Thema: Bustickets Mexiko - wirklich so teuer?  (Gelesen 1060 mal)

weltweitnah

« am: 08. Februar 2020, 14:30 »
Hallo! :)

Kaum in Mexico City angekommen geht es auch schon weiter. Wollten uns eigentlich ein Auto für ein paar Tage mieten, waren jetzt aber zu spät dran. 🙈

Also geht es mit dem Bus von CDMX nach San Miguel de Allende, San Luis Potosi, Ciudad Valles.

Ich bin allerdings sehr erschrocken, wie hoch die Preise für die Busse sind! Die Strecke nach SMDA kostet uns pro Person 465$, umgerechnet 23€ für 3,5 Stunden?! Gut, ist ein 1st Class Bus (Primera Plus), hätte auch einen 2nd Class für 6€ weniger gefunden (Pegasso), fährt halt bisschen länger (was kein Problem wäre, wir haben ja Zeit und für so kurze Strecken können wir auch gut auf jeglichen Komfort verzichten, solange es sicher ist), wollten uns jetzt aber erst einmal ins neue Land bzw. Kontinent „eingrooven“ und ein angesehenes Busunternehmen wählen, wo wir die Tickets vorab online buchen konnten. Samstag und so.

Die Strecke Ciudad Valles per zehnstündigem Nachtbus zurück nach CDMX kostet sogar 999$, pro Person (habe online nur ein Unternehmen gefunden: ETN).  :o

Hat uns doch ein wenig überrascht, dachte, die Transportkosten ließen sich gut mit Südostasien vergleichen, was ich bisher so gelesen hatte.

Sind das die üblichen Preise für Mexiko - oder dann gar Zentral- und Südamerika?

Oder irgendwelche Tipps für uns Newbies? Günstige, aber sichere Busunternehmen, die man halt nicht online buchen kann sondern womöglich einfach kurz vor Abfahrt aufkreuzt? Oder wie läuft das hier so? Speziell Mexiko, aber gerne auch Erfahrungen zu Guatemala oder Nicaragua.
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Jef Costello

« Antwort #1 am: 08. Februar 2020, 15:05 »
Klingt ganz normal. Preise kann man gut mit rome2rio vergleichen.

In Zentralamerika könnt ihr mit den Chicken Busses fahren, die sind dann natürlich sehr günstig. Es gibt aber auch viele Shuttles, die sind dann doppelt so teuer und für einige Routen mmn. Pflicht.

In Südamerika sind Kolumbien, Ecuador, Bolivien günstig. Peru, Chile, Argentinien und Brasilien sind etwas teurer.
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Marla

« Antwort #2 am: 08. Februar 2020, 15:21 »
Yep, wie Jef schon sagt. In Mexiko ist Transport teuer. Wenn ihr Zeit habt und euch Komfort nicht so wichtig ist, könnt ihr die 2. Klasse Busse nehmen. Die fand ich auch nicht viel schlechter als die 1. Klasse (hab die genommen wo es kein 1. Klasse gab). Sind nur etwas älter und haben keine Steckdosen, Sitze sind aber auch meist genauso bequem. Aber klar, richtig billig sind die auch nicht im internationalen Vergleich.

In Punkto Sicherheit hab ich auch keinen Unterschied festgestellt. Das hängt wenn dann an der Strecke, nicht an der Klasse. Z.B. gilt der direkte Weg von Palenque nach SC als unsicher.

Verbuchen fand ich ich nie nötig, einfach hin, Ticket kaufen und los. Wochenende oder nicht hat bei mir keinen Unterschied gemacht. Nur auf beliebten Strecken, wo es nur wenige Busse pro Tag gibt, am besten ein, zwei Tage vorher kaufen.
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Marla

« Antwort #3 am: 08. Februar 2020, 15:44 »
Klingt ganz normal. Preise kann man gut mit rome2rio vergleichen.

In Zentralamerika könnt ihr mit den Chicken Busses fahren, die sind dann natürlich sehr günstig. Es gibt aber auch viele Shuttles, die sind dann doppelt so teuer und für einige Routen mmn. Pflicht.
Auf welchen Routen meinst du? Ich hab bisher immer gute Erfahrungen mir Chicken Bussen gemacht. Selbst wenn man häufig umsteigen muss, dauern die trotzdem nicht viel länger (Anschluss fährt direkt los) und unbequemer als Shuttles fand ich die auch nicht. Und ich bin mit großzügigem Budget unterwegs. Wenn es irgendwo richtige Busse gibt, nehme ich immer die.

Zitat
In Südamerika sind Kolumbien, Ecuador, Bolivien günstig. Peru, Chile, Argentinien und Brasilien sind etwas teurer.
Kann ich bestätigen. Bei letzteren etwa mexikanisches Preisniveau, wenn ich das richtig in Erinnerung hab.

Da ich in Mexiko bisher noch nicht mir Nachtbussen gefahren bin, eine kleine Frage meinerseits: Sind die vom Komfort z.B. mit Argentinien vergleichbar? Kann man auch zwischen Cama und Semi Cama wählen?
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weltweitnah

« Antwort #4 am: 08. Februar 2020, 15:53 »
So wie ich das rauslese, ist Mexiko also im Vergleich zu den anderen genannten Ländern am teuersten? Die teuren Länder Südamerikas (Chile, Argentinien, Brasilien) werden wir eh nicht bereisen.

Auf rome2rio habe ich eh immer bisschen geguckt, da sind mir eben die Unterschiede zwischen 1st und 2nd Class aufgefallen. Aber ohne die jemals gesehen zu haben, fiel mir die Entscheidung schwer. Deshalb lieber auf Nummer sicher für den ersten Transport. :) Gut, dass man auch hier einfach aufkreuzen kann, vorbuchen ist nicht so unser Ding.

An welche Strecken hattest du da gedacht @Marla, die beliebt sind und trotzdem nur wenig frequentiert? Damit ich das im Hinterkopf behalten kann.

Woran erkenne ich Chicken Busses bzw. woher weiß ich, wann und wo die genau abfahren, wo sie hinfahren? Gibt es da auch Terminals wie in SOA und ich einfach den nächstbesten Menschen anquatsche und dann zum richtigen Fahrzeug gelotst werde (egal ob Bus, Van, Songtheaw, Jeepney etc.)? :D
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Marla

« Antwort #5 am: 08. Februar 2020, 17:29 »
An welche Strecken hattest du da gedacht @Marla, die beliebt sind und trotzdem nur wenig frequentiert? Damit ich das im Hinterkopf behalten kann.
Bisher war das bei mir nur Campeche - Palenque (hier mussten Freunde von mir einen Tag länger bleiben als geplant, weil der Bus einen Tag vorher schon ausgebucht war) und evtl. noch Palenque - San Cristobal.

Zitat
Woran erkenne ich Chicken Busses bzw. woher weiß ich, wann und wo die genau abfahren, wo sie hinfahren? Gibt es da auch Terminals wie in SOA und ich einfach den nächstbesten Menschen anquatsche und dann zum richtigen Fahrzeug gelotst werde (egal ob Bus, Van, Songtheaw, Jeepney etc.)? :D
Die erkennst du sehr leicht, das sind alte ausrangierte US-Schulbusse, im Innenraum umgestaltet und häufig bunt angestrichen. Ob es Terminals gibt, hängt davon ab, wie groß der Ort ist. Auch sonst gibt es meist einen zentralen Abfahrplatz. Kannst die aber auch an der Straße anhalten, wenn du weißt, dass es der richtige Bus ist.
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Marla

« Antwort #6 am: 08. Februar 2020, 17:32 »
Eigentlich steht das Ziel (die Ziele) wie bei anderen Bussen vorne dran, aber zusätzlich noch den Busfahrer zu fragen, kann nicht schaden. Hier in El Salvador haben die Buslinien auch Nummern, das hab ich aber anderswo noch nicht gesehen. Feste Fahrpläne gibt es nicht, aber meistens fahren die sehr regelmäßig.

Ansonsten einfach alle Auskünfte im Hostel vor Ort einholen :(
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Marla

« Antwort #7 am: 08. Februar 2020, 17:35 »
Ach ja, und natürlich kannst du im Terminal oder überhaupt im Ort jeden Menschen fragen, wo der Bus nach XY abfährt, es sind eigentlich immer alle sehr freundlich und hilfsbereit.
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Vombatus

« Antwort #8 am: 08. Februar 2020, 17:48 »
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ich selten einen Sitzplatz bekommen habe. Dann stehend oder gebückt stehend, mit voller Lotte Musikbeschallung + TV, ständige Stops, ... nach 1 Stunden willst du in so einem Fall nur noch raus. Großes Gepäck von anderen wurde auch mal wegen Platzmangel an anderem Ort verstaut. Eine Erfahrung ist es auf jeden Fall, vor all m, wenn dann tatsächlich noch Hühner und Ziegen mitfahren.

Würde Chickenbuss nur für Kurzstecken nützen und wenn ich jemand habe, der weiß wann und wo rein und raus, für welchen Preis. Oder wenn du gutes spanisch sprichst.

Fand die Buspreise in Mexiko auch hoch, habe dann aber auch was bekommen fürs Geld. Bin dann allerdings meist auch längere Strecken unterwegs gewesen.
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Marla

« Antwort #9 am: 09. Februar 2020, 01:15 »
Hm, kann ich so nicht bestätigen. Hab mit Chicken Bussen aktuell gute Erfahrungen gemacht in Guatemala und El Salvador. Gestanden hab ich bisher nicht. Gepäck hatte ich auch immer direkt bei mir, und ich hab jetzt auch nicht ganz wenig dabei.

Gestanden hab ich früher mal je einmal in Panama und Nicaragua. Muss man halt im Notfall in Kauf nehmen. Kommt auch darauf an, welche Strecke und wo man einsteigt. Wo raus ist doch heutzutage kein Problem mehr dank maps.me oder Google offline Maps. Aber du hast schon recht, je mehr Spanisch man spricht umso wohler fühlt man sich. Wobei ich auch hier viele Leute treffen, die ohne Spanisch (ausschließlich) Chicken Bus fahren.

Gegen Shuttles spricht m.E. wie gesagt, dass sie häufig länger brauchen, um die Leute einzusammeln, man unflexibel ist und eigentlich immer gedrängt sitzt. Und sich in einer Touri-Blase bewegt. Auch wenn es heißt, dass der Shuttle direkt ist, muss man in Guatemala z.B. mehrfach von einem Van in einem anderen steigen.

Hühner und Ziehen ist auch eher selten :) Musik ist häufig aber nicht immer, Lautstärke fand ich jetzt nicht schlimm, sondern genau richtig. einmal gab es sogar einen Fernseher und es wurde ein Film gezeigt :) Wann und wo waren denn deine Chicken Bus Erfahrungen, Vombatus?

Letztendlich muss das jeder für sich selber entscheiden. Budget spielt auf jeden Fall eine Rolle. Einfach mal ausprobieren, würde ich sagen.
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Marla

« Antwort #10 am: 10. Februar 2020, 16:04 »
Also geht es mit dem Bus von CDMX nach San Miguel de Allende
Wie findet ihr SMdA? Ist schon sehr touristisch, oder? Ich stelle es mir recht amerikanisch vor, und seit Yucatán versuche ich solche Orte eigentlich zu meiden. Ich will aber auf jeden Fall nach Guanajuato und könnte von da aus einen Tagesausflug nach SMdA machen. Auch wenn es bei mir noch eine Weile hin ist (Mitte März ca) würde ich mich freuen von euren Erfahrungen zu hören.
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weltweitnah

« Antwort #11 am: 10. Februar 2020, 18:23 »
Hm, wir haben ja ehrlich gesagt noch keinen Vergleich, weil es unser erstes Ziel (abseits von Mexico City) ist.

Waren davor noch nie in Mexiko, Mittel- oder Südamerika. :)

Wir sind gestern den halben Tag durch die Stadt spaziert, Aussichtspunkt etc. und haben erst am Hauptplatz um die Mittagszeit einige Amerikaner gesehen/gehört.

Es spricht hier sonst niemand Englisch... wir finden die Stadt wunder, wunderschön! Aber wie gesagt... wir haben keinen Vergleich. Tagesausflug reicht aber definitiv. :) Wir waren 2 Nächte hier, heute geht es weiter nach Ciudad Valles. Haben immer noch bisschen mit Jetlag zu kämpfen, weshalb wir es bisschen langsamer angehen möchten die ersten Tage.
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Marla

« Antwort #12 am: 10. Februar 2020, 18:28 »
Oh super, dann werde ich das doch machen als Day trip.

Dann erholt euch mal weiter von dem Jetlag, viel Spaß in Mexiko! Und wenn ihr noch Fragen zum Bus oder anderen Sachen habt, meldet euch.
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Marla

« Antwort #13 am: 20. Februar 2020, 18:27 »
Mich würde sehr interessieren, wie ihr Ciudad Valles und Umgebung fandet. Hab gerade mal überschlagen und glaube, das würde bei mir auch noch reinpassen. Also würde mich freuen, wenn ihr mal berichtet. Denn ale Leute, die ich bisher getroffen habe, sind nicht weiter nördlich als Mexiko City gekommen.

Ansonsten hoffe ich, dass euch Mexiko weiterhin gefällt :)
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weltweitnah

« Antwort #14 am: 21. Februar 2020, 04:03 »
Die Umgebung war wirklich schön, waren 3 volle Tage dort...

Leider ist mein Mann krank geworden, deswegen konnten wir nicht mehr alles sehen bzw. machen, was wir uns eigentlich vorgenommen hatten. Hat sich jetzt auch bis Oaxaca gezogen, wo wir ins Krankenhaus mussten.  :-\

Das Wochenende würde ich dort allerdings meiden, dann sind viele Locals unterwegs. Zumindest an den Orten, wo man leicht hingelangt. Andere ausländische Touristen haben wir keine getroffen.
Beim Highlight der Region, dem Tamul Wasserfall (dem Mirador, nicht bei der Bootstour) waren wir sogar komplett alleine. Die Umgebung war wirklich wie im Märchen oder Paradies. Wir haben selten so etwas schönes gesehen. Grüne Wiesen, ein ebenso grüner, glasklarer Fluss umsäumt von kleinen Blümchen. Am Ende dann mehrere große Becken (perfekte Abkühlung) und dann eben der 100 (?) Meter hohe Wasserfall. Wenn man dort ein Stücken weiter runterwandert kommt man ihm sogar näher als mit der Bootstour. Haben wir leider nicht gemacht, weil bei meinem Mann ab da das Fieber einsetzte.
Warum wir da alleine waren? Mag vielleicht am Straßenzustand liegen. Für 6 km haben wir etwas mehr als eine halbe Stunde gebraucht und dachten schon, wir sehen unseren Deposit nicht mehr. :D Ging dann aber alles gut.

Alles in allem war der Trip aber schon sehr teuer: Die ganzen Busfahrten dort hin. Dann um knapp 50€ den Nachtbus nach CDMX zurück. Und 50€ pro Tag für den Mietwagen. Zu zweit geht das ja, aber alleine würde ich eher eine Tour von San Luis Potosi aus buchen.

Die Cascadas de Tamasopo sind zwar per se natürlich, aber das Drumherum ist angelegt. Jedoch in einem positiven Sinne, es wird gepflegt, schöne Liege- und Sitzmöglichkeiten, kleine Brücken etc. konnten wir halt leider auch nicht ausnutzen. Wenn man nicht baden gehen möchte, lohnt es sich nicht wirklich.

El Puente de Dios ist auch schön, wieder was zum baden, nur in natürlicherer Umgebung. Hätte uns jetzt aber nicht so gereizt wie die Tamasopos. Kategorie: Ja, ganz nett. Sind da von SOA etwas verwöhnt.

Die Sotano de Golondrinas war sehr interessant. Haben noch nie so ein tiefes Loch gesehen. Und 1000e Schwalben, wenn man zur richtigen Uhrzeit dort ist.

Den Las Pozas Park hätten wir noch auf dem Radar gehabt, ließe sich gut mit der Höhle kombinieren... ließen wir aus genannten Gründen aus.

Ebenso die Wasserfälle noch weiter nördlich (Cascada de Minas Viejas und Cascada el Meco).
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