Thema: Kolumbien Backpacking ohne spanisch?  (Gelesen 684 mal)

simsalaaaaa

« am: 20. Januar 2016, 18:56 »
Hallo liebe Kolumbienerfahrene :)

Ich plane gerade eine 2 monatige Reise und überlege zusammen mit einem Freund 2 monate durch Kolumbien zu reisen. Allerdings bin ich mir in sehr vielen Sachen unsicher, da ich bisher nur in südostasien unterwegs war und mit Süd- und Mittelamerika gar keine Erfahrungen habe.
Ich weiß natürlich dass spanisch Kenntnisse von vorteil wären, aber leider sprechen wir beide nur englisch. Hat jemand Erfahrungen ob das wirklich ein Problem ist?

Ich wäre super dankbar wenn mir jemand von seinen Erfahrungen Berichten berichten könnte.
LG :)
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Vombatus

« Antwort #1 am: 20. Januar 2016, 21:58 »
Ihr solltet schon versuchen, euch die 08/15 Basics beizubringen. Vieles wird auch unterwegs gelernt (learning by doing). Ihr müsst also schon "wollen" und euch Mühe geben.

An einem Touristenort oder im Hostel werdet ihr mit englisch keine Probleme haben, aber wie du selbst geschrieben hast, ist es von Vorteil wenigstens etwas zu können.

Es ist auch nicht schwer sich die Grundlagen beizubringen. Im Forum wurden schon mal ein paar Lernmöglichkeiten genannt. Das was man fürs Reisen (mehr oder weniger) braucht steht u. a. hinten in Reiseführer. Ein "Problem" ist es nicht, aber eine größere Herausforderung und es nervt halt sich nicht helfen zu können.
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bunt-reisen

« Antwort #2 am: 21. Januar 2016, 07:51 »
hi simsalaaaaa,

Das kommt natürlich drauf an, wie ihr reisen wollt. Wenn ihr euch von einer Gringo Insel zur nächsten schwingen wollt, dann braucht ihr überhaupt keine andere Sprache und bleibt nur in eurem Mikrokosmos. Grundsätzlich gilt: Mit einem Lächeln kommt man sehr weit, doch ein Land bereisen wird man aber wohl nur über den Menschen Vorort; und der ist zugänglich über dessen Sprache.
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ulmi

« Antwort #3 am: 21. Januar 2016, 18:54 »
schließe mich den Vorrednern an. Durchkommen tut Ihr auf jeden Fall. Auch abseits der Touristenpfade, wo weniger englisch gesprochen wird, kommt ihr mit Händen und Füßen durch. Ein paar Grundlagen parat zu haben, wird es Euch erleichtern und Sympathie-Punkte einbringen.

Die Frage müsst Ihr Euch wohl selbst beantworten, denn wie gesagt wurde: Je besser Ihr die Sprache könnt, desto eher bekommt Ihr auch ein bisschen von den Leuten zu hören. Ob Ihr das wollt oder nur bissle rumreisen, das müsst Ihr entscheiden.

Jedenfalls ist Spanisch eine der leichter zu lernenden Sprachen (v.a. wenn Ihr z.B. Französisch sprecht)

Grüßle vom ulmi
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pad

« Antwort #4 am: 21. Januar 2016, 19:29 »
Ich schliesse mich den Vorrednern ebenfalls an. Man kommt durch. Wichtig ist, dass euch klar ist, was ihr erwarten könnt. Hier mal eine kleine Auflistung.

Was ihr erwarten könnt:
  • Zumindest eine englischsprachige Person in beliebten Backpacker-Hostels an bekannten Orten
  • Freundliche, offene Bevölkerung, die bereit ist, eure Kommunikationsversuche zu interpretieren
  • Andere Backpacker, die Spanisch sprechen und euch gerne mal aushelfen mit Übersetzungen
  • In seltenen Fällen englischsprachige Führungen (Free Walking Tours in Medellin und Bogota ...)
Was ihr nicht erwarten könnt:
  • Englischkenntnisse in normalen Gästehäusern, von Taxifahrern, an Busschaltern, in Restaurants
  • Dass die Lokalbevölkerung auf eine Frage in Englisch eine Antwort geben kann
  • Dass euch jemand von sich aus auf Englisch anspricht (wie es in Asien laufend geschieht)
  • Dass Info-Tafeln in Museen etc. auf Englisch übersetzt sind (wenige Ausnahmen)
In Reviews von anderen Reisenden (Tripadvisor, Buchungsplattformen etc.) liesst man dann oft: Niemand sprach Englisch in diesem Hotel / Restaurant / Museeum... Tja, das ist Südamerika, mal abgesehen vielleicht von Patagonien und den grössten Hauptsehenswürdigkeiten.

Jeder Versuch, auf Spanisch zu kommunizieren, zahlt sich aus. Wenn ihr es einrichten könnt, würde ich ca. einen Monat vor Abreise versuchen, täglich beispielsweise ca. 30 min ins Spanischlernen zu investieren. Dazu ein offline Wörterbuch auf dem Handy installieren, sodass ihr während dem Reisen laufend euch unbekannte Wörter nachschlagen könnt. Dann klappt das gut.
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simsalaaaaa

« Antwort #5 am: 21. Januar 2016, 22:22 »
Ganz herzlichen Dank für eure Hilfe, das Stimmt mich schon deutlich optimistisch. Da noch gut 2 Monate zeit bis dahin sind werden wir auf jeden Fall bis dahin noch so viel wie möglich lernen und ein Wörterbuch nehmen wir dann auch mit.
Bin froh zu hören dass es die Reise nicht unmöglich macht. Also nochmal vielen Dank an euch :)
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