Thema: Hybrid oder "normaler" Backpack  (Gelesen 1601 mal)

Pinsello

« am: 26. Februar 2020, 18:27 »
Hallo zusammen,

In der Zwischenzeit steht meine Reiseroute und nun geht es an die Planung bezüglich Gepäck und vielem anderen.
Beim Backpack stellt sich mir gerade eine Frage welche ich nicht restlos beantworten kann, daher hoffe ich auf Inputs von Euch.
Ich habe von einem Freund einen Hybrid Trolley von Kathmandu zum testen bekommen, was mich ins Grübeln brachte welche Variante denn nun die richtige ist. Der Trolley ist sicherlich nicht geeignet um diesen mehrere Stunden am Stück auf dem Rücken zu tragen, hat aber den Vorteil, dass er auf festem Untergrund nicht getragen werden muss.

Meine Reise wird wie folgt aussehen.
Start für 3 Wochen in Thailand (ein paar Tage Bangkok und danach Koh Phangan)
ca 2.5 Monate Australien (mit einem Camper)
2 Wochen Cook Islands
ca 1.5 Monate Neuseeland (mit einem Camper)
Bis hierhin mache ich mir überhaupt keine Sorgen, dass ich mit dem Hybrid Trolley zurecht komme, da ich zumeist einen fahrbaren Untersatz habe in welchem der Backpack gelagert wird. Für Ausflüge habe ich meinen Daypack dabei.

Danach geht es für etwas mehr als 6 Monate nach Südamerika, von Argentinien über Patagonien, Chile, Osterinseln, Peru, Ecuador, Galapagos nach Kolumbien.
Hier werde ich mit öffentlichen Verkehrsmitteln, sprich primär mit Bussen unterwegs sein.
Ich stelle mir dies in etwa so vor, dass ich mit dem Bus von A nach B fahre und dort eine Unterkunft suche, teilweise auch schon voraus gebucht. Ausflüge würde ich dann von der Unterkunft her mit dem Daypack machen.
Würde bedeuten, dass ich den Trolley eigentlich kaum mal auf einem längeren Fussmarsch dabei habe.
Da ich allerdings selbst noch nie in Südamerika unterwegs war, bin ich mir nicht sicher ob ich mir dies nicht zu einfach vorstelle.

Haltet Ihr es für realistisch, davon auszugehen dass der Backpack praktisch immer in der Unterkunft ist, wenn ich wandern gehe?
Ich habe nicht vor Mehrtageswanderungen zu machen. Sprich, meine Wanderungen sollen am selben Ort enden, von welchem aus ich auch gestartet bin. Zu 100% ausschliessen kann ich dies aber trotzdem nicht.

Mir ist bewusst, dass es kein Richtig oder Falsch gibt bei dieser Frage. Allerdings würde ich mich über ein paar Inputs sehr freuen.

Freue mich auf Eure Antworten

Gruss
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Marla

« Antwort #1 am: 26. Februar 2020, 19:28 »
Ich schwöre auf meinen Hybrid. Seit 6,5 Jahren, in allen Kontinenten damit gereist, insbesondere Südamerika. Du bist damit natürlich in der Minderheit als Backpacker, aber mich stört das nicht. Irgendwie trotzdem noch cooler als Koffer ;)

Auf dem Rücken getragen hab ich ihn selten. Die letzten Tage erst wieder, weil der Griff zum Ausziehen kaputt gegangen war. Aber den habe ich gestern erfolgreich reparieren lassen, zum Glück.

Wie du schon sagst, mehrere Stunden auf dem Rücken zu tragen, geht im Grunde nicht, dafür ist auch das Eigengewicht inkl. Rollen zu hoch. Aber nach meiner Erfahrung kann man fast überall rollen.
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Marla

« Antwort #2 am: 26. Februar 2020, 19:32 »
Übrigens, mehrtägige Wanderungen mit normalem großen Backpack stelle ich mir auch schon blöd vor. Aber meistens kann man den doch im Hostel lassen, wohin man wieder zurück kommt, oder?

Letztendlich kann dir die Entscheidung niemand abnehmen. Viele hier im Forum reisen mit Rucksack, der als Handgepäck durchgeht. Es kommt hauptsächlich darauf an, wie viel du mitnehmen möchtest.
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Marla

« Antwort #3 am: 29. Juli 2021, 20:08 »
Ich schwöre auf meinen Hybrid. Seit 6,5 Jahren, in allen Kontinenten damit gereist, insbesondere Südamerika. Du bist damit natürlich in der Minderheit als Backpacker, aber mich stört das nicht. Irgendwie trotzdem noch cooler als Koffer ;)

Auf dem Rücken getragen hab ich ihn selten. Die letzten Tage erst wieder, weil der Griff zum Ausziehen kaputt gegangen war. Aber den habe ich gestern erfolgreich reparieren lassen, zum Glück.
Langsam heißt es Abschied nehmen... nach 8 Jahren und 34 Ländern zusammen (ich hab gerade zu viel Zeit) :) Der Ausziehgriff funktioniert nach der Reparatur immer noch super, aber jetzt lösen sich die Rollen auf. Ich kann mich zwar mit einer inzwischen perfektionierten Duck-Tape-Technik noch über diese Reise retten. Aber anschließend brauche ich definitiv einen neuen.

Daher meine Frage: Könnt ihr mir was empfehlen? Es sollte unbedingt wieder ein Hybrid (Kofferrucksack) sein. Mein alter ist der Osprey Sojourn 60. Aber da ich in den letzten Jahren eher wieder minimalistischer unterwegs bin (aktuell reise ich mit 12 Kilo im Hauptgepäck), möchte ich mich verkleinern. Also 45 bis 50 Liter denk ich. Es gibt, wie ich gesehen habe, einen Osprey Sojourn 45, aber anscheinend nicht in Deutschland. Wichtig ist, dass er sich gut als Rollkoffer benutzen lässt, denn so nutze ich ihn zu 99 %. Für den Fall der Fälle sollte die Tragefunktion allerdings auch nicht total unbequem sein. Schön wäre eine Rucksack-Optik, damit man im Hostel nicht so auffällt ;)
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waveland

« Antwort #4 am: 09. August 2021, 09:37 »
Ich habe seit 5 Jahren einen Osprey Ozone 46 und bin super zufrieden damit, finde ich perfekt für fast alle Reisen. Der ist genau am oberen Ende was noch als Handgepäck im Flieger durchgeht. Bei interkontinentalen Flüge oder innerhalb Europas gab es als Handgepäck nie ein Rückfrage oder Problem, bei ein paar Inlandsflügen mit kleineren Maschinen auf den Philippinen und in Panama habe ich ihn halt eingecheckt, was aber auch bei einem etwas kleineren Gepäckstück nötig gewesen wäre.

Allerdings hat der Ozone 46 keine Rucksackfunktion. Ich hatte vor diesem irgendein Billigmodell schon mit Rucksackträger, aber diese praktisch nie benutzt, weil ich eh noch meistens einen Tagesrucksack dabei habe und dann man eh besser ein Gepäckteil nur rollt oder mal einen kurzes Stück trägt.

Der Ozone ist mit 2kg relativ relativ leicht und 14kg insgesamt kann man leicht mal am Handgriff eine Treppe hochtragen. Bzgl. deines optischen Auftritts im Hostel würde ich mir keine Sorgen machen und ansonsten würde ich lieber auf die Rucksackfunktion verzichten und sonst keine Abstriche machen.
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Marla

« Antwort #5 am: 09. August 2021, 10:51 »
Danke dir! Es soll aber wirklich ein Hybrid sein. Mir geht es wie dir, in der Regel ziehe ich ihn. Und klar kann ich 14 kg auch Treppen hochtragen. Aber ich hatte in 8 Jahren schon 3-4 Situationen, wo es echt mit Ziehen nicht gegangen wäre, mehrere Kilometer im tiefsten Sand z.B. Deswegen möchte ich darauf nicht verzichten.

Aktuell tendiere ich dazu, das gleiche Modell noch mal zu kaufen, wenn ich hier keine anderen Tipps bekomme bzw. nichts weiter finde. Die Größe bei dem 60 l Modell hat mich eigentlich auch nie gestört. Es ist mehr was psychologisches, wenn ich 60 l statt 45 oder 50 habe, neige ich dazu, mehr einzupacken. Aber dann muss ich mich da einfach zusammenreißen.

Trotzdem danke für deinen Tipp, vielleicht hilft er ja anderen. Mir ist z.B. das mit Handgepäck überhaupt nicht wichtig, aber ich weiß, dass viele darauf echt Wert legen.
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