Thema: Schuldgefühle, Zweifel und die liebe Familie…  (Gelesen 1416 mal)

alinawillweg

« am: 26. Oktober 2022, 21:39 »
Hallo zusammen,
wie seid ihr vor Beginn eurer Reise mit Schuldgefühlen und emotionaler Erpressung umgegangen?
Ich hatte mit meinen 32 Jahren immer ein gutes Verhältnis zu meinen Eltern aber nun fürchte ich, dass ich mich nicht genug abgenabelt habe.
Sie haben mich immer unterstützt, z.B. bei der Renovierung meiner jetzigen Wohnung, die ich wahrscheinlich für meine Reise im Frühjahr kündigen werde. Ich finde einfach keinen Untermieter und möchte auch lieber frei sein.
Meine Mutter meinte nun ich sei egoistisch alles aufzugeben und meine ganze Vergangenheit mit dem Verkauf meiner Möbel auszulöschen. Sie hätte schlaflose Nächte wegen meiner Pläne.
Zugegeben, ich habe meinen Job gekündigt (schon länger geplant) und dann aber relativ spontan entschlossen erstmal mit meinem neuen Freund gemeinsam zu reisen aber ich finde sie dramatisiert. Mein Sofa ist doch nicht meine Vergangenheit?!
Dennoch schafft sie es Zweifel bei mir zu sähen.
Vielleicht habt ihr ja auch Erfahrungen mit diesem Gefühl der Zerissenheit und könnt mir sagen wie ihr damit umgegangen seid…

Grüße
Alina
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Radlerin

« Antwort #1 am: 26. Oktober 2022, 22:09 »
Hallo Alina,
bei mir ist es etwas anders, da ich schon älter bin und meine Eltern logischerweise auch  ;)
Meine Mutter ist cool und freut sich, wenn es mir gut geht, mein Vater eigentlich auch, er hätte aber gerne, daß ich ihn öfter besuche und mich um ihn kümmere ( die beiden sind geschieden).
Ich bin im September für 3-5 Monate aufgebrochen. Habe ihm mitgeteilt, daß wir zum Termin x losfahren und fertig. Die Enttäuschung und die Fragen, ja dann seid ihr zu meinem Geburtstag nicht da, muss man ignorieren bzw. sagen, ja so ist es, es tut mir auch leid, aber das ist mein Traum und jetzt gilt es. Kurz gesagt, würde ich dir raten, dich nicht auf Diskussionen einzulassen, sondern mitzuteilen, was du vorhast bzw. was du tun wirst. Und du wirst sehen, dein Umfeld wird es akzeptieren.
Und warum hast du Schuldgefühle? Du bist erwachsen und nur für dich verantwortlich, sofern du keine Kinder hast. Du bist nicht dazu da, die Erwartungen anderer Menschen zu erfüllen! Außerdem sind die Menschen, die Erwartungen an dich haben, vielleicht selbst ziemlich egoistisch?
Deine Mutter meint es vielleicht nur gut und macht sich Sorgen, aber ist das dein Problem? Vielleicht würde sie sich ohne deine Reisepläne über andere Dinge Sorgen machen?
Das Gefühl der Zerrissenheit kenne ich auch, da hilft nur mir zu sagen, daß es jetzt mal um mich geht.
Wie wäre es, wenn du die Reise nicht machen würdest? Wie wäre das Verhältnis zu deinen Eltern dann? Du würdest es ihnen ewig vorwerfen bzw. wärest unglücklich.
Sag dir, Alina first, jetzt ist deine Zeit, und genieße sie.
Bei mir ist es so, ich halte Kontakt, melde mich regelmäßig, schicke Bilder von unterwegs.... habe ja auch als ich Zuhause war, nicht ständig meine Eltern besucht, da ich weiter weg wohne.
Liebe Grüße und eine super Reise  8)
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Surfy

« Antwort #2 am: 26. Oktober 2022, 23:41 »
Hier hilft ein Wechsel der Perspektive enorm. Natürlich kann das dahoam erst einmal niemand nachvoll ziehen.

Gerade umgebaut, etwas eingerichtet eingerichtet - und nun alles aufgeben?

Deine Mama hat die Gedankengänge rund um die deftige Reise-Verkürzung wegen laufender Fixkosten in der Heimat nie gemacht.

Früher hatte man mit 32 Jahren die Famillienplanung abgeschlossen und war beim vertieften Nestbau.

Schwer zu verdauen für die ältere Generation, mit der Erfahrung der vielen Jahre. Da ordnet man den "Reisewunsch" im Verhältnis ein - und gewichtet ihn als vernachlässigbare kurze Etappe in ganzen Leben.

Deine Eltern werden sich nach deiner Reise wieder einkriegen, Du bist ja ihre Tochter.

Wenn deine Eltern es so einfach schaffen Zweifel zu sähen, müsstest Du deinen eigenen Reisewunsch mal genauer reflektieren.

Im Leben ist eben nichts Yolo - jede Entscheidung hat seine ganz eigenen ganz individuellen Opportunitätskosten.

Famillie, Nestbau, Karriere, Kinder - ein sabatical "kann" deine Entwicklung später fördern, verlangsamen oder auch ändern.

Mit "Glücklichsein und erfülltess Leben" hat das alles nichts zu tun, weder die Famillienplanung noch die Karriere, noch ein erfüllter Reisewunsch oder die grösse des "Nestbau`s" hat einen kausalen Zusammenhang dazu - ob es Dir in 15 Jahren gut geht und Du glücklich bist - oder auch nicht.

Im Leben immer auf die Bremse treten und nicht durchstarten, weil vielleicht doch nochmal irgendwann Reisen, das kann man auch bis ins Grab und hat damit auch nichts gewonnen.

Es geht darum, was für Dich jetzt wichtig ist, was Du willst.

Zum Thema Auszeit, ideales Alter und den Opportunitätskosten habe ich auch schon mal gebloggt, keine Ahnung ob es hilfreich ist oder nicht:

https://www.4x4tripping.com/2021/01/weltreise-sabbatical-welches-ist-das-ideale-alter.html

Gegen tolles Reisen spricht in meinen Augen nichts. Wer davon nicht los kommt, verpasst vermutlich andere Erfahrungen (oder läuft gezielt von ihnen davon), die man in seiner doch begrenzten Lebens-Spanne so erleben kann.

Surfy

Vombatus

« Antwort #3 am: 27. Oktober 2022, 10:35 »
Von außen betrachtet ist es immer einfach Ratschläge zu geben.
Auch wenn es jetzt schwierig ist, am Ende, nach der Reise wirst du ganz anders auf die Situation schauen.

Mit hoher Wahrscheinlichkeit wird dich die Reise bereichern. Erlebnisse und Erfahrungen, positive und negative, die dich ein Stück weiterbringen. Aber nur wenn du dich traust den Schritt zu gehen. Eine Welt- oder Langzeitreise ist keine Einbahnstraße. Innerhalb von Stunden bist du Zurück wenn es nicht klappt.

Dein Leben. Deine Zukunft. Deine Träume. Deine Zweifel. Deine Ängste. Deine Verantwortung. Du musst eine Entscheidung für Dich treffen.
Mach dein Leben nicht von anderen abhängig. Das ist nicht egoistisch, das ist gesund. Deine Eltern haben ein Problem, nicht du. Du kannst versuchen ihnen die Angst zu nehmen, indem du sie mitnimmst und zeigst wie gut und schlecht es dir unterwegs geht. Wir die "Radlerin" schreibt, elektronisch ist das kein Problem mehr. Und wenn sie sehen wie gut es dir geht werden sie sich mit dir freuen. Ganz sicher.

Aber du brauchst die "Eier" für dein Leben einzustehen. Mit 32 Jahren. Angst fressen Seele auf. Hab keine Angst, sei Neugierig und freue dich auf die Zukunft. Mit 42 wirst du evtl nicht mehr die Möglichkeit haben oder die Lust haben!?

War klar, dass du hier die Kommentare findest, die für eine Reise und gegen Zweifel sind, gell? Hau rein. Viel Spaß.

Berichte hier von deinen Erlebnissen. Das hilft auch gegen das Fernweh, welches nach der Reise weiterkocht.

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thrones_of_blood

« Antwort #4 am: 27. Oktober 2022, 13:48 »
Ich kenne dieses Gefühl sehr gut, Alina.

Bei mir sind es nicht die Eltern, sondern meine 2 allerbesten (und eigentlich einzigen) Freunde. Wir machen gemeinsam Musik, sehen uns mindestens einmal pro Woche, und ich bin auch Pate des Sohns vom einen Freund.

Schon bei meiner ersten Langzeitreise von 7 Monaten waren sie sehr enttäuscht und haben das Vorhaben nicht unterstützt, und mir Schuldgefühle gemacht. So eine Reise passt überhaupt nicht in die Vorstellung meiner Kollegen, für sie ist das einzig Wahre: Einfamilienhaus, Auto, Kind, Hund... Vielleicht ist das ähnlich bei deinen Eltern, und alternative Lebensentwürfe passen gar nicht in das Bild eines "erfolgreichen und glücklichen Lebens". Diese Diskussionen sind nun schon über 7 Jahre her.

Nun stehe ich vor meiner zweiten Langzeitreise, welche mindestens 18 Monate dauern wird, vielleicht sogar 2 Jahre oder noch länger. Wieder stehe ich vor der Diskussion, meinen zwei besten Freunden zu erklären, dass ich sie ein paar Monate oder sogar Jahre nicht sehen werde, die Musik auf Eis gelegt ist, ich dem Patenkind in einem Videocall zum Geburtstag gratulieren muss. Sie werden es noch viel weniger verstehen, als beim ersten Mal ("du hast ja deine Reise schon gemacht, was willst du denn jetzt wieder..?") Klar, dass man bei Vorwürfen wie "die Kollegen im Stich lassen" oder ähnlichem Schuldgefühle bekommen kann.

Für mich ist es jedoch klar: Ich treffe meine eigenen Entscheidungen, und ich muss das machen, was mich glücklich macht, auch wenn dies anderen nicht gefällt. Egoistisch ist dies vielleicht, aber du musst für dich Entscheiden, was richtig ist und zu deinem Lebensentwurf passt.

Stell dir vor, du machst die Reise nicht, nur weil deine Mutter deine Gründe nicht nachvollziehen kann. Es wird immer an dir nagen, also auch von mir: Tu es!

PS: Immer wenn ich Zweifel an meinem Vorhaben habe, höre ich dieses Lied: https://www.youtube.com/watch?v=oT5rE8fSAlY  ;)
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Marla

« Antwort #5 am: 03. November 2022, 02:28 »
wie seid ihr vor Beginn eurer Reise mit Schuldgefühlen und emotionaler Erpressung umgegangen?
Ich hatte mit meinen 32 Jahren immer ein gutes Verhältnis zu meinen Eltern aber nun fürchte ich, dass ich mich nicht genug abgenabelt habe.
Ich kann dir aus eigener Erfahrung sagen, dass es nicht unbedingt an dir liegen muss. Und dass es auch keine Altersfrage ist. Eltern gehen extrem unterschiedlich mit dem Thema Loslassen vs. Einmischen um! Das sehe ich an Leuten meiner Generation genauso wie an Freunden im Umgang mit ihren Kindern. Wer selber eher lockere Eltern hatte, wird das wohl nicht nachvollziehen können.

Du sprichst von emotionaler Erpressung, und das mit den "schlaflosen Nächten" hört sich für mich auch danach an. Wobei das bei mir auch schon deutlich darüber hinausging. Damit umzugehen ist echt nicht leicht, gerade wenn man ein enges Verhältnis hat. Es ist mehr als "Eltern finden nicht alles toll, was ihre Kinder machen", was ja total natürlich ist.

Zitat
Sie haben mich immer unterstützt, z.B. bei der Renovierung meiner jetzigen Wohnung, die ich wahrscheinlich für meine Reise im Frühjahr kündigen werde. Ich finde einfach keinen Untermieter und möchte auch lieber frei sein.
Meine Mutter meinte nun ich sei egoistisch alles aufzugeben und meine ganze Vergangenheit mit dem Verkauf meiner Möbel auszulöschen. Sie hätte schlaflose Nächte wegen meiner Pläne.
Zugegeben, ich habe meinen Job gekündigt (schon länger geplant) und dann aber relativ spontan entschlossen erstmal mit meinem neuen Freund gemeinsam zu reisen aber ich finde sie dramatisiert. Mein Sofa ist doch nicht meine Vergangenheit?!
Dennoch schafft sie es Zweifel bei mir zu sähen.
Vielleicht habt ihr ja auch Erfahrungen mit diesem Gefühl der Zerissenheit und könnt mir sagen wie ihr damit umgegangen seid…
Ich reise seit vielen Jahren, und dieses Schuldgefühl-Thema begleitet mich seitdem. Nicht die ganze Zeit, aber alle paar Jahre kommt es wieder hoch, und ich habe mich damit tatsächlich abgefunden. Nicht vor der längsten Reise, aber vor einzelnen Ländern, die meinem Vater nicht passen. Mein über die Jahre entwickeltes Rezept dagegen ist eine Mischung aus
- Verbindlichkeit auf der Reise, genau wie Radlerin das schon beschrieben hat, also regelmäßig melden, erzählen, wie es läuft, Bilder schicken und sie damit an der Reise teilhaben lassen - fühlt sich bei mir auch nicht wie eine Pflicht an, sondern bringt mir viel Spaß
- Reisepläne rechtzeitig vorher erzählen, aber nicht zu detailliert
- und schließlich auch Kompromisse machen - klingt schräg, aber es gibt Länder, die werde ich erst bereisen, wenn meine Eltern nicht mehr da sind, was jedoch für mich keine große Einschränkung ist

Und umgekehrt merke ich, dass auch mein Vater sich bemüht, da lockerer zu werden. Und trotzdem kommen immer mal wieder neue Situationen auf, in denen die Stimmung hochkocht.

In deiner Lage gibt es vielleicht auch Punkte, in denen du ihnen entgegenkommen kannst, ohne deine Träume und Wünsche wirklich einschränken zu müssen.

Was sind denn genau die Bedenken deiner Mutter? Geht es wirklich um die Möbel, oder geht es um mehr? Bei meinen wäre die Möbel auch ein Thema,  denn sie hängen unglaublich stark an ihren Sachen (Nachkriegsgeneration...) und verstehen nicht, warum das bei mir nicht so ist. Aber vielleicht macht deine Mutter sich auch Gedanken, was du hinterher machen willst? Gerade dieses "alle Brücken abbrechen" kann ja bei ihr auch die Sorge auslösen, dass du gar nicht mehr zurückkommst - oder zurückkommst, aber dich nicht mehr in die Gesellschaft einfügen kannst oder willst. Ich glaube, ich würde einfach mal nachfragen, wenn du es noch nicht weißt. Ihre Sorgen ernst zu nehmen heißt ja nicht, dass du ihnen nachgeben musst.
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n_rtw

« Antwort #6 am: 05. November 2022, 10:37 »
Hallo Alina,
wie du liest, geht es einigen von uns so. Ich habe das ganze auch mit 35 durchgemacht und auch lange nach der Reise jetzt mit 45 ist es nicht besser. Und das Thema Schuldgefühle und emotionale Erpressung hat sich eher verschlimmert als verbessert, denn jetzt geht es auch mal "nur" um Besuche etc. Gut, sie werden älter und ich störrischer. Ich sehe es so (versuche ich zumindest), dass sie sich um mich sorgen und da ich mir dann Gedanken mache, heißt ja auch, dass mir nicht egal ist, wie unser Verhältnis ist. Ich ärgere mich jedes Mal über mich, wenn ich stundenlang grübele, aber es wird sich ja auch nichts mehr ändern. Sie können nicht aus Ihrer Haut und verstehen doch gar nicht, dass sich das aus Ihrer Sicht sich Sorgen machen aus meiner Sicht sich wie emotionale Erpressung anhört. So oft ich hier auch was sage. Aber: am Ende, nach all dem unnützen Grübeln, mache ich, was ich tun will und kommuniziere das deutlich. Und dann gehts mir gut. Manchmal ist ein Kompromiss dabei. Meine Eltern wollten partout nicht, dass ich meine Weltreise in Mexiko starte - weil sie da gehört hatten, wie gefährlich es ist. So wurde es Costa Rica und hat mir nichts ausgemacht. Und am Ende haben sie sehr wohl verstanden, warum ich reisen wollte, dass ich Chancen wahrnehmen konnte, die sie einfach nie hatten und haben meine Reise intensiv mit verfolgt über meinen Blog.
Ich hoffe, ihr kriegt das hin und du kannst deine Vorfreude auf die Reise auch genießen, und die Reise selbst dann erst recht. Es ist deine Reise, dein Wunsch, dein Traum, dein Leben.
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alinawillweg

« Antwort #7 am: 05. November 2022, 17:10 »
Vielen lieben Dank für eure Erfahrungen!!

War klar, dass du hier die Kommentare findest, die für eine Reise und gegen Zweifel sind, gell? Hau rein. Viel Spaß.
Hehe, ja so hab ich mir das gedacht ;). Nein aber ernsthaft, es ist schön zu wissen, dass ihr vergleichbare Erfahrungen gemacht habt. Ob es nun Eltern oder Freunde sind.
Ich persönlich habe niemanden in meinem Familien- oder Freundeskreis, der das Gefühl kennt wenn es einem in den Fingern kribbelt und man wieder los will.

Gegen einzelne Länder haben meine Eltern gar nicht so wirklich was. Bei Ihnen sind es immer die Bedenken, dass ich obdachlos bin wenn ich wieder nach Hause komme und die Frage: "Du kommst doch wieder oder?".
Ich sag dann immer, klar komm ich wieder und denke mir "aber keine Ahnung für wie lang ;D".

Meine Strategie ist jetzt mich nicht mehr auf Diskussionen einzulassen aber so viel über meine Pläne zu erzählen, dass sie verstehen, dass ich nicht blindlings in mein Verderben laufe, weil ich auf unbestimmte Zeit keinen Job und keine Wohnung habe.
Funktioniert bis jetzt ganz gut  :)
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karoshi

« Antwort #8 am: 05. November 2022, 21:43 »
Ich finde den Vorwurf, Deine Vergangenheit auszulöschen, ganz schön krass. Nur weil Du einen Mietvertrag kündigst und Dein Sofa verkaufst? Den Schuh würde ich mir nicht anziehen. Ja, die Reise hat Opportunitätskosten, mehr aber auch nicht.

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Tessa

« Antwort #9 am: 21. November 2022, 17:22 »
Ich pflichte im Grunde allem bereits Gesagten bei, wobei ich mir denke, dass speziell Mamas sich einfach Sorgen um ihr Kind machen. Ist doch normal. Ich würde ihre Vorwürfe nicht so wörtlich nehmen und wie du es sagtest, unbehelligt deinen Weg gehen. Bist ja kein Teenager mehr.

Ich halte es nicht unbedingt für seelische Erpressung, kenne aber deine Mamsch nicht und natürlich ist es möglich, dass sie so tickt.

Es ist doch tatsächlich nicht für jeden Menschen einfach, immer wieder neu zu beginnen. Aber wie schon erwähnt, nachdem du (noch) keine Kinder hast, liegt die Verantwortung ganz bei dir. Ich denke, Eltern freuen sich, wenn sich auch die bereits erwachsenen Sprösslinge auf Reisen melden und ein Lebenszeichen geben. Das sollte ausreichen, außer es ist dir zu viel an Verpflichtung. Jedenfalls wünsche ich eine wunderbare Reise und dass es so läuft, wie du es dir vorstellst.
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Marla

« Antwort #10 am: 21. November 2022, 20:04 »
Zitat
Ich halte es nicht unbedingt für seelische Erpressung
Als was würdest du denn Sätze wie "ich habe deinetwegen schlaflose Nächte" sonst bezeichnen? Für mich ist das ein Klassiker von Eltern, die ihre erwachsenen Kinder emotional unter Druck setzen. Ich kenn das auch aus dem Freundeskreis, auch bei ganz anderen Themen als Reisen.

Abgesehen finde ich es grundsätzlich kritisch, Betroffenen ihre Empfindungen abzusprechen.
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