Thema: Phuket Sandbox  (Gelesen 1282 mal)

NRW

« am: 30. Juni 2021, 22:25 »
Hallo zusammen,

ich habe im August 3 Wochen Zeit für eine Solo Reise.

Nach einigen verworfenen Plänen für einen (Ost) Europa und einen Ecuador Trip, bin ich heute auf das Phuket Sandbox Modell aufmerksam geworden.

Hat dazu jemand dazu eine Meinung bzw. generelle Empfehlungen zu Phuket?

Aktuell reizt mich der Gedanke an eine Asien Reise, ich bin mir allerdings unsicher ob ich auf Phuket glücklich werde. Vor 10 Jahren war ich für wenige Tage in Phuket Stadt und an einem Strand südlich von Patong. Selbst damals war es sehr westlich geprägt und nicht mit dem übrigen Thailand vergleichbar.

Ich bin kein Strandtyp (also optimal für Phuket 🙃) , würde aber mit Trailrunning, Ausflügen und auch Abspannen die Tage verbringen. 14 Nächte auf Phuket finde ich sehr lang, wäre schön wenn es ggfs. auf 7 Tage verkürzt würde.

Gibt es ggfs. für andere Ziele in Asien vergleichbare Möglichkeiten. Die Öffnung Balis ist wohl seit gestern vom Tisch....

0

Eka

« Antwort #1 am: 01. Juli 2021, 09:14 »
Das Phuket Sandkasten Modell ist die totale Überwachung inkl. vieler PCR-TESTs. Viel Geld, viel Aufwand kostet es als Besucher und Totalüberwachung inkl. App. Warte erst Mal lieber ab, ob Thailand doch noch im Herbst oder Winter öffnet. Momentan zahlt man für die Quarantäne dort verdammt viel Geld. Das Modell wird in diversen Reiseforen wie Vielfliegertreff heiß diskutiert.

Beim kleinsten Anzeichen von Schnupfen/ Husten soll es für den Touristen teuer werden.

Mir fällt momentan kein Land in Asien ein, dass öffnen wird und sich dann wieder von der angekündigten Reise-Bubble verabschiedet.

Für mich wäre das nix.
1

NRW

« Antwort #2 am: 01. Juli 2021, 15:59 »
Was meinst du mit "teuer werden" bei Husten, etc.
Weil man dann ggfs. sehr schnell in eine Quarantäne Klinik verlegt wird?

Habe heute auch einiges nachgelesen. Insgesamt überzeugt mich das Konzept tatsächlich nicht. Trotz Impfung insgesamt 3 Tests vor Ort für viel Geld, sehr eingeschränkte Möglichkeiten, die große Frage was passiert wenn während eines Besuches die Maßnahmen verschärft werden. Und das wir insgesamt über Phuket sprechen, was mich insgesamt nicht reizt....

Ich beobachte erst einmal was sich in den nächsten 2 Wochen tut.

Danke Dir
0

Eka

« Antwort #3 am: 01. Juli 2021, 17:45 »
Mit teuer meinte ich, dass man alle Kosten selbst tragen muss. Falls der Tourist ein leichtes Kratzen im Hals verspürt gibt es wohl Quarantäne in einer staatlichen Einrichtung auf dem Feldbett.

Im Frühjahr konnte man mit viel Verwaltungsaufwand nach Thailand fliegen und für die 14 Tage Hotel Quarantäne inkl. Tests und Temperatur Messung, hat man als Einstiegspreis ab 2000€/Person bezahlt und man konnte laut diversen Reiseberichten innerhalb Thailands reisen. Das soll mit der Sandbox überhaupt nicht mehr gehen.

Für das Sandbox Modell kommen wohl nur Direktflüge, ohne Umsteigemoeglichkeit innerhalb THA, infrage. Und dieses Sandbox Modell ist auch nicht ganz günstig.

Hab dir eine E-Mail dazu geschickt, ich hoffe es hilft dir weiter.
0

Eka

« Antwort #4 am: 03. Juli 2021, 15:00 »
REISEN IN DER PANDEMIE

Nur geimpft, mit vier Tests und 300 Euro Zusatzkosten: Die Odyssee in Thailands Tourismus-Zentrum
Ein Pilotprojekt auf der Ferieninsel Phuket soll Thailand nach 15 Monaten Abschottung wieder für Urlauber öffnen. Doch der große Andrang bleibt zum Start aus.


Phuket Während Thailands Regierungschef Prayut Chan-ocha in einem Einkaufszentrum der Ferieninsel Phuket vor einer grellen LED-Wand den Neustart des Urlaubsgeschäfts zelebriert, wartet Borvornsit Kulteeraprasert vergeblich auf Kundschaft. Ein paar Meter entfernt von den offiziellen Feierlichkeiten hat der frühere Fremdenführer einen Stand für getrocknete Bananen aufgebaut.
Bis zum Mittag verkaufte er keine einzige Packung. „Seit vergangenem Jahr haben wir so gut wie kein Einkommen mehr“, sagt der 54-jährige Familienvater. Seine Stromrechnung habe er seit Monaten nicht mehr bezahlen können. „Ohne Unterstützung halten wir höchstens noch ein paar Monate durch.“
Der Kleinunternehmer ist mit den Schwierigkeiten nicht allein. Die vom Reisegeschäft abhängige Wirtschaft des Urlaubslands steckt nach 15 Monaten Abschottung in einer tiefen Krise. Mit dem Pilotprojekt „Phuket Sandbox“, zu dessen Start Premier Prayut auf die Insel in der Andamanensee reiste, will sich Thailand nun aber wieder für Touristen öffnen.
Erstmals seit der Grenzschließung in Folge der Coronakrise dürfen vollständig Geimpfte ohne Quarantäne einreisen – ein Meilenstein für die Tourismusbranche, die sich dadurch eine Rückkehr zur Normalität erhofft. Doch zum Start bleibt der große Andrang aus. Bürokratische Hürden schrecken Reisende ab. Neue Höchststände bei Thailands Infektionszahlen sorgen zusätzlich für Verunsicherung.

Die langsame Rückkehr der internationalen Gäste können Journalisten an Phukets internationalem Flughafen durch eine Glaswand beobachten. Als erster Flieger landete am Donnerstag eine Boeing 787 der Airline Etihad. Weniger als 30 Passagiere verlassen die Maschine, die normalerweise bis zu 300 Personen befördert. Bis zum Abend kommen Flüge mit knapp 250 Gästen an – gerade einmal ein Prozent der durchschnittlichen täglichen Urlauberzahlen auf Phuket vor Beginn der Coronakrise.
Hohe Hürden für den Thailand-Urlaub
Lars Schreiber kam am Samstag mit dem ersten Direktflug aus Deutschland auf der Ferieninsel an. Der Thai-Airways-Flug aus Frankfurt sei gerade einmal zu einem Drittel voll gewesen, sagt er. Offiziellen Angaben zufolge waren 65 Passagiere an Bord. Vor dem Abflug musste der 43-jährige Hamburger eine Reihe an Dokumenten an die thailändischen Behörden schicken – Impfnachweise, Hotel- und Flugbuchungen, die Bestätigung einer Covid-19-Krankenversicherung und eine Quittung für im Voraus bezahlte Corona-Tests.
Mehrfach wurde sein Einreiseantrag abgelehnt – in erster Linie, weil die genauen Regeln erst wenige Tage vor dem Start des Pilotprojekts endgültig festgelegt wurden. „Da wird man schon ein wenig wütend und fühlt sich nicht wirklich willkommen“, sagt Schreiber. „Für die Einheimischen ist die Situation aber offensichtlich noch schwieriger als für uns“, sagt er mit Blick auf die leeren Strände und abgeriegelten Geschäftslokale, die er auf der Fahrt vom Flughafen zum Hotel zu Gesicht bekommen hat.
Phuket – früher das Zentrum von Thailands Massentourismus – leidet so sehr wie keine andere Region im Land unter dem Kollaps der Reisebranche, der seit Beginn der Coronakrise in Thailand zum Verlust von zwei Millionen Arbeitsplätzen geführt hat. Mit 40 Millionen Touristen im Jahr 2019 stand das Tourismusgeschäft Schätzungen zufolge zuletzt für bis zu 20 Prozent der Wirtschaftsleistung. Mit der Einführung einer 14-tägigen Quarantäne für alle Einreisenden brach die Urlauberzahl jedoch ein – im Mai lag sie mehr als 99 Prozent unter dem Wert von vor zwei Jahren.

Die strikte Abschottung will sich das Land nun nicht mehr leisten – obwohl die Zahl der täglichen Neuinfektionen mit mehr als 6000 Fällen pro Tag derzeit auf dem höchsten Stand seit Pandemiebeginn liegt. „Tourismus ist unsere wichtigste Einnahmequelle“, sagte Regierungschef Prayut bei seiner Phuket-Tour. „Wir müssen die Risiken, die damit einhergehen, gemeinsam akzeptieren.“
Doch trotz dieser Erkenntnis setzen die Behörden nach wie vor auf hohe Vorsichtsmaßnahmen – und nehmen dabei in Kauf, die Attraktivität der Urlaubsdestination massiv einzuschränken: Wer im Rahmen der „Phuket Sandbox“-Initiative einreist, darf frühestens nach 14 Tagen von der Insel in andere Landesteile weiterreisen. Die geimpften Gäste müssen zudem vier Mal auf das Coronavirus getestet werden – einmal vor der Abflug und drei Mal auf Phuket.
Für Reisende aus Deutschland kommen allein dadurch Zusatzkosten von rund 300 Euro pro Person zustande. Sollte ein Test positiv ausfallen, werden auch symptomfreie Personen zwangsweise isoliert – Urlauber stehen damit vor dem Risiko, dass Rückreisepläne im schlimmsten Fall massiv beeinträchtigt werden können.
Reisen nach Thailand: Tourismusbranche hofft auf weitere Erleichterungen
Branchenvertreter sehen die Regelungen mit Skepsis: „Die Beschränkungen sind aktuell noch sehr hoch“, sagt Gerd Kotlorz, der auf Phuket ein Hotel der Kette Marriott leitet. Prinzipiell begrüße er zwar den ersten Öffnungsschritt. Er hoffe aber, dass es zu weiteren Vereinfachungen komme, um das Modell für Touristen attraktiver zu machen. „Wir können hier nicht ewig eingeschlossen bleiben.“
Auch in der Gemeinde Patong – ehemals das touristische Zentrum Phukets – wachsen die Zweifel, ob die Grenzöffnung tatsächlich zu signifikant steigenden Gästezahlen führt. Entlang der Strandstraße ist ein Großteil der Ladenlokale verriegelt. Kartons kleben an den Schaufenstern.
„Zu vermieten“-Schilder hängen an den Hausfassaden. Am Strand steht Patcharee Pittong vor zwei leeren Liegestuhlreihen. Sie vermietet die Liegen für umgerechnet 2,60 Euro am Tag. Aber auch nach dem Start der Einreiseerleichterungen nimmt kaum jemand Platz: „Ich glaube, dass die neuen Regeln für viel Verwirrung sorgen“, sagt die 27-Jährige. „Wir können nur hoffen, dass die Gäste dennoch kommen.“

An der Strandpromenade neben ihr marschiert eine Straßenverkäuferin mit Plastiktüten voller Sesampfannkuchen auf und ab. Die Frau, die sich mit ihrem Vornamen Suganya vorstellt, sagt, sie habe früher in einem Hotel gearbeitet. Seit dessen Schließung versuche sie mit dem Streetfood-Verkauf über die Runden zu kommen.
Abzüglich der Kosten verdiene sie lediglich fünf Euro am Tag. „Freunde in meiner Heimatprovinz fragen mich, ob es jetzt auf Phuket wieder Jobs gebe“, sagt sie. „Ich antworte ihnen: Bleibt zuhause, hier ist gar nichts los.“
Besonders deutlich wird der Touristenmangel abends an Patongs berühmte Partymeile Bangla, die inzwischen komplett ausgestorben ist. Die grellen Neonlichter, die normalerweise die Straße erleuchten, sind erloschen – Covid-19-Restriktionen verbieten den Betrieb der Bars und Nachtclubs.
Sie waren in der Vergangenheit für viele Urlauber zwar die Hauptattraktion der Gegend – doch einen größeren Virusausbruch wollen die Behörden auf der Insel nicht riskieren. Sie warnen: Sollten Phukets Infektionszahlen auf mehr als 90 pro Woche steigen, könnten die Einreiseerleichterungen schon bald wieder gestrichen werden.


Quelle: Handelsblatt
0

NRW

« Antwort #5 am: 03. Juli 2021, 16:57 »
Danke Dir, auch für deine private Nachricht.

Für mich ist es für August keine Option. Neben dem hohen Aufwand reizt mich Phuket schlicht nicht genug, ich denke ich werde nun doch Richtung Osteuropa aufbrechen.

Für Langzeitreisende mag Phuket Sandbox aber interessant sein. Ob es für Geimpfte 3-4 Tests sein müssen wage ich anzuzweifeln, aber immer noch angemessener als Länder wie Mexiko oder Costa Rica, die quasi gar keine Vorsichtsmaßnahmen installieren..
..
0

Tags:
 

Diese Webseite verwendet Cookies. Hier erfahrt ihr alles zum Datenschutz
OK