Thema: Wie funktioniert das mit ausländischen SIM-Karten?  (Gelesen 2125 mal)

mona-ina

« am: 06. April 2017, 11:02 »
Ich entschuldige mich schon vorab, falls sich diese Frage etwas dumm anhört für bereits sehr Reiseerfahrene - aber ich blicke da einfach nicht durch  :-[

Ich besitze ein (netzoffenes) iPhone 7, sprich Nano-Sim.

1) Kann man auch solche ganz einfach im Ausland (SOA, SA) kaufen?
2) Wieso eigentlich? WLAN wird es vermutlich schon an den meisten Orten kostenlos geben... habt ihr dennoch viel telefoniert/gesimst?
3) Sind das dann einfach Wertkarten, die ich mir kaufe mit z.B. 5€ drauf und dann verwende ich die solange, bis sie leer ist und kaufe mir dann im nächsten Land eine neue usw.?

Ich war bisher nur in Thailand als Backpackerin unterwegs; da hatte ich auch mein Smartphone dabei und eben Abends im WLAN per WhatsApp nachhause kommuniziert. Und muss ja auch nicht jeden Tag sein (im Dschungel war logischerweise kein WLAN verfügbar) ;)
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RETPIG

« Antwort #1 am: 06. April 2017, 15:31 »
Hallo,

keine Fragen sind blöd ;)

1) Ja, Nanosim Karten kannst du (fast?) überall kaufen

2) Hast du recht, es gibt genügend WLAN Hotspots für das Internet surfen heutzutage. Gründe wieso man telefonieren muss sind zum Beispiel Anrufe zum gebuchten Hostel oder wenn man Locals kennen lernt und mit denen telefoniert.

3) Am besten man kauft Prepaid-Simkarten, dann kann man solange telefonieren bis das Guthaben alle ist.

Wichtig: Obwohl dein Handy netzoffen ist heißt das nicht, dass es überall funktioniert (Stichwort unterschiedliche Frequenzen im Ausland)
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dirtsA

« Antwort #2 am: 06. April 2017, 16:10 »
Unbedingt brauchen tut man eine lokale SIM Card wirklich nicht.
Finde es v.a. praktisch, wenn man einen Roadtrip macht, um unterwegs auch mal live auf Google Maps gehen zu können (klar, offline Maps geht auch, aber öfter muss man dann doch konkret noch was nachschauen), oder um nochmal schnell während dem Fahren etwas Unterkunft-Recherche zu betreiben etc.
Zweiter Fall wäre für mich, wenn man vermehrt Couchsurfing machen möchte. Da ist es schon gut, mal schnell den Host anrufen zu können, wenn man den Weg doch nicht findet oder der Bus auf einmal 3h Verspätung hat ;)

Also "normaler Backpacker" finde ich eine lokale SIM heutzutage komplett unnötig.
Ausser, man ist wirklich so ein Internet-addict, dass man nicht ohne kann, bis man wieder beim Wlan in der Unterkunft ist oder in einem Cafe ;)
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pad

« Antwort #3 am: 06. April 2017, 19:40 »
Eine lokale SIM-Karte braucht man nicht, sie kann aber sehr nützlich sein (je nach Reisestil). Ich persönlich gewinne daraus einen ganz massiven Nutzen im Bereich der Reiseorganisation und bin der Ansicht, dass man die anfallenden Kosten mehrfach wieder reinholen kann. Andere haben einen ganz anderen Organisations-Stil und können einer ständig verfügbaren Internetverbindung weniger abgewinnen.

Internet-addict muss man m.E. nicht sein. Ich setze meine Internetverbindung in den allermeisten Fällen nur für organisatorische Tätigkeiten / Recherchen etc. ein und bin sehr wenig in Sozialen Netzwerken, Newsportalen oder anderen eher sinnlosen Seiten. Mir ist sogar schon des öfteren das Gegenteil aufgefallen: Viele Mitreisende hängen nur noch am Handy, sobald WiFi verfügbar ist (Restaurant, Hostel). Mit der eigenen SIM kann man vieles direkt unterwegs, z.B. auf einer längeren Busfahrt erledigen und hat, sobald man mit anderen Leuten zusammen ist, auch wirklich Zeit für sie. Mit einer eigenen SIM-Karte ist mir weitgehend Schnuppe, ob es irgendwo WiFi gibt oder nicht (entsprechend kann ich auch Hostels und Restaurants nach anderen Kriterien wählen).

Ich habe bisher überall eine Nano-SIM gekriegt (über 20 Länder). Manchmal wird die Karte halt zugeschnitten. Immer gleich im Laden testen, dass alles funktioniert. Bis anhin haben mir die allermeisten Verkäufer gleich alles eingerichtet.

Wie und wo du eine SIM-Karte kaufst und was es für Pakete und Angebote gibt, ist von Land zu Land unterschiedlich. Manchmal im Supermarkt, Kiosk, Laden um die Ecke, direkt beim Provider usw. Manchmal brauchst du den Reisepass dazu, oft aber nicht.

Am einfachsten ist es zu googeln: "how to buy a SIM card in XY". Es gibt Internetportale, die das für jedes Land sehr detailliert erklären und alle Voraussetzungen und Optionen auflisten. Oft kannst du direkt am Flughafen schon eine kaufen (allerdings sind die speziellen Touristen-Pakete oft nicht die beste Wahl).

Meist gibt es unterschiedliche Provider, oft mit recht grossen Unterschieden bei den Preisen und möglichen Paketen. Bisher hatte ich immer Prepaid-Karten. In vielen Fällen ist man am besten bedient, wenn man ein Daten-Paket bucht (z.B. 500 MB / 1 GB / 2 GB). Dazu muss man meist eine SMS an eine bestimmte Nummer senden. Ich brauche eigentlich nur Daten, manchmal lokale Telefonate, aber das geht notfalls auch mit Skype + Guthaben (sehr günstig). 5-10 USD pro Monat bringen dich in den meisten Backpacker-Ländern recht weit.

Manchmal kriegst du auch eine SIM-Karte von einem anderen Reisenden geschenkt, der eh das Land verlässt und sie nicht mehr benötigt. Ich habe meine Karten auch oft verschenkt, teilweise noch mit einem schönen Datenguthaben. Im Gegenzug gibts dann vielleicht ein Bierchen. In vielen Ländern verfällt das Guthaben eh innert Monaten und manchmal wird eine unbenutzte Nummer auch schnell wieder weiter vergeben.
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Stecki

« Antwort #4 am: 06. April 2017, 19:56 »
Manchmal kriegst du auch eine SIM-Karte von einem anderen Reisenden geschenkt, der eh das Land verlässt und sie nicht mehr benötigt. Ich habe meine Karten auch oft verschenkt, teilweise noch mit einem schönen Datenguthaben. Im Gegenzug gibts dann vielleicht ein Bierchen. In vielen Ländern verfällt das Guthaben eh innert Monaten und manchmal wird eine unbenutzte Nummer auch schnell wieder weiter vergeben

Ist die Karte allerdings auf deinen Namen registriert (zum Beispiel in Thailand oder Taiwan ist das Pflicht) würde ich damit vorsichtig sein!
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Degna

« Antwort #5 am: 07. April 2017, 12:37 »
Hey zusammen,
ich hole mir eigentlich als Erstes immer mal gleich eine lokale SIM Karte,da ich dann unabhängig von Hotels bin,die wifi anbieten,oder Restaurants.

Je nach Land ist das mehr oder weniger einfach,aber insgesamt sehr praktisch. Prepaid Karten sind meistens preiswerter als in Dtld und sind idiotensicher in der Benutzung,auch wenn man nicht der Sprach-ceack ist!

Man kann Hotels anrufen,wenn man sich in einer Stadt verlaufen hat hat man google maps,man kann SMS empfangen und fast überall wird man als Erstes gefragt: Your mobile number?
Man ist einfach besser erreichbar und unabhängig.
Mit am Leichtesten ist es in Brasilien: SIM karten werden auf der Straße verkauft,durch das 1. Aufladen (in jedem Supermarkt möglich) wird die Karte aktiviert. Man hat automatisch ein Internet day pack,was ca. 0,50€ kostet und sich automatisch erneuert,wenn die 30 oder 50mb aufgebraucht sind.

LG Claudia
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Stecki

« Antwort #6 am: 07. April 2017, 13:31 »
Aur reiner Neugier: Wo fragt man dich nach deiner Nummer auf Reisen? Ich wüsste nicht dass mich je irgendjemand auf Reisen danach gefragt hat (ausser jetzt halt austauschen von Whats App und so, aber dort habe ich eh meine normale Nummer drin).
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Degna

« Antwort #7 am: 07. April 2017, 13:41 »
Jedes Hotel wollte beim einchecken, oder auch reservieren des Hotels meine locall number haben,..... Indien (ganz extrem), aber auch in Brasilien. Habe mir z. B in Kerala eine neue Brille machen lassen, ich wurde per SMS benachrichtigt.
Mir wurde im Zug in Indien mein Koffer gestohlen, die Polizei wollte als Erstes meine Telefonnummer, das gleiche beim buchen von Bus-oder Zugtickets.

LG Claudia
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Stecki

« Antwort #8 am: 07. April 2017, 13:53 »
Ok, interessant und überraschend.
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serenity

« Antwort #9 am: 07. April 2017, 16:55 »
Jedes Hotel wollte beim einchecken, oder auch reservieren des Hotels meine locall number haben,.....
Kann ich auch für Australien bestätigen - es wurde beim Einchecken immer sofort nach der Mobile-Number gefragt. Wenn man allerdings keine hat, ist es auch nicht wirklich schlimm - die Begründung war meist, man könne dann angerufen werden oder eine SMS bekommen, falls man was liegen gelassen hat ...
Auch in Singapur wurden wir nach der mobile number gefragt.

Ich finde es generell sehr praktisch, eine lokale SIMcard zu haben - habe allerdings auch ein Dual-SIM-Handy, so dass es kein Problem ist, einfach ne zweite Karte rein zu stecken.
In Australien kriegst du die Karte übrigens problemlos in jedem Supermarkt - musst allerdings beim Freischalten deine Passnummer angeben und eine lokale Adresse.
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pad

« Antwort #10 am: 07. April 2017, 20:18 »
Also eine lokale Nummer wirklich brauchen (im Sinne von ohne kriegt man was nicht) tut man wohl in den seltensten Fällen. Ich zumindest hatte noch nie ein Problem damit. Email-Adresse und Handy-Nr. gebe ich eh nicht so gerne an beim Check In, wird leider oft auch für Werbung (Newsletter und Co.) missbraucht.

Ansonsten funktioniert WhatsApp perfekt mit der immer gleichen Nummer, auch wenn keine oder eine andere SIM eingelegt ist.

Wer was im Hostel liegen lässt, bemerkt das ja meist selbst und kann sich melden. Wegen einem vergessenen Ladekabel oder alten Socken wird wohl kaum ein Hostel extra eine Kontaktaufnahme vornehmen.

Sehr praktisch finde ich eine lokale Nr. dann, wenn man Apartments via airbnb oder mittlerweile auch oft via booking.com organisiert hat, bei Couchsurfing und Co. was vereinbart hat und die Schlüsselübergabe oder das Treffen koordinieren muss. Nach einem Flug inkl. Transfer oder einer langen Busfahrt kennt man die genaue Ankunftszeit sehr selten und da ist eine WhatsApp-Nachricht oder ein Telefonat schon super.
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karoshi

« Antwort #11 am: 08. April 2017, 06:01 »
Ein Dual SIM Phone ist schon extrem hilfreich, wenn man gleichzeitig auf die normale Nummer angewiesen ist (z.B. für mTAN-Verfahren oder SMS-Benachrichtigungen). Die lokale SIM brauche ich vor allem für Datenverkehr, die Killer-App ist hier Google Maps bzw. je nach Land auch Google Translate.

Aktuell sind wir in Sri Lanka unterwegs, da gab es gleich am Flughafen eine SIM mit 100 Freiminuten und 4GB Datenvolumen für 10 Dollar. Gut investiertes Geld. In der Stadt wäre es sogar noch billiger gewesen. Die Verkäufer richten die SIM gleich fertig ein, total easy. Bis jetzt gab es in praktisch allen Orten ein solides LTE-Signal, schneller als die meisten WLAN.
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mona-ina

« Antwort #12 am: 10. April 2017, 07:50 »
Super, danke für den Input. Also man kauft sich SIM-Karten, die da bereits Datenvolumen oben haben und muss nicht erst Geld aufladen oder so. Das hat mich auch auf die Idee gebracht, dass ich meinen Handyvertrag zuhause ja doch nicht so ganz kündigen kann (aber zumindest auf das Minimum herunterfahren kann), da ich ja per Whatsapp mit meiner Nummer erreichbar bleiben möchte... und auch das hier angesprochene TAN-Verfahren usw.

Gut, fragt man hier :-) Danke!
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Degna

« Antwort #13 am: 10. April 2017, 07:57 »
Nein, ich glaube das hast du falsch verstanden.
Du kaufst eine Prepaid SIM, die du aber natürlich aufladen musst, dann kannst du dir übers Handy Pakete buchen. Tages, Wochen oder Monatspakete. So funktioniert es jedenfalls in den meisten Ländern, in denen ich eine SIM gekauft habe. Vom System her, wie in Dtld.
WhatsApp muss nur einmal mit einer Mobilnummer freigeschaltet werden, danach kannst du die SIM beliebig wechseln,...... jeder kann dich auch, wenn du eine andete SIM nutzt,  über WhatsApp erreichen.
Verträge in Dtld habe ich alle gekündigt, au h in Dtld habe ich eine Prepaid SIM, bedeutend billiger und man ist unabhängiger. Wenn ich nicht da bin läuft das Handy nur auf Telefonbasis und wenn ich da bin, buche ich mir ein Monatspaket.

LG Claudia
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karoshi

« Antwort #14 am: 10. April 2017, 08:10 »
Das läuft in jedem Land ein wenig anders. Hier in Sri Lanka gibt es diese vorab aufgeladenen SIM, wobei das nicht notwendig die günstigste Variante ist (wohl aber die einfachste).

Anderes Beispiel: Indonesien. Da kann man für wenig Geld auf der Straße eine SIM kaufen, die haben auch alle ein Anfangsguthaben. Und dann gibt es in vielen Geschäften (u.a. im 7/11) SB-Terminals, wo man Guthaben aufladen kann. Datenpakete bucht man per SMS an eine Servicenummer.
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