Thema: Routenplanung: Von NZ nach SA/MA?  (Gelesen 2474 mal)

martinj

« am: 20. Mai 2017, 12:38 »
Guten Tag liebe Weltreisende!

Ich bin hier in Australien, im November soll es für einen Monat nach Neuseeland gehen - danach dann Süd- und Mittelamerika.
Meine Frage ist: Soll ich von Neuseeland nach MA oder eher nach SA fliegen? Mich interessieren alle Länder in MA, in SA würde ich gern Chile, Bolivien, Kolumbien, Peru, Ecuador und Argentinien sehen. Ich habe kein Zeitlimit. Dennoch möchte ich die Routenplanung nicht dem Zufall überlassen! Ich würde mich über Erfahrungsberichte und Ratschläge sehr freuen. Vielen Dank im Voraus und habt einen angenehmen Tag!

Grüße aus dem "winterlichen" Melbourne,

Martin

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Kama aina

« Antwort #1 am: 22. Mai 2017, 10:28 »
Ich würde mit SA anfangen und mich dann nach Norden hocharbeiten! Bzw. mit Flügen kann man auch günstig größere Distanzen überwinde, sodass du auch besser in den Regionen wechseln kannst!
Von Patagonien z. B. angefangen.
Sonst steht zu den Gebieten natürlich noch sehr viel hier im Forum oder du fragst halt genauer! :-)
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dirtsA

« Antwort #2 am: 22. Mai 2017, 11:03 »
Ich würde es eher anders rum als Kama aina machen ;)
Der Grund dafür: die besseren Reisezeiten, sofern du unbegrenzt Zeit hast.
Hast du schon mal das Reisezeiten-Tool hier auf der Website ausprobiert? Das gibt dir einen ganz guten Überblick.

Also sagen wir mal du startest dann im Dezember in Mexiko:
Mexiko - Panama von Dez-März/April (je nach Schwerpunkten) = perfekte Reisezeit
Kolumbien - Mai
Ecuador - Juni
Peru - Juli
Bolivien - August
Norden Argentinien + Chile - September (evtl. mit Abstecher Iguazu, Brasilien, Rio)
Patagonien - Oktober/November

So hättest wärst du fast überall zu einer sehr guten Reisezeit. Aber halt auch fast ein Jahr unterwegs - weiss nicht, ob dir das zu lange ist.

Wenn du es umdrehen würdest:

Patagonien - Dezember = perfekte Reisezeit
aber dann... Januar-April Regenzeit in Bolivien, Peru,.. also nicht ideal
Ausser deine Prioritäten liegen anders und du willst z.B. mehr Brasilien machen. Da habe ich von den Reisezeiten nicht so viel Ahnung, mïsstest du selbst mal googlen.

Aber wie gesagt, schau einfach mal das Reisezeiten-Tool an und spiel dich herum. Am besten alles overland, denn Flüge sind ziemlich teuer (also nicht hin und her springen zwischen Koumbien und Argentinien und dann zurück nach Ecuador oder so ;) Das würde weniger Sinn machen)
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AlpenCheGuevara

« Antwort #3 am: 22. Mai 2017, 11:08 »
Von Auckland gibt es da Flüge nach Santiago de Chile für recht annehmbare ~400 Euronen - OneWay - mit LANTAM
Das würde sich von der Verbindung her und vom Preis sicherlich gut anbieten.

Von dort aus kannst dich dann super in den Süden Patagoniens vorarbeiten auf der chilenischen Seite.
Und je nach Lust&Laune via Landweg (zB Gletscher Perito Moreno, San Carlos de Bariloche, Mendoza) wieder nach Norden durcharbeiten. Oder auch von Ushuaia oder Rio Gallegos (hab ich damals gemacht) einen Flug nach Buenos Aires nehmen.
Die Domestic Flights in Argentinien sind recht kostengünstig
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AlpenCheGuevara

« Antwort #4 am: 22. Mai 2017, 11:11 »
Patagonien - Dezember = perfekte Reisezeit
aber dann... Januar-April Regenzeit in Bolivien, Peru,.. also nicht ideal

Ich errinere mich noch an mein zweites mal in der Salar de Uyuni. Die ist während der Regenzeit mit ein wenig Wasser gefüllt. Fand ich hammermäßig mit der gigantischen Spiegelung. Das hat schon was. Ist aber natürlich auch zur Trockenzeit schön.

Falls man in Bolivien im Februar ankommt, gibts auch super Karneval in Oruro.
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dirtsA

« Antwort #5 am: 22. Mai 2017, 11:26 »
Zitat
Ich errinere mich noch an mein zweites mal in der Salar de Uyuni. Die ist während der Regenzeit mit ein wenig Wasser gefüllt. Fand ich hammermäßig mit der gigantischen Spiegelung. Das hat schon was. Ist aber natürlich auch zur Trockenzeit schön.
Wenn man Glück hat, ist das bestimmt toll!
Aber natürlich besteht auch das Risiko, dass es nur regnet oder der Salar gar nicht befahrbar ist. Freunde von mir konnten die Tour in der Regenzeit deshalb nicht machen.

Auch sehe ich in Bolivien und teilweise Peru ein höheres Risiko wegen den schlechteren Strassen in der Regenzeit. Da gibts öfter mal landslides oder es ist etwas gesperrt dann.

Reisen zur Regenzeit kann gut funktionieren und teilweise Vorteile bringen wenn weniger Touris unterwegs sind (niedrigere Preise), kann aber auch nerven und schief laufen, wenn man im Regen feststeckt, Strassen gesperrt sind und Touren nicht zustande kommen (wegen Wetter oder fehlender Tourgruppen-Grösse).

Aber jeder wie er will ;) Für mich ist reisen in der Regenzeit definitiv nix! ;)
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Kama aina

« Antwort #6 am: 22. Mai 2017, 11:31 »
Ich würde es eher anders rum als Kama aina machen ;)
Der Grund dafür: die besseren Reisezeiten, sofern du unbegrenzt Zeit hast.
...

Hehe! Da war ich wirklich zu kleingeistig unterwegs. Dachte wegen der Reisezeit mit Patagonien anfangen und dann Richtung "schlechtes Wetter" Ehr wieder in den äquatorialen Norden hoch!
Aber mit der zeitlichen Ausrichtung macht Asti`s Vorschlag sicherlich mehr Sinn! :-)
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dirtsA

« Antwort #7 am: 22. Mai 2017, 11:33 »
Haha ;)
Naja, ich denke es kommt halt darauf an, wie viel Zeit Martin wirklich zur Verfügung hat. Wenn es doch nur so 4-6 Monate sein sollten, wird es sowieso unmöglich sowohl MA als auch Patagonien zu einer guten Reisezeit zu besuchen. Dann muss man sich eben entscheiden!
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martinj

« Antwort #8 am: 25. Mai 2017, 16:50 »
Vielen Dank für eure Antworten! Eure Überlegungen und Vorschläge sind echt Gold wert. Mir ist klar, dass man nicht alles zur perfekten Reisezeit sehen kann - vielleicht müssen da echt Abstriche gemacht werden. Der Faktor "Zeit" ist nicht wirklich vordergründig, bin nun seit 1,5 Jahren unterwegs und möchte die Reise über SA/MA abschließen. Ich weiß nicht, wann mich das Heimweh richtig packt - aber (mindestens) ein halbes Jahr SA/MA kann ich mir schon vorstellen.

Ich habe vor, Spanisch zu lernen und das eher am Anfang der Reise. Das fließt auch in die Entscheidung mit ein, wohin es gehen soll.

Falls wer noch Tipps oder Anregungen hat, immer her damit ;)
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dirtsA

« Antwort #9 am: 25. Mai 2017, 21:46 »
Wenn du Spanisch lernen möchtest, würde ich erst recht in ZA starten - Guatemala ist dafür gut & günstig. Dann kannst du ja gen Süden reisen und schauen wie weit du kommst. Wenn du dann schon früher heim willst oder zu schnell bist und in Patagonien noch kein gutes Wetter ist, kannst du ja immer nochmal zurück kommen.
So habe ich es gemacht bzw werde es machen (das Zurückkommen)  ;D
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Marla

« Antwort #10 am: 26. Mai 2017, 14:15 »
Sehe ich auch so, dass das noch zusätzlich für einen Start in MA spricht. Ich würde auch den Sprachkurs in Guatemala, Costa Rica oder Nicaragua machen. Mexiko würde sicher auch gehen. Ich war zwar noch nicht da, aber ich finde das mexikanische Spanisch gut verständlich.

Argentinien oder Chile würde ich wegen des Dialekts nicht für einen Sprachkurs empfehlen. Wenn du in MA Sprachkurs machst und von dort aus Richtung Süden reist, wird dein Spanisch sicher auf dem Weg auch immer besser und du wirst du dich dann auch in Argentinien und Chile verständigen können. Würde so rum also in jeder Hinsicht gut passen :)
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Worldonabudget

« Antwort #11 am: 28. Mai 2017, 12:37 »
Würde auch zu Guatemala raten für einen Spanischkurs! Mexiko und Costa Rica sind vermutlich teurer und das Spanisch in Nicaragua hat auch einen recht starken Dialekt im Vergleich zu den drei erstgenannten Ländern.

In Guatemala zahlt man ca. 5 - 6 USD pro Stunde Einzelunterricht und kann für kleines Geld während des Unterrichts in einer Gastfamilie wohnen. Zur Wahl der richtigen Sprachschule gibt es einige Threads hier im Forum.
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martinj

« Antwort #12 am: 08. Juni 2017, 18:34 »
Vielen Dank, das hat mir in der Entscheidungsfindung sehr geholfen.

Der Plan ist von Auckland nach México zu fliegen (evtl. Stopover in San Francisco?) und von dort aus bis nach Panama (Dezember - März). Wie meine Recherchen ergeben haben, bietet sich dort die Gelegenheit mit einem Boot nach Kolumbien zu kommen.

Bedenken habe ich nur wegen der Regenzeit welche gegen April einsetzt!? Möchte auf jeden Fall  Kolumbien/Equador/Bolivien/Peru und das nördliche Chile sehen - Patagonien kann warten. 

Hat noch jemand clevere Vorschläge oder Ideen?

Vielen Dank im Voraus!
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Worldonabudget

« Antwort #13 am: 09. Juni 2017, 16:31 »
Genau, man kann mit einem Segelboot von Panama nach Kolumbien und in die andere Richtung - Hauptattraktion sind dabei die San Blas Inseln.

Wir haben uns damals bewusst gegen ein Boot entschieden, da man 2 Tage auf offener See verbringt. Es gibt wohl einige schwarze Schafe unter den Kapitänen und Schiffen und das Risiko war uns dann einfach zu groß. Letztlich sind wir von Panama nach Kolumbien geflogen und haben die San Blas Inseln für mehrere Tage einzeln besucht. Ist preisgünstiger und man spart sich die Tage auf See ;) So ab Ende des Monats werden wir einige Artikel zu den San Blas Inseln inkl. Begründung gegen den Segeltrip auf unserem Blog online stellen.
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Vombatus

« Antwort #14 am: 09. Juni 2017, 16:34 »
Wobei es für Landratten wie mich natürlich schon eine Erfahrung ist, 2 Tage auf offener See zu segeln. Ohne Land weit und breit. Denke da gibt sehr individuelle Vor- und Nachteile ...
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