Thema: Befristeter Vertrag, 6 Wochen Flitterwochen SA, und danach?  (Gelesen 649 mal)

platy

Hallo zusammen,

obwohl ich frisch verheiratet und privat sehr glücklich bin, schleppe ich seit Monaten ein ziemlich bedrückendes Thema mit mir rum: Mein Vertrag läuft Mitte November 2015 aus. Ob ich entfristet werde, weiß ich noch nicht. Allerdings gefällt mir die Arbeit auch nicht und tut mir gesundheitlich auch nicht gut. Der ganze Ärger und Stress machen mich krank.
In den nächsten Tagen möchte ich meinen Chef auf den Vertrag und die Zukunft ansprechen.
Außerdem möchte ich ihn dann fragen, ob ich am Ende des Jahres 6 Wochen freimachen kann, damit wir unsere Flitterwochen in Südamerika erleben können. Eigentlich dürfen wir nicht mehr als 3-4 Wochen am Stück nehmen, aber das wäre für diesen Trip (Rundreise durch 6-7 Länder) zu wenig.
Wenn ich ihn danach frage, wird es vermutlich keine Entfristung geben. An sich nicht schlimm, aber wir möchten ab nächstem Jahr auch eine Familie gründen - im schlimmsten Fall stände ich ab Nov. ohne Job da.
Vermutlich bekomme ich auch keine Entfristung, da es dem Unternehmen grad nicht gut geht. Außerdem bin ich inoffiziell eine Elternzeit-Vertretung und die Mama kann ab April 2016 wiederkommen (ist nicht sicher, und wenn dann auch nicht Vollzeit).
Es ist alles ungewiss. Ich möchte gern 6 Wochen weg, aber es ist soo viel Ärger und Kämpferei damit verbunden.
Wenn ich nicht nach dem Urlaub frage, dann bekomme ich vielleicht einen festen Vertrag, aber bei einer Firma bei der ich nicht bleiben will. Und die Reise könnte ich dann auch vergessen.
Andere Firma heißt auch erst einmal wieder Probezeit und "kleine Brötchen backen"...

Mein Mann meint, ich habe nichts zu verlieren. Zum Chef gehen, auf Urlaub bestehen, wenn er mich halten will, wird es gehen. Wenn nicht, dann hätte ich nach Vertragsende "Zeit" für die Reise und könnte mir danach etwas Besseres suchen.
Hört sich Einfach an, aber mich verunsichert das alles. Ich war bereits 9 Monate arbeitslos, es ist nicht einfach etwas Neues zu finden...

Und ob ich ALG I bekomme, ist dann ja auch noch die große Frage...

Ach man, alles sch... :-(
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Radlerin

« Antwort #1 am: 24. Juli 2015, 14:20 »
Hallo platy,

ich kann deine Bedenken verstehen, aber mein erster Gedanke war: Wer nicht fragt, der nicht gewinnt.

Du kannst ja erst mal wegen der Vertragsverlängerung fragen und wie er sich deine Zukunft im Unternehmen vorstellt.
Dann je nachdem, wie das Gespräch verläuft, kannst du ja auf denUrlaub zu sprechen kommen. So nach dem Motto, Sie wissen ja, dass ich geheiratet habe, unser Traum wäre eine Reise blabla, ist das mögllich?
Du wärst ja dann den Rest vom Jahr da, weil du vermutlich deinen Jahresurlaub am Stück nehmen würdest.

Mein Chef findet das immer toll, wenn ich in den Sommerferien da bin und über Weihnachten länger weg.
Vielleicht passt es ihm sogar in den Kram, das weisst du aber erst, wenn du fragst.
Zu verlieren hast du nichts, ich glaube nicht, dass du durch die Frage dir den Vertrag verscherzen würdest. Der Chef will in erster Linie, dass die Arbeit gemacht wird. Und entweder brauchen sie dich noch oder nicht, das wird dann unabhängig vom Urlaub sein.

Entweder sagt er ja, oder er sagt nein. Dann weisst du, woran du bist.

Ja     - Du kannst dann immer noch überlegen, ob du weiter dort arbeiten willst
Nein - Du kannst dann immer noch überlegen, ob du kündigst bzw. den Vertrag auslaufen lässt oder ob du sein Angebot akzeptierst (kein Urlaub und weiterarbeiten)

Man stellt sich so ein Gespräch meist viel schwieriger vor als es dann ist.
Du gewinnst zumindest Klarheit über deine Möglichkeiten.
Und du musst ja auch die Reise vorbereiten, also warte nicht zu lange  :)

Alles Gute!
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