Thema: Langsam fühle ich Platzangst  (Gelesen 3461 mal)

Einmalrundum

« am: 05. Februar 2021, 16:39 »
Wie geht es denn hier den Reisehungrigen und Freigeistern?
Wir waren bis letzten Merz für fast 3 Jahre in unserem 4x4 Camper unterwegs von Alaska bis Patagonien. Die absolute Freiheit. Wir konnten gehen wohin wir wollten, Fliegen wohin wir wollten und alles war ebenso wie es schon immer war. Dann kam Corona. In Ushuaia waren wir noch auf einer Süd Georgien Antarktis Tour, die im Februar los ging. Ich mach noch Witze: In 3 Wochen gibt es nur noch Corona Zombis und wir sind die einzigen Überlebenden nach einer Pause im ewigen Eis. Es kommt fast so schlimm, danach ist weltweiter Lock down, wir fliehen zurück in die Schweiz, lassen unseren Camper stehen und wie ihr ja alle wisst, die Situation heute ist nicht besser. Wir dürfen abends nicht mehr raus, Restaurants und Bars geschlossen, Läden zu und wir dürfen kaum mehr Freunde oder Familie Treffen. Wer hätte das vor einem Jahr gedacht?
Aber weshalb? Statistiken zeigen es sterben nahezu nur über 80-Jährige. 80 Ist doch auch schon ein gutes Alter. In manchen Ländern wird kaum jemand so alt und wir leiden doch eh an einer Überbevölkerung. Ich bin 49ig, als ich zur Welt kahm gab es 2Mio Menschen, heute sind es über 8. Das Ende des Lebens ist nie großartig und leider für viele ein anstrengender Weg. Ein kaum angesprochenes Thema in er Pandemie Kriese. In Indien gehört das Ende so zum Leben wie der Anfang, egal, wir können dies nicht ändern. Aber auch ich möchte meine lieben Eltern nicht verlieren.
Nun gibt es am Horizont Hoffnung, ein Silberstreifen, die Impfung ist da. Ich bin Molekularbiologe und hab lange in der Pharma gearbeitet. Was für ein Glück gleich mehrere wirksame Impfstoffe nach so kurzer Zeit. Ich Glaube das könnte tatsächlich das Ende bedeuten. Es bleibt aber die Angst das dies aus irgendwelchen gründen nicht eintreffen könnte. Ich denke da nicht mal an die Mutanten, die mRNA Impfstoffe könne da sehr schnell angepasst werden. Ich habe angst vor dem Unerwarteten, oder auch davor das man sich bis dann schon zu sehr daran gewöhnt hat das Masken und geschlossene Grenzen normal sind. Was tun wir dann? Wie lange soll man dann noch in Deckung bleiben? Kommt dann der Augenblick, um aufzustehen und sich zu wehren. Fragen auf die ich keine Antwort habe. Wie denkt ihr?
Das Einzige was ich weiß, mich schießt dieser Corona an und irgendwann will ich in absehbarer Zeit mein altes Leben wieder zurück

Crung

« Antwort #1 am: 05. Februar 2021, 19:33 »
Statistiken zeigen es sterben nahezu nur über 80-Jährige. 80 Ist doch auch schon ein gutes Alter. In manchen Ländern wird kaum jemand so alt und wir leiden doch eh an einer Überbevölkerung. Ich bin 49ig, als ich zur Welt kahm gab es 2Mio Menschen, heute sind es über 8.


Ich habe ja schon vieles gehört während der Pandemie, aber da fällt mir echt nix mehr ein.
Um es mal deutlich zu sagen:
Selten so etwas Egoistisches und Asoziales gelesen.

P.S.: Es waren vor 49 Jahren ca. 3,7 Milliarden.

Joerg83

« Antwort #2 am: 05. Februar 2021, 19:47 »
Ich kann dir voll und ganz folgen und bin nicht der Meinung des Vorredners.
Was ich dagegen tun möchte - fliehen  :D
Ich möchte einfach selbst entscheiden welchem Risiko ich mich aussetze - aber ich weiß, bei diesem Thema gibt es zwei Fronten die schwer zu vermitteln sind.

Einmalrundum

« Antwort #3 am: 06. Februar 2021, 10:21 »
Morgen Crung

Vielleicht hab ich mich nicht so gut ausgedrückt. Natürlich sollen alle geschützt werden. Es ist nun aber einfach eine Tatsache das wir alle irgendwann sterben. Ich denke dieses Thema müsste mit dem Corona mehr diskutiert werden. Schlimmer als der tod eines alten Menschen finde ich lebenseinschrenkende langzeitwirkungen bei jungen Menschen. Auch schlimm kann ich mir die Folgen der momentanen Einschrenkungen auf Psyche und Wirtschaft vorstellen wenn sich diese nicht ändern. Es würde mich nur interessieren wie ihr darüber denkt? Wozu seit ihr bereit und wie lange wollt ihr alles hinnehmen? Ich sage nicht mal das es falsch ist, vielleicht muss man einfach geduldig sein, eventuell noch mehrere Jahre. Das nicht Reisen ist da ein Luxusproblem.

Nocktem

« Antwort #4 am: 06. Februar 2021, 11:29 »
wir sind hier auf einem reiseforum, das thema was man hinnehmen will, hat in meinen augen hier nichts verloren und nervt nur noch!!!

reisefieber2019

« Antwort #5 am: 06. Februar 2021, 11:38 »
Gibt doch bestimmt genug Facebook Seiten wo man den Mist abladen kann!!

Einmalrundum

« Antwort #6 am: 06. Februar 2021, 12:00 »
Naja Nocktem, genau darum geht es ja, das Reisen ist seit einem Jahr sehr eingeschränkt. Du darfst ja in De abends nicht mal mehr dein Haus verlassen.

dirtsA

« Antwort #7 am: 06. Februar 2021, 12:26 »
Ich kann deine Gedanken schon nachvollziehen, Einmalrundum. Es handelt sich hier halt um 'social pressure', man darf so was wie du schreibst ja nicht mal andeuten und sofort wird man als egoistisch beschimpft. So wie auch hier.

Ich finde es schwierig und habe mal Tage, wo ich mehr bei dir bin, mal Tage, wo ich mehr auf der anderen Seite stehe. Ich kann beides nachvollziehen. Es ist einfach eine besch... Zeit.

Was mich nervt, ist, dass jetzt in NL ernsthaft über einen Corona-Pass gesprochen wird, mit dem man dann wieder alles darf sobald die Impfung dort registriert ist. Ich seh schon die ganzen 60+er fröhlich in Restaurants, Kinos, auf Reisen etc. während wir Jungen, die die ganze Zeit wegen den Älteren zuhause geblieben sind und alle Einschränkungen auf uns genommen haben, blöd zuhause sitzen. Weil wir bis wer weiß wann auf unsere Impfungen warten müssen. Wenn's wirklich so weit kommen würde, dann wäre bei mir wohl das Fass voll...

Generell finde ich bescheuert, dass Reisen an sich als so was Schlimmes dargestellt wird. Es kommt ja wirklich darauf an WIE man reist. Wenn man jetzt so wie ihr mit eigenem Camper in der Natur unterwegs ist und alle paar Tage mal in einen Supermarkt kommt... was soll da groß passieren. Ich war zu Weihnachten in Österreich bei meiner Familie, die ganze Woche in Quarantäne, sprich nur im Haus gesessen, alle waren (negativ) getestet. Und trotzdem wurde ich kritisch beäugt, warum ich denn jetzt reisen muss und dass sich das doch nicht gehört...

NL hat jetzt 2 (!!) Tests eingeführt, um wieder ins Land einreisen zu dürfen. Sobald diese Idiotie (die kein anderes Land meines Wissens hat) vorbei ist, werde ich so gut es geht wieder ein paar Reisen planen. Ist halt blöd mit diesen teuren Tests, da kostet der Trip dann halt gleich um einiges mehr.

@Einmalrundum - habt ihr eigentlich mal überlegt, zurück nach Argentinien zu fliegen? Waren die Grenzen nicht irgendwann offen? Eine Bekannte von mir ist Chilenin und war über Weihnachten ein Monat zuhause, darum dachte ich eigentlich Argentiinien wäre evtl. auch offen. Wenn ich ihr wäre, würde ich mir das überlegen und mich lieber in der Natur Argentiniens treiben lassen, als trübselig in der Schweiz im Lockdown zu sitzen?

karoshi

« Antwort #8 am: 06. Februar 2021, 12:47 »
Ich würde sagen, wenn es hier tatsächlich eher um die Frage geht, was man wie lange hin nimmt, und was als gerecht oder ungerecht empfunden wird, dann ist das Thema Reisen eigentlich nur noch am Rand gestreift. Deshalb verschiebe ich den Thread zumindest mal nach "Off Topic". Abwürgen will ich die Diskussion aber nicht. Wer davon genervt ist (was ich verstehen kann, auch wenn ich es selbst nicht bin), muss ja nicht mitlesen.

Nocktem

« Antwort #9 am: 06. Februar 2021, 15:53 »
Dann mache ich mir auch mal luft und danach lese ich den ganzen krampf nicht mehr mit.

also zunächst mal habe ich im direkten bekanntenkreis gottseidank keine coronafälle aber ich kenne genug leute die dank ihrer arbeit einige kennen, als bsp in frankreich eine bekannte welche gottseidank letze woche die erste impfung bekommen hatte in ihrer arbeit sind schon einge tote und kolleginnen und kollegen haben sich angesteckt altersschnitt der kollegen is bei groben 30 - 35 jahren. die die angeblich gesundet sind sind nur noch ein schatten ihrer selbst 100 meter laufen ist für die vermeindlich genesenen schlimmer wie für leute die nie corona hatten aus dem stehgreif einen marathon laufen... sie sind theoretsich arbeitsunfähig aber da sie systemrelewandt sind müssen sie trotzdem ranglotzen. nachbarin hat milterweile einige bekannte an corona verloren... 52 jahre top fit ohne vorerkrankung war davon der jüngste sein sohn 29 lag bei dem tot neben ihm auf der intensivstation (immerhin nur sauerstoffzugabe und keine voll beatmung)... mein vater hat im geschäft 3 posivie kollegen einer davon war ebenfalls auf der intensivstation (32 jahre) nur sauerstoffzugabe... mitlerweile ist er seit 6 wochen in reha... aber immer noch fertig mit der welt.... soll ich weiter machen???

wie ich zu den masnahmen steht???

meine meinung ist viel mehr polizeipräsenz keine wischi waschi strafen mehr sondern richtig durchgreifen!!!! demos verbieten und die die trotzdem erscheinen zwangseinweisen!!
wenn alles durch ist will ich wieder normal leben, aber solange ist es ja wohl nicht zuvielverlangt sich einfach mal am riemen zu reisen!!!

und nein ich bin auch keiner der zwangsimpfungen befürwortet, nicht das das so rüberkommt, aber das ist ja nie angedacht gewesen...
und ja ich freue mich wenn ich an die reihe komme und endlich meine beiden spritzen der impfung habe und eine woche danach endlich soweit immun bin.

dirtsA

« Antwort #10 am: 06. Februar 2021, 20:30 »
Das mag ja alles stimmen, aber ich kenne mittlerweile mehr Leute, die ernste psychische Probleme haben aufgrund der ganzen Einschränkungen. Und das sind v.a. jüngere Leute, oft Kinder, die noch ihr ganzes Leben vor sich haben. Aber darüber wird nicht gesprochen. Darüber, wie Leute vereinsamen, depressiv werden und sich das Leben nehmen. Nein, die sind dem Großteil der Gesellschaft egal.

Nocktem

« Antwort #11 am: 06. Februar 2021, 22:08 »
glückwunsch mir gehts genau anders herum ich kenne immer mehr leute die eine härtere gangart fordern weil sie psychisch krank oder depressiv werden weil sich einige egoisten an nichts halten...
sollte man auch beleuchten aber darüber wird nicht gesprochen nur weil einige wenigs egoisten denken das für sie keine gesetze gelten.... auch jüngere leute die ihr leben noch vor sich haben und nicht an log covid erkranken wollen...
die sind der gesellschaft auch egal... also nicht nur jammern, zusammenreisen!!!!
sprich dirtsa mir gehts genau anders herum wie dir nur weil einige egoisten nicht denken wollen es gibt genug wissenschaftliche studien die genau das belegen was in meinem bekanntenkreis auch gesehen wird... und die wirtschaft lacht nur über leute wie mich und fordert schnellst mögliche öffnungen damit noch mehr leid entsteht, hut ab sag ich nur, WIE KANN MAN???

Nocktem

« Antwort #12 am: 06. Februar 2021, 22:23 »
Darüber, wie Leute vereinsamen, depressiv werden und sich das Leben nehmen.

wie viele suizide kennst du denn persönlich wenn ich mal so provokannt fragen darf??
wieviele leute kennst du die depressiv werden also persönlich, sprich wieder eine provokannte frage??

weil die aussagen kenne ich nur zu gut und wenn man dann fragt wieviele leute man kennt kommt nur: ähh keinen
die plakate auf den demos der covidioten (und ja ich nenne das so) kenne ich zu genüge und am ende ist es nur heiße luft weil sie sich persönlich angegriffen fühlen.
ich kenne über genau eine ecke mitlerweile einen kleinne 3 stellige zahl an leuten die mir recht geben. das altenheim in dem meine bekannte arbeitet ist einer der orte an denen man gerne ohne maske arbeiten darf stand vor einer woche 60 possitiv getestete leute drunter einige pfleger welche verheizt werden ...
ersetzen kann man ja jeden die covidioten freuts weil je mehr leichen und unheil entsteht desto mehr renten spart man anders kann ich mir das verhalten der covidoten nicht mehr erklären es wird über leichen gegangen aber das juckt ja keinen, dein o - ton allen anderen gehts schlechter wie den toten... stimmt weil die toten sich ja nicht mehr wehren können!! und viele die corona durchgemacht haben zu schwach sind sich gegen die covitioten zur wehr zu setzen.


Stecki

« Antwort #13 am: 07. Februar 2021, 09:06 »
Genau DESWEGEN hätte man den Thread gleich schliessen sollen.

Railjeter

« Antwort #14 am: 07. Februar 2021, 10:53 »
ich kenne über genau eine ecke mittlerweile einen kleine 3 stellige Zahl an Leuten die mir recht geben.
Ich gebe dir auch in allen Belangen recht und denke, dass auch dieses kontroverse Thema in ein Reiseforum passt.



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