Thema: Marokko-Brainstorming  (Gelesen 1409 mal)

Anthony

« am: 18. November 2011, 08:26 »
Hallo ihr Lieben,

ich bin bald mit der Schule fertig und möchte unbedingt ein freies soziales Jahr im Ausland machen.
Neben Israel, Indien, Argentinien wäre Marokko meine erste Wahl.
Jetzt wollte ich euch fragen, was ihr davon haltet.
Ist das en Problem, weil ich Christ bin?
Könnte die Hitze ein Problem sein?
Und was könnte noch auf mich zukommen?

Würde mich über viele hilfreiche Antworten freuen  ;)

Liebe Grüße euer Anthony
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Carphunter

« Antwort #1 am: 18. November 2011, 11:08 »
Hallo,

in Marokko werden Christen vom Machthaber offiziell toleriert. Jedoch musst Du deinen Glauben dort für Dich praktizieren. Es ist beispielsweise strafbar christliche Lehren gegenüber Moslems kundzutun. In den letzten Jahren wurden wegen dieser Praxis Christen ausgewiesen(unter anderem Christen die in einem Waisenheim tätig waren, die Kinder blieben unversorgt zurück). Ihnen wurde vorgeworfen Moslems missioniert zu haben.
Nebenher sind diverse islamistische Gruppen in Marokko unterwegs.
Näheres: http://www.auswaertiges-amt.de/sid_BFF084EDE786E2D597D58F0832B5BBDB/DE/Laenderinformationen/00-SiHi/Nodes/MarokkoSicherheit_node.html
Übergriffe sind gegenüber offensichtlich Gläubigen anderer Religionen keine Seltenheit.


Näheres hier:
http://www.opendoors-de.org/verfolgung/laenderprofile/marokko/

Die Verträglichkeit von Hitze hängt individuell von der Person ab. Da wird Dir eventuell nur die Erfahrung helfen.

Nebem der Gefahr der Übergriffe durch Islamisten bestehen halt die normalen Gefahren die Entwicklungsländer mit sich bringen. Musst halt immer auf die Herkunft des Wassers und der Speisen achten.

Durch die anhaltenden Protestwellen in der arabischen Welt halte ich persönlich die Lage im Moment für schwierig einzuschätzen. Demonstrationen und der dadurch stark repräsive Staatsapparat können jeder Zeit wieder auftauchen.

MfG Carphunter

PS: Habe selbst überlegt durch Marokko in Richtung Südafrika zu reisen. Allerdings  habe ich das recht schnell verworfen, da man durch Mauritanien beispielsweise nur schwer durchkommt. Und danach die Probleme erst richtig anfangen. Auf der östlichen Route, also von Ägypten aus, sieht es nicht viel besser aus, besonders seit es einen Südsudan gibt.

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