Thema: Visaverschärfungen USA  (Gelesen 1112 mal)

Jef Costello

« am: 29. Januar 2017, 00:13 »
Was meint ihr, jetzt nachdem keine Iraner mehr in die USA reisen dürfen und der Iran auch die Einreise von Amerikanern untersagt, wie lange wird es dauern bis auf Leute, die im Iran oder in der islamischen Welt im allgemeinen reisen waren extreme Visavorschriften zukommen?
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GschamsterDiener

« Antwort #1 am: 29. Januar 2017, 10:24 »
Visa-Pflicht für Besucher der genannten muslimischen Länder gibt es doch schon seit einem Jahr.
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Vombatus

« Antwort #2 am: 29. Januar 2017, 21:18 »
Für interessierte, GschamsterDiener nimmt hierauf Bezug.

"Von der Teilnahme am Visa Waiver Programm ausgeschlossen sind: Reisende, die sich nach dem 01.03.2011 in Iran, Irak, Syrien, Sudan, Libyen, Jemen und Somalia aufgehalten haben. Betroffenen wird empfohlen, bei entsprechenden Reiseplänen in die USA ggf. Kontakt mit der zuständigen US-amerikanischen Auslandsvertretung in Deutschland aufzunehmen und bei Bedarf ein US-Visum zu beantragen. Quelle: Auswärtiges Amt.

Und hier
Änderung der US-Einreisevorschriften, bei vorherigen Reisen in den Iran.
http://weltreise-info.de/forum/index.php?topic=12983.0

Wichtig. Das bedeutet: Kein "Visa Waiver Programm" heißt kein "ESTA Antrag" (Electronic System for Travel Authorization). Dieses "ESTA" braucht man auch, wenn man nur in den USA (inkl. Puerto Rico) bei Durchreise/Transit umsteigen muss. Wer also nach dem 03.2011 in Iran war und jetzt in den USA umsteigen will braucht nun ein US-Visum.
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pantitlan

« Antwort #3 am: 31. Januar 2017, 23:48 »
Wobei es generell zu empfehlen ist, ein Umsteigen in den USA zu vermeiden und lieber etwas mehr für eine europäische Airline zu bezahlen, deren Flugzeuge dann auch moderner, sicherer und komfortabler sind.

Gegen ein Transit in den USA sprechen aus meiner Sicht vor allem zwei driftige Gründe:

1. Dadurch, dass die amerikanischen Flughäfen keinen Transitbereich kennen, ist eine reguläre Einreise nötig, was zwar nicht grundsätzlich schlimm ist, aber unnötig Zeit kostet. Verstärkt wird das durch die  "American First" Policy in den Flughäfen. Zumindest ist mir das bei meinem letzten Besuch in New York aufgefallen. Dort gibt es bei der Immigration zwei Schlangen, je eine für Amerikaner und eine für Ausländer. Am Ende landeten beide am gleichen Ort. Aber die Regel war: Nur wenn gerade kein Amerikaner ansteht, dürfen Ausländer an die Schlalter. Sonst müssen sie jeweils Amerikaner vorlassen. Das hat mich ziemlich genervt.

2. Die USA sind schon längst für einen Mangel an Rechtssicherheit bei der Immigration bekannt. Das neue Dekret von Trump hat ist zwar in seiner Ignoranz einzigartig. Aber nicht das erste Mal, dass über Nacht und ohne Übergangszeit Visaregeln geändert wurden. Als Reisender können wir und nicht drauf verlassen, dass nicht plötzlich ein chinesisches Visum zum Problem wird oder - etwas überspitzt gesagt - keine Brillenträger mehr einreisen dürfen.
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Stecki

« Antwort #4 am: 01. Februar 2017, 05:48 »
Wobei es generell zu empfehlen ist, ein Umsteigen in den USA zu vermeiden und lieber etwas mehr für eine europäische Airline zu bezahlen, deren Flugzeuge dann auch moderner, sicherer und komfortabler sind.

Komfortabler ja, aber sicherer? Wieviele Zwischenfälle hatten denn die amerikanischen Airlines auf dem Weg nach/von Europa in den letzten Jahren? Es ist aber meistens sicher zeitaufwändiger.


... Verstärkt wird das durch die  "American First" Policy in den Flughäfen. Zumindest ist mir das bei meinem letzten Besuch in New York aufgefallen. Dort gibt es bei der Immigration zwei Schlangen, je eine für Amerikaner und eine für Ausländer. Am Ende landeten beide am gleichen Ort. Aber die Regel war: Nur wenn gerade kein Amerikaner ansteht, dürfen Ausländer an die Schalter. Sonst müssen sie jeweils Amerikaner vorlassen.

Ich bin weit über ein dutzend Mal in die USA eingereist und es gab nie solche Schlangen. Es stimmt zwar dass Amerikaner und andere Touristen seperate Schlangen hatten, diese waren aber meistens durch viele unbesetzte Schalter getrennt und führten bestimmt nicht an den selben Ort. Zumindest nicht an den Flughäfen JFK, Miami, L.A., Philadelphia, Las Vegas und Fort Lauderdale.

Um ehrlich zu sein finde ich es bescheuert dass wir in der Schweiz und den EU-Staaten keine getrennten Einreiseschalter haben sondern immer nur welche für ganz Schengen.

Man kann von Trump halten was man will und sicher ist manches äusserst fragwürdig, aber den Zirkus den die Medien momentan veranstalten ist keinen Dreck besser.
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santiago

« Antwort #5 am: 01. Februar 2017, 09:34 »
Das letzte Mal bin ich im Dezember über Washington geflogen und da war es übrigens so, dass, wenn man mit seinem ESTA schon einmal in den USA (oder Transit) war, man mit den Amerikanern in die Schlange zu diesen Automaten geleitet wurde. Das verkürzt das ganze um einiges.
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Vombatus

« Antwort #6 am: 01. Februar 2017, 09:45 »
... zu diesen Automaten geleitet wurde. ...

Welche Automaten?

EDIT:
Selbst beantwortet
Schnellere Einreise in die USA per Automated Passport Control (APC)
https://www.reisen-fotografie.de/automated-passport-control-apc/
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