Thema: Mit iPad auf Weltreise  (Gelesen 9912 mal)

Foppo

« am: 16. Dezember 2010, 09:47 »
Hallo alle Technikfreaks (und der Rest) :D

Also nach langem Googlen, Suchen und Lesen habe ich mich dazu entschlossen das Apple iPad als Laptop bzw. Netbookersatz mit auf Weltreise zu nehmen. 1 Jahr lang.
Vorweg: Ich bin sowieso Apple Nutzer und wäre nicht ohne einen Apfel in meinem Rucksack losgezogen ;D

In diesem Beitrag möchte ich euch erklären wie und warum ich das iPad mitnehmen werde.


Warum?

- Akkulaufzeit: 10 Stunden. Und wenn WiFi ausgeschaltet ist, dann geht noch mehr.
- Gewicht: das Teil wiegt nichts und ist dennoch nicht zu klein.
- Verbindungen: WiFi, USB (via Camera Connection Kit), GPS und eventuell 3G.

Das iPad kann in erster Hinsicht nicht genug um einen Laptop auf Weltreise zu ersetzen. FALSCH.
Man muss sich erst fragen, was will ich auf Weltreise mit einem Laptop bzw. iPad machen können?

- Webseite bearbeiten, Blogeinträge erstellen und bearbeiten
- Fotos (von meiner Canon EOS 550D) importieren verwalten, bearbeiten und eventuell hochladen
- Tagebuch schreiben
- Via Email, Internet, Soziale Netzwerke mit Familie und Freunde in Kontakt bleiben
- Allgemein das Internet benutzen um Informationen zu finden
- Backup der Daten auf externen Datenträger erstellen
- ...

Meinen Blog bzw. meine Webseite bearbeiten

Ich habe meinen Blog bzw. Webseite auf meinem Mac auf einem eigenen Server mit WordPress erstellt. Natürlich sollte jede mögliche Arbeit, die vor der Abreise gemacht werden kann, schon vorher gemacht werden, sodass ich meinen Blog von unterwegs möglichst einfach und schnell bedienen kann und das das Erstellen von neuen Einträgen möglichst un-umständlich von Statten geht. Wer will schon viel Zeit an seiner Elektronik verbringen, wenn er mal bis unterwegs ist?

Es gibt eine App die selbst WordPress heißt und die es quasi so einfach macht, als schreibe man eine Email. Kleines Problem: es können bei dieser App keine Fotos eingebunden werden. Es gibt jedoch alternative Applikationen, die genau so einfach funktionieren und etwas mehr Möglichkeiten bieten (z.B. BlogPress).



Fotos importieren, verwalten, bearbeiten und hochladen

Dies wird ebenfalls durch das separat erhältliche Camera Connection Kit ermöglicht.
Jedoch importiere ich die Fotos nicht mit der vorhandenen Foto App von Apple, sondern benutze ebenfalls iFiles. Denn die Apple Foto App sortiert die Bilder automatisch nach Daten und ermöglicht es nicht die Fotos selbst in Ordner bzw. Unterordnern zu kategorisieren.  iFile lässt da keinen Wunsch offen. So kann ich selbst bestimmen, wohin die Fotos kommen und in welchen Ordner. Ich kann sie beliebig kopieren, ausschneiden oder einsetzen und die Ordner beliebt benennen.

Für das Verwalten von Fotos wäre also gesorgt. Jetzt möchte ich aber die besten Fotos eventuell auf meinen Blog/Webseite hochladen?

Ich habe mich dazu entschlossen Google Picasa Web Alben zu verwenden. Zum einen kann ich da für 5$/Jahr 20GB Platz kaufen, was für mich wahrscheinlich mehr als genug ist meine hochgeladenen Fotos zu veröffentlichen.
Des weiteren kann ich meine Picasa Web Alben in meine Webseite einbinden ohne weitere Einstellungen an meinem Blog zu verändern. Neu hochgeladene Alben werden automatisch angezeigt und können direkt angesehen werden. Ich lade unterwegs also meine Bilder hoch und der Rest geschieht von alleine!
Auch reduziert Picasa meine Fotos beim Hochladen automatisch von den originalen 5-7MB auf ca 1MB runter. Das reicht mir vollkommen aus und ich gewinne so Platz und Upload Zeit wenn das Internet mal nicht so schnell sein sollte. Die Auflösung der Fotos beträgt immer noch 2300×1500 Pixel was für die Betrachter immer noch mehr als genug ist. 20GB Webspeicher bedeuten also für Fotos von ca 1MB, dass ich ca 57 Bilder pro Tag während einem ganzen Jahr hochladen kann... Mehr als ich brauchen werde! ;)

Wer seine Fotos vor dem Upload noch mit einem Filter oder Effekt versehen will kann sich im AppStore auch mit zahlreichen Fotoapps vergnügen. Auch hier gibt es wieder viel zu viel Auswahl, dass ich eine Liste erstellen könnte...



Tagebuch schreiben:

Es gibt viele viele viele Apps, die es ermöglichen ein Tagebuch zu führen. Ob Passwortgeschützt oder in Blog Form im Internet... Alles Denkbare gibt es und für alles mindestens 10 Apps... Ich werde hier keine Apps auflisten aus dem einfachen Grund, dass ich mein Tagebuch lieber mit der Hand auf Papier schreiben werde...




- Via Email, Internet, Soziale Netzwerke in Kontakt bleiben

Auch hier gibt es viele viele Apps. Das Internet auf dem iPad ist einfach klasse... Das iPad wurde für solche Dinge gemacht. Wenn eines auf dem iPad besonders Spaß bereitet, dann ist es wohl im Internet surfen! Hiermit wäre der nächste Punkt dann wohl auch abgedeckt.


Größtes Problem:

Wie erstelle ich ein BackUp meiner Daten auf einem Apple Gerät, welches keine externen (USB) Datenträger unterstützt?

Tja... Google hat gezeigt, dass es wohl doch geht:

Die Anleitung wie es gemacht wird:
http://time-more.com/ipad

Das Video welches beweist, dass es funktioniert:
http://www.youtube.com/watch?v=JB9gQgaVJsw

Ich habe dies genau so gemacht und es funktioniert (iPad Version 3.2.2.) und ich kann meine Daten über die App iFile (NICHT iFiles!!!) zwischen einem externen Datenträger und meinem iPad austauschen. Der Punkt Datensicherung wäre damit also geklärt. ;D



Also, was kann ein Laptop noch, was mein iPad nicht für mich kann?


Einige Worte noch zur Tastatur des iPads:

Ich kann mit der iPad Tastatur genau so schnell tippen wie auf dem Mac... Es dauert ca 1 Woche bis man sich daran gewöhnt hat. Man sollte jedoch vermeiden später den Text erneut zu überarbeiten... dies kann sehr umständlich und zeitaufwändig werden.
Notfalls kann man mit dem Camera Connection Kit auch eine usb Tastatur anschließen. Ich werde aber auf der Weltreise auf eine Tastatur verzichten können.

Und wer sich jetzt unwohl fühlt mit solch eine wertvollen Gegenstand durch die Gegend zu wandern: Ein Net- bzw. Notebook ist für Langfinger genau so wertvoll und die Versuchung ist in meinen Augen nicht wirklich größer bei einem iPad...
Ich habe für mein iPad eine Hülle gekauft, die, wenn zugeklappt, das iPad mehr wie ein gewöhnliches Buch als ein wertvolles Elektronikgerät aussehen lässt. Zudem schützt die das iPad vor Stößen und Kratzern. Für die Weltreise wird aber wahrscheinlich noch eine Wasserfeste Außenhülle noch in Frage kommen.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass ich in einer guten Woche Suchen, Installieren und Testen mein iPad reif für die Weltreise gemacht habe.
Ob sich jetzt das viele Geld für ein iPad lohnt oder nicht, ist eure Entscheidung.
Ob ihr Apple Fan seid oder nicht ist auch euer Ding...

Ich wollte hiermit nur verdeutlichen, dass das iPad sehr wohl als 1-Jahr-Weltreise-Begleitung in Erwägung gezogen werden kann.

Achja, ich bin kein Apple Mitarbeiter ;D
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hawk86

« Antwort #1 am: 17. Dezember 2010, 23:21 »
hey,
super erklärung von dir ! du hast mich schon so gut wie überzeugt.. !!! als nachteil gegenüber netbooks würde mir nur noch einfallen, das dass display aus glas ist und evtl brechen könnte ?!
lg
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Lelaina

« Antwort #2 am: 18. Dezember 2010, 12:54 »
Ohne Frage allein von der Größe her total genial und praktisch.
Nur leider zu teuer, um es mal eben zu kaufen :-(

Jens

« Antwort #3 am: 18. Dezember 2010, 14:38 »
Ich nehme lieber ein billiges Netbook mit, obwohl ich mein Macbook pro vermissen werde!!!
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curi

« Antwort #4 am: 19. Dezember 2010, 20:19 »
Ich  bin zwar auch 100% Apple-Nutzer, aber ich würde mein iPad wahrscheinlich eher nicht mit auf die Weltreise nehmen.
Ich würde da eher in Richtung des neuen Macbook Air 11" ziehen. Das ist perfekt für eine grosse Reise!
Nerven für ein billiges Gerät hätte ich wohl kaum.

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Foppo

« Antwort #5 am: 20. Dezember 2010, 13:38 »
Ja... Das neue MacBook Air ist wohl wirklich eine gute (Apple-) Alternative... Doch was für das iPad spricht sind enorme Akkulaufzeit und das Gewicht... Wobei der Gewichtunterschied zwischen dem neuen MacBook Air und dem iPad wohl eher gering ist.
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smashbrother

« Antwort #6 am: 21. Januar 2011, 17:16 »
Allerdings würde ich mich über den Verlust des iPads wesentlich mehr ärgern, als über den verlust eines Billignetbooks!
Ansonsten würde ich mir auch das iPad zulegen!
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waveland

« Antwort #7 am: 25. April 2011, 16:28 »
Ich bin auch Apple Nutzer und habe Macbook Pro, iPhone und iPad (inkl. CCK) und bin gerade vom iPhone ziemlich begeistert. Habe auch länger überlegt, ob ein iPad der ideale Reisebegleiter wäre. Für mich ist es jedoch hauptsächlich aus den folgenden beiden Punkten doch ein 300€ Netbook geworden.

1.Ich will mein Gerät nicht jailbreaken und kann dann keine externe Festplatte anschließen. WiFi in ausreichender Bandbreite ist unterwegs auch nicht immer garantiert, um Daten ins Internet zu spielen. Der eingebaute Speicher reicht mir aber nicht, um neben Apps, Musik etc. auch meine Fotos zu speichern (oder gar auf einem 2.Medium zu sichern). Klar kannst du diese runterskalieren, aber dann wirst du dich eventuell nach der Reise ärgern, dass du das eine super gute Foto (oder auch viele), das du irgendwo gemacht hast, nicht in guter Qualität an die Wand hängen kannst, weil du es nur in der 1MB Version hast.

2.Das Preisleistungsverhältnis ist nicht gerade optimal. Vielleicht spielt der Unterschied jetzt nicht für jeden eine Rolle, aber gerade unterwegs kann auch mal was abhanden kommen, und dann lasse ich mir lieber ein 300€ Netbook als ein doppelt so teueres iPad stehlen. Das ist auch leichter ersetzt. Der Punkt ist im Endeffekt: Was kann das iPad, was das halb so teuere Netbook nicht kann?

waveland
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in8967

« Antwort #8 am: 08. Dezember 2012, 19:30 »
Hallo Foppo,

ich übe gerade mit meinem neuen IPAD.
Habe auch ifiles installiert.
Wenn ich aber nun meine Bilder von der SD Karte ins IPAD Laden will öffnet sich immer die Fotofunktion vom Ipad.
Wie bekomme ich das denn mit ifiles hin?

Wäre Super, wenn mir das jemand erklären könnte.

Lg
I.
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Entdecker

« Antwort #9 am: 14. Januar 2013, 17:28 »
Hallo,
auf jeden Fall ein interessanter und umfangreicher Bericht.
Obwohl ich trotz allem lieber ein Android Tablet (liegt einfach daran, dass ich das iPad überteuert finde und nicht mit Apples Firmenpolitik konform gehe) oder ein Ultrabook bzw. Subnotebook mitnehmen würde, weil ich nicht weiß, ob ich solange ohne physische Tastatur auskommen könnte...

Was die Wordpress App angeht:
Damit kann man wirklich nur einen Artikel schreiben, oder ?
Kennst du zufällig eine Möglichkeit, wie man von unterwegs auch bequem den Quellcode der Seite bearbeiten kann ? Habe da bislang nichts komplett geeignetes finden können.
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der_dicke82

« Antwort #10 am: 14. Januar 2013, 22:16 »
Naja es wird doch sicher nen FTP-Client und einen Editor als App geben oder etwa nicht? Also bei Android würde ich da schon fast meine Hand für ins Feuer legen ohne mich auszukennen *gg*

Ansonsten ist Wordpress doch mit jedem Browser administrierbar! Die frage stellt sich im fremden WLAN eher nach der Sicherheit, wenn dein Server kein SSL zur Verfügung stellt, dann würde ich besser noch für ne VPN-Verbindung in ein sicheres Netz z.b. dein heimisches sorgen!

Gruß, Stefan
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Entdecker

« Antwort #11 am: 21. Januar 2013, 18:38 »
Zitat
Naja es wird doch sicher nen FTP-Client und einen Editor als App geben oder etwa nicht? Also bei Android würde ich da schon fast meine Hand für ins Feuer legen ohne mich auszukennen *gg*

Klar, bei Android gibt es das auch, aber nichts wirklich schönes als Komplettpaket und für das iPad kenne ich soetwas gar nicht.

Zitat
Ansonsten ist Wordpress doch mit jedem Browser administrierbar! Die frage stellt sich im fremden WLAN eher nach der Sicherheit, wenn dein Server kein SSL zur Verfügung stellt, dann würde ich besser noch für ne VPN-Verbindung in ein sicheres Netz z.b. dein heimisches sorgen

Dann zeig mir mal, wie ich tiefergehende Änderungen via Wordpress Dashboard duchführe. Ich weiß, dass man damit auch bestimmte Sachen editieren kann, aber kaum modifizierst du es etwas oder du willst andere Dateien bearbeiten, kannst du das vergessen.
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BB89

« Antwort #12 am: 25. Januar 2013, 21:15 »
Als Contra würde ich noch zählen, dass ich mit meinem Netbook zumindest hier in Südamerika sehr oft das Wifi in den Hostels reinbekomme, während mein Mitreisender mit dem Ipad das Netz nicht empfangen kann :-)
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portuer

« Antwort #13 am: 04. März 2013, 11:11 »
Meine 2 Cents:

  • Nach meiner Erfahrung funktionieren bestimmte Webseiten auf dem iPad nicht. Wenn man also schnell mal einen Flug buchen möchte und die Webseite Cookies, etc. benötigt, kann es zu Problemen kommen. Alternativ kann aber auch die Chrome Browser App (kostenlos) installiert werden. Diese kann etwas mehr
  • Das Camera Connection Kit u. anderes Zubehör funktioniert nach iOS Updates möglicherweise nicht mehr (bei mir passiert)
  • Das Gewicht eines großen iPads (also nicht das Mini) ist auch nicht zu unterschätzen.
  • Mit allem Zubehör kommt auch einiges an Zeug zusammen, der Unterschied zum Mini-Notebook ist nicht mehr so groß; bei deutlich eingeschränkter Verwendung

Ich war selbst lange Zeit ein großer Fan vom iPad, bin aber nach anfänglicher Verliebtheit aus Vernunftgründen wieder zum guten alten Notebook zurück gekehrt. Wenn überhaupt, dann würde ich (!) das iPad Mini bevorzugen, wo wir aber schon fast wieder bei der Größe eines Smartphones sind, das man möglicherweise schon dabei hat.

Mein (momentanes) Nice-to-have Set: 1kg Ultrabook ohne Atom-Prozessor (dieser ist mir persönlich zu langsam) und 4GB RAM,  32GB SD-Karte, Mini WLAN-3G-Modem (zB. dieses: http://www.amazon.de/4G-Systems-XSBoxGO-akkubetriebener-integriertem/dp/B002EIP74U/ref=pd_cp_computers_3) und Smartphone mit Routenplaner und Offlinekarten (bei mir iPhone mit Navi2+)

Beste Grüße
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jasper82

« Antwort #14 am: 07. August 2013, 09:53 »
@smashbrother  ;D Da hast du vollkommen recht :) Jedoch ist das Ipad einfach flexibler für so eine Reise :)! Wenig Gewicht, Lange Nutzzeit ... Sag mir ein nützliches Notebook das länger als 4 - 5h mit voller Leistung durchlaufen kann :) Ausgenommen Mac-Books :)

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Tags: ipad tablet 
 

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