Thema: Schnorcheln in/um Tulum  (Gelesen 1064 mal)

Marla

« am: 08. Januar 2020, 00:21 »
Ich bräuchte mal Tipps bzgl. Schnorcheln. Meine Eltern kommen mich in Yucatan besuchen, und mein Vater will unbedingt einmal im Meer schnorcheln. Es geht nur von Tulum aus. Ich weiß, die Schnorchelklassiker sind woanders, aber trotzdem bitte nur Tipps zu Tulum und Umgebung.

Ich hatte an einen Ausflug nach Akumal gedacht, was mir eine Freundin empfohlen hatte, die vor mehreren Jahren da war. Jetzt hab ich aber gelesen, dass das in letzter Zeit zu einer totalen Touriabzocke geworden sein soll und man da nicht mehr einfach so auf eigene Faust schnorcheln kann. War da jemand in den letzten ich sag mal 1-2 Jahren? Wenn ja, ist es wirklich so schlimm?

Gibt es Alternativen? Mein Vater ist echt nicht anspruchsvoll, wäre auch das erste Mal schnorcheln in der Karibik für ihn. Meine Mutter und ich sind übrigens nicht so fürs Schnorcheln.

Zusatzfrage: Wie sieht es mit dem Besuch einer der Zenoten aus (zusätzlich, denn das mit dem Meer muss wohl sein)? Kann man die auch noch im fortgeschrittenen Alter (= Mitte 70) machen? Hierzu hab ich zwei komplett unterschiedliche Aussagen. Die Freundin meinte, es wäre ok. Sie hat Eltern im ähnlichen Alter, deswegen hätte ich gedacht, dass sie das einschätzen kann. Andererseits hat mir aber gerade eine Mexikanerin davon abgeraten. Und die war bei anderen Themen, wo ich auch am Zweifeln war, eher zuversichtlich. Also alles was mit ein bisschen Klettern verbunden ist oder wo man ausrutschen kann, ginge wirklich gar nicht.

Aber wenn doch vorstellbar, welche Zenoten wären geeignet? Entweder bei Tulum oder bei Valladolid.

Vielen Dank schon einmal für eure Tipps!
Liebe Grüße
Marla
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Beate

« Antwort #1 am: 08. Januar 2020, 10:03 »
Hallo Maria,
eigentlich kannst Du an der gesamten Küste schnorcheln, immer dort, wo Felsen im Wasser sind. Auch direkt neben den Maya-Städten in Tulum ist ein Strand.
Wenn Ihr aber was anspruchsvolleres sucht, dann bleibt nur eine Bootstour und da habe ich leider gar keine Ahnung. Ansonsten käme noch als Schnorchelgebiet Cozumel oder Isla Mujeres infrage, ist aber halt nicht Tulum.

Zu den Cenotes: Was hast Du Dir da gedacht? Es gibt trockene Cenoten, in die man ganz leicht reinwandern kann. Da läuft man dann durch einen "Wald" von Wurzeln.
Und dann gibt es die anderen Cenoten, die von aussen wie Seen zwischen den Felsen aussehen. Aber da gibts beim Schnorcheln nichts, oder fast nichts zu sehen, denn da sind im allerhöchsten Fall mal ein paar ganz kleine Fischchen. Diese Cenoten sind aber toll zum tauchen, aber nichts für Anfänger. Denn Platzangst darf man da unten nicht bekommen, auftauchen ist nicht möglich.
Man kann da natürlich nur zum Baden hinfahren, ich finde aber, das lohnt sich nicht. Und meistens sind dies Zustiege zu diesen Cenoten auch nicht gerade einfach, es geht meistens über Leitern runter ins Wasser.

Beate

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Marla

« Antwort #2 am: 08. Januar 2020, 15:13 »
eigentlich kannst Du an der gesamten Küste schnorcheln, immer dort, wo Felsen im Wasser sind. Auch direkt neben den Maya-Städten in Tulum ist ein Strand.
Danke, Beate, genau das wollte ich hören. War nur verunsichert, weil meine Gastgeberin in Cancun, das war auch die, die von den Zenoten abgeraten hat, meinte, in Tulum selber ginge das überhaupt nicht. Bootstour? Ich weiß nicht, wenn das Schnorcheln in Tulum ihm gar nicht gefällt vielleicht. Dann würde ich das mit ihm machen.

Zitat
Ansonsten käme noch als Schnorchelgebiet Cozumel oder Isla Mujeres infrage, ist aber halt nicht Tulum.
Ja, die hab ich natürlich auch im Kopf. Aber als wir die Route festgelegt und alles gebucht haben (geht bei meinen Eltern nicht anders), war von Schnorcheln noch überhaupt nicht die Rede. Kurz danach hieß es dann, ich will aber unbedingt schnorcheln :) ist aber nicht schlimm, wie machen das Beste draus.

Zitat
Zu den Cenotes: Was hast Du Dir da gedacht? Es gibt trockene Cenoten, in die man ganz leicht reinwandern kann. Da läuft man dann durch einen "Wald" von Wurzeln.
Und dann gibt es die anderen Cenoten, die von aussen wie Seen zwischen den Felsen aussehen. Aber da gibts beim Schnorcheln nichts, oder fast nichts zu sehen, denn da sind im allerhöchsten Fall mal ein paar ganz kleine Fischchen. Diese Cenoten sind aber toll zum tauchen, aber nichts für Anfänger. Denn Platzangst darf man da unten nicht bekommen, auftauchen ist nicht möglich.
Man kann da natürlich nur zum Baden hinfahren, ich finde aber, das lohnt sich nicht. Und meistens sind dies Zustiege zu diesen Cenoten auch nicht gerade einfach, es geht meistens über Leitern runter ins Wasser.
Dachte ich hätte auch was von Zenoten speziell zum Schnorcheln gelesen. Und dass sie zum Baden schön sein sollen, hatte ich eigentlich auch gehört. Gibt es noch andere Meinungen dazu?

Auch über aktuelle Erfahrungen zu Akumal würde ich mich noch freuen.
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dirtsA

« Antwort #3 am: 08. Januar 2020, 15:22 »
Ich war 2012 in Akumal, kann daher nichts zur derzeitigen Situation sagen. Allerdings blieben damals die Schildkröten aus. Und dann war es langweilig. Weil Korallen oder andere Fische gabs da nicht so viele. Das wollte ich daher nur weitergeben...

Im Meer geschnorchelt bin ich rund um Tulum nicht. Ist Cozumel wirklich zu weit? Von dort gibts schöne Schnorcheltouren. Evtl. ja aber von Tulum aus auch - hast du schon mal bei den Dive Shops auf den Websites geschaut? Meistens bieten die das ja mit an.

Ich finde schnorcheln in den Cenoten schon sehr cool und was ganz Spezielles. Stimmt, bei manchen Cenoten muss man eine lange Leiter hinunter klettern oder so - das wär dann wohl eher nichts! Aber z.B. Dos Ojos der Eingang ist auf einem normalen Weg zu erreichen. Ich war dort tauchen, ein Freund von mir gleichzeitig schnorcheln und er fand es genialst! Glaub die Gran Cenote würde sich auch noch anbieten. Übrigens bieten da auch die Dive Shops Schnorcheltouren an, falls ihr lieber jemand dabei habt, der sich auskennt. Da könnt ihr euch auch einfach vor Ort beraten lassen, welche Cenoten einfacher und trotzdem schön sind. Klar sieht man da sehr wenig Tiere unter Wasser...aber dafür halt Stalaktiten/Stalakmiten, Fledermäuse die über einem hängen (Dos Ojos) und es ist halt schnorcheln in einer Höhle. Also ich finde das schon sehr einzigartig, hängt natürlich auch davon ab, was deine Eltern in ihrem Leben schon so gesehen haben! :)

Um Valladolid gibts in der Tat auch schöne Cenoten. Da musst du aber etwas mehr aufpassen, dass ihr nicht gleichzeitig mit einer Busladung Touristen dort landet - denn diese Cenoten werden gerne in Kombination mit Chichen Itza als Tagestour angeboten. Vielleicht schaust du dir ein paar solcher Touren an, vielleicht steht da ja der Name der Cenote/die ungefähre Uhrzeit, sodass man diese dann genau meiden kann ;)
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Beate

« Antwort #4 am: 08. Januar 2020, 15:25 »
Naja, zum Baden sind sie schon schön. Das Wasser ist glasklar, so als ob überhaupt kein Wasser da wäre. Aber zum Schnorcheln gehören doch auch Fische, oder? Und die gibts in den Cenoten nicht, höchstens mal ein paar klitzekleine.
Und da Cenoten eigentlich Felseinbrüche sind, kannst Du Dir wahrscheinlich gut feststellen, dass man da nicht einfach über einen Strand ins Wasser laufen kann. Meistens ist das Wasser sogar ein paar Meter tiefer unten als die Umgebung, also muss man eine Leiter runtersteigen.
Macht aber nichts, ein Ausflug in eine Cenote ist immer schön, allein schon wegen der vielen Natur rundherum.

Ich war in den letzten Jahren nicht mehr in Akumal. Aber sagen wir mal so: Wo in Mexico oder auch in anderen Touristengebieten weltweit ist denn der Rummel nicht grösser geworden. Ihr werdet auch in Tulum jede Menge Touristen um Euch haben. Und dass es überall in solch touristischen Orten teuer geworden ist, ist auch weltweit der Fall, auch in Tulum.

Ich habe zwar vom neuesten Stand keine Ahnung, aber was ich nicht verstehe: wieso soll man denn nicht auf eigene Faust Schnorcheln können. Man kann doch ganz einfach ins Wasser steigen, ob jetzt mit oder ohne Maske wird doch keinen Unterschied machen. Wie sollte das denn überprüft und gehandhabt werden?
Wo hast Du das mit dem Schnorcheln denn gelesen?

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Beate

« Antwort #5 am: 08. Januar 2020, 15:29 »
Hallo DirtsA,
da muss ich doch gleich mal nachfragen: Gibt es jetzt wirklich Touren zu Cenoten, bei denen man in einer Höhle schnorcheln kann? Als wir dort waren (ja, ist schon eine Zeit her), da konnte man in die Höhlen zwar tauchen, also mit Flasche usw., was sehr interessant war. Aber für Schnorcheln war nur die "Eingangshöhle" offen, also ein paar Meter in einen sehr hohen Felsen-Dom rein, ansonsten halt die "offene" Cenote, die ja wie ein See ist.

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dirtsA

« Antwort #6 am: 08. Januar 2020, 15:34 »
Also das war schon 2012! Man konnte in dem Dive Shop entweder Schnorcheln oder Tauchen in der Cenote Dos Ojos buchen. Ich hab tauchen gebucht, mein Freund schnorcheln. Waren dann zusammen unterwegs, jeweils mit eigenem Guide und haben uns in der "Fledermaus-Höhle" sogar getroffen ;)
Was ich jetzt von der Topographie nicht mehr im Kopf habe, ist, ob Dos Ojos überall "Luft oben hatte" also nur halb mit Wasser gefüllt ist, oder ob mein Freund irgendwo mit angehaltener Luft durch tauchen musste. Ich weiss, dass man den Tauchgang im Kreis abschliessen konnte (also am Ende beim Eingang wieder raus kam), bin mir aber nicht sicher, ob man die komplette Runde auch schnorcheln konnte, oder ob die irgendwann umdrehen mussten.

Ja, bei vielen Cenoten gehts nicht weiter als in den offenen Eingangsbereich, weil eben danach alles mit Wasser gefüllt ist. Bei manchen wohl aber schon, so wie Dos Ojos - das ist die einzige, wo ich es sicher weiss.
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Marla

« Antwort #7 am: 08. Januar 2020, 22:42 »
Lieben Dank an euch beide für eure Erfahrungsberichte, auch wenn sie nicht mehr ganz so frisch sind :)

Das mit dem Schnorcheln in Zenoten lassen wir dann glaube ich, wäre eigentlich nur eine Ausweichlösung gewesen. Eigentlich will er im Meer schnorcheln. Und auch lieber alleine als mit Tour.

Zu Akumal:
https://www.tripadvisor.de/Attraction_Review-g499445-d153287-Reviews-or10-Akumal_Beach-Akumal_Yucatan_Peninsula.html#REVIEWS
Da gibt es etliche Rezensionen, die sagen, dass man gezwungen ist einen Guide zu nehmen für 30 Dollar oder so. Auch wenn man seine eigene Ausrüstung dabei hat. Laut meiner Freundin war ein Teil des Strandes schon vor 4(?) Jahren abgesperrt, aber daneben noch genug Platz, wo man ohne Guide schnorcheln konnte. Und sie haben da auch Schildkröten gesehen. Jetzt hört es sich aber für mich so an, als wäre noch nicht mal das mehr möglich. Oder wie versteht ihr die Rezensionen?
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Marla

« Antwort #8 am: 08. Januar 2020, 23:01 »
Macht aber nichts, ein Ausflug in eine Cenote ist immer schön, allein schon wegen der vielen Natur rundherum.
Klingt gut. Wahrscheinlich werden wir uns dann auch mal zusammen eine anschauen, und wenn meine Eltern nicht baden können, ist es auch nicht schlimm (meine Mama schwimmt eh nicht gern). Ansonsten wird das mein Kontrastprogramm alleine, wenn ich zwischendurch mal ein bisschen Pause brauche :)
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Eka

« Antwort #9 am: 08. Januar 2020, 23:19 »
Heutzutage gehen Touristen nur in die Cenoten um Fotos davon zu machen und wollen nicht ins Wasser gehen, dies berichtete mir ein Tourist in Valladolid (hier und in Tulum) gibt es sehr schöne Cenoten. Er zeigte mir seine bearbeiteten Hochglanzfotos von sich und der Cenote. Es gibt auch die ganz heimlichen und abenteuerlichen (aufgrund der Weges dorthin) Cenoten in Tulum, nur um dort hin zu kommen, muss man extrem körperlich fit sein.

In Akumal sollen die Schildkröten aufgrund der Touristenmassen erkrankt sein, zu viele Verschleißspuren am Schildkrötenpanzer. In Tripadvisor kannst du mehr darüber lesen.
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Marla

« Antwort #10 am: 08. Januar 2020, 23:33 »
Den TA-Link hab ich ja gerade gepostet. Da hatte ich noch nichts von erkrankten Schildkröten gelesen und fand das eigentlich schon abschreckend genug. Aber mit dieser Zusatzinformation will ich da noch weniger hin. Echt schlimm, vor allem, wie sich das in wenigen Jahren so ändern konnte. Ja ich weiß, das ist weltweit keine Ausnahme. Bisher habe ich massentouristische Orte ganz gut gemieden bzw. war zur Nebensaison da.

Das mit den Fotos machen in Zenoten kann ich mir lebhaft vorstellen :) War schon an einigen Orten, wo ich ohne Kamera hin bin (insbesondere beim Schwimmen ja praktischer) und mir wie ein Fossil vorkam zwischen der Insta-Generation auf der Suche nach dem perfekten Foto :D
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Beate

« Antwort #11 am: 09. Januar 2020, 09:53 »
Jetzt habe ich mir den TA-Link auch mal angeschaut. Also ehrlich: ich finde das eine Frechheit!! Ganz klar, der Tourismus hat dort (wie auch in anderen Destinationen) die Menschen verdorben.
Was bin ich froh, dass ich alle diese schönen Orte noch sehen konnte, als dort der Tourismus gerade so am Anfang stand.

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Marla

« Antwort #12 am: 09. Januar 2020, 14:13 »
Da stimme ich dir vollkommen zu, Beate. Freut mich auch für dich :)

Ich tröste mich gerade damit, dass ich andere Orte gesehen habe, bevor der große Ansturm losging. Jetzt bin ich auch froh, dass ich auf meiner 3-Monats-Reise Yucatán als erstes hinter mich bringe und es danach untouristischer wird.
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dirtsA

« Antwort #13 am: 09. Januar 2020, 21:30 »
Krass, hab mich jetzt auch etwas durch die TA Kommentare gelesen! :o :o :o
Da würde ich auch nicht mehr hin. Naja, bei uns wars zwar relativ menschenleer, aber wie gesagt auch schildkrötenleer - hat also auch nix gebracht ;D
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Marla

« Antwort #14 am: 09. Januar 2020, 21:43 »
Ich glaub, jetzt sorgen sie schon dafür, dass du auf jeden Fall Schildkröten siehst, aber um welchen Preis.... (im mehrfachen Sinne).

Bin auch sonst etwas überrascht, wie die Preise angezogen haben. Das Hotel, was mir die Freundin empfohlen hatte, die vor vier Jahren dort war, kostet heutztage mehr das doppelte. Wir haben jetzt relativ schlichtes für stolze 90 Euro die Nacht. Aber ist halt so in Tulúm. Bei den Maya-Ruinen finde ich die Preise auch sehr stattlich, auch doppelt so viel wie in meinem 2 Jahre alten Guide. Aber da hab ich schon das Gefühl, das Geld wird für investiert.
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