Thema: Iran oder Oman mit dem Mietwagen  (Gelesen 3542 mal)

MasterM

« am: 12. Juni 2018, 12:50 »
Hallo Leute,

Kurze praegnante Frage: Welches Land praeferiert ihr und warum?

Hintergrund ist, dass wir wohl beide Laender zeitlich nicht schaffen werden und uns somit fuer eines entscheiden muessen. Wir kommen laut Plan aus Russland, nachdem wir einen Monat die Trans-Siberian gemacht haben werden. Im Anschluss an Iran/Oman soll es nach Kenya gehen, wo wir uns dann einer overland-Safari Richtung Zimbabwe anschliessen werden.

Mein persoenlicher Eindruck ist, dass Iran mehr Kulturelles, also Gotteshaeuser, Basare, alte Ruinen, etc., zu bieten hat, als Oman (Betonung liegt auf mehr). Oman hat dafuer spektakulaere Aussichten, die man am besten mit dem offroad 4x4 erreichen kann. Preislich sehe ich den Iran niedriger. Vor allem, da die Unterkuenfte im Oman teurer erscheinen.

Seht ihr das aehnlich? Geht mein Eindruck der Laender soweit in die richtige Richtung? Zeitmaessig waere ca. 1 Monat angedacht.

Danke fuer eure Einschaetzung,
MasterM
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grenzenlos

« Antwort #1 am: 14. Juni 2018, 09:12 »
Hallo,

ich kenne beide Länder + ich mag auch beide Länder. Waren dort jeweils zu Fuß, per Radel und Auto  ;) ziemlich oft unterwegs.
Iran - sehr gastfreundliche Menschen, viel Kultur, nach dem Jemen die schönsten Basare, Mietauto relativ teuer, Unterkünfte meist preiswert, mit dem Bus kommt man auch gut und preiswert durchs Land
Oman - sehr gastfreundliche Menschen, wenig alte Kultur, Mietauto sehr preiswert, herrliche Wüsten und Strände, ideales Land für freies Camping und Wüstentouren

Viele Infos zu unseren Touren im Oman + Iran kannst Du auf meiner HP einsehen. Vielleicht macht es Dir die Entscheidung einfacher. Ich selbst kann keine Entscheidung fällen, denn ich mag beide zu sehr  :) Unsere Touren: https://www.grenzenlosabenteuer.de/

Egal wie Du dich entscheidest, wünsche schon jetzt herrlich Tour  ;)
LG, Wi grenzenlos

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Beate

« Antwort #2 am: 14. Juni 2018, 09:35 »
Hallo MasterM,

ich kenne den Iran nicht und würde auch als Frau dort niemals hinfahren. Ich habe nämlich keine Lust, in der Hitze verhüllt rumzulaufen. :o
Du bist ja ein Mann, hast also diese Probleme nicht.

Aber wir waren schon zweimal im Oman. Das erste mal mit 4x4 Mietwagen. Auf dieser Tour haben wir festgestellt, dass man im Oman so herrlich wild campen kann und sind dann im nächsten Jahr gleich nochmal hingeflogen, und diesesmal mit Dachzelt.

Hier findest Du die beiden Reiseberichte:

https://www.ingrids-reisewelt.de/index.php?board=3;action=display;threadid=18729

https://www.ingrids-reisewelt.de/index.php?board=3;action=display;threadid=18773


Beate
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MasterM

« Antwort #3 am: 15. Juni 2018, 03:47 »
Vielen Dank fuer eure Einschaetzungen. Ich werde mit meiner Freundin reisen, aber mit der Verschleierung kommt sie schon klar.

Tendenziell denke ich, dass wir uns auf den Iran fokussieren werden. Vielleicht als Kompromiss noch einen Ausflug von UAE in die Omanische Enklave. Was waeren denn Zeitraeume, die man fuer das jeweilige Land einplanen muss, damit man einen relativ guten Ueberblick hat? (Ich weiss, das ist relativ, aber so etwa nach Gefuehl)

Ich hab von Iranreisen, die ueber 12 Tage gingen, gelesen, wuerde aber selbst mind. 3 Wochen haben wollen. Fuer den Oman (ohne den suedwestlichen Teil; Salalah) braeuchte man doch auch ca. 3 Wochen oder? Ich wuerde echt gern beide unterbringen, da dies unsere "Middle East" Etappe ist und wir beide wohl so schnell nicht wieder da aufschlagen werden.

Wildcampen ist aber eher nicht so mein Fall, vor allem, da wir auf der Afrikatour schon campen werden. Wo habt ihr denn damals eure Utensilien hergehabt? Eigenes Zeug mitgebracht oder im Oman billig eingekauft oder geliehen? Ich spreche von  Reisekocher, Schlafsack, etc. Ich bin beim Thema Camping relativ unerfahren (zumindest auf eigene Faust).

Cheers
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Beate

« Antwort #4 am: 15. Juni 2018, 09:09 »

Wildcampen ist aber eher nicht so mein Fall, vor allem, da wir auf der Afrikatour schon campen werden. Wo habt ihr denn damals eure Utensilien hergehabt? Eigenes Zeug mitgebracht oder im Oman billig eingekauft oder geliehen? Ich spreche von  Reisekocher, Schlafsack, etc. Ich bin beim Thema Camping relativ unerfahren (zumindest auf eigene Faust).

Cheers

Schlafsack haben wir unsere eigenen mitgebracht, alles andere haben wir mit dem Auto und Dachzelt im Oman gemietet.
Du kannst Dich halt im Oman überall irgendwo in die Natur stellen und übernachten, ohne Probleme zu bekommen. Die Leute sind freundlich, Kriminalität gibt es kaum.
Wir hatten für beide Touren, jeweils nur der Norden, jeweils 16 Tage. Das hat für den Norden eigentlich gereicht.

Wir campen eigentlich überall auf der Welt so viel wie möglich wild, in der Natur. Nur in Afrika würde ich das nie wagen. Da habe ich schon auf Campingplätzen jede Menge schlechte Erfahrungen gemacht.

Beate
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MasterM

« Antwort #5 am: 21. Juni 2018, 03:30 »
Danke fuer eure Antworten. Wir werden jetzt doch beide Laender fuer jeweils 3 Wochen in die Planung aufnehmen. Urspruenglich war geplant, dass wir im Mai '20 nach Marokko fliegen, aber da bis 21. Mai Ramadan ist, haben wir diese Idee schnell verworfen. Egal, somit bleibt mehr Zeit fuer diese beiden Laender.

Eure Anregungen bzgl. Camping werde ich mir durch den Kopf gehen lassen. Mal sehen, was meine Reisepartnerin dazu sagt. Ihr wisst ja: Happy wife -> happy husband ;-)

Thanks again
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Wolfskin

« Antwort #6 am: 08. Oktober 2018, 09:17 »
Also ich würde mich eindeutig für den OMAN entscheiden, denn dort kann man sich wirklich frei bewegen und findet auch entsprechende Infrastruktur., wie wir auf unserer selbst organisierten Mietwagentour erlebten.

Der IRAN ist sehr schön, aber am besten in der Gruppe reisen.
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Derevaja

« Antwort #7 am: 17. Oktober 2018, 15:22 »
Ich kann nur eine Einschätzung zum Iran liefern, da ich im Oman noch nicht war. Der Iran ist ein sehr grosses Land mit über 80m Menschen und einer grossen Vielfalt an Landschaften (Küsten an zwei Meeren, +5000m hohe Berge, die heisseste Wüste der Welt, riesige Höhlen, Badeinseln am Golf, usw.), archäologischen Stätten (Persepolis, Xerxes Grab, plus 21 weitere UNESCO Welterbestätten) Prachtbauten und pulsierenden Städten. Das Highlight sind aber die Menschen an sich, die in Sachen Hospitality wirklich ihresgleichen suchen. Man kann die grösseren Städte sehr einfach mit dem Bus bereisen und vor Ort findet man innerhalb kürzester Zeit Reiseführer (auch auf deutsch), Fahrer und was man sich sonst noch vorstellen kann. Couchsurfing und Snapp App sind super hilfreich. Die Landeswährung ist stark abgestürzt in den letzten Moanten (uA wegen Trump auf Twitter, Nuclear Deal...) und somit ist es für Touristen momentan extrem günstig (Hotelzimmer Traditional House 10-20$, Abendessen 5$, Inlandsflug 40$, "Uber" durch die Stadt für 45min 2$...). Da kann man sich auch überlegen zB einen Perserteppich für zu Hause zu kaufen :P Was ich im Vergleich zu Marokko oder der Türkei sehr angenehm fand, war, dass die Menschen weniger geschäftstüchtig sind, bzw. weniger aufdringlich. Im Gegenteil sehr freundlich. Das Land ist meines Erachtens bzgl. Kriminalität sicherer als Deutschland. Der Verkehr ist allerdings etwas chaotisch. Den Oman stelle ich mir wirklich sehr schön vor, und er ist auf meiner Bucket Lsit, aber evtl. nicht gross genug um dort drei Wochen zu verbringen. Nur meine Einschätzung zum Iran.
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Kama aina

« Antwort #8 am: 22. Oktober 2018, 11:17 »
Macht es Sinn sich für Muscat eine Mietwagen zu nehmen? Das Sehenswerte scheint recht nah beisammen und "schnell" erledigt zu sein, sodass sich in der Nähe noch was lohnen würde!? Was in der Nähe von Muscat lohnt sich anzuschauen?

Wie sieht es mit Nizwa und Bahla aus?
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Wolfskin

« Antwort #9 am: 23. Oktober 2018, 13:08 »
Um das Zentrum zu besichtigen braucht man kein Mietauto, aber sonst wird man dort nicht ohne Auto auskommen.
Man kann sicher auch ein Taxi nehmen oder eine Tour organisieren.
Auch Nizwa ist einen Besuch wert und wie schon in Muscat kann das Zentrum zu Fuß erkundet werden.
Muscat dehnt sich sehr aus und auch einige Vororte in den Bergen sind empfehlenswert.
Oder nach Al-Bustan um eine Bootstour zu unternehmen. Oder das Al-Bandar Hotel bzw Resort.
Auch der Weg zur Große Sultan-Qabus-Moschee ist etwas weiter. Ist die Frage, wie lange man in Muscat verweilen möchte.

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Kama aina

« Antwort #10 am: 24. Oktober 2018, 23:03 »
Welche Vororte würdest du empfehlen?

Aber wenn ich einen Mietwagen für die Umgebung hole, lohnt der sich aber nehme ich an auch für Muscat oder?
Klar der Altstadtteil wird zu Fuß erkundet, aber der Rest geht doch dann bestimmt recht einfach mit dem Mietwagen oder?
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Wolfskin

« Antwort #11 am: 25. Oktober 2018, 08:10 »
Schon klar, dass du ein Mietauto nehmen wirst ;) Aber es lohnt sich auf alle Fälle auch in Maskat, am besten gleich am Airport übernehmen und in der City wohnen. Vororte westlich von Maskat in den Bergen. Oder eine Tour nach Yiti.
Wie gesagt, auch eine Frage der geplanten Tage, ob es sich lohnt.
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Reisender215

« Antwort #12 am: 13. November 2018, 22:58 »
Hallo,

Ist es richtig, das es das Visa auch am Flughafen gibt?
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Kama aina

« Antwort #13 am: 14. November 2018, 01:03 »
https://www.auswaertiges-amt.de/de/aussenpolitik/laender/oman-node/omansicherheit/204160#content_2

"Visum
Deutsche Staatsangehörige benötigen zur Einreise nach Oman ein Visum. Dieses muss seit der Eröffnung des neuen Flughafens am 21. März 2018 grundsätzlich als e-Visum bei der Royal Oman Police beantragt werden.
Die Erteilung eines Visums für Touristen bei Einreise ist im Ausnahmefall weiterhin ersatzweise am Flughafen, an den Häfen und Grenzübergängen an Land am Travelex Foreign Exchange-Schalter gegen Zahlung von omanischen Rial (OMR) oder Devisen möglich. Jedoch ist dann mit Wartezeiten zu rechnen.
Flugreisende sollten Einzelheiten bei der Botschaft Omans in Berlin erfragen oder sich auf der Webseite der omanischen Polizei informieren.

Folgende Visa können beantragt werden:

a) Touristen-Visum mit einmaliger Einreise für einen Besuchsaufenthalt von bis zu 10 Tagen (online oder bei Ankunft am Flughafen). Gebühr: 5,- OMR = ca. 10,- €.

b) Touristen-Visum mit einmaliger Einreise für einen Besuchsaufenthalt von bis zu 30 Tagen (online oder bei Ankunft am Flughafen).
Gebühr: 20,- OMR = ca. 50,- €. Verlängerungsmöglichkeit um einen (weiteren) Monat.

c) Touristen-Visum mit mehrfacher Einreise mit einem Nutzungszeitraum von bis zu einem Jahr.
Die jeweilige Aufenthaltsdauer darf vier Wochen nicht überschreiten. Der Reisepass muss eine Restgültigkeit von mindestens einem Jahr aufweisen. Gebühr: 50,- OMR = ca. 120,- €.

d) Visum für mehrmalige Einreisen für Geschäftsleute, die ihre regelmäßigen Geschäftsreisen nach Oman belegen können. Gültigkeitsdauer mindestens 6 Monate und maximal ein Jahr. Es berechtigt zu Aufenthalten von jeweils maximal drei Monaten. Der Reisepass muss eine Restgültigkeit von mindestens einem Jahr aufweisen.
Bei Überschreiten der Gültigkeitsdauer der vorgenannten Visa wird eine Strafgebühr i. H. v. 10,- OMR = ca. 25,- €/Tag erhoben.

Für den Transit am internationalen Flughafen Maskat ist kein Visum erforderlich, wenn ein durchgebuchtes Ticket für den Weiterflug vorliegt und der internationale Transitbereich nicht verlassen wird.
Transit-Flugreisende, die den internationalen Flughafen Maskat verlassen möchten, benötigen ein Visum zur einmaligen Einreise (Gebühr: 5,- OMR = ca. 10,- €). Einzelheiten sollten bei der befördernden Fluggesellschaft oder der Botschaft Omans in Berlin erfragt werden.

Passagiere und Besatzungsmitglieder von Kreuzfahrtschiffen sind z.B. im Rahmen eines Landganges für Aufenthalte von max. 24 Stunden von der Visumpflicht befreit."
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Reisender215

« Antwort #14 am: 14. November 2018, 06:26 »
Der Text ist bekannt....
Ob nun der Ausnahmefall auch zur Regel werden kann wäre interessanter.
Hat sich jemand das Visum am Flughafen geholt?
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