Thema: Weltreise Start 2021 - Feedback Routenplanung  (Gelesen 2705 mal)

Nixie

« am: 10. Juli 2020, 17:30 »
Hallo an alle Reiseverrückten hier  :D

wir (beste Freundin und ich) planen gerade eine Langzeitreise und würden uns über Feedback und Verbesserungsvorschläge zu unserer Route freuen :)
Vielleicht kurz zu uns und unserem bevorzugtem Reisestil:
Zwei Freundinnen, beide um die 30, mit zu vielen Ländern auf der Bucketlist und Hummeln im Hintern  ;D aus einer verrückten Idee entwickelte sich langsam aber sicher dieser: “wieso machen wir das nicht?” Gedanke und jetzt soll es im September 2021 losgehen. Wir wollen klassisch mit dem Rucksack reisen, im Doppelzimmer (nix luxuriöses) mit eigenem Bad oder gerne auch eine AirBnB Unterkunft, Transport mit Flugzeug wenn nötig, sonst gerne auch Zug oder Bus. Essen selber kochen, Street Food, selten mal ein Restaurant.

Unsere Route sieht derzeit so aus:
September: Namibia, 4 Wochen Roadtrip, 4x4 Auto mit Dachzelt
Oktober- Anfang November: Indonesien, 5 Wochen (Bali, Java, ...)
Anfang Nov - Mitte Dezember: Thailand, 4-5 Wochen
Mitte Dezember - Mitte Januar: Vietnam, 4-5 Wochen, gerne viel per Zug,
Ende Januar: Kambodscha, Kurztrip nach Siem Riep/Angkor Wat
Ende Januar: Singapur, 4-5 Tage
Februar: Neuseeland, 4 Wochen, Camper, noch nicht klar ob beide Inseln oder nur eine?
März: Chile inkl. Patagonien, 4-5 Wochen
Anfang - Mitte April: Bolivien, ~2Wochen, auf jeden Fall Salar de Uyuni
Mitte - Ende April: Peru, 3 Wochen
Mai: Costa Rica, 3-4 Wochen
Anfang Juni: 1-2 Wochen Karibik (fauler Strandurlaub zum Abschluss, Vielleicht eine Insel, die nicht im Hurrikangürtel liegt..)

Was sagt ihr so zu der Route?

Habe auch mal das im Reisezeitentool eingetragen. Da wir so viel auf der Südhalbkugel sind, ist das alles nicht so leicht  :D https://weltreise-info.de/route/reisezeiten.html?route=na/256,id/512,th-sw/1024,th-n/3072,vn-s/2048,vn-c/2049,vn-n/1,cb/1,sg/1,nz-n/2,nz-s/2,pata/4,cl-c/4,cl-n/4,bo-w/8,bo-e/8,pe-c/24,pe-w/24,cr-pa/16,carr/32

Die Route in SOA, vor allem die Stopps in Siem Riep und Angkor Wat, sind natürlich recht flexibel und wir wollen die am besten gut mit möglichen Flügen verknüpfen.

Als reines Reisebudget (Flüge, Visa, Unterkunft, Transport, Ausflüge, aber ohne Kosten für Ausrüstung oder laufende Kosten in Deutschland) haben wir ca. 20-21k pro Person geplant. Meint ihr, das ist realistisch?


Danke schon mal für euer Feedback und liebe Grüße   :) :)

0

GschamsterDiener

« Antwort #1 am: 10. Juli 2020, 18:57 »
In Südamerika hättet ihr im Frühjahr ein realistisches Risiko, dass alles ins Wasser fällt. Insofern würde ich euch vorschlagen, eure Route auf den Kopf zu stellen, um damit das Reisewetter zu optimieren:

- September-Dezember: Peru bis Patagonien (oder mit Costa Rica am Anfang)
- Januar: NZ
- Februar-April: Südostasien
- Mai-Juni: Indonesien + auschillen

Nichts gegen Costa Rica und Namibia, aber ihr solltet euch überlegen, ob ihr bei einer Weltreise die Zeit nicht eher für Ziele nutzen solltet, die weiter weg und in einem "normalen" Urlaub nicht so leicht bewältigbar sind. Costa Rica und Karibik sind von Europa aus sehr gut erreichbar und "klein" genug für den Jahresurlaub. Namibia wäre ein extremer Abstecher von eurer geplanten Route. Zudem wärt ihr mit großer Wahrscheinlichkeit 4 Wochen nach eurem Reisestart wieder in Deutschland, weil das die günstigste Flugverbindung Namibia-Asien/Südamerika ist.

Budget sollte problemlos passen.



0

dirtsA

« Antwort #2 am: 10. Juli 2020, 21:10 »
Ich finde den Vorschlag von GschamsterDiener eine gute Idee.
EDIT: Nicht nur wegen dem Wetter, sondern auch, weil am Ende in Indonesien relaxen einfach eine mega gute Idee und ein super Abschluss wäre! Ein Land, wo ihr euch so richtig was gönnen könntet, jedes Mal auswärts essen, nen schickes Hotel zum Ende leisten etc. etc. Einfach nochmal so richtig genießen! Und das bei extrem leckerem Essen.

Falls ihr aus irgendeinem Grund doch bei eurer Ursprungsroute bleiben wollt und/oder Costa Rica und Namibia absolutes Must sind, müsst ihr euch halt bewusst sein, dass das Wetter nicht überall immer gut sein wird und manchmal etwas ins Wasser fallen könnte. GschamsterDiener hat schon Südamerika im Frühling genannt. Dazu kommt, dass ihr in Patagonien eigentlich etwas zu spät dran sein könntet, sodass es euch evtl. einschneien könnte oder Wanderungen nicht mehr möglich sind, weil ÜN-Möglichkeiten nicht mehr offen haben. Auf jeden Fall also erst mal soweit in den Süden fliegen, wie ihr maximal wollt und euch danach hoch arbeiten, damit sichert ihr euch etwas ab.
Ein weiterer Punkt ist Indonesien, wofür ihr (zumindest wenn es Java und Bali sein sollen), eigentlich auch etwas spät dran seid. Uns hat es einmal Ende Oktober in Java komplett eingeregnet. Wenn ihr allerdings flexibel zwecks Inseln seid, bietet Indonesien ja ausreichend Auswahl und auf einige kommt man auch recht kostengünstig mit Inlandsflügen (andere sind eher nur mit teuren Flügen angeschlossen). z.B. sind wir damals gleich neben an auf Bali ausgewichen, da war es zwar auch nicht perfekt, aber sehr viel besser. In Papua/Raja Ampat wäre Beginn der Saison, also evtl. besseres Wetter, allerdings sind dorthin die Inlandsflüge recht teuer.
Einen ganz einfachen Tausch würde ich auf jeden Fall vornehmen - und das ist, Kambodscha zuerst und Vietnam danach. Denn Nord-Vietnam und Zentral-Vietnam kann im Dez/Jan sehr kühl, nebelig und regnerisch sein. Schau mal auf meinem Blog wenn du magst - wir waren im Jan 2018 dort und sind nach dem Muss-Programm in den Süden geflüchtet. Danach haben wir uns wieder hochgearbeitet und ab Hoi An wurde es wieder schlecht. Also vielleicht ingesamt eher auf Südvietnam fokussieren und dafür ein Stück Laos noch dazu einplanen? Wäre eine Möglichkeit, wenn die Halong-Bucht kein Muss ist.
Costa Rica ist dann auch nicht wirklich ideal im Mai, aber das habt ihr ja selbst schon gesehen.

Wie ihr selbst schon gesagt habt, ist es schwierig (eigentlich unmöglich), alle eure Ziele innerhalb des vorgegebenen Zeitrahmens so unterzubringen, dass ihr überall zur besten Reisezeit seid. Insofern würde ich einfach priorisieren... Hier noch ein paar Ideen/Anmerkungen:
- Wenn Indonesien und Patagonien wichtig sind, früher starten oder Namibia weglassen. Indonesien im September und Patagonien im Februar wäre sehr viel idealer. (Dann verschlechtert sich der Rest Südamerikas halt im Gegenzug, aber der ist vorher wie gesagt auch suboptimal).
- Namibia könntet ihr evtl. sonst auch ganz am Ende anhängen - dann gibts halt nicht wirklich tolle Strand-Chill-Möglichkeiten in der Nähe.
- Wenn euch Peru und Bolivien wichtig sind - später starten (allerdings mit noch schlechterem Wetter in Indo und Patagonien - eigentlich nicht anzuraten), oder aber mehr Zeit lassen für Chile & Argentinien (Patagonien schnell abhaken so lange es noch geht, dann im Zentrum und Norden mehr Zeit verbringen. Oder aber einen Abstecher nach Uruguay/Brasilien einbauen. Irgendwie die Zeit füllen, sodass ihr eher erst im Mai in Bolivien seid.
- Für Bolivien plant doch unbedingt min. 4 Wochen - eines der tollsten Länder Südamerikas mit super Preis-/Leistungsverhältnis, was euch sicher nach Chile/Arg auch mal wieder gut tun wird (einfach mal langsamer reisen, mehr auswärts essen, bessere Unterkünfte gönnen etc.)
- Für Patagonien könntet ihr euch überlegen, für die paar Wochen in Schlafsäle zu gehen. DZ sind sehr teuer, manchmal findet man über AirBnB was Annehmbares - aber das ist dann ein kleines einfaches Zimmer bei jemandem zuhause ohne eigenes Bad oder so. Und das muss man auch mögen, in einer Wohnung von jemand anders. Wir haben es oft gemacht, aber fanden es nicht immer toll. Wir haben halt sehr sehr viel im Zelt übernachtet, aber ich nehme mal nicht an, dass ihr bei eurer Route eines mitnehmt (würde eh keinen Sinn machen). Kommt aber natürlich darauf an, wie viel Zeit ihr echt in Patagonien verbringt, oder doch in Zentral/Nord Chile/Argentinien. Je weiter in den Norden, desto günstiger wird's wieder.

So, ich glaube das war's mal mit meinem Brain Dump ;) Fragt, wenn ihr Fragen habt!
0

Svenja

« Antwort #3 am: 10. Juli 2020, 22:08 »
Astrid meinte ja schon, dass Laos eine gute Idee sein könnte und ich muss absolut zustimmen! Ich war dieses Jahr in Thailand, Kambodscha und Laos und bin ganz begeistert von Laos (hab da auch einen sehr begeisterten Blogbeitrag zu verfasst). In ein paar Jahren werden dort wagrscheinlich auch viel mehr Touris unterwegs sein als jetzt, aber aktuell ist es noch sehr anders vom Reisen her als die anderen Länder der Region (noch kein Pauschaltourismus, mehr Backpacking).
Vietnam, Kambodscha, Laos und Thailand lassen sich auch sehr gut über Land verbinden, da braucht ihr nicht fliegen (verbringt dann aber dementsprechend Zeit in Bussen).
0

Nixie

« Antwort #4 am: 11. Juli 2020, 14:38 »
Ganz lieben Dank schon mal für eure schnellen und ausführlichen Antworten.  :)
Wir hatten auch überlegt, die Route quasi rückwärts zu bereisen, das wäre ja sehr ähnlich zu euren Vorschlägen. Allerdings haben wir bisher nicht so viel Backpack Erfahrung und dachten, SOA am Anfang ist da vielleicht besser geeignet als Südamerika, weil angeblich einfacher zu bereisen. Wie seht ihr das? Wobei ich das Argument, dass wir uns in SOA am Ende dann auch mal was gönnen könnten, auch nicht schlecht finde  :D

Das wir definitiv Abstriche beim Wetter machen müssen, ist uns klar, von daher ist der Vorschlag mit dem Priorisieren nicht verkehrt denke ich, allerdings ist das auch sehr verteilt  ;D Prio würde für uns wohl auf Namibia (das würden wir auch ungern rausnehmen), SOA (Thailand, Vietnam & Indonesien), Neuseeland und Chile/Patagonien liegen.

Da müssen wir wohl doch nochmal die Köpfe zusammenstecken.

0

Beate

« Antwort #5 am: 11. Juli 2020, 14:57 »
Ich möchte hier nur von den Ländern schreiben, die ich kenne:
Für Namibia ist die beste Reisezeit zwischen April und Oktober. Wobei es dort sowieso nur selten regnet. Aber wenn, dann muss man halt aufpassen, weil ein ansonsten trockenes Flusstal innerhalb kürzester Zeit zum reissenden Strom wird, und dann kurz drauf schon wieder trocken ist.

Für Patagonien (Chile/Argentinen) kommt eigentlich nur ab ca. Mitte Dezember bis Ende Februar infrage, Januar ist der beste Monat, allerdings Hochsaison und Schulferien.

Das nördliche Argentinien (und Bolivien) hingegen ist besser zu bereisen zwischen April und September. Im dortigen Spätsommer (Februar, März) gibts oft, allerdings nicht jedes Jahr, schlimme Regenfälle, mit weggespülten Strassen, Schlammlawinen, etc.

Wie Ihr das dann alles terminlich auf die Reihe bekommen wollt, das weiss ich allerdings nicht.  ;D


0

GschamsterDiener

« Antwort #6 am: 11. Juli 2020, 15:02 »
Wir hatten auch überlegt, die Route quasi rückwärts zu bereisen, das wäre ja sehr ähnlich zu euren Vorschlägen. Allerdings haben wir bisher nicht so viel Backpack Erfahrung und dachten, SOA am Anfang ist da vielleicht besser geeignet als Südamerika, weil angeblich einfacher zu bereisen. Wie seht ihr das?

Das galt, wenn überhaupt, vielleicht vor 20 Jahren. Mittlerweile existiert in weiten Teilen von Südamerika ein gut ausgetretener Touristenpfad mit entsprechender Infrastruktur. Und Peru, Bolivien und Patagonien sind Backpackerhotspots. SOA ist sicherlich noch einfacher, da muss man häufig gar nicht mehr nachdenken (z.B. Shuttle-Busse von Hostel zu Hostel in Vietnam), aber das ist wirklich kein Grund, deswegen die Hälfte der Reise im Regen zu verbringen.

Generell ist individuelles Reisen in weiten Teilen Asiens und der Amerikas einfacher und sicherer, als man es sich im Vorhinein vorstellen kann. Insbesondere, wenn man aus einem eher ängstlichen Kulturkreis kommt.
2

Vombatus

« Antwort #7 am: 11. Juli 2020, 15:19 »
In ein paar Jahren werden dort wagrscheinlich auch viel mehr Touris unterwegs sein als jetzt, aber aktuell ist es noch sehr anders vom Reisen her als die anderen Länder der Region (noch kein Pauschaltourismus, mehr Backpacking

... interessant, das hatte ich vor zehn Jahren auch gesagt/gedacht und darum vermutet, dass sich in Laos schon viel verändert hat. Damals waren bereits viele große chinesische Großprojekte (Straßen, Brücken, Stauseen) am Start.
0

Knud65

« Antwort #8 am: 11. Juli 2020, 17:11 »
Ich bin auch von Afrika nach Südamerika gefahren und dann östlich weiter bis SOA und hatte keine Probleme mit der Infrastruktur in Südamerika und als Backpacker unterwegs zu sein. Habe mich dort nur an die lokalen Empfehlungen gehalten, die mir von den Hotels/Hostels und anderen Reisenden mitgegeben wurden. Das gilt aber auch für SOA, was aber weniger sind.

Insofern, kann ich eine Reise von Afrika nach Südamerika nur empfehlen.
0

dirtsA

« Antwort #9 am: 13. Juli 2020, 09:24 »
Zitat
Das wir definitiv Abstriche beim Wetter machen müssen, ist uns klar, von daher ist der Vorschlag mit dem Priorisieren nicht verkehrt denke ich, allerdings ist das auch sehr verteilt  ;D Prio würde für uns wohl auf Namibia (das würden wir auch ungern rausnehmen), SOA (Thailand, Vietnam & Indonesien), Neuseeland und Chile/Patagonien liegen.
Dann macht es doch so, wie von GschamsterDiener vorgeschlagen, dann klappt das alles besser. Namibia dann halt evtl. vor Südamerika anhängen. Evtl. ist es billiger, wenn ihr dann von eurer Heimatstadt einen return Flug nach Namibia bucht und danach von der Heimatstadt weiter nach Südamerika. Müsstet ihr halt vergleichen. Namibia ist halt nicht so gut an Südamerika angebunden. Dann würde ich allerdings Namibia im August machen und mit Peru dann im September starten. Sonst wird das mit Peru im Oktober und Bolivien im November schon wieder etwas zu spät für diese 2 Länder. Uns hat es im Oktober leider ziemlich eingeregnet in Bolivien, da war die Regenzeit ein paar Wochen früher dran als normalerweise. Das kann halt auch passieren.
Solltet ihr ein paar Monate mehr Zeit haben, könntet ihr euch überlegen, den Afrika-Teil auf 3 Monate auszudehnen und von Johannesburg aus mit Auto und Dachzelt zu starten, zuerst quer durch Südafrika, dann hoch nach Namibia, rüber nach Botswana und nach Joburg zurück. Ginge gut in 3 Monaten. Vorteil wäre, dass 4x4 mit Dachzelt in Südafrika günstiger sind und ihr Afrika halt intensiver erleben könntet, anstatt nur 1 Land raus zu picken und dafür diesen weiten Abstecher in Kauf zu nehmen.
Also idealerweise dann Juni-August Afrika, Sept-Dez Südamerika,... etc. Costa Rica würde ich in dem Fall aber echt weglassen, das lässt sich sooo einfach in einem normalen Urlaub machen und wäre nur sehr kompliziert und teuer in eure Route einzubinden.

Ich bin damals meine 1. Weltreise auch in Zentralamerika gestartet. Fand es jetzt nicht viel schwieriger als SOA - man muss halt sicherheitstechnisch etwas mehr aufpassen. Aber das ist eigentlich v.a. eine Sache von "common sense" und ein Stück weit Glück/Pech. Dafür wird es dann umso genialer, wenn ihr am Ende in SOA ankommt: nach Neuseeland auf einmal alles super günstig und leistbar, alles super easy zu organisieren etc. Das ist am Ende einer Reise, wenn man vielleicht etwas reisemüde ist, echt, echt angenehm kann ich euch versprechen! :) Hat also dahingehend echt auch einen Vorteil, als wenn man am Ende der Reise in Südamerika in Patagonien ist, sich evtl. mit Sturm und schlechtem Wetter herumschlagen muss, in der windigen Hostelküche mit schlechter Ausstattung selbst kochen, immer im Voraus buchen und planen, weil sonst Busse und günstige Unterkünfte voll sind etc. Am Anfang ist einem das noch eher egal, sieht man das als Abenteuer, stürzt sich da hinein,... Am Ende eine Reise kann es evtl. ein Nerv-Thema werden ;) Das jedenfalls meine Erfahrung! :)
0

Railjeter

« Antwort #10 am: 13. Juli 2020, 13:37 »
Das wir definitiv Abstriche beim Wetter machen müssen, ist uns klar, von daher ist der Vorschlag mit dem Priorisieren nicht verkehrt denke ich, allerdings ist das auch sehr verteilt.
Insbesondere die Reisezeit in Patagonien würde ich überdenken, denn wie schon die Reisezeiten-Tabelle zeigt, ist der geplante Aufenthalt in einer nicht optimalen Zeit und gerade in Patagonien halte ich eine optimale Reisezeit für wesentlich.
Zumindest sollten die Wetterkapriolen El Nino 2021 kein Thema sein.
Wir waren Mitte November 10 Tage in Patagonien und hatten optimales Wetter. Freunde waren 3 Wochen später unterwegs (anderes Jahr) und hatten tagelang Regen, Sturm und Kälte. Sicher ist Jänner-Februar die beste Zeit, allerdings sind da in Chile/Argentinien die Ferien und dementsprechend ausgebucht sind die doch eher wenigen Quartiere. Insbesondere wenn man im TdP Nationalpark übernachten möchte.
0

dirtsA

« Antwort #11 am: 13. Juli 2020, 13:52 »
Für Torres del Paine muss man sowieso 6 Monate vorher buchen, oder hoffen, flexibel sein und Glück haben (so haben wir es gemacht ;D). Da ist es egal ob November oder Januar. Sowieso kann ich empfehlen, für Patagonien genug Zeit einzuplanen um ein bisschen Buffer zu haben und auch mal 2-3 Tage abwarten zu können, wenn das Wetter nicht mitspielt.

Wir haben ab Anfang November Chile/Argentinien im criss-cross gen Süden bereist. Ab 21. Nov waren wir im chilenischen Seengebiet (Pucon), wo meines Erachtens Patagonien anfängt. Am 16. Januar haben wir Patagonien von Ushuaia aus verlassen. Das Wetter war überall bis auf wenige Ausnahmen TOP. Aber wir hatten natürlich auch mal einen grauen Tag hier und da, eine Aussicht, die nebelverhangen war etc. Aber definitiv keinen tagelangen Regen. Da haben deine Freunde extrem seltenes Pech gehabt @Railjeter. Schade, aber das kann man natürlich in keiner Region der Welt ausschliessen, dass so was mal passiert.
Wenn ihr am Anfang der Saison reist, würde ich (so wie wir damals) Nord > Süd machen, wenn am Ende der Saison, umgekehrt (sollte logisch sein, aber ich schreibe es zur Sicherheit) :)
Ausserdem solltet ihr flexibel sein und immer die lokalen Wetter-Websiten im Auge behalten. Damit haben wir alles ziemlich gut so planen können, dass es fast überall super gepasst hat!
0

Beate

« Antwort #12 am: 13. Juli 2020, 14:14 »
Wie ich ja oben schon geschrieben habe, ist für Patagonien die beste Reisezeit zwischen Dezember und Februar.

Railjeter, wie meinst Du das:?
""Zumindest sollten die Wetterkapriolen El Nino 2021 kein Thema sein."""

Meine genannte Befürchtung war nicht der El Nino, sondern der sog. "Bolivianische Winter". Wir haben das einmal erlebt, wünsche ich niemanden. Auch Bekannte von mir sind mal da reingekommen und sind tagelang festgesessen, da die Strassen überschwemmt und weggespült waren.


0

Railjeter

« Antwort #13 am: 13. Juli 2020, 15:14 »
Railjeter, wie meinst Du das:?
"Zumindest sollten die Wetterkapriolen El Nino 2021 kein Thema sein."

Ich meine das unten beschriebene Wetterphänomen
https://www.planet-wissen.de/natur/klima/klimaforschung/pwieelniodasunheilkommtzuweihnachten100.html
0

Beate

« Antwort #14 am: 13. Juli 2020, 17:04 »
Jaja, ich weiss schon was El Nino ist.  ;D
Ich wollte nur noch klarstellen, dass das ein anderes Wetterphänomen ist als der von mir befürchtete "Bolivianische Winter".

0

Tags:
 

Diese Webseite verwendet Cookies. Hier erfahrt ihr alles zum Datenschutz
OK