Thema: Buenos Aires - Das Paris des Südens  (Gelesen 4583 mal)

Kama aina

« am: 26. April 2019, 18:13 »
Hallo Zusammen!

Auch wenn zu Buenos Aires schon sehr viel hier im Forum geschrieben wurde, hab ich bei meiner Suche jetzt keinen Thread gefunden, der sich ausschließlich mit der Stadt und der Umgebung beschäftigt.

Buenos Aires wird Teil des Vorprogramms meiner Antarktisreise. Von Buenos Aires aus soll es dann über Colonia de Sacramento nach Montevideo gehen. Und von da entweder über BA oder direkt nach Ushuaia. Da muss ich noch schauen was sinnvoller ist! Fähre oder Flüge oder eine Kombi aus beidem. Habt ihr da Ideen?

Ich habe hier schon einiges in Erfahrung bringen können, tue mir aber mit der zeitlichen Planung noch was schwer!
Grundsätzlich bin ich recht schnell unterwegs und in Museen muss ich auch nicht gehen. Allerdings ist bei dieser Reise mein Vater mit dabei und das wird mein Tempo natürlich verlangsamen.

Nachdem was ich bisher in Erfahrung bringen konnte dürfte sich das Sehenswerte ja im Bereich Av. de Mayo, Puerto Madero, San Telmo, Teile von La Boca und Recoleta befinden, oder habe ich da noch was übersehen, was Beachtung verdient?

Wie kommt man am besten von A nach B? Ich hätte jetzt für mich gesagt, dass die Fahrten mit den U-Bahnen am Sinnvollsten erscheinen und das wir dann von der Stationen aus zu Fuß in die Bereiche laufen?
Spricht da was gegen? Es sieht zumindest so aus, als ob die sehenswerten Bereiche doch alle im Umfeld von 500 m an deiner U-Bahn-Haltestelle liegen?

Wenn es mal nicht so einfach ist, finde ich dann recht schnell ein Taxi? Und wenn ja, werden automatisch die Taxameter angemacht oder muss ich wieder verhandeln oder drauf aufmerksam machen?

Daher stellt sich für mich die Frage wieviel Tage ich einplane!? Wir kommen aus einem Nachtflug recht früh morgens in BA an. Den Tag nutzen, den nächsten Vollen und dann quasi am 3 Tage schon die Weiterreise oder doch lieber 2 volle Tage.
Aber wie fülle ich die Tage im Sinnvollsten.
Leerlauf will ich vermeiden, da mein Vater und ich beide nicht so die "Rumsitzer" sind.

Wo macht es am meisten Sinn ein Hotel zu nehmen?
Wir würden natürlich gerne in Reichweite zu den Sehenswürdigkeiten sein, aber Abends zum Essen würde ich ungerne mit meinem Vater durch die halbe Stadt fahren! San Telmo hörte ich soll dafür ganz gut passen?
Ich selber kann mich im Ernstfall recht zuverlässig verteidigen, aber mein Vater ist da natürlich eine Variable die ich nicht austesten will. Was mich auch wieder auf das Thema Sicherheit bringt!
Gibt es da aktuelle Erfahrungen und Einschätzungen (die von Astrid habe ich schon gelesen)?
Die üblichen Vorkehrungen und Verhaltensweisen werden natürlich durch mich befolgt!

Wie sieht es mit dem Geld vor Ort aus? Die Inflationsentwicklung sollte ja den Preis recht gut drücken und das ganze Unterfangen etwas erschwinglicher machen.
Ist Geldwechseln in den Stuben tatsächlich wirklich besser als das Geldabheben mit Kreditkarte am Automaten, trotz der anfallenden Gebühren?

Über einen lebhaften Austausch und eure Ideen und Anregungen würde ich mich sehr freuen! :)
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reisefieber2019

« Antwort #1 am: 26. April 2019, 18:40 »
Ich bin ja echt nicht der Freund von Städten.
Aber mir hat es gut gefallen dort. Also auf jeden Fall 2 volle Tage.
Es war halt sehr teuer. Und es war eins meiner schlechtesten Einzelzimmer die ich hatte aber auch eins der teuersten auf meiner Reise durch Südamerika.
Sacramento kann man muss man aber nicht. Drei Stunden reichen.
Den einzigen richtigen Tipp die Fähre früh buchen dann kriegst du noch Schnäppchen. 
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Kama aina

« Antwort #2 am: 26. April 2019, 18:50 »
Okay! Und wie hast du die 2 vollen Tage gefüllt?
Das es war teurer in der Stadt wird, darauf habe ich mich schon eingestellt. Mal sehen was wir da bekommen!
Bezüglich der Fähre würde ich auch frühzeitig buchen, sobald der Plan steht und ich Fliegen als Option ausgeschlossen habe.
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Beate

« Antwort #3 am: 26. April 2019, 18:58 »
Hallo,

ok, wir sind auch kein Freund von Städten, aber Bs.As. war immer ganz gut. Und wir haben uns auch nirgends unsicher gefühlt. Wir sind eigentlich alles zu Fuss oder mit der U-Bahn gefahren (ausser natürlich vom Flughafen zum Hotel).

Wir haben im Stadtteil Centro und Recoleta gewohnt, einmal hier:
https://www.booking.com/hotel/ar/waldorf-buenosaires.de.html?aid=311092&label=waldorf-buenosaires-hSFVRUZcZ2La8tNVo7cLTQS162186950343%3Apl%3Ata%3Ap1%3Ap2%3Aac%3Aap1t1%3Aneg%3Afi%3Atiaud-285284111166%3Akwd-619743209%3Alp9068191%3Ali%3Adec%3Adm&sid=45a980ed47f6ab20501ec7761767fa0b&dest_id=-979186&dest_type=city&hapos=1&hpos=1&sr_order=popularity&srepoch=1556297037&srpvid=baa375a62790040e&ucfs=1&from=searchresults;highlight_room=#hotelTmpl

und einmal hier:
https://www.booking.com/hotel/ar/gran-libertad.de.html?aid=311092&label=gran-libertad-iLfzOlzxaiEQLJaEioimzwS186993633253%3Apl%3Ata%3Ap1%3Ap2%3Aac%3Aap1t1%3Aneg%3Afi%3Atiaud-285284111166%3Akwd-15237890785%3Alp9068191%3Ali%3Adec%3Adm&sid=45a980ed47f6ab20501ec7761767fa0b&dest_id=-979186&dest_type=city&hapos=1&hpos=1&sr_order=popularity&srepoch=1556297139&srpvid=876875d9f4fa01c7&ucfs=1&from=searchresults;highlight_room=#hotelTmpl

Leider finde ich die Hotels der beiden anderen Aufenthalte momentan nicht.

Wir waren aber dort immer nur 2 Tage, also ankommen und einen weiteren Tag bis zur Übernahme unseres Campers oder Weiterflug nach Santiago.


Etwas lustiges: es gibt in Bs.As. ein Elvis Museum:
http://aquimequedo.com.br/2009/08/04/buenos-aires-tambem-tem-seu-elvis-museum/

Wir wären normalerweise dort nicht hingekommen. Aber direkt davor, in einem grossen Innenhof, ist ein richtig schöner Biergarten mit gutem und nicht zu teuerem Essen.


Beate
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reisefieber2019

« Antwort #4 am: 26. April 2019, 19:12 »
Ich würde dir gerne helfen. Aber wie was wann wo heist weis ich nicht mehr.
Vom Prinzip viel u Bahn und viel gelaufen.
Das einzige was ich mich erinnern kann das im LP so ein ganz bekannter Friedhof stand. Da bin ich dann hingelaufen war sehr interessant nebenan war dann ne Art Flohmarkt sehr nett gemacht. Sehr viele handwerkliche Sachen wurden
Angeboten. Da kam man schon ins Staunen.
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Beate

« Antwort #5 am: 26. April 2019, 19:18 »
Ja, das ist der Friedhof "La Recolata". Dort sind alle die Bekannten und Schönen von Argentinien beerdigt. Gleich nebenan ist ein grösser und relativ schöner Flohmarkt.

Beate
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Kama aina

« Antwort #6 am: 26. April 2019, 20:17 »
Denke von den Bildern her hat er was vom Père Lachaise in Paris, oder? Ist das vergleichbar?

Hat euch das Sighseeing in den 2 Tagen denn gereicht?
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Beate

« Antwort #7 am: 26. April 2019, 20:28 »
Hat euch das Sighseeing in den 2 Tagen denn gereicht?

Falls Du mich mit der Frage meinst: Ja.
Aber erstens sind wir nicht so für Städte und dann ist es für uns klar, dass wir dort noch bestimmt einige male hinkommen, denn Argentinien und Chile sind für uns immer wieder interessant.

Beate
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Kama aina

« Antwort #8 am: 26. April 2019, 21:09 »
Ja, meinte dich!  :)
Was habt ihr euch denn in der Zeit angeschaut, damit ich da ne Einschätzung habe? :)
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Beate

« Antwort #9 am: 26. April 2019, 21:26 »
Oje, was haben wir angeschaut?
Das erste mal als wir dort waren haben wir alle die Touristen-Informationen gesucht, von den verschiedenen Regionen von Argentinien. Wir hatten gehört, dass man dort die besten Informationen bekommt und wir waren ja mit dem Camper unterwegs, quer durch Argentinien. Aber das alles hat schon einen vollen Tag beansprucht.
Die anderen Tagen sind wir eigentlich nur durch Recoleta, über den Friedhof, über den Flohmarkt, gebummelt und vor allem entlang der Florida Street. Wir haben das Museo Nacional de Bellas Artes angeschaut, allerdings nur von aussen, Kulturmuffel die wir sind.

Wir haben keine Lust, in ein Museum zu gehen (das haben wir früher "pflichtbewusst" oft genug gemacht). Wir klappern auch nicht die Must-Do's ab. Wenn wir in einer fremden Stadt sind, lassen wir uns mehr oder weniger treiben, laufen durch die Fussgängerzone, schauen evtl. den einen oder anderen schönen Platz an, aber alles nichts, was man dann als besonderes Ereignis beschreiben könnte.

Und abends gehts jedesmal zum Biergarten bei Elvis.  ;D

Beate

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Kama aina

« Antwort #10 am: 26. April 2019, 21:47 »
Das ist natürlich auch eine Art an die Sache ran zu gehen! :)
Danke dir für deine Einschätzungen!
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echidna

« Antwort #11 am: 29. April 2019, 08:38 »
Wir sind hauptsächlich mit der U-Bahn (Subte) und mit Bussen unterwegs gewesen. Hierzu gleich ein Hinweis: normalerweise funktioniert das Benutzen der U-Bahn am besten mit einer Magnetkarte, die man beim Betreten der Station an einen Kartenleser hält. Die Karte kann man an den Schaltern im Eingangsbereich der Stationen aufladen. Das Problem war bei uns vor drei Jahren, dass diese Karten nicht in den U-Bahn-Schaltern erhältlich waren, sondern an Zeitungskiosken in den Straßen. Die aber wiederum hatten meistens keine mehr vorrätig. Wir sind längere Zeit von Kiosk zu Kiosk getingelt, um so eine Karte aufzutreiben. Keine Ahnung, ob sich das inzwischen geändert hat.

Wir haben in einem Hotel im Stadtteil Palermo übernachtet, der an sich ganz angenehm ist, um abends nett essen und spazieren zu gehen. Generell haben wir in Buenos Aires weniger die konkreten Sehenswürdigkeiten abgehakt, sondern haben uns einfach treiben lassen. Wir sind durch einige Stadtviertel geschlendert und viel in Straßencafés gesessen, um einfach die Leute zu beobachten. In meinem Fall kam noch dazu, dass ich ein Treffen mit einer Verwandten geplant hatte, das fast einen halben Tag unserer ohnehin relativ knappen Zeit in Anspruch genommen hatte.
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BeenAroundTheWorld

« Antwort #12 am: 29. April 2019, 10:24 »
Buenos Aires scheint zu polarisieren, viele Leute lieben es, andere sind zutiefst enttäuscht. Ich gehöre sowas von zur ersten Fraktion, daher meine Empfehlung: so lange wie möglich in dieser Wahnsinnsstadt verweilen.
Transport: Wenn du nicht gerade zur Rushhour unterwegs bist würde ich dir immer ein Taxi empfehlen, gerade wenn du mit deinem Dad unterwegs bist. Taxis gibt es überall und sie sind wirklich relativ günstig. Es gibt Taxometer, die nach meiner Erfahrung auch fast immer genutzt werde, es schadet aber nicht es noch einmal kurz zu checken.
Neben den offensichtlichen Reiseführer-Highlights bin ich auch bei einigen meiner Vorrednern: Treibenlassen funktioniert ganz gut.
Einige persönliche Tipps: Steak und Malbec in der Sonne am Puerto Madero, durch Palermo Viejo (vor Allem Soho) schlendern und in einem Cafe/Weinbar pausieren (Abends sehr gut für Bars und top Restaurants). Palermo Viejo hat auch viele nette kleine Geschäfte. Recoleta ist eher residential (high end) und architektonisch nett (Paris). Hier findest du neben gepflegten Parks auch fancy Restaurants (und natürlich den Friedhof). Santa Fe ist eine der Haupteinkaufsstraßen (wobei ich die kleineren Boutiquen in Palermo vorziehen würde). Villa Crespo ist cool, hip, authentisch, aber nicht unbedingt für einen gemütlichen Spaziergang mit dem Dad. San Telmo ist auch authentisch, zumindest dort, wo noch keine Tangobar für Touris ist. Der Flohmarkt ist interessant. La Boca: Für viele ein Must (El Caminito). Ich würde nur noch für ein Fußballspiel herkommen. Ich habe ein halbes Jahr im Microcentro (nähe Florida) gewohnt. War ein Anfängerfehler, gibt nichts Interessantes dort. Du könntest auch mal checken, ob gerade ein Poloturnier oder ein Pferderennen läuft, sehr coole Events. Über das Nachtleben schreibe ich hier jetzt nichts, denke für dich in der Konstellation nicht relevant, oder?
Ich war zuletzt vor etwas über 3 Jahren in Buenos Aires. Damals konntest du vor allem auf der Florida auf dem Blue Market sehr gut Geld wechseln. Ich habe gehört, dass der Blue Market nicht mehr existiert, bin mir aber nicht ganz sicher.




Ich glaube über Kulinarik muss hier nichts weiter gesagt werden: Himmel.
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echidna

« Antwort #13 am: 29. April 2019, 11:15 »
Transport: Wenn du nicht gerade zur Rushhour unterwegs bist würde ich dir immer ein Taxi empfehlen, gerade wenn du mit deinem Dad unterwegs bist. Taxis gibt es überall und sie sind wirklich relativ günstig.
Wobei ich es eigentlich sehr praktikabel finde, die U-Bahn zu benutzen. Und irgendwie gehört dieses ziemlich altehrwürdige System doch auch zu Buenos Aires wie eine Sehenswürdigkeit dazu. Ein Taxi haben wir nur auf dem Weg vom und zum Flughafen benutzt.

Aber klar, die Situation mag anders sein, wenn der Vater von Kaima Ana nicht mehr so gut zu Fuß ist....
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BeenAroundTheWorld

« Antwort #14 am: 29. April 2019, 11:26 »
Stimme dir zu, die Ubahn ist sehenswert. Aber irgendwann hat man sie auch gesehen. Finde es persönlich interessanter beim Taxifahren noch ein wenig von der Stadt zu sehen.
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