Thema: Von Costa Rica nach Miami  (Gelesen 2197 mal)

Meck Meck

« am: 18. Februar 2021, 20:01 »
Hallo

Ich bin neu hier und ich hoffe auf eure Meinungen und Erfahrungen.
Wir 2 Erwachsene und 2 Kinder möchten wieder los.
Wir waren vor 2 Jahren in Australien und Neuseeland mit dem Camper. Habe damals alles über die Agentur Reiss Aus gebucht. War super happy mit ihnen nur jetzt komme ich nicht weiter.
Uns schwebt Mittelamerika also von Costa Rica nach Miami mit dem Camper im Kopf herum.
Nur wurde mir gesagt in mittelamerika kann man die Grenzen nicht überqueren.
Und Mexico nicht sehr sicher ist.
Man kann Costa Rica für sich machen und Panama wieder extra.
Also immer eine neues. Wohnmobil anmieten.
Kennt sich hier jemand aus damit?,
Wieso ist das so und wie machen das andere?
Denn es gibt ja Leute die dort mit dem Camper fahren
Verstehe ich nicht ganz.

Danke euch
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Surfy

« Antwort #1 am: 22. Februar 2021, 15:32 »
Das Problem bei deinem Anliegen ist weniger der Grenzübertritt an sich, sondern der "one way" issue.

Auch beim Mietwagen innerhalb von Europa mag das dein lokaler Anbieter nicht stemmen und Herz Avis und Co verlangen einen deftigen Aufpreis wenn Du in Deutschland anmieten und in der Schweiz angeben willst, so als Beispiel.

Für Wohnmobile gibt es keinen Anbieter, der dies in Costa Rica anbietet. DH ein lokaler Anbieter für Reisefahrzeug-Vermietung in Costa Rica, will auch dass Du das Mietgefährt nachher wieder im Land abgibst.

Zur Sicherheit: Die Panamericana ist ein recht ausgetretener Pfad der bis zu ohne Covid jedes Jahr von vielen Reisenden begangen wird. Da ist Costa-Rica bis in die USA ja auch ein Teil davon. Lies Dir doch einige Reiseblogs durch, Mexiko wird von vielen Reisenden als eines der schönsten Länder beschrieben. 

Was für Dich "sicher" ist musst Du selber beurteilen, manchen halten sich da strikt an die Angaben des Auswärtigen Amtes, andere Reisen trotz etwaiger Warnungen.

Wegen Covid ist aktuell unklar was zukünftig gehen wird, aktuell ist (noch immer) nichts wirklich planbar, was internationales Reisen auf dem Landweg angeht. Neben den Reiseblogs kann man via Facebook Gruppen an realtime Informationen kommen, schneller als in Foren oder Reiseblogs (zur Reisesituation mit Covid als auch zur Sicherheitslage).



Eine gute Gruppe wäre hier u.a: PanAmerican Travelers Association

Der Landweg macht leider einen grossen Unterschied, mit dem Flieger kommt man mit PCR-Test und Quarantäne schon wieder in so einige Länder... In der oben genannten Gruppe findest Du viele die auf der Panamericana sind, die Reise planen und/oder wegen Covid gerade feststecken...

Auch ohne Wohnmobil-Vermietung mit One-Way Option: Du kannst Zuhause ein Wohnmobil kaufen nach Costa Rica verschiffen, nach Miami fahren und es zurück verschiffen, oder in Costa Rica eines kaufen und in der USA verschrotten, etc. - es gibt da doch noch einige Optionen. Auch ein normales Auto und zwei Zelte wäre eine Option gehen, was sicherlich einfacher zu kaufen wäre...

Auch der Kauf eines Reisefahrzeuges von anderen Reisenden, und späteren Verkauf nach der Reise - liest man ab und an... Hier lohnt es sich aber, sich erst einmal tiefer einzuarbeiten, damit man sich nicht in die Nesseln setzt.

Surfy

Meck Meck

« Antwort #2 am: 22. Februar 2021, 16:30 »
Danke für die nette ausführliche Antwort.
Das hört sich ja schon mal nicht so schlecht an.
Dann werden wir uns mal schlau machen, denn es wäre ja eine sehr schöne Route und vielleicht ergibt sich ja etwas.
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reisefieber2019

« Antwort #3 am: 22. Februar 2021, 22:47 »
Wie lange soll die Reise gehen ?
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Meck Meck

« Antwort #4 am: 23. Februar 2021, 07:03 »
Wir hätten wieder vor 3 Monate zu reisen.
Durch meine selbständigkeit und unsere Tiere sind wir doch sehr an die Wintermonate gebunden.
Da da weniger Arbeit anfällt.
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reisefieber2019

« Antwort #5 am: 23. Februar 2021, 07:23 »
Oh Gott und das mit 2 Kindern?!ich dachte du bleibst langer. Viel langer lach.
Ich hab die Strecke schon gemacht. Ware mir zu stressig. Es gibt halt auch viel
Mehr zusehen Als in Australien. Viel mehr abzweigungungen und Berge Vulkane, Seen , Meer etc.  Nicht wie in Australien das du mal 1500 Kilometer fährst oder so.
Und sich dann irgend wo nachts hin stellen ist ja auch nicht immer sicher.
Des Weiteren denke ich das der Camper richtig Geld kosten wird.
Wieso fahrst nicht von Hauptstadt zu Hauptstadt mit dem Bus  und
Nimmst dir ein Mietwagen. Fur ein sauberes Einzelzimmer hab ich so immer 15 Euro bezahlt. Ich glaube so hattest du mehr Spaß. Und billiger wird es auch falls Geld ne Rolle
Bei dir spielt. 
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Meck Meck

« Antwort #6 am: 23. Februar 2021, 07:29 »
Auwe...
Ja mit dem hab ich nicht gerechnet.
Genau, ich Vergleiche es mit Australien. Das wusste ich nicht.
Da du diese Route schon gemacht hast, was würdest du denn empfehlen?
Was ist sehenswerter?
Eher unten in Costa Rica oder eher oberhalb Miami?
Wir wären hier recht flexibel.
Für Kinder sind Tiere natürlich interessanter als Vulkane....

Und das mit dem Mietwagen hört sich auch gut an.
Hast du da mehr Infos?
Wie bist du denn da vorangegangenen?
Hast du das alles spontan vor Ort gebucht oder on zu Hause aus?
Und für die Übernachtungen, gibt es da eine Internetseite?

Danke dir
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reisefieber2019

« Antwort #7 am: 23. Februar 2021, 08:15 »
Wie alt sind die Kinder ?
Wann willst dahin ? Diesen Winter ?
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Surfy

« Antwort #8 am: 23. Februar 2021, 08:59 »
Mietwagen one-way (costa Rica bis Miami) - das klappt nicht leistbar - du kannst ja gerne mal bei Europecar anfragen. In jedem Land mieten wäre eine Option, und die Landesgrenzen mit dem Bus überqueren. Aber dies ist teuer, denn mit einer passablen Versicherung sind und bleibt es bei den internatiomal gültigen 80 USD / Tag für ein famillientauglichen Untersatz...

Wie durchwachsen die Zufriedenheit der Automieter ist, zeigt dieser Thread recht anschaulich ^^  Hier lohnt es sich immer sehr genau mit Vorher/Nachher Bildern zu arbeiten:
https://www.tripadvisor.ch/ShowTopic-g291982-i813-k5938693-Achtung_bei_der_Automiete_bei_Europcar_in_San_Jose-Costa_Rica.html

Fahrzeug Temporärer Import mit dem eigenen Fahrzeug und Verschiffung (ca. 9000$)...
http://www.botschaft-costarica.de/index.php?option=com_content&view=article&id=178%3Aimportacion-de-vehiculos-&catid=43%3Aextranjeros&lang=de&Itemid=192

Fahrzeug-Kauf ist in meinen Augen die beste Option. Hier sollte man sich zweifach einarbeiten - zum einen ob man es auf sich als Tourist einlösen kann, oder auf einen local - und gegebenfalls mit einer Apostille reisen sollte:
 https://tropenwanderer.com/auto-kaufen-in-costa-rica/


Surfy


Meck Meck

« Antwort #9 am: 23. Februar 2021, 15:43 »
Also unsere Kinder sind 5 und fast 7 Jahre alt.
Am liebsten wäre es natürlich wenn wir diesen Winter weg kommen könnten, aber ob das möglich ist....
Nächsten Winter (2023)sind dann beide Kinder von der Schule zu befreien.


@surfy
Danke für deine Infos.
Ja, dadurch dass wir eben Australien und Neuseeland bereits kennen, rechnet man mit so komplizierten Sachen wie diesen nicht.
Das ist schon schwer....
Mietwagen wäre eine gute Option.
Das heißt ich müsste mich, auf weniger konzentrieren?
Nur zum Beispiel Costa Rica, Panama und eventuell Guatemala?

Oder besser Mexico, Texas nach Miami?

Ginge denn eines von denen, was überschaubar wäre?

Ein Auto kaufen stelle ich mir sehr kompliziert und schwer vor, vor allem dann wieder zu verkaufen.

Ihr seht es ist kompliziert für mich.
Da ich nur Wohnmobil Reisen gewohnt bin.
Ist ja praktisch du hast immer alles dabei.
Kannst essen wann du möchtest.
Schlafen...

Hier tun sich sehr viel neue Fragen für mich auf.

Meck Meck
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Surfy

« Antwort #10 am: 23. Februar 2021, 18:20 »

Ich würde mal bissl googlen, vielleicht mal mit Expats oder Auswanderern Kontakt aufnehmen, fragen.

Ist alles gar nicht so kompliziert, wenn man bereit ist mal 8 Stunden einem Thema zu widmen...

Surfy


reisefieber2019

« Antwort #11 am: 23. Februar 2021, 23:00 »
Also ich glaub nicht das die Situation dieses Jahr besser wird. Ich fur mich hab meine Planungen aufgegeben.
Aber wenn es kein corona geben wurde ware mir die Tour zu stressig. Vor allem mit 2 Kids.
Ich kann mir nicht vorstellen das es in Honduras Nicaragua Guatemala Wohnmobile gibt. Und falls ja dann Schweine teuer. Und vor allem wo stellt man sich nachts in Honduras oder andern landern hin ohne Probleme zu bekommen.
Ich wurde die Tour mit dem
Mietwagen machen. Kostet um die 25 Euro am Tag außer in Honduras vielleicht. Dann einzelne Hotels vor Ort spontan buchen. Dann mit dem
Bus über die Grenze und den nachsten Wagen mieten. Kostenlos stornieren kannst den Mietwagen bis 24 Stunden vorher.
Oder du fährst nur mit dem Bus. Das reisen ist easy dort außer vielleicht in El Salvador. Auch ohne Spanisch. 
In der jetzigen corona Zeit wurde ich es glaube ich ( soweit es möglich iund ratsam ist )so machen wie du schreibst 
In die USA fliegen oder nach México fliegen und da schauen was geht.
In den USA war ich nur am der West Kuste und im Sud Westen. Und Ich muss sagen ich bin heut noch beeindruckt.
Oder du startest in Cancun. Fur sie umrundung von Yucatan Halbinsel hab ich auch schon 3 Wochen gebaucht. Ohne lange Bade stops.
Ein weiterer fur mich wichtiger Faktor ware mein finanzielles Risiko gering zu halten. Ich wurde also kein Wohnmobil in Costa Rica oder sonst wo mieten und dann eventuell mein Geld nicht wieder sehen. Das gleiche mit flug etc.
In den USA konntest du dann auch je nach Budget mit Wohnmobil oder Auto reisen.
Fazit. Schoner ware Costa Rica nach Miami. Schlauer ware du konzentrierst dich auf USA. Eventuell mit Abstecher nach México und Guatemala.

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Mooni

« Antwort #12 am: 23. Februar 2021, 23:15 »
Ich kenne Mexiko und Zentralamerika auch ganz gut.
Wohnmobile für Touristen gibt es dort eigentlich nicht, und dass der Grenzübergang mit Mietwagen schwierig ist, wurde ja auch schon erwähnt.

Ich würde mit zwei kleinen Kindern mir auch über die Sicherheitsituation Gedanken machen. Frei stehen etc im nördlichen Mexiko, Guatemala und Honduras würde ich für mich ausschließen.
Ich denke Costa Rica und Panama kann eine gute Option sein, wenn ihr nur drei Monate Zeit habt. Das ist dann auch gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder einem Mietwagen zu machen, da sicher und kurze Distanzen.
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Meck Meck

« Antwort #13 am: 24. Februar 2021, 07:16 »
Danke euch für eure Antworten.
Das hat mir schon sehr in meiner Planung weiter geholfen.

Ich denke auch, dass dieses Jahr nix mehr wird und werde mich mal mit den Mietwagen vertraut machen.
Mich etwas durchlesen und durchstöbern.

Aber jetzt weiß ich wenigstens warum man in Google keine richtigen Anhaltspunkte findet(was campen in mittelamerika angeht)

West Küste waren wir vor 8 Jahren. Damals noch ohne Kinder und in Hotels unterwegs.

Danke
Meck Meck
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karoshi

« Antwort #14 am: 24. Februar 2021, 08:23 »
Ja, Campen in Mittelamerika ist nicht so verbreitet, um es ganz neutral zu formulieren. Am ehesten noch in Costa Rica und Panama. In den meisten anderen Ländern würde ich das für ausgesprochen riskant halten, besonders Wildcampen. Campingplätze, jedenfalls die, die ich gesehen habe, sind auch nicht unbedingt vergleichbar mit denen bei uns. Es sind oft nur überdachte Betonplattformen, wo man ein Zelt aufstellen oder eine Hängematte befestigen kann (und daneben parkt das Auto). Wohnmobile sind unüblich, damit fällt man auf den Straßen auf wie ein bunter Hund. Gleichzeitig sind die meisten Gegenden (jedenfalls da, wo man mit dem Ding fahren kann) doch so dicht besiedelt, dass immer irgendwer mitkriegt, wo Du Dich für die Nacht hinstellst. Wenn Du einigermaßen sicher sein willst, muss das Wohnmobil in einem geschützten Innenhof oder dergleichen stehen. Da kannst Du auch gleich ein Zimmer mieten.

Die Variante mit Mietwagen + Bus finde ich auch besser.
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