Thema: Wichtige neue Vorschriften für USA-Reisen ab 12. Januar 2009  (Gelesen 50242 mal)

Vombatus

« Antwort #90 am: 04. Juni 2019, 12:11 »
Achtung. Die Passwörter musst/müsstest du nicht offenlegen. „Nur“ deinen Benutzernamen. Ein Forum wie dieses würde auch (meiner Meinung nach) unter „social media“ fallen. Laut Zitat wäre diese Angabe aber freiwillig.

Zitat:
"The new visa application forms list a number of social media platforms and require the applicant to provide any account names they may have had on them over the previous five years. They also give applicants the option to volunteer information about social media accounts on platforms not listed on the form."

Die Frage ist vielleicht auch, ob und was in Ermessensspielraum des zuständigen Visa-Beamten fällt?

Sicher wäre es unangenehm, wenn du mit der Frage konfrontiert wirst, warum du diesen oder jenen Account nicht angegeben hast. Vielleicht würde das Visum auch nur kommentarlos abgelehnt werden?

Stelle mir das auch problematisch vor, für Austauschschüler oder Au-Pair. Oder Langzeittouristen die über 90 Tage in den USA/Nordamerika unterwegs sind.

Angeblich werden die Daten der letzten 5 Jahre verlangt. Inwieweit ältere Daten wichtig sind, die theoretisch noch existieren aber nicht benutzt werden weiß ich auch nicht.

Vielleicht sollte ich hier lieber weniger USA-kritisch schreiben? ;)

Mehr Hintergründe in den Artikeln:
https://www.heise.de/newsticker/meldung/US-Visumantrag-Social-Media-Konten-und-E-Mail-Adressen-sind-jetzt-erforderlich-4436798.html

https://www.apnews.com/c96a215355b242e58107c2125c18fc4a
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MasterM

« Antwort #91 am: 04. Juni 2019, 12:38 »
Die spinnen, die Amis.

In diesem Zusammenhang aber mal noch ne andere Frage: Weiss jemand, ob ich ein USA-Visum auch im voraus fuer mich besorgen kann, wenn ich weiss, dass ich in naechster Zeit in eines der boesen, boesen Terroristenlaender einreisen werde? Also bspw. waehrend der Weltreise in den Iran und danach habe ich keine Zeit (und Musse) mir das US-Visum on the road zu holen. Flug nach Mexico geht aber ueber good ol' USA und Esta ist dann ja nicht mehr fuer mich drin. Jemand zufaellig Erfahrung damit? Chinesen kriegen ja gleich ein 10-Jahresvisum (wenn sie es kriegen). Gibts das auch fuer uns Europaer?
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Vombatus

« Antwort #92 am: 04. Juni 2019, 13:13 »
"In der Regel wird das B-2 Visum auf bis zu zehn Jahre ausgestellt."
Quelle: https://www.usvisaservice.de/visum-usa/besuchervisum/b2-visum/

Und du weißt welches "problematische" Land (z.B Iran) du bereisen wirst und dieses auch im Interview angeben? Verstehe ich das richtig?

Alles reine Mutmaßung, kann mir allerdings nicht vorstellen, dass du ein US-Visum bekommst, wenn du im Interview sagst, dass du dann ja noch im Iran sein wirst und danach erst in die USA möchtest. Gerade der Iran ist jetzt auf der "Abschußliste".
Und auch sonst ist für den Geheimdienst doch dann wichtig herauszufinden wo und wann du warst, wie lange, mit wem, das alles kannst du davor doch gar nicht wissen ;)

"on the Road" würde sowieso schwierig sein.
"Antragsteller müssen in der Regel persönlich im Rahmen eines Interviewtermins bei einem der zuständigen US-Konsulate vorstellig werden. (...) Die Beantragung erfolgt üblicherweise im US-Konsulat des Landes, in dem der Antragsteller seinen Lebensmittelpunkt hat."


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GschamsterDiener

« Antwort #93 am: 04. Juni 2019, 13:28 »
Die spinnen, die Amis.

In diesem Zusammenhang aber mal noch ne andere Frage: Weiss jemand, ob ich ein USA-Visum auch im voraus fuer mich besorgen kann, wenn ich weiss, dass ich in naechster Zeit in eines der boesen, boesen Terroristenlaender einreisen werde? Also bspw. waehrend der Weltreise in den Iran und danach habe ich keine Zeit (und Musse) mir das US-Visum on the road zu holen. Flug nach Mexico geht aber ueber good ol' USA und Esta ist dann ja nicht mehr fuer mich drin. Jemand zufaellig Erfahrung damit? Chinesen kriegen ja gleich ein 10-Jahresvisum (wenn sie es kriegen). Gibts das auch fuer uns Europaer?

Natürlich kannst du statt des ESTA ein Visum beantragen, ist kein Problem. Kostet ca. 150€ und du musst dafür zu einem Interview in die Botschaft oder eines der Konsulate.
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Beate

« Antwort #94 am: 04. Juni 2019, 15:19 »
Wahrscheinlich würdest Du das Visum sogar bekommen. Nur nützt es Dir nichts, denn bei der Einreise würde der Officer mit ziemlicher Sicherheit feststellen, dass Du im Iran warst. Und Dir dann trotz Visum die Einreise verweigern. Denn das letzte Wort hat immer der Beamte bei der Einreise, auch beim Visum.

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Jef Costello

« Antwort #95 am: 04. Juni 2019, 16:10 »
Diese Social Media Angaben dienen in erster Linie dazu, einen sehr einfachen Grund zu finden, dich im Falle eines Gesetzesverstoßes nach Gründen von falschen Angaben in deinen Einreiseformularen möglichst schnell zu deportieren.
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GschamsterDiener

« Antwort #96 am: 04. Juni 2019, 18:05 »
Wahrscheinlich würdest Du das Visum sogar bekommen. Nur nützt es Dir nichts, denn bei der Einreise würde der Officer mit ziemlicher Sicherheit feststellen, dass Du im Iran warst. Und Dir dann trotz Visum die Einreise verweigern. Denn das letzte Wort hat immer der Beamte bei der Einreise, auch beim Visum.

Das ist doch komplett falsch. Wie kommst du darauf?

Eine vorherige Iranreise ist kein Grund, die Einreise in die USA zu verweigern. Ich war vor ein paar Jahren im Iran, habe deswegen ein Visum und war seitdem mehrmals in den USA, zuletzt vor einem Monat. Überhaupt kein Problem. Meine Iranreise ist auch kein Geheimnis, habe ich bei meinem Visumantrag angegeben. Ich gehe auch davon aus, dass jährlich Zigtausende in die USA einreisen, die den Iran besucht haben. Bei der großen iranischstämmigen Community in den USA ist das auch nicht weiter verwunderlich.
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Beate

« Antwort #97 am: 04. Juni 2019, 18:17 »
Wahrscheinlich würdest Du das Visum sogar bekommen. Nur nützt es Dir nichts, denn bei der Einreise würde der Officer mit ziemlicher Sicherheit feststellen, dass Du im Iran warst. Und Dir dann trotz Visum die Einreise verweigern. Denn das letzte Wort hat immer der Beamte bei der Einreise, auch beim Visum.

Das ist doch komplett falsch. Wie kommst du darauf?


Ich glaube fast, Du hast nicht den gesamten thread gelesen?!?
ICH war es nicht, der Iran in den Ring geworfen hat! Die Nennung Irans als Beispiel kam von Vombatus und MasterM. Ich habe natürlich nicht nachgeschaut, ob Iran wirklich zu den verbotenen Ländern gehört. Ich wollte nur klarmachen, dass es im Zweifel nichts nutzt, ein Visum zu haben. Denn die letzte Entscheidung fällt der Officer bei der Einreise. Und der wird sehr schnell feststellen, ob man ein "verbotenes Land" besucht hat.

Zitat aus der Website des AA:
""Weder eine gültige ESTA-Genehmigung noch ein gültiges US-Visum begründen einen Anspruch auf Einreise in die USA. Die endgültige Entscheidung über die Einreise trifft der zuständige US-Grenzbeamte."""

Beate
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GschamsterDiener

« Antwort #98 am: 04. Juni 2019, 19:09 »
@Beate: Ich habe alles gelesen und kenne mich mit dem Thema auch beruflich ganz gut aus. Es gibt keine "verbotenen" Länder für Visumbesitzer. Die von dir zitierte Klausel - der Grenzbeamte entscheidet über die Einreise - gibt es pro Forma in jedem Land, das hat nichts zu bedeuten.

Deine Aussage ist somit falsch.
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karoshi

« Antwort #99 am: 04. Juni 2019, 19:13 »
Ich wollte nur klarmachen, dass es im Zweifel nichts nutzt, ein Visum zu haben.
Kann schon sein. Geschrieben hast Du aber, dass der Immigration Officer die Einreise verweigern wird, wenn er die vorherige Einreise in den Iran feststellt. Und das scheint ja nach den Erfahrungen von GschamsterDiener nicht automatisch der Fall zu sein.

Was ich mir aber sehr gut vorstellen kann sind Schwierigkeiten, wenn der Iran-Aufenthalt bei der Visum-Beantragung nicht angegeben wurde (weil zu dem Zeitpunkt noch nicht geschehen). Das dürfte höchstwahrscheinlich bei der Einreise zu einer erweiterten "Befragung" führen. Und wie die ablaufen und ausgehen können, darüber hat man ja schon so einiges gehört.
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Beate

« Antwort #100 am: 04. Juni 2019, 20:46 »
Nocheinmal GANZ DEUTLICH:
Ja, mein Fehler war, dass ich nicht nachgeschaut habe, ob Iran tatsächlich zu den verbotenen Ländern gehört. Ich habe einfach nur eingeworfen und zu bedenken gegeben, dass es egal ist, ob man das Visum hat. Der Officer bei der Immigration kann immer noch die Einreise verweigern.
Ich verstehe diese "Korrintenkakerei" hier wirklich nicht. Noch dazu, da ICH ja den Iran nur "nachgeschrieben" habe, aber der Iran nicht original von mir als verbotenes Land definiert wurde.#

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GschamsterDiener

« Antwort #101 am: 04. Juni 2019, 21:29 »
Nocheinmal GANZ DEUTLICH:
Ja, mein Fehler war, dass ich nicht nachgeschaut habe, ob Iran tatsächlich zu den verbotenen Ländern gehört. Ich habe einfach nur eingeworfen und zu bedenken gegeben, dass es egal ist, ob man das Visum hat. Der Officer bei der Immigration kann immer noch die Einreise verweigern.
Ich verstehe diese "Korrintenkakerei" hier wirklich nicht. Noch dazu, da ICH ja den Iran nur "nachgeschrieben" habe, aber der Iran nicht original von mir als verbotenes Land definiert wurde.#

Es gibt keine "verbotenen" Länder. Es gibt nur Länder, nach deren Besuch man von ESTA ausgeschlossen wird. Da gehört Iran freilich dazu. In diesem Fall kann man aber ein Visum beantragen und trotzdem einreisen. Nein, es ist nicht egal, ob man ein Visum hat oder nicht. Denn ohne Visum kann man garantiert nicht einreisen - mit Visum ist die Wahrscheinlichkeit quasi 100%, dass man einreisen kann. Der von dir geschilderte Fall, dass der Grenzbeamte trotz Visums die Einreise verbieten kann, ist grundsätzlich richtig, aber der Fall tritt in der Regel nie ein. Und nein, das ist hier keine Korinthenkackerei, sondern notwendige Korrektur, wenn man davon ausgeht, dass dieses Forum gelesen wird, um sich wertvolle Infos für Reisen zu holen. 

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Beate

« Antwort #102 am: 04. Juni 2019, 21:48 »
Dann lies doch bitte nochmal die Beiträge # 91 und 92 durch. Darauf habe ich mich bezogen, nichts anderes.

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MasterM

« Antwort #103 am: 05. Juni 2019, 05:18 »
Danke fuer eure Antworten. Jetzt seid mal wieder lieb zu einander. Beate hat ja grundsaetzlich nicht unrecht. Der US-Grenzbeamte kann mich im Zweifel immer noch abweisen. Waere ja nicht der erste, dem das so passiert.

Man, aber die Situation is echt haarig. Meine/unsere Idee ist halt, dass man mit dem US-Visum gleich noch woanders visa-free einreisen kann. Zb. Mexico, Peru, Colombia, etc.. Da wir San Blas machen wollen, ginge Panama auch mit US-Visa for free, aber die wollen (als einziges Land soweit ich informiert bin), dass man das Stellvertreter-Visa min. 1x benutzt hat. Deshalb meine Idee, dass wir uns beide US-Visa im voraus holen (meine Freundin sowieso; da kein ESTA) und ich halt, weil wir ja in den Iran wollen. Dann auf dem Weg nach Mexico fliegen wir ueber die USA, benutzen quasi ihr Visa beim Umstieg in New York oder sonstwo und haben somit gleich die Panama-Problematik behoben.

Wenn ich mir das US-Visa im voraus hole, wuerde ich denen schon sagen, dass ich in den Iran moechte. Never fuck with the US Grenzbeamten. Aber je mehr ich drueber nachdenke, umso schlechter is mein Bauchgefuehl. Alles nich so einfach mit den Visa. Ich will auch meine Suesse nicht alleine ueber die USA fliegen lassen. Das ist mir zu heiss, dass sie sich da allein mit den freundlichen Immigration-Spacken rumschlagen soll/muss.

Aber da sich die Sache zwischen US und China eh immer weiter zuspitzt, bin ich eher dafuer, dass wir es mit dem UK Visa versuchen. Das gilt auch fuer 2 Jahre und wuerde einige (nicht alle) Laender abdecken. Panama will jetzt auch langzeit-multiple entry visa vergeben. Dann braeuchten wir auch nicht ueber London fliegen. Habe ich eigtl. schon erwaehnt, wie verdammt gluecklich (nicht stolz) wir ueber den dt. Pass sein koennen? Wieviele Stunden ich schon mit Research und Loesung der Visaproblematik fuer meine bessere Haelfte verbracht habe.....das kann man echt keinem erzahlen..
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beretravels

« Antwort #104 am: 08. Juni 2019, 11:10 »
Wenn du erst im Iran warst und dir dann ein US -Visum besorgst (wie es Gschamster) getan hat, ist alles kein Problem!
Die einzige Unsicherheit bleibt, ob das Visum nicht ggd. Für ungültig erklärt werden kann, wenn du nach Ausstellung in ein Land wie den Iran etc. Einreist. Sind ja "neue Tatsachen".
Man könnte sich ja sonst ein US-Visum besorgen und danach zu in Syrien ausbilden lassen oder sonst was... wäre eine ernsthafte Sicherheitslücke...

Ist aber alles nur Spekulation.
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