Thema: Suche einen spartanischen Retreat, Einsiedelei  (Gelesen 509 mal)

outta_world

« am: 07. Dezember 2022, 23:41 »
 Hallo Reisefreudige,

seit 2019 tingle ich etwas durch Good Old Germany und verdinge mich als Workawayer, allerdings hat mich das ziemlich erschöpft, da mir keine Zeit mehr für eigene kreative Projekte blieb. Da ich außerdem auch einem verdeckten Shitstorm aus meiner Heimat ausgesetzt bin (man versucht an meinen Aufenthaltsorten alles und jeden über Maßnahmen zu meiner Vertreibung zu informieren, traurigerweise mit Erfolg). Was paranoid klingt ist leider real und hört nicht auf, da einfach zu viel Hass mitschwingt.
Aber das eigentlich nur am Rande, meine Hosts waren alle klasse, nur die jeweiligen, hiesigen, konservativen Dörfler versuchten einiges, um mir den Pudding zu versalzen.
Allerdings hat das nun, trotz toller Begegnungen, dazu geführt, dass ich Abstand von Menschen und der Zivilisation brauche.
Eine sehr kleine Off-Grid-Selbstversorgergruppe wäre annehmbar, mit täglichen Aufgaben, aber nicht komplett einnehmend (meine Workaways waren häufig Fulltimestellen, sehr familiär, aber letztlich erdrückend). Favorisiert wird meinerseits auch ein Klosteraufenthalt gegen Arbeit oder eine spartanische Einsiedelei, wo ich natürlich selbst für Lebenhaltung aufkommen würde, kein Luxus. Purismus, leben im Takt der Natur, sie wieder selbsttätig begreifen, sich mit ihr verbinden. Normalerweise kostet dies nicht viel, aber die Google-Suche zeigt lediglich Luxusresorts an. Sicherlich gibt es in Südeuropa solche Einfachheiten eher, ich kann aber leider nichts darüber recherchieren. Frankreich ist hochinteressant, aber meine immer noch bescheidenen Sprachkenntnisse setzen mir Grenzen. Voraussetzung sind sehr niedrige Lebenshaltungskosten.  In Europa. Für eine Weltreise brauche ich Energie und Festigung, das schaffe ich leider gerade nicht. Das deutsche Gesicht jedenfalls tut sich schwer mit gelebtem Minimalismus, nach meiner Erfahrung. "Was ist das für ein Leben? Trägt uralte Kleidung, fährt per Anhalter, mit Öffis und Blablacar, isst vegan, interessiert sich nicht für Fußball, Cluburlaub, Schlemmen und Bier. Man muss doch auf ein Ziel hinarbeiten, sich der Konsumfreude hingeben. Er hockt nur in seinem Garten und flüstern den Gänseblümchen Unanständigkeiten ins Ohr, dieser Langweiler, dieser Birkenstöckler! Und Single ist er auch noch! Der hat doch 'nen Schatten!"
Entschuldigt, aber das spiegelt eben nach meiner Erfahrung hinlänglich Dorfkultur wider.

Falls aber trotzdem jemand einen ultimativen Tipp kennt, auch jetzt im Winter, schreibt gerne etwas. Ich freue mich.

Lieben Gruß
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