Thema: Unsere Südafrika-Route - reicht die Zeit noch für die Vic-Falls?  (Gelesen 2551 mal)

Lea

Hey,
ich würde gerne eure ehrliche Meinung zu unserer Routen- und Zeitplanung hören:
wir sind ab Oktober 6 Wochen in Afrika. Die ersten 2 Wochen wollen wir in Namibia verbringen, dort mit dem Camper von Windhoek aus in die Namib (Sossuvlei etc.) und in den Etosha NP. Was auf dem Weg liegt würden wir mitnehmen, wie z.B. das Waterberg Plateau, ansonsten aber keine weiteren Ziele ansteuern.

Dann wollen wir noch 4 Wochen in Südafrika verbringen. Unsere "Must-Sees" dort sind: Kruger NP, Drakensberge, Elephant Coast, Wild Coast, Weingebiete um Kapstadt, Kapstadt selbst und evtl. noch die Gardenroute.

So weit, so gut. Nun lassen mich aber die Victoria Falls nicht los!  ;) Irgendwie ist man ja so nah dran, dass es schade wäre, sie zu verpassen. Aber gleichzeitig sind sie dann doch wieder zu weit weg, um "mal eben" mit dem Mietwagen rüberzufahren.
Und wenn doch, dann müsste man wohl anderes aus der Route streichen, oder?
Natürlich könnte man auch fliegen. Das wiederum ist aber leider total teuer (Hin- und Rückflug ca. 500 Euro von Jo`burg).

Bin total hin- und hergerissen... ???
Was sagt ihr denn allgemein zu unserer Zeitplanung? Kann man da überhaupt noch was "reinquetschen", ohne dass es zu stressig wird? Wer von euch war schonmal bei den Fällen - lohnt es sich überhaupt, so viel Geld bzw. Zeit zu investieren?
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Jens

« Antwort #1 am: 06. Februar 2014, 20:10 »
Hallo Lea,

zu deiner Frage schau mal in diesem Post http://weltreise-info.de/forum/index.php?topic=1539.msg4729#msg4729 nach, da hatte ich schon vor langer Zeit mal was geschrieben.

Für eure Route durch SA schau mal brandaktuell hier http://weltreise-info.de/forum/index.php?topic=9947.msg64594#msg64594

aber es gibt genau so ein Threadschon aus früheren Zeiten http://weltreise-info.de/forum/index.php?topic=1189.0

Zu dem Thema Zimbabwe mit dem Mietwagen habe ich nur veraltete Informationen, 2008 war das noch sehr sehr teuer, wenn eine Mietwagenfirma überhaupt dies genehmigt hätte. Ich glaube, dass das mieten eines Fahrzeuges nicht so einfach ist um mit diesem nach Zimbabwe zu fahren. Es gibt wohl eine Busverbindung von Jo´burg aus, jedoch hab ich da jetzt keine Infos aus erster Hand.
In der Vergangenheit gab es schon ähnliche Anfragen zu den VicFalls, daher hier mal zwei Links
http://weltreise-info.de/forum/index.php?topic=5104.0
http://weltreise-info.de/forum/index.php?topic=7741.0

Viel Spaß in Afrika  ;)
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Lea

« Antwort #2 am: 07. Februar 2014, 14:29 »
Danke, Jens, dass du so viele Links rausgesucht hast!  :) Hab mir die Threads mal durchgeguckt, da stehen ja schonmal ein paar hilfreiche Tips zur Routen- und Reiseplanung in der Region drin.
Trotzdem würde mich interessieren, was ihr in unserem speziellen Fall sagt...es geht mir eigentlich nur um die Entscheidung für oder gegen die Victoria-Fälle, also ob es Sinn macht und zeitlich machbar, die noch mit reinzunehmen, oder ob ihr eher davon abratet.
Bei der bisher geplanten Route in Namibia und Südafrika sind wir uns relativ sicher, dass es so ok ist.
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Yike

« Antwort #3 am: 07. Februar 2014, 14:32 »
Solltest du die Iguazu Falls gesehen haben, würden dich laut Aussage einer Kollegin die Vics eher enttäuschen.

Jens

« Antwort #4 am: 07. Februar 2014, 14:49 »
Also ich war an beiden Fällen schon und finde sie Beide lohnenswert!
Deine Frage ist halt so etwas kompliziert zu beantworten, denn es kommt doch darauf an, wieviel Zeit euch noch übrig bleibt!! Das Anreisen ist halt schon etwas schwierig/aufwendig, wenn es nur die Fälle sein sollten!
Falls ihr schneller als gedacht seid könnt ihr das immernoch vor Ort entscheiden, vielleicht schaut ihr euch mal so ein Angebot von einer Overlandtour von Jo´burg an, glaube die dauert ca. 3-4 Tage pluss die VicFalls. Oft fahren die dann auch direkt nach Jo´burg in 24 Stunden zurück und berechnen nur den Fahrtpreis, aber das müsstet ich selber eruieren. Suche hier mal nach "Overlandtour" und du wirst so einige Anbieter finden.... oder bei Google ;)
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Lea

« Antwort #5 am: 07. Februar 2014, 14:59 »
@ Yike: Ah, ok! Nein, ich kenne bisher weder die Iguazu- noch die Vic-Falls! Bin also noch gänzlich unvoreingenommen!  ;)

@Jens: Ja, du hast schon Recht, man kann die Zeit halt im Voraus nicht so genau verplanen...eigentlich wollen wir das auch gar nicht unbedingt, sondern auch noch spontan vor Ort entscheiden. Vielleicht hast du Recht und wir es auch genau so machen - erstmal losfahrne und dann gucken, ob`s zeitlich noch passt.
Wenn sich z.B. abzeichnet, dass wir mit der Südafrikaroute schon eher durch sind, könnte man die Vic-Falls ganz am Schluss noch dran hängen.

Ich werde dann nochmal auch nochmal nach den Overlandtouren gucken! Hatte ich auch schon mal, aber da war irgendwie noch nicht das passende dabei...Danke nochmal für die Tips!  :)
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Surfy

« Antwort #6 am: 07. Februar 2014, 15:15 »
Ihr habt mit dem KrugerNP ein Ziel auf dem Plan was recht ausserhalb liegt. Den würde ich streichen.

Macht Namibia, danach Botswana und das Okavango-Delta. Von Maun aus, könnt ihr die Vics per Flieger abgrasen. Oder aber auf dem Weg zum Delta einen abstecher mit dem Fahrzeug machen. Mit dem Flieger ists günstiger, die perspektive spektakulärer und man hat optisch mehr davon.

Theoretisch könnt ihr euch den Etosha sogar sparen, wenn ihr da Tierherden sehen könnt, im Okavango Delta (Moremi NP sowie Chobe NP) seht ihr dann ganze Horden. Aber der Etosha ist auch toll  ;)



Schaut euch die Websites der Touranbieter an, dann seht ihr die Fotos pro Reisetag - und ob ihr das auch jeweils auch "gesehen haben müsst".

Denke in 6 Wochen könnt ihr Namibia etwas intensiver bereisen, Botswana / Okavango abgrasen und euch dann noch der Westküste entlang nach Capetown treiben lassen.

Okavango Delta - dass ist ein echtes Highlight  ;)

Surfy

Lea

« Antwort #7 am: 11. Februar 2014, 07:10 »
Hey Surfy, vielen dank für den Routenvorschlag!!  :) Sogar mit Bild, toll!
Ich glaube, das östliche Südafrika ganz weglassen, bringen wir nicht über`s Herz, da wir uns da auf einige Regionen echt schon gefreut haben, u.a. auch die Drakensberge und die Elephant Coast. Vielleicht könnte man höchstens etwas kürzen.
Was ich aber interessant finde, ist die Idee, den Etosha einfach wegzulassen.
Glaubst du, man könnte in 2-2,5 Wochen stattdessen die Namib mit dem Okavango Delta kombinieren? Oder wird`s dann wieder zu knapp? Und wäre es so einfacher/ kürzer, noch hoch zu den Vic Falls zu fahren?

Aus deinem Post lese ich raus, dass dir das Okavango Delta etwas besser gefallen hat als der Etosha und es da mehr Tiere gibt, richtig?Ist es dort landschaftlich eigentlich auch anders?
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Mojo67

« Antwort #8 am: 11. Februar 2014, 08:21 »
Liebe Lea,

ich war schon zwei mal im Etosha Park und es ist absolut kein Vergleich zu Botswanas Tierwelt. Ihr könntet über den Caprivi Streifen nach Botswana einreisen. Die meisten Autovermieter erlauben das. Gleich die erste Stadt ist Kasane, von dort aus kann man Tagestouren buchen zu den Vic Falls. Wir waren im Senyati Safari Camp, dorthin an das Wasserloch kommen ununterbrochen Herden von Elefanten, Büffeln und Gazellen. Abends auch mal Hyänen, die Löwen waren zu unserer Zeit nicht da. Es ist zwar einiges weiter zu fahren, ist schon klar aber es war wirklich sehr schön dort!

Mojo
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Surfy

« Antwort #9 am: 11. Februar 2014, 09:51 »

Wir haben unsere ganze Reise in 8 Wochen gemacht, von Zürich nach Capetown - mit 20`500 km.

Da habt ihr es in 5 Wochen und dieser Region ein komfortableres Zeitfenster.

Schau doch in meinen Blog, ich habe ein tägliches Tagebuch mit einigen Fotos zu unserer Reise gemacht, dann siehst Du Etosha als auch die andern NPs.

In Botswana hat es viel mehr Tiere die zu sehen sind, dh man muss weniger suchen :-)

Surfy

paulinchen

« Antwort #10 am: 11. Februar 2014, 23:33 »
Hi,

Das mit den Tiersichtungen kommt doch sehr auf die Reisezeit und das Glück an.
November 2012 Etosha haben wir wahnsinnig viele Tiere gesehen, im Moremi definitiv weniger, aber andere.
November 2013 Moremi fast keine Tiere, dafür außerhalb der Parkgrenze. Chobe hatte natürlich noch viele Dickhäuter.
Die allermeisten Tiere haben wir in der Etosha gesehen, es war einfach zu trocken, an den Wasserlöchern war die Sau :) los.

Letzten November haben wir die Tagestour zu den Vic falls gemacht, es war schon klasse, aber wenn du deine Tour nicht groß verändern möchtest, würde ich sie nicht hineinzwängen.
Wir wollten auch gegen jede Vernunft 2012 schon hin, haben es im nachhinein glücklicherweise gelassen und nun relaxt erlebt.

lg
paulinchen
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Lea

« Antwort #11 am: 13. Februar 2014, 07:16 »
Hi Leute,
vielen Dank für eure Antworten! Das mit der Reisezeit ist vielleicht nochmal ein guter Hinweis - wird werden in der zweiten Oktoberhälfte da sein. Nach meinen Recherchern wird es dann in Namibia recht trocken sein. Wie das Wetter zu der Zeit in Botswana?
mojo, zu welcher Jahreszeit warst du denn da? Und was glaubst du, wie lange man über den Caprivi-Streifen nach Botswana braucht, sagen wir mal von Windhoek aus? Wir wollten so einen Geländewagen mit Dachzelt mieten...
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Mojo67

« Antwort #12 am: 13. Februar 2014, 13:56 »
Hi Lea,

wir waren auch im Oktober mit einem Dachzelt unterwegs. In Botswana ist es genauso trocken wie in Namibia, deswegen sind die ganzen Tiere an den Wasserlöchern zu sehen.
Die Strassen ab Windhuk sind geteert, da könnt ihr schon gut durchfahren. Wir waren am ersten Tag bei "Roys Camp", das ist bei grootfontain, nächste Nacht im Ngepi Camp bei Divundu, dann schon im Kamp Kwando bei Kongola - das ist ja fast schon am Ende des Caprivi. Man will ja auch in Ruhe frühstücken und mal in den Supermarkt, und abends wurde es schnell dunkel. Das bedeutet, spätestens um 16.00 irgendwo ankommen, wenn man mal den Grill anwerfen will.
Wir hatten Respekt vor den Sandpisten, man könnte sehr viel sehen und unternehmen. Mir hat es letztendlich nicht gefehlt, denn die Gegend um Kasane war echt so schön.

Liebe Grüße
Mojo
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