Thema: Untervermietung Tipps und Tricks  (Gelesen 451 mal)

Styles78

« am: 08. September 2018, 14:21 »
Hallo zusammen,
für meinen Aufenthalt in der großen weiten Welt werde ich für 12 Monate meine Wohnung untervermieten.
Die Überlegung war zuerst diese aufzulösen, da ich so oder so irgendwann umziehen will...aber ich glaube die Vorteile
eine Wohnung zu haben wenn ich wieder da bin überwiegen für mich dann doch!
Mich würden eure Tipps bzw. Erfahrungen interessieren...nicht zu Letzt wie und wo ihr potenzielle Untermieter gefunden habt? Wie habt ihr es mit den Kosten gemacht? Worauf sollte man besonders achten? Was macht Sinn ?
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reisefieber2019

« Antwort #1 am: 08. September 2018, 15:53 »
Dann mach dich schlau was nach dem neuem Mietrecht ein Zeit Mietvertrag ist und wie man den aufsetzt bzw. auf was man achten sollte.
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Marla

« Antwort #2 am: 09. September 2018, 12:28 »
Ich habe zwei Mal die Erfahrung mit Zwischenvermietung gemacht. Danach ist der Mietvertrag das geringste Problem! Du findest genug Vorlagen im Internet. Es gibt m.E. nur einen Punkt, den man betonen sollte: Der Grund für die Befristung muss schriftlich festgehalten sein.
https://www.finanztip.de/mietvertrag/zeitmietvertrag/
Schriftlich betone ich deswegen, weil es bei Zeitmietverträgen nicht unüblich ist, dass diese gescannt per E-Mail verschickt werden (i.d.R. wohnt der Mieter nicht am gleichen Ort).

Aber wie gesagt, der Aufwand, den Mietvertrag vorzubereiten, war bei mir minimal. Der weitaus größere Aufwand ist, den passenden Zwischenmieter zu finden. Ich habe beide Male glaube ich bei Immobilienscout, wg-gesucht und eBay Kleinanzeigen inseriert, aber es gibt natürlich auch andere Portale. Rückblickend würde ich zu welchen raten, die nichts kosten, da die Resonanz dort nach meiner Erfahrung nicht geringer ist.

Ansonsten: nicht zu früh anfangen! Ein Monat vorher reicht, davor bringt es meist nichts. Und bei Untervermietung würde ich mir immer das Einverständnis des Vermieters holen. Damit hatte ich beim ersten Mal das größte Problem, weil der Kontakt nur über die Hausverwaltung verlief, und der nicht in Erscheinung tretende Vermieter die ersten 7 Kandidaten, die ich gerne genommen hätte, ohne Grund abgelehnt hatte. Erst der 8. fand in seinen Augen Gnade. Obwohl es ihm ja eigentlich sch..egal sein konnte, den das Vertragsverhältnis hatte er ja nach wie vor mit mir. Der Mietvertrag wurde dann 5 Tage vor Abflug unterschrieben... War echt nervenaufreibend.
Ich kenne auch Leute, die die Untervermietung ihrem Vermieter (erfolgreich) verschwiegen haben, aber ich würde das nicht machen.
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pad

« Antwort #3 am: 09. September 2018, 14:29 »
Ich habe meine Wohnung für 7 Monate untervermietet (CH). Ich gehe mal davon aus, dass du in Deutschland bist? Die Gesetze sind wahrscheinlich nicht ganz identisch. Ich habe damals aber viele Webseiten gefunden, die alles sehr schön erklärt haben (inkl. Musterverträgen usw). Manche Portale werben auch damit, gegen ein (recht erhebliches) Entgeld alles zu organisieren und zu versichern. Das ist meines Erachtens aber nicht nötig. Etwas Recherche bringt dich hier sicher schon viel weiter.

In der Schweiz ist es so, dass man an der Untervermietung nichts verdienen darf. Man kann aber sehr wohl etwas für die Stromkosten, Internet, Möbel und ggf. andere inkludierte Leistungen aufschlagen. Ich denke, in Deutschland wird das sehr ähnlich sein.

Ich würde auch sagen, dass die Auswahl eines geeigneten Mieters der grösste Aufwand bedeutet (Telefonate und Emails, Besichtigungen ...). War bei mir jetzt nicht übertrieben, aber halt recht verteilt auf viele kleine Unterbrechungen. Kommt natürlich ganz darauf an, was für eine Wohnung (Lage, Preis ...) du hast. Meine war sehr günstig und gut gelegen, darum haben sich auch viele (teils etwas seltsame) Leute gemeldet. Ich habe diversen abgesagt, bis ich den für mich "richtigen" Mieter gefunden hatte. Dabei bin ich auch recht "streng" vorgegangen und wollte die in der Schweiz für eine Wohnungsmiete üblichen Dokumente (Betreibungsregisterauszug (DE Schufa), einen Lohnausweis oder eine Kopie eines Arbeitsvertrages sowie eine Privathaftpflicht) sehen. Klingt vielleicht etwas übervorsichtig, aber es hat sich dann auch schnell gezeigt, dass sich hier schon sehr viele herausreden / nicht mehr melden. Mir war es einfach wichtig, dass es während meiner Reise nicht zu Problemen kommt, die dann meine Familie oder Freunde hätten lösen müssen. Man hat ja auch die ganzen Möbel etc. in der Wohnung und muss unter Umständen für Schäden aufkommen, die ein Untermieter anrichtet.

Schlussendlich lief alles wie am Schnürchen. Ich weiss aber auch von mehreren Freunden und Kollegen, die deutlich "lockerer" vorgegangen sind und dann recht mühsame Probleme hatten. Nebst einem möglichen finanziellen Schaden kann das einfach die Reisestimmung ziemlich vermiesen.

Dazu muss ich aber sagen, dass ich im Notfall die Wohnung auch einfach durchgezahlt hätte. Sprich meine Einstellung war damals: Entweder ich finde jemanden, dem ich wirklich vertraue, und sonst lass ich es eher sein. Bei einem Jahr kommt das aber wohl nicht in Frage.

Was man auch nicht vergessen darf: Einen Mieter zu finden, der einerseits sehr gut passt und zudem genau das entsprechende Zeitfenster füllt, ist nicht ganz einfach. Bei der Budgetierung würde ich hier einen Puffen einplanen. Wenn du bei der Reisedauer etwas Flexibilität willst (ggf. verlängern, Heimaturlaub oder früher nach Hause kommen), kann das halt auch im Weg stehen.

Je länger die Reisedauer, desto eher würde ich die Wohnung auflösen und dafür eine Budgetposition für eine Zwischenlösung direkt nach der Ankunft zu Hause vorsehen.
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reisefieber2019

« Antwort #4 am: 09. September 2018, 18:59 »
Richtig Maria.
Den Grund schriftlich festhalten.
Mein Vermieter hat kein Grund genannt und
Mein Mietvertrag lief bis 31.5 und ich wohne immer noch in der Wohnung.
Also ganz so einfach ist es nicht.

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Styles78

« Antwort #5 am: 10. September 2018, 08:51 »
Ich habe zwei Mal die Erfahrung mit Zwischenvermietung gemacht. Danach ist der Mietvertrag das geringste Problem! Du findest genug Vorlagen im Internet. Es gibt m.E. nur einen Punkt, den man betonen sollte: Der Grund für die Befristung muss schriftlich festgehalten sein.
https://www.finanztip.de/mietvertrag/zeitmietvertrag/
Schriftlich betone ich deswegen, weil es bei Zeitmietverträgen nicht unüblich ist, dass diese gescannt per E-Mail verschickt werden (i.d.R. wohnt der Mieter nicht am gleichen Ort).

Aber wie gesagt, der Aufwand, den Mietvertrag vorzubereiten, war bei mir minimal. Der weitaus größere Aufwand ist, den passenden Zwischenmieter zu finden. Ich habe beide Male glaube ich bei Immobilienscout, wg-gesucht und eBay Kleinanzeigen inseriert, aber es gibt natürlich auch andere Portale. Rückblickend würde ich zu welchen raten, die nichts kosten, da die Resonanz dort nach meiner Erfahrung nicht geringer ist.

Ansonsten: nicht zu früh anfangen! Ein Monat vorher reicht, davor bringt es meist nichts. Und bei Untervermietung würde ich mir immer das Einverständnis des Vermieters holen. Damit hatte ich beim ersten Mal das größte Problem, weil der Kontakt nur über die Hausverwaltung verlief, und der nicht in Erscheinung tretende Vermieter die ersten 7 Kandidaten, die ich gerne genommen hätte, ohne Grund abgelehnt hatte. Erst der 8. fand in seinen Augen Gnade. Obwohl es ihm ja eigentlich sch..egal sein konnte, den das Vertragsverhältnis hatte er ja nach wie vor mit mir. Der Mietvertrag wurde dann 5 Tage vor Abflug unterschrieben... War echt nervenaufreibend.
Ich kenne auch Leute, die die Untervermietung ihrem Vermieter (erfolgreich) verschwiegen haben, aber ich würde das nicht machen.

Danke für deine Antwort.
Ich denke 1 Monat davor wäre mir zu knapp. Mein Ziel ist es während der Reise keine Kosten für die Wohnung zu haben. Da ich eine 3 monatige Kündigungsfirst habe...müsste ich also davor schon einen Mieter finden...da ich ja, wenn ich keinen finde, die Wohnung auflösen muss.
Ich werde das Thema im Januar des nächsten Jahres angehen und schauen was sich ergibt.
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Marla

« Antwort #6 am: 10. September 2018, 10:47 »
Danke für deine Antwort.
Ich denke 1 Monat davor wäre mir zu knapp. Mein Ziel ist es während der Reise keine Kosten für die Wohnung zu haben. Da ich eine 3 monatige Kündigungsfirst habe...müsste ich also davor schon einen Mieter finden...da ich ja, wenn ich keinen finde, die Wohnung auflösen muss.
Ich werde das Thema im Januar des nächsten Jahres angehen und schauen was sich ergibt.
Aber genau das ist das Problem. Ich erledige gerne Sachen rechtzeitig und habe daher beide Mal 1,5 bis 2 Monate vorher angefangen. In den ersten Wochen war die Anzahl an Anfragen minimal. Beim 2. Mal hätte es fast geklappt mit einem älteren Herren, der sich auch sehr früh schon gemeldet hatte, und wir hatten auch schon einen Termin für die Vertragsunterzeichnung. Aber dann ist er doch abgesprungen. Richtig los ging es mit den Anfragen ca. 3 Wochen vor Mietbeginn.

Kann natürlich sein, dass du Glück hast und sich bei dir auch schon jemand 3 Monate vorher meldet und für die Wohnung entscheidet. Die Chancen sehe ich aber als eher gering an. Ein Gefühl dafür bekommst du vielleicht, wenn du dir die Anzeigen für deine Stadt anschauest.

Ich denke, die meisten haben 3 Monate Kündigungsfrist für ihre Wohnung, riskieren es aber dennoch. Im Worst Case zahlst du halt 3 Mieten zu viel, was natürlich nicht ganz wenig ist. Aber die Chancen sind ja in den meisten Städten nicht so schlecht, die Wohnung vermietet zu kriegen, notfalls halt mit der Miete etwas runtergehen.
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Marla

« Antwort #7 am: 10. September 2018, 10:53 »
Dabei bin ich auch recht "streng" vorgegangen und wollte die in der Schweiz für eine Wohnungsmiete üblichen Dokumente (Betreibungsregisterauszug (DE Schufa), einen Lohnausweis oder eine Kopie eines Arbeitsvertrages sowie eine Privathaftpflicht) sehen. Klingt vielleicht etwas übervorsichtig, aber es hat sich dann auch schnell gezeigt, dass sich hier schon sehr viele herausreden / nicht mehr melden.
Stimmt, das hatte ich noch vergessen zu erwähnen. Ich hatte mir auch Schufa, Gehaltsnachweise und Haftpflicht schicken lassen. Und natürlich den Personalausweis bei der Vertragsunterzeichnung vorzeigen lassen.

Außerdem fällt mir jetzt noch das Thema Kaution ein. Diese darf nicht zu hoch sein - max. 3 Nettokaltmieten in Deutschland - und ist bei Zwischenvermietungen häufig deutlich geringer als die gesetzliche Obergrenze, gerade bei kürzeren Laufzeiten. Aber ich würde sie schon so hoch ansetzen, dass notfalls Schäden in der Wohnung, die dein Untermieter verursacht, davon gedeckt sind.
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Styles78

« Antwort #8 am: 10. September 2018, 10:56 »
Danke für deine Antwort.
Ich denke 1 Monat davor wäre mir zu knapp. Mein Ziel ist es während der Reise keine Kosten für die Wohnung zu haben. Da ich eine 3 monatige Kündigungsfirst habe...müsste ich also davor schon einen Mieter finden...da ich ja, wenn ich keinen finde, die Wohnung auflösen muss.
Ich werde das Thema im Januar des nächsten Jahres angehen und schauen was sich ergibt.
Aber genau das ist das Problem. Ich erledige gerne Sachen rechtzeitig und habe daher beide Mal 1,5 bis 2 Monate vorher angefangen. In den ersten Wochen war die Anzahl an Anfragen minimal. Beim 2. Mal hätte es fast geklappt mit einem älteren Herren, der sich auch sehr früh schon gemeldet hatte, und wir hatten auch schon einen Termin für die Vertragsunterzeichnung. Aber dann ist er doch abgesprungen. Richtig los ging es mit den Anfragen ca. 3 Wochen vor Mietbeginn.

Kann natürlich sein, dass du Glück hast und sich bei dir auch schon jemand 3 Monate vorher meldet und für die Wohnung entscheidet. Die Chancen sehe ich aber als eher gering an. Ein Gefühl dafür bekommst du vielleicht, wenn du dir die Anzeigen für deine Stadt anschauest.

Ich denke, die meisten haben 3 Monate Kündigungsfrist für ihre Wohnung, riskieren es aber dennoch. Im Worst Case zahlst du halt 3 Mieten zu viel, was natürlich nicht ganz wenig ist. Aber die Chancen sind ja in den meisten Städten nicht so schlecht, die Wohnung vermietet zu kriegen, notfalls halt mit der Miete etwas runtergehen.
Ist natürlich auch ne Idee das zu risikieren. Muss ich mir nochmal durch den Kopf gehen lassen :-)...Danke dir
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Marla

« Antwort #9 am: 10. September 2018, 11:13 »
Was auf jeden Fall nach meiner Erfahrung - und dem, was ich von anderen Leuten mitgekriegt habe - auch noch eine große Rolle spielt, ist die Größe der Wohnung. Ich hatte beide Male eine 3-Zimmer-Wohnung, was für die meisten, die nur vorübergehend was suchen, zu groß bzw. teuer ist. Kann ich total nachvollziehen, schließlich würde ich mir für ein paar Monate in einer neuen Stadt auch erst mal nur 1 Zimmer nehmen. Umgekehrt wollte ich auch keine Großfamilie bei mir wohnen haben - wegen Nebenkosten, Abnutzung der Möbel, evtl. Ärger mit Nachbarn.

1- bis 2-Zimmer-Wohnungen sollten deutlich besser loszuwerden sein, gerade wenn in deiner Stadt ein Unterangebot an Wohnungen herrscht. Aber obwohl das bei mir so war - 1 x Hamburg, 1 x Berlin - war es kein Selbstgänger. Da ich selber noch nie eine Wohnung für eine Reise aufgelöst habe, kann ich dir leider nicht sagen, ob das mehr oder weniger Aufwand ist. Vielleicht melden sich ja dazu noch Leute mit Erfahrungen. Da ich nur 7 bzw. 6 Monate unterwegs war, wäre das für mich nur der Worst-Case-Plan gewesen. Wohnung leerstehen lassen für den ganzen Zeitraum, wäre für mich nicht in Frage gekommen. Bei 12 Monaten weg hätte ich aber wohl eine leichte Tendenz zum Wohnungauflösen.
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reisefieber2019

« Antwort #10 am: 10. September 2018, 11:38 »
Lustig wird es erst wenn du jemanden hast der einzieht und ab dem ersten Tag nicht zahlt. 
Mein Vater hat 14 Monate geklagt. Rausgekommen ist das er die Kosten übernehmen musste.

Die Aussage drück dir mal was im Internet aus das wird schon stimmen finde ich lustig. Ich frage mich warum ein Anwalt 8 Jahre studieren muss.

Ich hatte durch die Firma und privat so viele Termine vor Gericht.
Aber sie Hauptaussage unserer Anwälte war immer „ glauben sie nicht den Mist der  Internet steht das ist zu 96% Schrott „

Wenn ich was vermieten würde würde ich mindestens zum mieterschutzbund gehen und mir Arbeitsvertrag und Schufa besorgen lassen. Sonst würde ich gar nichts vermieten. Dafür sind mit meine Nerven zu wichtig.
Ich selber habe auch nee Wohnung vermietet. Die Mieterin zahlt aber zahlt zu wenig. Nichts kann ich machen!!ausser ein Haufen Geld in die Hand zu nehmen und zu klagen.
Das ist Deutschland.
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Styles78

« Antwort #11 am: 10. September 2018, 12:28 »
Lustig wird es erst wenn du jemanden hast der einzieht und ab dem ersten Tag nicht zahlt. 
Mein Vater hat 14 Monate geklagt. Rausgekommen ist das er die Kosten übernehmen musste.

Die Aussage drück dir mal was im Internet aus das wird schon stimmen finde ich lustig. Ich frage mich warum ein Anwalt 8 Jahre studieren muss.

Ich hatte durch die Firma und privat so viele Termine vor Gericht.
Aber sie Hauptaussage unserer Anwälte war immer „ glauben sie nicht den Mist der  Internet steht das ist zu 96% Schrott „

Wenn ich was vermieten würde würde ich mindestens zum mieterschutzbund gehen und mir Arbeitsvertrag und Schufa besorgen lassen. Sonst würde ich gar nichts vermieten. Dafür sind mit meine Nerven zu wichtig.
Ich selber habe auch nee Wohnung vermietet. Die Mieterin zahlt aber zahlt zu wenig. Nichts kann ich machen!!ausser ein Haufen Geld in die Hand zu nehmen und zu klagen.
Das ist Deutschland.
Ist natürlich vollkommen Richtig ich bin selbst kein Vermieter habe aber auch oft das Gefühl, dass die Rechte auf das Eigentum hier sehr zum Nachteil des Vermieters ausgelegt sind.
Wenn eine Vermietung statt finden sollte, dann natürlich nur mit Einkommensnachweis(Arbeitsvertrag), Schufa usw...

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