Thema: Peru/Kolumbien ohne Spanisch?  (Gelesen 2394 mal)

philipk

« am: 26. Januar 2015, 11:57 »
Hallo,

ich will im Mai für 10 Wochen nach Peru und von da aus nach Panama Bogota reisen. Eine genaue Route habe ich noch nicht aber dachte an 4-5 Peru, 3 Wochen Ecuador (oder einen Teil von Kolumbien) und den Rest der Zeit um durch Kolumbien nach Panama City zu kommen. Hört sich das realistisch an?
Mein größtes Problem ist aber die Sprache. Ich spreche kein Spanisch, da ich bis Mai meine Abschlussarbeit schreibe habe ich auch nicht besonders viel Zeit es zu lernen. Eventuell könnte man auch vor Ort noch einen Kurs machen (bspw. in Lima). Da 10 Wochen auch nicht besonders viel sind, würde alles mehr als ne Woche (20h) eigentlich zu viel sein!? Ist jedoch die Frage ob sich das lohnt!
Kann man Südamerika ohne Spanisch gut bereisen bzw. reichen 20h + etwas nebenbei lernen aus?
Oder gibt es vielleicht auch genug Ziele in denen ich auch ohne Spanisch gut klar komme?

Von dem was ich so gelesen habe sollte man mit 1000 Euro pro Monat hin kommen, stimmt das?

Vielen Dank schon mal
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Mooni

« Antwort #1 am: 26. Januar 2015, 12:09 »
Das ist schon ein straffes Programm. Wieso möchtest du bis nach Panama Stadt und nicht "nur" nach Bogota?
3 Länder sind wirklich genug für 10 Wochen, vor allem wenn du die erste Woche einen Sprachkurs machst.
Du kommst auf jedenfall auch ohne Spanisch zurecht, aber ich finde es schöner wenn man mit den Einheimischen kommunizieren kann. Musst du aber natürlich selbst wissen wie hoch da deine Motivation ist.

Hast du dich informiert, wie du den Darien Gap überwinden möchtest? Wenn du danach eh nur noch Zeit für Panama Stadt hast, bin ich mir nicht sicher ob sich der Aufwand lohnt.

Auch nach Flugpreisen würde ich mal schauen. Ich denke ein Gabelflug Deutschland-Lima, Bogota-D ist deutlich günstiger zu finden als ab Panama.

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philipk

« Antwort #2 am: 26. Januar 2015, 12:36 »
Vielen Dank für die Info. Ein zu straffes Programm ist definitiv keine gute Idee. Von daher ist Bogata die vermutlich die bessere Lösung. Werde mich noch mal ein wenig schlau machen
Würde sich den ein ein wöchentlicher Spanisch Kurs lohnen oder lässt man es dann lieber komplett sein?
Gibt es bestimmte Ziele die man ohne Spanisch besser meidet?
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karoshi

« Antwort #3 am: 26. Januar 2015, 12:56 »
Grundsätzlich lohnt sich eine Woche schon, besser wären zwei. Es hängt ein wenig davon ab, ob Du schon irgendwelche rudimentären Vorkenntnisse hast. Fals nein, wird die erste Woche dafür drauf gehen, genau diese zu erwerben. Ob Lima der ideale Ort dafür ist, darf bezweifelt werden. Was willst Du denn in Peru sonst noch sehen? Angenommen, Du wolltest auch in den Süden, dann könntest Du z.B. am Anfang nach Cusco fahren/fliegen und den Kurs dort machen. Cusco und Umgebung bieten genug Möglichkeiten, an den Nachmittagen etwas zu unternehmen -- dann verliert man auch nicht zu viel Zeit mit dem Kurs.
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Radlerin

« Antwort #4 am: 26. Januar 2015, 13:35 »
Ich habe mal eine Woche Spanischkurs in Costa Rica gemacht, auch nur halbtags.
Nach 3 Tagen konnte ich mich wenigstens rudimentär verständigen, abends in der Kneipe Gespräche halbwegs verstehen und auch etwas smalltalk halten.
Ich war froh um die Grundkenntnisse, wenn es auch nur für die Präsensform gereicht hat. Damit konnte ich mich ganz gut durchschlagen.

Also Fazit: Eine Woche ist besser als nichts.
Ich konnte nur ein paar Brocken und würde ich nicht mehr mit so wenig Kenntnissen in eine Gastfamilie gehen, aber das ist Geschmackssache.
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eucaloa

« Antwort #5 am: 26. Januar 2015, 14:29 »
Ich würde es ehrlichgesagt lassen, die Woche zum Reisen nutzen und versuchen mich mit Englisch und Spanisch-Wörterbuch durchzuschlagen. Nach einer Woche, ohne vorherige Kenntnisse, kann man vielleicht ein Bier bestellen oder nach dem Preis fragen, aber sobald die Antwort etwas komplexer ausfällt und mehr als ein paar Worte ausmacht, kommt man mit dem Chrashkurs nicht mehr weiter. Die Sprachschule hat mehr davon als du, nämlich dein Geld. Vielleicht bist du mit einem Lernpodcast, dass du dir auf dem Flug und während der Busfahrten reinziehst besser bedient?! Die Aussage von Radlerin: "Nach 3 Tagen konnte ich mich wenigstens rudimentär verständigen, abends in der Kneipe Gespräche halbwegs verstehen und auch etwas smalltalk halten." weckt meiner Meinung nach nur total unrealistische Erwartungen. Das war bestimmt nicht beabsichtigt ;) Ich behaupte, dass ein normaltalentierter Mensch nach 3 Tagen Sprachkurs keinem Gespräch zwischen Muttersprachlern folgen kann.

Ich lese hier öfter Fragen zu Spanisch-Schnell-Crashkursen und wollte jetzt zum ersten Mal meinen Senf dazugeben. Sorry :)
Ich hatte das andere Extrem: Ich hab Spanisch an der Uni von der Pike auf gelernt und erst nachdem ich die gesamte Grammatik durchgekaut hatte und bereits El Pais-Artikel lesen konnte, war ich das erste Mal länger in Spanien. Da kam ich mir anfangs wie ein Volltrottel vor, da ich Hemmungen hatte zu sprechen. Darum ist es natürlich am besten was den Lerneffekt angeht, mehrere Wochen vor Ort zu lernen und das abends nach dem Kurs direkt anzuwenden. Die option hast du ja leider auch nicht.
Ich an deiner Stelle würde aus Zeitgründen die Reise geniessen und nach deiner Rückkehr Spanisch lernen damit du bei einer erneuten Reise in spanischsprachige Länder darauf aufbauen kannst.
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philipk

« Antwort #6 am: 26. Januar 2015, 23:36 »
Vielen Dank schon mal für die Antworten. Eventuell schaffe ich es vor der Reise doch noch eine Woche zu machen. Aber wichtig für mich ist es zu wissen, dass ich auch ohne Spanisch klar kommen würde.
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eucaloa

« Antwort #7 am: 26. Januar 2015, 23:48 »
Als ich in SA war habe ich viele getroffen, die kein Spanisch konnten. Die sind alle klargekommen. Eine Freundin von mir tourt grad durch Chile und spricht kein Wort.
Englisch+Hand & Fuß, so wie in SOA. :)

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philipk

« Antwort #8 am: 27. Januar 2015, 11:42 »
Auf meiner Vorbereitungsliste steht bisher folgendes:
- Flug Hin und Zurück (ohne Rücktrittsversicherung)
- Impfung
- Reisepass
- grobe Route
- Unterkunft für die ersten Tage / Transfer vom Flughafen
- Kreditkarte für Auslandsnutzung
- Auslandskrankenversicherung

Gibt es sonst noch wichtige Punkte?

Bei den Flügen die ich bisher geguckt habe war das günstigste knapp 400 von Barcelona (bin vorher noch eine Woche in Spanien) nach Lima (mit AirEuropa) und ca 500 von Bogata nach Frankfurt (mit Condor). Also zusammen ca 900 Euro. Wenn ich einen Flug nach Madrid für knapp 50 Euro nehme, kann ich von da aus mit American Airlines für gut 750 die komplette Strecke fliegen.
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ulmi

« Antwort #9 am: 02. März 2015, 20:21 »
Hallole,

Wie überall auf der Welt, kommt man auch in Kolumbien/Peru ohne Spanisch durch. Es ist natürlich ein ganz anderes Erleben, wenn man die Landessprache gut kann und so mehr von und über die Einheimischen erfahren wird. Aber da Du eh nur begrenzt Zeit hast, wirst Du über ein Small-Talk-Wissen kaum raus kommen.

Da würde ich mich eher den Vorrednern anschliessen und mehr Fokus aufs Reisen legen. Und mit ein bisschen Talent kommst Du trotzdem an Deine Small-Talk-Fähigkeiten.

Falls es Dich doch noch reizen sollte (Du hattest ja glaub ich Ecuador erwähnt): Beliebt ist z.B. Montañita, ein Strand(Party-)Städtchen, wo man Strand, Festen und Spanisch lernen gut verbinden kann. Über das Flair solcher Orte kann man streiten, ich z.B. bin kein Fan von diesen Partyorten, aber Dir gefällt sowas vielleicht. Es gibt in der Umgebung von Montañita auch ruhigere und authentischere Orte und Strände.


Grüßle vom ulmi
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White Fox

« Antwort #10 am: 02. März 2015, 20:57 »
Ich hatte mir für Südamerika relativ schnell und mit verhältnismäßig wenig Aufwand Spanisch-Grundkenntnisse mit diesem Kurs erworben:
http://www.amazon.de/Spanisch-leicht-Urlaubskurs-Hedwig-Nosbers/dp/3191078991/ref=sr_1_2?ie=UTF8&qid=1425326098&sr=8-2&keywords=hueber+spanisch+urlaubskurs

Ich habe trotz Vollzeitjob nur 5 Wochen für den Kurs gebraucht und kam danach ganz gut zurecht in Südamerika. Und bei dem Preis kann man auch nicht viel falsch machen.
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Surfy

« Antwort #11 am: 06. März 2015, 05:51 »

Nachdem ich auch schon eine Transafrika ohne Französisch hinter mir habe, bin ich seit Anfang Januar auf der Panamerikana, von Ushuaia nach Alaska mit dem eigenen Fahrzeug - ohne spanisch Kenntnisse.

Etwas Sprachkenntnisse würden das Reiseleben manchmal schon vereinfachen. Auch würde es manchmal einen besseren Kontakt zu locals zulassen. Die sind aber meist sehr bemüht einem zu integrieren, auch wenn sie selber nur ein paar brocken englisch können...

Durchkommen geht auch mit schweizerdeutsch  ;)  Ich habe die Apps Babbel und HH Spanisch auf Smartphone und Tablett war zu Beginn fleissig am lernen. Schlecht sind sie nicht.

Aber regelmässig zu lernen, fällt mir schwer - weil die Lernkurve doch sehr flach verläuft, obwohl ich in den ersten Wochen täglich gelernt habe. Aber manchen mag das ja leichter fallen...

Ich traf nun schon mehrere Reisende die mit einem 4 Wöchigen Intensiv Sprachkurs einen guten Einstieg hatten. Aber die Zeit müsste man sich halt auch nehmen.

Am besten fängt man wohl schon Zuhause mit dem lernen an - und kommt mit einem kleinen Wortschatz und Verständnis hier an...

Surfy

philipk

« Antwort #12 am: 07. April 2015, 11:41 »
Habe jetzt vorher eine Woche intensiv Kurs spanisch in Barcelona gebucht. 20 Stunden. Von daaus flieg ich dann weiter, mal schauen. Langsam beginne ich ein wenig zu planen, was wohl etwas zu spät ist (zumindenst schienbar für den inka trail), aber früher ging es halt nicht...
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