Thema: Nicaragua mit Kindern?  (Gelesen 1210 mal)

dudule

« am: 25. Mai 2015, 11:36 »
Hallo zusammen

Sind in der Planung eines Trips nach Zentralamerika im Frühjahr 2016. Wir waren 2012 schon mal 1 Monat in Costa Rica mit zwei Kindern. Es war eine einfache Reise, die uns alle erfüllt und uns viel Spass gemacht hat. Der Comfort, die Sicherheitslage und die Strassenverhältnisse in Costa Rica sind ja wirklich super. :)

Nun sind wir zu sechst (vier Kinder: 10, 7, 3, 3) und möchten zwischen März und Mai 2016 nach Nicaragua reisen. Wie siehts dort aus mit Reisemöglichkeiten? Da wir ja kleine Kinder dabei haben, werden wir auf Chicken Busses wohl verzichten...  :-\

Habt ihr Erfahrungen hinsichtlich:
- Sicherheit (Nicaragua ist mir als sicheres Land empfohlen worden. Aber wie sieht die Sache mit Kindern aus?)
- Verkehr (kommt man mit dem Mietwagen (4x4) überall hin? Brenzliges?)
- schöne Spots, die man easy ansteuern kann (und nicht zwingend eine 3h-Wanderung machen muss)
- finanzielle Grundlagen (mit welchem Tagesbudget müsste man so Handgelenkmalpi rechnen...?)

Und lbnl:
Könnt ihr Empfehlungen machen, was man unbedingt gesehen haben muss?

Thanx im Voraus!  ;D

Dudule
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santiago

« Antwort #1 am: 25. Mai 2015, 16:05 »
Also, wenn ihr schon in Costa Rica Erfahrung im Reisen mit Kids gemacht habt, stellt das in Nicaragua auch keine größeren Probleme dar. (Ich hab in Nicaragua gelebt, war inzwischen schon 7-8 Mal dort, habe aber keine Kinder)

Die Jahreszeit ist gut gewählt, wenns auch bis Ende April schon sehr heiß wird (v.a. in León).

Mit einem 4x4 kommt man überall hin, ja. Brenzlig ist wenn dann der Verkehr in Managua (einerseits wegen den Fahrern, andererseits weils keine Straßenschilder gibt). Spätabends würd ich auch nur als geübter Fahrer unterwegs sein in Managua, und ja, Rush hour beim queren vermeiden.

Generell gibts aber in Managua eh nicht, was irgendwie interessant ist, also die Stadt gleich mal auslassen so gut es geht.

Meine Reiseerfahrungen habe ich in zahlreichen Blogbeiträgen gesammelt: http://weltblicke.at/tag/nicaragua da findet ihr auch 2 Beiträge mit allgemeine Tipps und Tipps speziell für Ometepe.

Ometepe ist als Familienurlaub wahrscheinlich sehr gut geeignet, eine ganz ruhige Insel mit viel Natur und einem schönen See. Meine kleine Schwester war mal ganz begeistert von einem Kakaoladen dort, wo man viel über Schoko lernt und auch selbst herstellen kann. Auf Ometepe sollte man auch mit dem 4x4 übersetzen.

Weiters wäre Big Corn Island eine Option. (Little Corn ist schöner, aber nur durch eine manchmal sehr wellige Überfahrt möglich). Nach Big Corn Island kann man fliegen.

- León und Granada sind hübsche Kolonialstädte. Generell ist Nicaragua abgesehen von Managua ein recht sicheres Reiseziel, auch abends.

- Zum Tagesbudget kann ich leider nix beitragen, da es sich bei mir inzwischen von einem "typischen Reisenden" unterscheidet..

- Baden geht für die größeren Kids wohl nur auf Ometepe, auf Big Corn Island und in der einen oder anderen ruhigeren Bucht. Ansonsten ist die Strömung und die Wellen zu stark.

Fragen?

Liebe Grüße
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knappe

« Antwort #2 am: 25. Mai 2015, 17:21 »
Zu den Preisen kann ich vielleicht ein bisschen helfen.
Nach unserer Erfahrung (April 2015) scheinen die Preise gegenüber dem Vorjahr schon kräftig angezogen zu haben (Eintritte teilweise 3x so hoch wie im Reiseführer von 2014 beschrieben).
Wir haben im Schnitt mit Transport (local) p.P. ca. 28€-30€  p.T. gebraucht, ohne  die geführte Touren und ohne den Flug auf die Corn Islands. Wir waren als Paar unterwegs und i.d.R. In günstigen DZ und in eher günstigen Restaurants. Als Teil-Selbstversorger oder in günstigeren Unterkünften kann man da sicher auch noch runter kommen.
Von der Sicherheitslage hätte ich keine Bedenken, zumal wenn man auf dieser Westachse Ometepe-Granada-Leon-Somoto bleibt. Wir haben uns insgesamt gesehen sicher gefühlt und die "Nicas" als unheimlich nett und hilfsbereit empfunden. Sogar ohne Kinder.  ;)

dudule

« Antwort #3 am: 30. Mai 2015, 22:07 »
Vielen Dank für die wertvollen Infos.
Damit kann man was anfangen.

Den Blog habe ich mit Interesse gelesen!
Bekräftigt uns, Nicaragua einen Besuch abzustatten...
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farmerjohn1

« Antwort #4 am: 30. Mai 2015, 23:32 »
Naja - Ihr habt ja schon eine Menge Erfahrung  wenn Ihr in Costa Rica wart.
Trotzdem verstehe ich nicht wieso Ihr auf chicken buses usw. verzichten wollt. Da liegt doch gerade der besondere Vorteil Lateinamerikas fuer Reisen mit Kindern (gegenueber z.B. England oder der Schweiz oder Japan): haufenweise Kinder, die in einfachen und vor allem langsamen (das verringert Risiken) bei meist schoenem Wetter in Failienverbaenden und Gruppen dauernd von irgendwoher irgendwohin unterwegs sind. Warum soll ausgerechnet dieser Vorteil nicht genutzt werden? Das ist doch ein Heidenspass fuer die Kinder: da kriecht der alte Chiva die ungepflasterten Berghaenge hoch dass man ihn mit dem Esel fast ueberholen koennte,  dann kocht der Motor, dann wird am Bach gehalten und neues Wasser eingefuellt, alle Passagiere steigen aus, essen unjd trinken irgendwas, die Kinder gehen Mangos am Strassenrand pfluecken, baden eben im Bach, keiner wird nervoes... das ist doch toll, was besseres kann mit KIndern doch gar nicht passieren.
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dudule

« Antwort #5 am: 01. Juni 2015, 14:32 »
John, du hast natürlich vollkommen recht. Solchen Abenteuern sollte man auf keinen Fall aus dem Weg gehen. Ehrlich gesagt zögere ich allerdings mit vier Kindern die recht anstrengenden Fahrten in Angriff zu nehmen. Mit 1-2 Kindern ginge das schon, da du sie dann unter Kontrolle hast. Da die beiden jünsten sich noch nicht mal artikulieren können (3y), der Mittlere zurzeit eher an Unfug denkt als an sonst was, ist uns das einfach heiss.

Ich kenn die Chickenbusses von früher: Super, falls man Zeit hat und auch sonst ungebunden. Aber schreiende und meckernde Kinder sind, insbesondere wenn es die eigenen sind, nicht das, was ich von einer solchen Reise erwarte. Verstehe mich nicht falsch, es soll auf keinen Fall ein klinisches bzw. keimfreies Abenteuer werden - so sind wir früher nie gereist. Und die Kinder könnten auch in einem CB Gefallen dran finden. Wenn dann aber in der Hitze eine Pause einzulegen ist, du Überland fährst und dann eben kein Bach zum Spielen zur Verfügung steht...naja, du verstehst hoffentlich, was ich meine.

Und eben, es reist sich halt einfacher im eigenen Wagen, wenn man zu sechst ist...
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