Thema: Road Trip USA  (Gelesen 1359 mal)

Hulk

« am: 04. September 2015, 09:28 »
Hallo, wir möchten  Mitte/Ende nächstes Jahr ein Road Trip in den USA starten und benötigen Tipps von Personen die das schon hinter sich haben oder schon ein Super Plan erarbeitet haben.

Wir starten NY und es endet in S
New York - Miami - Chicago - Dallas - Denver - Las Vegas - Los Angelos - San Francisco - Seattle (wenn möglich Vancouver)

Wir wissen nicht ob wir ein Camper/Auto Mieten sollen oder ein Auto kaufen und zum Ende wieder verkaufen.

Was würde es ungefähr kosten wenn wir 3-6 Aufenthalt planen?
Mann + Frau + Kind (2jahre alt)


Über jeden Anregung freuen wir uns.

Gruß Hulk
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Ratapeng

« Antwort #1 am: 08. September 2015, 12:31 »
Hallo Hulk,

das sind nur sehr vage Angaben. Was interessiert euch? Etwa die Städte selber? Oder doch das "dazwischen"? Nationalparks? Warum nur 3-6 Aufenthalte? Warum unbedingt Transkontinental? Wollt ihr wirklich von NYC nach Miami und dann wieder nach Chicago?

Wie lange überhaupt?

Was das kostet? Mit Frau und Kind 250-300 Euro pro Tag, Mittelklasse, plus Flüge.

Linktipp: http://www.amerika-forum.de/forums/78-routenplanung-usa

Suche dir mal eine beliebige Strecke zwischen zwei Städten aus, und dann überleg dir, ob du das in Europa gerne mit deinem zweijährigen Kind fahren wolltest. Beispiel: New York City - Miami. Das sind 2100km. Hast du Bock, von Hamburg nach Moskau zu fahren? Das ist genau dieselbe Entfernung.
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Hulk

« Antwort #2 am: 08. September 2015, 22:13 »
Moin, danke für deine Antwort.
Wir wollen viel sehen. Die Städte die ich angegeben habe sind für eine längere Erkundung geplant. Neben bei halten wir auch unterwegs in kleineren Städten die ich nicht aufgelistet habe für 1-2 tage an. Die Route wollten wir schon so fahren damit wir viel zu sehen bekommen das macht man ja nicht alle Tage. Deinen Preis find ich schon bisschen hoch angesetzt ich habe mit weniger kalkuliert. Wir können leider nicht länger als 6 max 7 Monate bleiben auf Familiären gründen. Die 2100km fahren wir nicht am stück wie gesagt wollten wir ab und an kleinere pausen einlegen. Ich komme aus dem Kosovo und die die 2000km in einer Tour fahr ich 1-2 mal im Jahr wenn ich in die Heimat fahre, das macht hin und zurück ca. 4000km es ist nicht so schlimm wie es sich anhört. Über mehr tipps würde ich mich freuen.
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bruce

« Antwort #3 am: 09. September 2015, 08:21 »
Hallo,

Ich finde das Budget von Ratapeng gar nicht mal so hoch angesetzt.
Für die USA rechne ich jeweils mit rund EUR 1'000 pro Woche und Person (ohne Flug).
USA ist relativ teuer für Touristen, praktisch alles kostet Eintritt und Verpflegung ist auch nicht ohne wenn man einigermassen gesund Essen will.

Zu den Distanzen:

Ich fahre auch gerne mal weite Distanzen.
Ich habe aber vor ein paar Jahren in den USA feststellen müssen, dass gerade zwischen den (grösseren, resp. nennenswerten) Städten stundenlang nichts ist.
Mein Beispiel: von Las Vegas nach Page (hinter dem Grand Canyon)
das sind knapp 500km, aber das wird locker mal zu einem ganzen Tag im Auto und dazwischen ist ja wirklich (fast) nichts, dass wirklich lohnenswert wäre. Geschweige, dass es für die Kinder interessant wäre....

Ich will damit sagen, dass ich nicht die Gesamtdistanz als Problem anschaue sondern darauf hinweisen, dass eher die einzelnen Tagesetappen hin und wieder saumässig lang sind.

Camper oder Auto:
Denke, dass ist davon abhängig was du bevorzugst. Hast im Camper halt immer dein eigenes Bett und musst nicht immer schauen wo man übernachten will und kannst relativ einfach selber kochen, was sich auf wieder positiv auf das Budget auswirken kann. Dafür hat der Camper normalerweise etwas mehr Durst als ein Auto.
In Städten ist auch zu beachten, dass es mit dem Camper (je nach Grösse) etwas unpraktisch sein kann. Gerade in den grossen Innenstädten.

Kaufen oder Mieten:
Ich besitze ein eigenen Camper in Kanada (siehe Profilbild).
Grundsätzlich macht es das günstiger, aber man muss sich um alles selber kümmern. Wenn du eine Panne hast, kannst du nicht einfach mal den Vermieter kontaktieren nach dem Motto "Mach mal...."
Ich weiss nicht wie gut du begabt bist als Automechaniker. Aber bei einem eigenen Auto sollte ein paar Grundkenntnisse und Fähigkeiten für die Selbsthilfe vorhanden sein. Vor allem da man als Tourist gerne von den Verkäufern über den Tisch gezogen wird und dann sollte die zeitliche Komponente bei Kauf und Verkauf nicht vergessen werden.....

Aber ist halt schon ein tolles Reiseland  :D :D
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Floppyjones

« Antwort #4 am: 09. September 2015, 10:00 »
Hallo Hulk,

bitte mache einmal mehr Angaben zu deinem Budget.
Zu deiner Route: Das ist so ziemlich der "zickzack"-mäßigste Kurs den man sich vorstellen kann. Ich würde eher davon abraten.
Vorschlag: Mache einen Plan, an dem ihr eine zusammenhängende Route fahrt. (Also keine "Rückfahrten => sieht man mehr unterschiedliche Landschaften)
Die Orte die du gewählt hast beinhalten sehr viele Strecken durch "Ödland" oder wüstenähnliche Gebiete. Ist das gewollt?
Hier ein Beispiel von mir:
 NY - Washington DC - Myrtle Beach - Charleston - Savannah - Miami - Keys - New Orleans - Dallas - Vegas - San Diego - SF - Nationalparks - Seattle (von der Länge mit deiner Strecke vergleichbar aber abwechslungsreicher=> ca. 10k KM)

Ich selber habe in den Südstaaten gelebt (SC) und auch mehrmonatige Roadtrips dort unternommen.
Für Florida, GA, SC, TN, MS, AL habe ich hatte ich 2 Monate Zeit. Viel zu wenig. Sehr lange Strecken.
Man könnte allein in einigen Staaten (Beispiel: CA, WA, SC) mehrere Monate zubringen.

Nun stellt sich die Frage was du/ihr möchte(s)t.
Eher einmal aussteigen und Sehenswürdigkeiten abklappern, oder auch Landschaft genießen und eher stressfrei Reisen? Kompromisse zu machen ist oft besser (weil stressfreier) als alles in 6 Monaten unterbringen zu wollen.

Ein weiterer Punkt sind Großstädte. Hier wird es richtig teuer. Allein zu Parken kann dich in einigen Städten in den Ruin treiben. Wenn Ihr alle großen Städte mitnehmen wollt und auch immer einige Tage dort verbringen möchtet, würde ich euch von einem Camper abraten.

Generelle Frage: Gewichtung Stadt oder "Natur".
Wie viel "Luxus" braucht ihr?

Das waren viele Fragen teils ein wenig durcheinander;)....

Aber ich hoffe ich kann die ein wenig helfen.
Dies ist aber nur meine persönliche Meinung.
Alles steht zur Diskussion:)

VG
FJ


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White Fox

« Antwort #5 am: 09. September 2015, 20:43 »
Grundsätzlich finde ich auch nicht, dass das von Ratapeng angesetzte Budget viel zu hoch angesetzt ist. Kommt halt wie von meinen Vorrednern schon gesagt auch auf den Reisestil an.

Anderes Thema: Wie sieht das denn aus mit dem Visum? Für 6-7 Monate Aufenthalt geht es nicht mit dem Visa Waiver, sondern man benötigt ein "richtiges" Visum. Meines Wissens nach muss man dafür sehr feste Bindungen nach Deutschland nachweisen, z.B. mit einem festen Arbeitsvertrag.
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Hulk

« Antwort #6 am: 10. September 2015, 23:02 »
Das sind meine groben kosten:
10.000€ Automiete - 7 Monate
800€ spritkosten - 12.000km
10.000€ Hostel/Motel/Hotel - 210 Tage
10.000€ Essen + Trinken
Wir wollen so viel wie möglich sehen Stadt sowie Landschaft.

Der erste Plan war eigentlich eine Weltreise für 1 Jahr da hätten wir mehr von bei den selben Kosten.
Ich hatte auch mit dem gedanken gespielt WorkandTravel/Auslandsstudium/Farmarbeit in Kanada, Australien oder Neuseeland hauptschache weg!
Ich kann mich halt nicht entscheiden!
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bruce

« Antwort #7 am: 11. September 2015, 10:10 »
Hallo,

Also wie schon bereits erwähnt wurde, sind die budgetierten Kosten z.T. schon eher etwas tief angelegt.

800€ spritkosten - 12.000km

Wenn ich das richtig lese/verstehe, willst du ein Auto mieten?

1l Benzin kostet je nach Region zwischen 80 Cts. und bis $1.50.
wenn ich mit rund 1$/Liter rechne, sieht das folgendermassen aus:
Annahme Verbrauch: 12l/100km (tönt nach viel, aber je nach Auto kommt bald einmal hin)
(120'000km/100km x 12l)= 1'440l Benzin -> ca. 1'450$ = ca. € 1'300.- je nach Wechselkurs

Wenn ich an mein Fahrzeug in Kanada denke (Ford F350 Super Duty), so verbraucht dieser rund 19l/100km.
Als Referenz, ein Dodge Charger (3.6L V6) benötigt laut Wikipedia 11.3l/100km.
Wenn man nicht gerade die kleinste Kategorie mietet, muss man auch mit etwas höherem Verbrauch rechnen.

10.000€ Essen + Trinken

Das ergibt ja bei 210 Tagen aufgerundet gerade mal 50€ pro Tag für 3 Personen

Ein einfaches Essen mit Getränk (Kein FastFood) kostet dich ca. 20-25$ pro Person.
Ich weiss nicht wie ihr euch verpflegen wollt, aber mit einem Auto (kein Camper) seid ihr eher auf Restaurants angewiesen.
Ein gutes Steak o.ä. kostet im Restaurant schnell auch mal 35$ (ohne Getränk).
Das ist auf eher ländliche Gegenden bezogen.

Ich würde beim Essen mehr budgetieren, da ihr sonst schon sehr stark auf euer Budget schauen müsst. Das ist ja auch nicht immer das, was man will. Man will es doch hin und wieder ja auch unbeschwert geniessen.
Gerade in den grösseren Städten ist Verpflegung und Übernachten einiges teurer als auf dem Land.

Wäre evtl. auch die Aufteilung der Route ein Variante für euch?
Also, dass ihr. z.B. die Reise in Regionen einteilt und dann zwischen den Regionen fliegt statt alles mit dem Auto.
So könntet ihr das Auto den jeweiligen Begebenheiten anpassen (PkW in Städten, Camper in ländlichen Regionen)

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bogboo

« Antwort #8 am: 11. September 2015, 11:17 »
also ich bin auch der Meinung, dass das mit dem Budget ziemlich eng wird.

10.000€ Hostel/Motel/Hotel - 210 Tage ==> auch das heisst knapp 50 EUR pro Übernachtung. In ländlichen Gegenden könnte das ja vielleicht noch so knapp passen. Aber in grösseren Städten reicht das aus meiner Sicht bei weitem nicht aus für 3 Personen.

Wir waren im 2010 für 3 Wochen in den USA mit Mietauto. Wir hatten für jede Übernachtung mindestens 60 EUR bezahlt. Das ging sogar hoch bis 100 EUR. Vielleicht haben wir zu wenig lange gesucht aber etwas für 50 EUR oder weniger haben wir nie gefunden. Ausser wenn wir das Zelt auspackten und es uns auf einem der zahlreichen Campings gemütlich machten.

Ich denk da müsste man beim Budget noch ein paar Euros drauflegen, da ihr ja sicherlich auch was sehen wollt. für Sehenswürdigkeiten habt ihr noch keinen EUR eingerechnet. Wie du vielleicht weisst ist in den USA fast nichts GRATIS!?

Was gedenkt ihr betreffend dem Visum zu machen? Ohne Visum kann man ja max 90 Tage in den USA sein.
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waveland

« Antwort #9 am: 13. September 2015, 07:58 »
Ich sehe es so wie meine Vorschreiber, das Budget ist zu knapp und die Route muss noch optimiert werden. Du musst dich auch mal wegen der Automiete genauer erkundigen. Normal sind manche Orte wie Florida (viel) billiger als andere (z.B. New York), ich weiss aber nicht wie es bei eine Langzeitmiete ausschaut. Ich würde meinen, dass ihr bei diesem Posten etwas billiger als 10000€ kommt, aber bei den anderen Positionen nicht. Ich würde nach einem Wagen der Kategorie "Midsize" schauen, das sollte auch zu zweit mit einem Kind ausreichend sein und verbrauchen nicht so viel wie z.B. ein SUV.
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Susu

« Antwort #10 am: 13. September 2015, 22:22 »
Hallo Hulk,

habt ihr euch inzwischen schon etwas konkretere Gedanken gemacht?

->   Wie lange wollt/ könnt ihr euch Zeit nehmen?  / Wieviel Budget habt ihr?
Unter drei Monate -> ESTA/Visa Waiver Program.
Wenn ihr über drei Monate bleiben wollt, müsst ihr euch für das „B2-Visum“ bei der amerikanischen Botschaft in Deutschland bewerben (wenn ihr dt. Staatsbürger seid). Dafür sind viele Bedingungen notwendig; unbedingt gewissenhaft vorher prüfen, ob das für euch in Frage kommen kann und ob ihr Chancen habt, das Visum zu bekommen (und grundsätzlich hat der Grenzbeamte bei eurer Einreise das letzte Wort, er kann euch auch trotz Visum nur 14 Tage Aufenthalt gewähren…).

->   Was wollt ihr sehen: Städte oder Natur? / Route
Mit einem Camper einen Parkplatz in den Innenstädten finden, ist wahrscheinlich maximal anstrengend. Die Großstädte sind sehr teuer. Was ist euch wichtig? Ich stimme den Vorrednern zu, dass ich eure Route zu lang / unpraktisch finde. Beschränkt euch auf eine Küste / Region. Unterschätz die Entfernungen nicht! Die sind nicht vergleichbar mit Europa oder deiner Fahrt in den Kosovo. Letztlich weisst du auch nicht, wie euer Kind sehr lange Strecken auf Dauer mitmacht.

->   Camper oder Auto
Mit einem Camper seid ihr noch langsamer, das Ding klappert innen (macht das eurem Kind Spaß?). Das Speedlimit ist grundsätzlich deutlich langsamer als in Europa und Autos und Camper in USA verbrauchen  mehr Benzin. Benzinpreise schwanken innerhalb einer Stadt schon mal um 15%. Wenn Auto, dann auch mal zelten? Wollt ihr das? Wenn nicht, werden die Motels ordentlich ins Geld gehen.

->   Mieten oder Kaufen
Kommt drauf an, ob ihr drei oder 6 Monate plant. Kennt ihr euch mit Autos/Campern aus? Und den Preisen? Habt ihr ein Budget für evt. Reparaturen? Wollt und könnt ihr euch am Anfang und am Ende die Zeit nehmen um ein Auto zu kaufen und zu verkaufen?
Hast du gecheckt, wie und ob du das Auto in USA versichern kannst? Kennst du die Kosten? Hast du Freunde in USA, die dir helfen können? Wohin soll das DMV den Pink Slip schicken, nachdem du das Auto angemeldet hast?...

Tipps:
Check die Möglichkeiten der One-Way-Miete eines Autos über www.billiger-mietwagen.de und lass dir von denen auch mal ein konkretes Angebot machen für eure Vorstellungen. Mieten nach Kalifornien sind ohne one-way-Zuschlag, meine ich.
Check Camper-Preise.
Wenn Ihr Natur sehen wollt, kauft euch bei erster Gelegenheit vor Ort den „America the Beautiful-Pass“. Der kostet 80 Dollar und ist ab Kauf ein Jahr gültig. Damit kommt ihr kostenlos in alle Nationalparks, National Monuments usw. Oft erhält man damit 50% Rabatt auf Campingplätze in den National Forests.
Motels bieten oft Rabattcoupons an für walk-ins (keine Vorhinein-Reservierungen). Check Seiten und Bedingungen wie www.hotelcoupons.com usw.

Viel Spaß beim Konkretisieren und viele Grüße aus Kanab, Utah.
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Hulk

« Antwort #11 am: 13. September 2015, 23:02 »
Moin Moin, die Preise die ich angegben habe hab ich as dem Net und den rest selber errechnet.
Die Mietgebühr hab ich aus den USA das wäre dann für ein Kleinwagen grösser muss es nicht sein da wir zu 3 reisen wollen. Vielleichz verschiebt sich auch der Urlaub und wir machen eine Weltreise oder ganz was anderes.
Ca. 40.000,00€ könnte ich bis zum ende 2016 sparren. Ich hab diese woche prüfung für den Fachwirt wenn ich das bestehen sollte mit einem guten schnitt werde ich die reise gegen ein studium, workandtravel oder etwas vergleichbares. Ich hab noch ein jahr um alles zu planen dann sollte nix schief gehen.
Gruss
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