Ende August
Kathmandu + Umgebung (4 Tage) Ende August / Anfang September
9. Indien (1 Monat) September

Budget immer noch ca. 15 - 20k, aber ohne OZ/NZ könnte es ja vielleicht etwas billiger werden (oder nicht ?!)
Für die Flüge werden schon ca. 4 - 4,5k draufgehen, allerdings habe ich auch mehrere Inlandsflüge eingeplant,
die ich evtl auch weglassen kann...
Der Reiseplan für die einzelnen Länder bleibt eigentlich unverändert, Indien un Myanmar kürze ich vielleicht ein wenig ab (auch wegen Klima) und plane dafür mehr Zeit z.B. in Nepal ein.

Noch ne Frage: Ist der April für den salar de uyuni / das Hochland noch zu früh ? Habe jetzt schon ein paar mal gelesen, dass der Regen den See bzw. v.a. die Kakteeninsel im See unbefahrbar macht. War schon mal jmd im April dort ?

Ist im April / Mai "Nebensaison" auf den Galápagos - Inseln ?? Kriegt man da noch Restplätze ? Ich habe mir das so vorgestellt: Ich gucke in Quito/Guayaquil schon mal nach Touren, buche dann Hin- und Rückflug und schau mich in Puerto Ayora nach Restplätzen um und wenn das nicht funktionieren sollte, kann ich es doch immer noch mit Tagestouren bzw. auf eigene Faust versuchen oder ? (man kommt halt dann nicht überall hin :/)

Vom Klima her ist doch eigentlich alles ganz ok (abgesehen von Myanmar und Indien) oder ?


Würde mich über ein paar Anregungen freuen =)
Vielen Dank !
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dirtsA

« Antwort #1 am: 29. Mai 2016, 18:23 »
Hey,

Sieht prinzipiell ganz gut aus, teilweise aber etwas zu stressig geplant für bestimmte Regionen.

Im Südamerika-Teil hast du für meinen Geschmack zu viel Zeit für Chile und Argentinien eingeplant im Verhältnis zu Bolivien. Stehst du total auf Trekking? Dann gibt es in Patagonien bestimmt genug und dann verstehe ich deine Planung auch eher.

Frage: Wie hattest du geplant von Bolivien nach Ecuador zu kommen? Flüge sind sehr teuer und einfach nur durch Peru durchreisen und 2-3 Tage Busfahrt zu machen, wär doch auch schade. Auch wettertechnisch wie du schon sagst, April noch nicht so ideal für Bolivien.

Ich würde mir überlegen, von Argentinien und Chile ein Stück abzuschneiden und evtl. zuerst nach Brasilien danach. Hoch bis Manaus, von wo es eine Verbindung nach Ecuador geben soll (Hören-Sagen, bitte recherchiere selbst). Dann Ecuador, Peru, Bolivien. Ich würde Peru nicht auslassen, wenn du schon mal dort ist und es quasi zwischen 2 Must Sees auf deiner Strecke liegt (Ecuador und Bolivien). Im Zweifel würde ich wenigstens in 2 Wochen die Highlights abhaken und dann weiter nach Bolivien. Für Bolivien würde ich min. 3 Wochen einplanen - das Land bietet extrem viel und ist sehr günstig zu bereisen.

Bezüglich "günstig" - dir ist schon klar, dass du dir in Südamerika fast ausschließlich teurer Länder ausgesucht hast? Noch ein Grund mehr für mich Argentinien und Chile zugunsten von mehr Bolivien und Peru zu kürzen. Da bekommst du mehr für dein Geld. Tolles Trekking gibts auch in Bolivien und Peru.

Indonesien in einem Monat Sumatra, Java und Komodo wirst du schlicht und einfach nicht schaffen. Ich würde die Wahl treffen zwischen Sumatra oder Java-Bali-Bootstour zum Komodo NP.

Die Verbindungen in Asien sind sowieso etwas viel Herumgehüpfe ;) Weniger ist mehr! Nur schnell für Angkor nach Kambodscha fliegen finde ich schade. 1 Woche brauchst du an dem Fall aber nicht, 3 Tages-Ticket reicht. Hongkong liegt natürlich auch echt abseits. Würde sich doch auch einfach in einem normalen Urlaub machen lassen?

Würde dir eher vorschlagen, von Indonesien nach Singapur zu fliegen und dich durch Malaysia und Thailand bis BKK hoch zu arbeiten. Dann wenn es sein muss kurzer hin/retour Flug nach Siem Reap und Angkor abhaken. Wieder zurück nach BKK und weiter nach Myanmar (wirklich keine ideale Reisezeit und in dem Land ist die Infrastruktur noch nicht sehr gut ausgebaut - würde ich mir überlegen...).

Fliegst du von BKK nach Lhasa? Die Gruppenreise würd ich mir auch nochmal überlegen, ob das bei deinem Budget und im jungen Alter wirklich sein muss. Grad 8 Tage kann man ja easy von zuhause in einem normalen Urlaub machen.

Indien für 1 Monat im September ist natürlich auch so ne Sache - etwas reingepresst und das in einer nicht idealen Reisezeit...

Würde insgesamt länger in Südamerika bleiben, da man dort in viele Länder schwerer und teurer von Deutschland hin kommt und die meisten Länder auch einfach größer, die Distanzen länger als in SOA sind.

Dann in SOA evtl. lieber auf Indonesien und Malaysia konzentrieren, bessere Reisezeit und es gibt extrem viel zu sehen. Zwecks Myanmar und Indien nochmal genau recherchieren, ob du das in der Reisezeit wirklich willst. Angkor überlegen, ob der Kurztrip wirklich lohnt oder ob du dir nicht lieber doch etwas mehr Zeit nimmst, um auch das Land kennenzulernen und nicht nur die eine Sehenswürdigkeit abzuhaken ;) Hong Kong und Tibet (dann natürlich auch Kathmandu) würd ich streichen und als normalen Urlaub machen. BKK und Singapur kommst du sowieso recht einfach vorbei.

Soweit zur Route, hoffe es hilft :) Zu deinen direkten Fragen kann ich leider nichts sagen.
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GschamsterDiener

« Antwort #2 am: 29. Mai 2016, 18:45 »
Zum ersten Teil: Wieso nicht Kuba, Ecuador, Bolivien und dann Patagonien und den Rest? Wettertechnisch sollte das doch halbwegs machbar sein. Patagonien im März soll schön sein und ist nicht mehr überlaufen.

Dann: Anstatt von Sao Paolo über Addis nach KUL zu fliegen (puh!) könntest du stattdessen in Erwägung ziehen: Osterinsel-NZ bzw. Australien und von dort um 100 EUR oder so nach KUL bzw. Indonesien mit Air Asia. Brasilien kannst du vorher machen oder gleich weglassen, da das Land von Europa eh recht gut erreichbar ist.

Zum zweiten Teil: Nach Indonesien wird es wettertechnisch richtig schlimm. Ansonsten sieht es teilweise nach übermotiviertem Abhaken von Zielen aus - 4 Tage Nepal, um sich das zerstörte Kathmandu anzusehen? Wie du meinst...
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norge

« Antwort #3 am: 29. Mai 2016, 19:52 »
Danke für die Antworten :)

Stehst du total auf Trekking?
Ja :)
Wie hattest du geplant von Bolivien nach Ecuador zu kommen?
Ich will von VVI (Santa Cruz de la Sierra) nach UIO (Quito) fliegen. Flüge sind da für ca. 280€ zu haben (halt kein Direktflug aber naja 12 -13h geht ja noch einigermaßen...)

In Peru war ich schon vor 2 Jahren für 1 Monat und habe eigentlich alles sehen und machen können, was ich vorhatte :)

"Günstig" hatte ich mehr im Vergleich zu Australien gemeint als im Vergleich zu anderen südamerikanischen Ländern :D
Argentinien und Chile sind für mich keine Streichkandidaten, trotz des vergleichsweise hohen Preisniveaus.

Indonesien in einem Monat Sumatra, Java und Komodo wirst du schlicht und einfach nicht schaffen.

Ja das ist wohl richtig. Ich hatte mir schon überlegt, Sumatra wegzulassen, aber irgendwie kann ich mich nicht so richtig entscheiden...

Und mit Indien und Myanmar wirds tatsächlich schwierig, da muss ich dir Recht geben  ;)

Geographisch gesehen ist Hong Kong zwar schon etwas abgelegen, aber die Verbindungen von Kambodscha und hinterher nach Myanmar sind gut (z.B. Hong Kong Express) und Tibet ist ähnlich wie viele Ziele in Südamerika von Europa aus nur sehr schwer erreichbar, außerdem ist es für mich auch eine Art "Must-See"  ;D

Zu dem Flug über NZ bzw. OZ: Von der Osterinsel aus gibt es nach meiner Info keinen Flug für unter ca. 1000€ (egal wohin) außer eben SCL. Für den Umweg über Ozeanien werde ich im Endeffekt mindestens das dreifache zahlen wie von Brasilien nach KUL. Oder sehe ich das falsch ? Gibt es da Flugverbindungen, die günstiger sind ? Von Südamerika nach Südostasien für unter 500€, das ist für meinen Geschmack schon ein super Angebot, da nehme ich den 25 - 30 Stunden - Flug mit Zwischenstopp gerne in Kauf :)
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dirtsA

« Antwort #4 am: 29. Mai 2016, 20:28 »
Ok, dann ist das mit dem langen Aufenthalt in Argentinien + Chile sowie das "Auslassen" von Peru ja klar ;)

Trotzdem würde ich wie gesagt zumindest 1, besser 2-3 Wochen noch für Bolivien abzweigen. Dort kommst du auch am schwierigsten und teuersten von Europa wieder hin.

Einen Flug könntest du dir sparen, wenn du nach Bolivien erst über Paraguay nach Brasilien gehst und dann nach Ecuador fliegst. Das sollte preislich doch von Sao Paolo oder so ähnlich machbar sein wie von Bolivien. Oder ab Manaus über Land, was wohl etwas mehr Abenteuer verspricht.

Würde in deinem Fall auch eher nicht über Australien / Südsee fliegen. Das mit den von dir genannten Flugpreisen deckt sich mit meiner Recherche. Weiß nicht ob ich unbedingt mit Ethiopian Airlines fliegen würde, aber dazu kann jemand anders vielleicht mehr sagen. Sind die die einzig günstigen? Der Preis klingt wirklich niedrig, hast du an verschiedenen Daten gecheckt? Finde die 500€ auch super, wie du schon sagst...

Wie hast du denn nun vor, nach Lhasa zu kommen? Und warum sollte das von Europa aus so viel schwieriger sein? Wenn es von BKK Flüge gibt, dann gibts die doch auch von Europa aus via BKK. Dauert dann zwar etwas länger, aber ne teure Gruppenreise nach Tibet würde ich mir wirklich überlegen. Auch aus der Verantwortung heraus, dass du damit den Menschen vor Ort nicht hilfst, sondern eher den Chinesen in die Tasche der Unterdrückung zahlst... ::) Finde es jedenfalls nicht den idealen Zeitpunkt, Tibet zu bereisen. Hoffentlich ändert sich das mal wieder. Wäre individuell reisen möglich, wäre das was anderes, weil du lokal essen, übernachten und einkaufen könntest und somit der Bevölkerung Geld zukommen lassen... Würde mir das jedenfalls auch aus dem Gesichtspunkt nochmal überlegen.

Aber SOA kannst du dir ja auch noch offen halten. Denke mal, du wolltest ohnehin nicht mit RTW Ticket unterwegs sein? Dann lass den Plan für SOA doch erst mal so stehen und du siehst dann vor Ort, wie alles kommt (oder bis dahin). Vielleicht bleibst du ja doch länger in Südamerika hängen oder dir gefällt Indonesien so gut, dass du auch noch Sulawesi etc sehen willst und du machst 2-3 Monate Indonesien. Würde das zum jetzigen Zeitpunkt gar nicht mehr sooo genau planen. Es scheint, als wärst du dir über die Vor- und Nachteile der Route ja bewusst und zumindest jetzt scheint es für dich die ideale Route zu sein. Wie es dann unterwegs aussieht, siehst du ja... :)
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GschamsterDiener

« Antwort #5 am: 29. Mai 2016, 20:41 »
Würde in deinem Fall auch eher nicht über Australien / Südsee fliegen. Das mit den von dir genannten Flugpreisen deckt sich mit meiner Recherche. Weiß nicht ob ich unbedingt mit Ethiopian Airlines fliegen würde, aber dazu kann jemand anders vielleicht mehr sagen. Sind die die einzig günstigen? Der Preis klingt wirklich niedrig, hast du an verschiedenen Daten gecheckt? Finde die 500€ auch super, wie du schon sagst...

Ethiopian ist eine sehr etablierte Fluglinie. Gehört zu den besten in Afrika (wenn sie nicht gar die beste ist).

Würde die Pazifikquerung mittels RTW (One World) nicht deutlich leistbarer werden?
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norge

« Antwort #6 am: 30. Mai 2016, 23:33 »
Wie wäre es denn, wenn ich Indien und Nepal weglasse und stattdessen 3-4 Wochen lang Japan bereise ? Vom Preisniveau her liegen da natürlich Welten dazwischen, das ist mir schon klar. Aber wäre es prinzipiell machbar ? (Von Hong Kong aus beispielsweise) 
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GschamsterDiener

« Antwort #7 am: 31. Mai 2016, 10:54 »
Wie wäre es denn, wenn ich Indien und Nepal weglasse und stattdessen 3-4 Wochen lang Japan bereise ? Vom Preisniveau her liegen da natürlich Welten dazwischen, das ist mir schon klar. Aber wäre es prinzipiell machbar ? (Von Hong Kong aus beispielsweise)

Das wäre natürlich problemlos machbar. Du würdest auch 2 Länder mit schrecklichem Wetter gegen eines mit recht gutem Wetter tauschen. Kostenmäßig wäre es natürlich ein Niveauunterschied, aber du würdest dir dafür a) blödes, teures Rumfliegen und b) 2 Visa ersparen.

Vielleicht bist du ja einer, der sehr gut mit Hitze (40+°C bei hoher Luftfeuchtigkeit) umgeht. Wenn nicht, wirst du in Asien SEHR leiden. Wenn du zeitlich nicht flexibel bist, dir dafür aber gut vorstellen kannst, ein paar Länder in Asien gegen andere zu tauschen, könnte es trotzdem halbwegs gut funktionieren, z.B. indem du auch Vietnam oder Sri Lanka in Erwägung ziehst.

Ich habe oben gelesen, dass du gerne in den Bergen bist. Das ergäbe auch Möglichkeiten. Du könntest z.B. in Indien in den Norden fliegen, da ist der Sommer optimal.
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norge

« Antwort #8 am: 31. Mai 2016, 12:05 »
Alles klar danke  :)
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koka

« Antwort #9 am: 06. Juni 2016, 23:40 »
Ich habe nicht alle Beiträge studiert, aber eine günstige Flugroute wäre noch von Singapur nach Myanmar und weiter nach Bangkok. Könntest du dir mal anschauen / überlegen.

Für den grossen Flug könntest du dir überlegen über Europa von Südamerika nach Asien (oder umgekehrt)  zu fliegen, zum Beispiel über Mailand.

Chile / Patagonien ist halt so eine Sache... Du bräuchtest alleinig für das Land deutlich wärmere oder vor allem regenfeste Klamotten, die du davor und danach wieder ganz unten im Rucksack mit dir trägst. Ich hatte mich während meiner Reise letztlich gegen Chile entschieden und für einen späteren, separaten Trip dorthin.
Aber klar, es gibt genug Backpacker, die nicht so verfroren sind, wie ich und das easy mit einfacher Ausrüstung zusammen machen. Soll auch nur ein Hinweis sein und dich nicht verunsichern. Letztlich helfen sich die Backpacker auch untereinander oder wenn du das entsprechende Budget hast, dann kaufst deine Ausrüstung unterwegs und schickst es nach Hause. Geht letztlich alles irgendwie!

Safe travel!
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norge

« Antwort #10 am: 11. Juni 2016, 10:21 »
Danke  :D
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