Thema: Mit dem Zug durch Europa  (Gelesen 646 mal)

Marla

« am: 16. November 2019, 11:29 »
Zu meinen Reisen 2019 hatte ich schon in verschiedenen Threads was geschrieben, aber hier kommt noch ein kurzer Bericht über die Erfahrungen mit meinem bevorzugten Transportmittel, der Bahn. Das habe ich dieses Jahr ausgiebig genutzt, und meistens hat es auch super geklappt.

Positiv überrascht war ich, wie gut und zuverlässig die Züge in Polen sind. Die Fernzüge der PKP fand ich komfortabler als unsere ICEs, und durchgehend stabiles WLAN bin ich von der DB auch nicht gewöhnt. Und auch die Regionalbahnen fand ich nicht schlechter als bei uns. Der Abstecher nach Weißrussland hat ebenfalls gut geklappt, auch wenn der Spurwechsel an der Grenze viel Geduld abverlangt und man sich denkt, in der Zeit hätte ich auch gut zu Fuß nach Brest laufen können.

Ein totaler Reinfall war dann die Fahrt mit dem Nachtzug nach Budapest, zumindest die Hinfahrt. Denn der Liegewagen, den ich reserviert hatte, fehlte… So haben dann meine Leidensgenossen und ich notgedrungen die Nacht im Sitzen verbracht. Da sich auch die Sitze überhaupt nicht verstellen ließen, war das richtig übel. Tolle Gemeinschaftsproduktion von der ÖBB, die den Liegewagen vergessen hat, und der DB, die mir das Ticket verkauft aber mich hinterher nicht mal ausreichend entschädigt hat. Zum Glück haben mir meine Nachtzug-erfahrenden Mitreisenden versichert, dass sowas sonst nie vorkommt. Auf dem Rückweg ging dann auch alles glatt.

Auf der Fahrt nach Italien wurden noch mal meine Nerven etwas strapaziert, weil ausgerechnet an dem Tag Trenitalia gestreikt hat. Überraschend ist dann aber doch alles super gelaufen: Der Schienenersatzverkehr (Bus) von Villach nach Venedig war genauso schnell wie der Zug und ich hab problemlos meinen Anschlusszug erreicht. Der österreichische Busfahrer hat uns allerdings erzählt, dass so ein Streik häufiger vorkommt, darauf muss man sich also wohl einstellen.
Grundsätzlich finde ich Zugfahren in Italien recht einfach, aber manchmal hat es so seine Tücken. Der Frecciabianco z.B. ist eine Sardinenbüchse, gegen den selbst der ICE4 geräumig wirkt. Die Regionalbahnen sind mal super modern, mit bequemen Sitzen und Steckdosen, und dann wieder uralt und total laut.
Die Rückfahrt im Nachtzug lief dann wieder super. Bin zwar häufiger wach geworden in der Nacht, aber war trotzdem in der Lage am nächsten Tag normal zu arbeiten d.h. Urlaubszeitmaximierung hat perfekt funktioniert ;)

Wenn ihr Lust habt, könnt ihr ja auch berichten, welche Erfahrungen ihr gemacht habt mit Zugreisen in verschiedenen europäischen Ländern. Oder auch mit Langstreckenbussen. Am meisten würde mich interessieren, ob ihr auch schon Nachtzüge ausprobiert habt und wie das war, sowie Erfahrungen mit Rail-Pässen (ich selber kenne das nur aus Japan).
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echidna

« Antwort #1 am: 18. November 2019, 10:03 »
So häufig ich in Deutschland Zug fahre, so vergleichsweise kommt es leider bisher in anderen Ländern vor (ausgenommen Österreich und Schweiz). Daher kann ich noch keine allzu umfangreichen Erfahrungen beisteuern.

Zuletzt sind wir in Südfrankreich kürzere Strecken mit dem Zug gefahren. Das hat soweit gut geklappt, aber es gab ein kleines Ärgernis beim Kaufen der Tickets: die normalen, reichlich vorhandenen Fahrscheinautomaten akzeptieren als Zahlungsmittel nur Münzen oder (anscheinend) französische Kreditkarten. Jedenfalls haben die Automaten keine unserer Karten akzeptiert, weder EC- noch Kreditkarten. Und ausreichend Münzen haben wir nicht gehabt.

Als Ausweichmöglichkeit gab es zum Glück die Fernverkehrsautomaten, die auch unsere Kreditkarten akzeptiert haben. Allerdings ist die Software für Fernstrecken ausgelegt, und man muss sich auch bei Kurzstreckentickets durch einen ganzen Wust an Abfragen arbeiten, die eigentlich gar nicht relevant sind. Außerdem gab es oft nur einen einzigen Fernverkehrsautomaten am Bahnhof.

Ein weiteres allgemeines Ärgernis ist die erschwerte Buchung von grenzüberschreitenden Fahrten bei der DB. Ich besitze derzeit eine Bahncard100 für unbegrenztes Zugfahren innerhalb Deutschlands. Soweit so gut, aber sobald es darum geht, ins benachbarte Ausland zu fahren, scheint dies gar nicht so recht vorgesehen zu sein. Meine DB-App bietet keine Option an, um ein Anschlussticket für außerdeutsche Streckenanteile zu buchen. Auch am Automaten bin ich bislang gescheitert. Nur im Reisezentrum konnte man mit einigem Aufwand ein passendes Anschlussticket buchen, obwohl ich nur ins grenznahe Holland fahren wollte.
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Yoss

« Antwort #2 am: 18. November 2019, 10:34 »
Positiv überrascht war ich, wie gut und zuverlässig die Züge in Polen sind. Die Fernzüge der PKP fand ich komfortabler als unsere ICEs, und durchgehend stabiles WLAN bin ich von der DB auch nicht gewöhnt. Und auch die Regionalbahnen fand ich nicht schlechter als bei uns. 

Gut zu wissen! Hast du deine Fahrten über die DB gebucht oder über eine polnische Seite? Länger im Voraus oder direkt vor Ort? Ich will im März die Strecke Berlin => Danzig, Danzig => Poznan, Poznan => Berlin machen.

Wenn ihr Lust habt, könnt ihr ja auch berichten, welche Erfahrungen ihr gemacht habt mit Zugreisen in verschiedenen europäischen Ländern.

In Frankreich bin ich immer wieder begeistert, wie schnell und wie preiswert (bei frühzeitiger Buchung) die TGV-Verbindungen sind. Der Nachteil ist halt, dass immer alles über Paris geht (wo man in der Regel dann auch immer den Bahnhof wechseln muss) und die einzelnen Städte im Land einfach schlecht angebunden sind. Wenn man keine Verbindung braucht, bei der Paris eh auf dem Weg liegt, wird das ein ziemliches Gegurke. Ach ja, und dann muss man bei unseren Nachbarn natürlich immer mit Streiks rechnen. Ich bin vor ein paar Wochen prompt in einen SNCF-Streik geraten, der mir einiges an Geduld abverlangt hat. Allerdings meinte ein Schaffner im TGV Paris-Stuttgart, dass die Auslandsverbindungen normalerweise nicht von den Streiks betroffen sind. Das fand ich eine ganz nützliche Info.

Am meisten würde mich interessieren, ob ihr auch schon Nachtzüge ausprobiert habt und wie das war.

Ich bin im Frühjahr mit dem Nachtzug nach Rom gefahren. Bis zuletzt war unklar, ob der Zug wie geplant in München oder aber erst ab Salzburg starten würde, da es bei Rosenheim Bauarbeiten gab. DB und ÖBB waren nicht in der Lage, fundierte Aussagen dazu zu treffen, und haben sich gegenseitig die Zuständigkeit zugeschoben. Das war ziemlich nervig. Wir sind dann sicherheitshalber mit einem anderen Zug nach Salzburg gefahren und dort eingestiegen (nur um dann zu erfahren, dass der Zug doch in München gestartet war). Ansonsten war aber alles prima, und ich würde jederzeit wieder den Nachtzug für Italien wählen.
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Fanki

« Antwort #3 am: 18. November 2019, 14:47 »
Wenn ihr Lust habt, könnt ihr ja auch berichten, welche Erfahrungen ihr gemacht habt mit Zugreisen in verschiedenen europäischen Ländern. Oder auch mit Langstreckenbussen. Am meisten würde mich interessieren, ob ihr auch schon Nachtzüge ausprobiert habt und wie das war, sowie Erfahrungen mit Rail-Pässen (ich selber kenne das nur aus Japan).

Ich bin ein Zugfan. Deswegen habe ich schon ein paar InterRail Pässe gekauft und diverse Nachtzüge in Europa benützt. Zum Teil bin ich die gleiche Strecke schön mehrmals gefahren. Hier eine Übersicht:
  • München - Venedig
  • Basel - Amsterdam
  • Basel - Hamburg
  • Zürich - Zagreb
  • Zagreb - Split
  • Zürich - Prag
  • Milano - Catania
Ausser auf der Strecken Milano - Catania hatte ich auch noch nie längere Verspätungen. Tickets immer im Ursprungsland gekauft. Ausser Milano - Catania, diese Fahrt habe ich im Internet gebucht.

Kein Nachtzug aber grenzübergreifen bin ich schon öfters Basel - Paris und Basel - Freiburg im Breisgau (oder weiter) gefahren. Ersteres hat bis jetzt eigentlich immer gut funktioniert. Von Basel nach Freiburg bzw. weiter gab es schön ofters Probleme. Aber die DB kennen viele von euch wahrscheinlich besser als ich...

Mit dem Nachtzug war ich ausserdem in folgenden Ländern:
  • Russland
  • Mongolei
  • China
  • Thailand
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dirtsA

« Antwort #4 am: 18. November 2019, 18:14 »
Ich bin (leider) keine große Zugfahrerin, außer halt innerhalb vom eigenen Land (also erst Österreich, jetzt Holland). Bisher ließen sich die wenigsten anderen Städte, die ich besucht habe, gut mit einem Nachtzug erreichen oder es war im Vergleich zum Flug einfach unglaublich teuer.

Die einzig lobenswerte Ausnahme ist der Thalys, der mich in 3.5h vom Amsterdam nach Paris ins Zentrum bringt und mit entsprechend früher Buchung sogar günstiger als ein Flug sein kann. Dazu kommt, dass dann die nervige Anreise mit der S-Bahn in die Innenstadt wegfällt. Daher bin ich diese Strecke noch nie geflogen.

Es ist nicht, dass ich nicht gerne mit dem Zug fahre. Für mich müssen halt 2 Dinge gegeben sein:
1) Gleicher Preis oder nur geringfügig teurer als ein Flug
2) Zeitlich machbar, d.h. entweder schneller/gleiche Dauer als ein Flug (Thalys ist schneller) oder die Möglichkeit, die Strecke als Nachtzug zu buchen und damit eine Nacht irgendwo zu sparen.
Das ist leider nur selten der Fall momentan :(
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Marla

« Antwort #5 am: 18. November 2019, 19:54 »
Cool, genauso hatte ich mir das erhofft. Danke für eure Erfahrungen!

Das ist natürlich Geschmacks- und Einstellungssache, ob man Zug nimmt, Auto oder Flug. Bei mir ist es einerseits mein Umweltbewusstsein, andererseits aber auch der Spaß, den mir Zugfahren bringt. Da bin ich auch bereit mehr zu zahlen und länger unterwegs zu sein. Ich hoffe einfach mal, dass durch Politik und Veränderung der Nachfrage (z.B. bei Nachtzügen) langfristig die Verbindungen besser und die Preise im Vergleich zum Fliegen runtergehen werden. Ein weiterer Punkt ist natürlich auch der Kundenservice, gerade bei grenzüberschreitenden Verbindungen. Da besteht auf jeden Fall auch noch Verbesserungsbedarf.
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Marla

« Antwort #6 am: 18. November 2019, 20:05 »
Ein weiteres allgemeines Ärgernis ist die erschwerte Buchung von grenzüberschreitenden Fahrten bei der DB. Ich besitze derzeit eine Bahncard100 für unbegrenztes Zugfahren innerhalb Deutschlands. Soweit so gut, aber sobald es darum geht, ins benachbarte Ausland zu fahren, scheint dies gar nicht so recht vorgesehen zu sein. Meine DB-App bietet keine Option an, um ein Anschlussticket für außerdeutsche Streckenanteile zu buchen. Auch am Automaten bin ich bislang gescheitert. Nur im Reisezentrum konnte man mit einigem Aufwand ein passendes Anschlussticket buchen, obwohl ich nur ins grenznahe Holland fahren wollte.
Ja, davon kann ich auch ein Lied singen. Ich hab auch seit vielen Jahren die BC100 und meine grenzüberschreitenden Fahrten (bisher Polen, Frankreich, Österreich, Schweiz) immer im Reisezentrum gekauft. Wenn du das mal anders schaffen solltest, sag Bescheid :) Im Reisezentrum finde ich die Wartzeit jetzt nicht so schlimm (früher gab es einen extra Schalter für BahnComfort, mittlerweile ist das bei den anderen Schaltern integriert, aber man kommt als BahnComfort-Kunde praktisch sofort dran). Nur die Beratungsqualität war immer sehr unterschiedlich und auch der Zeitaufwand am Schalter. Z.B. konnten die in Berlin mir nach endlosem Suchen kein Ticket von Villach nach Venedig oder direkt von Deutschland nach Venedig verkaufen, wohl aber das Ticket von Venedig nach Rom... Ich musste dann die Teilstrecke Villach-Venedig online über die ÖBB kaufen. Echt umständlich.

Wobei mir gerade einfällt, dass ich mal ein paar Monate ein Projekt in Holland hatte und das Office meiner Firma mir immer die Anschlusstickets online gekauft hat. Aber vermutlich haben die dann einfach auf den RAILPLUS-Rabatt, den man als BahnCard-Inhaber im Ausland hat, verzichtet.
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Marla

« Antwort #7 am: 18. November 2019, 20:24 »
Gut zu wissen! Hast du deine Fahrten über die DB gebucht oder über eine polnische Seite? Länger im Voraus oder direkt vor Ort? Ich will im März die Strecke Berlin => Danzig, Danzig => Poznan, Poznan => Berlin machen.

Die Hinfahrt, also Berlin --> Breslau hatte ich im Reisezentrum gekauft, weil ich als BC100-Inhaber an meine RAILPLUS-Rabatt kommen wollte und das online bei der DB nicht geht. Im Nachhinein hatte ich aber gelesen, dass es auch bei grenzüberschreitenden Fahrten günstiger sein soll, direkt bei der polnischen Bahn zu buchen. Das hab ich dann aber nicht mehr überprüft.
Die Tickets vor Ort habe ich alle am Schalter gekauft einen Tag vorher. Ich bin immer backpackermäßig unterwegs und entscheide vor Ort, wie lange ich bleibe. Das mit dem Schalterkauf war OK. Ich musste zwar häufig recht lange warten. Andererseits konnten die immer super Englisch, so dass es ganz einfach war. Und ich habe immer meine Wunschverbindung bekommen, trotz Sommer = Hochsaison. Also lange im voraus kaufen brauchst du auf jeden Fall nicht. Vielleicht hat ja sonst hier jemand Erfahrungen mit Onlinebuchungen polnischer Züge?

Zitat
Ach ja, und dann muss man bei unseren Nachbarn natürlich immer mit Streiks rechnen. Ich bin vor ein paar Wochen prompt in einen SNCF-Streik geraten, der mir einiges an Geduld abverlangt hat. Allerdings meinte ein Schaffner im TGV Paris-Stuttgart, dass die Auslandsverbindungen normalerweise nicht von den Streiks betroffen sind. Das fand ich eine ganz nützliche Info.
Das hört sich ja ähnlich an wie meine Erfahrung jetzt mit Trenitalia. Dort waren übrigens die Schnellzüge (Frecce) gar nicht betroffen vom Streik, aber die Auslandsverbindungen wie meine ja gerade schon. Andere Länder, andere Regeln :)
Wobei man da natürlich auch sagen muss, dass Flugpersonal genauso häufig streikt. Am gleichen Tag wie ich wollte lustigerweise eine Freundin von mir nach Italien fliegen. Und während ich von meinem österr. Ersatz-Bus pünktlich und komfortabel über die Alpen gebracht wurde (mit tollen Panorama-Ansichten!), ist sie gar nicht nach Italien gekommen.

Zitat
Ich bin im Frühjahr mit dem Nachtzug nach Rom gefahren. Bis zuletzt war unklar, ob der Zug wie geplant in München oder aber erst ab Salzburg starten würde, da es bei Rosenheim Bauarbeiten gab. DB und ÖBB waren nicht in der Lage, fundierte Aussagen dazu zu treffen, und haben sich gegenseitig die Zuständigkeit zugeschoben. Das war ziemlich nervig. Wir sind dann sicherheitshalber mit einem anderen Zug nach Salzburg gefahren und dort eingestiegen (nur um dann zu erfahren, dass der Zug doch in München gestartet war). Ansonsten war aber alles prima, und ich würde jederzeit wieder den Nachtzug für Italien wählen.
Das ist ja auch mal echt ärgerlich! Das Problem mit der Zuständigkeit von DB und ÖBB hatte ich auch, als ich meine Erstattung für den Nachtzug nach Budapest haben wollte. Aber mich hält das ja auch nicht vom Nachtzugfahren ab.
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Marla

« Antwort #8 am: 18. November 2019, 20:36 »
Ich bin ein Zugfan. Deswegen habe ich schon ein paar InterRail Pässe gekauft und diverse Nachtzüge in Europa benützt. Zum Teil bin ich die gleiche Strecke schön mehrmals gefahren. Hier eine Übersicht:
  • München - Venedig
  • Basel - Amsterdam
  • Basel - Hamburg
  • Zürich - Zagreb
  • Zagreb - Split
  • Zürich - Prag
  • Milano - Catania
Ausser auf der Strecken Milano - Catania hatte ich auch noch nie längere Verspätungen. Tickets immer im Ursprungsland gekauft. Ausser Milano - Catania, diese Fahrt habe ich im Internet gebucht.
Cool, das hört sich ja super an, also auch, dass du bis auf die eine Verspätung nie Probleme hattest. Die Strecken ab der Schweiz werden auch alle von der ÖBB betrieben, oder? Ich habe gerade mal gegoogelt und gesehen, dass die SBB selber keine Nachtzüge mehr anbietet, aber immerhin überlegt sie wieder einzuführen:
https://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/unternehmen-und-konjunktur/sbb-bereiten-nachtzugcomeback-vor/story/21814180
Anders als die DB, die ja die Nachtzüge auch vor einigen Jahren eingestellt hat und leider nicht vorhat sie wieder einzuführen.
 
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echidna

« Antwort #9 am: 19. November 2019, 09:24 »
Ja, davon kann ich auch ein Lied singen. Ich hab auch seit vielen Jahren die BC100 und meine grenzüberschreitenden Fahrten (bisher Polen, Frankreich, Österreich, Schweiz) immer im Reisezentrum gekauft. Wenn du das mal anders schaffen solltest, sag Bescheid :)
Eine Ausnahme stellen für mich Fahrten nach Wien dar, weil der Grenzbahnhof Salzburg ein DB-Tarifpunkt ist und deswegen problemlos mit der BC100 angesteuert werden kann. Und von da aus fahre ich meistens mit der Westbahn nach Wien. Das ist eine private Bahngesellschaft, die ihre Tickets auch direkt im Zug verkauft.

Generell ist es einfacher, wenn es einen bereits im Ausland liegenden DB-Grenzbahnhof gibt, wie z.B. auch Basel Bad Bf oder Schaffhausen. Denn dann kann man ohne aufwändige Zusatztickets bis dorthin fahren, und eine saubere Anschlussfahrkarte von dort aus kaufen.
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santiago

« Antwort #10 am: 19. November 2019, 10:14 »
Wir (mit 10 Monate alten Tochter) sind die letzten Wochen durch Mitteleuropa gefahren, mit dem Zug. Wir haben ausschließlich positive Erfahrungen gemacht. Strecke war Wien -> Leipzig -> Dresden -> Leipzig -> München -> Innsbruck -> Verona -> Innsbruck -> Wien.

Gebucht habe ich alles mit der ÖBB bzw. DB App. Die Züge waren eigentlich auf allen Strecken sehr gut gebucht, eine Reservierung war auf jeden Fall immer hilfreich. Vor allem möchte man mit Baby (+Kinderwagen usw.) nicht durch den ganzen Zug laufen, um Sitzplätze zu finden.

Zug mit Baby ist auch relativ entspannt. Da man über die Apps bei Sitzplatzreservierungen immer drei Plätze buchen muss, hatten wir auch immer einen zusätzlichen Platz frei, auf dem sie stehen, oder sich zumindest ein bisschen bewegen konnte.
Insgesamt hatten wir auch kaum Verspätungen.
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Fanki

« Antwort #11 am: 19. November 2019, 13:33 »
Ich bin ein Zugfan. Deswegen habe ich schon ein paar InterRail Pässe gekauft und diverse Nachtzüge in Europa benützt. Zum Teil bin ich die gleiche Strecke schön mehrmals gefahren. Hier eine Übersicht:
  • München - Venedig
  • Basel - Amsterdam
  • Basel - Hamburg
  • Zürich - Zagreb
  • Zagreb - Split
  • Zürich - Prag
  • Milano - Catania
Ausser auf der Strecken Milano - Catania hatte ich auch noch nie längere Verspätungen. Tickets immer im Ursprungsland gekauft. Ausser Milano - Catania, diese Fahrt habe ich im Internet gebucht.
Cool, das hört sich ja super an, also auch, dass du bis auf die eine Verspätung nie Probleme hattest. Die Strecken ab der Schweiz werden auch alle von der ÖBB betrieben, oder? Ich habe gerade mal gegoogelt und gesehen, dass die SBB selber keine Nachtzüge mehr anbietet, aber immerhin überlegt sie wieder einzuführen:
https://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/unternehmen-und-konjunktur/sbb-bereiten-nachtzugcomeback-vor/story/21814180
Anders als die DB, die ja die Nachtzüge auch vor einigen Jahren eingestellt hat und leider nicht vorhat sie wieder einzuführen.

Ja, die ÖBB hat alle Verbindungen der DB übernommen. Leider gibt es aber heute ein paar weniger. Die Verbindungen nach Berlin und Amsterdam sind weg gefallen. Ob es Zürich - Prag noch gibt weiss ich nicht. Politisch gibt es immer wieder Vorstösse. Jemand hatte mal die Idee an fast jeden Güterzug ein oder zwei Liegewagen anzuhängen. Finde ich eine spannende Idee!

Mir fehlt aber vor allem eine Verbindung nach Westen. Mit dem Zug nach Spanien und Portugal wäre schon toll  ;D ;D

Wenn irgendwie möglich nehme ich fast immer den Zug. Und zwar aus folgenden Gründen:
  • Ich mag Züge
  • Umwelt
  • Man sieht mehr

Ich nehme nur das Flugzeug, wenn es mit dem Zug wirklich zu umständlich wird.
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echidna

« Antwort #12 am: 19. November 2019, 14:58 »

Mir fehlt aber vor allem eine Verbindung nach Westen. Mit dem Zug nach Spanien und Portugal wäre schon toll  ;D ;D
Das ist bislang schwierig gewesen, weil Spanien und Portugal eine andere Spurweite haben. Im Gegensatz zu den Zugverbindungen nach Russland wird nicht umgespurt, sondern man muss an der französisch-spanischen Grenze umsteigen. Dazu kommt, dass der Großteil des französischen Zugverkehrs auf Paris ausgerichtet ist, wo noch ein weiteres Umsteigen mit Bahnhofswechsel nötig ist.

Soweit ich mitbekommen habe, gibt es inzwischen einige Schnellzugverbindungen zwischen Frankreich und Spanien mit mitteleuropäischer Spurweite, aber das ist bislang die Ausnahme, soweit ich weiß.
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Fanki

« Antwort #13 am: 19. November 2019, 17:43 »
Ich habe schon einmal einen Spurwechsel mitgemacht (Mongolei zu China). Fand es sehr spannend  ;D Bei einer direkten Nachtzugverbindung würde ich einen etwas längeren Weg in Kauf nehmen.
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