Thema: Route Simbabwe - Sambia - Malawi - Mosambik  (Gelesen 1175 mal)

dirtsA

« am: 21. April 2019, 15:45 »
Hallo zusammen,

Unsere Botswana/Namibia-Reise neigt sich dem Ende zu. Mehr dazu werde ich bei besserem Internet und mehr Zeit in meinem Thread berichten, und später natürlich auf meinem Blog wie immer.

Unsere Reise geht weiter...erst mit dem Bus nach Vic Falls, Simbabwe, dann wollten wir nach Sambia, Malawi und Mosambik.

Zeitrahmen: Sambia, Malawi je ca 2 Wochen.
Simbabwe und Mosambik sind etwas unklar. Sicher ist, dass wir den vom Taifun betroffenen Teil in Mosambik überspringen werden. Eigentlich war das gesamte Land von Nord bis Süd angedacht, in 1 Monat. Nun überlegen wir a) zwischen dem Norden und Süden zu fliegen (einige nicht ganz günstige Flüge) oder b) nur den Süden zu bereisen (von Tete aus nur 1 Flug Richtung Süden).
Bei Variante b) würden wir natürlich nur mehr so 2 Wochen für den Süden aufbringen. D.h. wir hätten evtl 2 Wochen für Simbabwe. Für Simbabwe hatten wir eigentlich nur 1 Tag in Vic Falls angedacht.

Hat jemand Anregungen / Tipps zur Route? Must sees etc?
Was meint ihr zu den Varianten?

Danke :)
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Knud65

« Antwort #1 am: 22. April 2019, 03:44 »
Hallo,

Zu Mosambik kann ich nichts sagen, aber ich war vor zwei Jahren an den Victoria Falls und ich war schwer beeindruckt davon. Ich habe mir die Victoria Fälle nur von der Seite Simbabwe angesehen und wenn ich nochmal dort wäre würde ich sie mir nun auch von der Seite anderen Seite ansehen wollen. War ich doch gerade bei den Igazu Wasserfällen und habe mir diese sowohl von Brasilien als auch von Argentinien angesehen und es waren unterschiedliche Eindrücke, was ich von den Victoria Fällen auch erwarten würde.

Dazu habe ich damals auch einen Hubschrauberflug über die Wasserfälle gemacht, was nicht ganz günstig ist, aber durchaus sehenswert. Allerdings würde ich diesen heute nochmal in den frühen Stunden (kurz nach Sonnenaufgang) oder kurz vor dem Sonnenuntergang machen, da dann das Licht für die Fotos besser ist.

Viel Spass und bin gespannt, was Du von Mosambik berichten wirst.

Gruss aus Vanuatu!
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dirtsA

« Antwort #2 am: 23. April 2019, 15:49 »
Danke! :)

Wir schauen uns auf jeden Fall beide Seiten der Wasserfälle an, das ist schon geplant! Ist ja jetzt mit dem KAZA Visum auch günstiger machbar, als früher.

Viel Spaß noch in Vanuatu, hoffe es gefällt! :)
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Kama aina

« Antwort #3 am: 23. April 2019, 22:29 »
War im Norden Mosambiks nicht das Bürgerkriegsgebiet?
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Moehli

« Antwort #4 am: 26. April 2019, 12:38 »
Bei den Victoria Falls würde ich auch beide Seiten mitnehmen. Lohnt sich.

In Sambia waren wir noch bei der Jungle Junction, eine kleine Lodge mit Campsite auf einer ziemlich abgelegenen Sambesi-Insel. Es gibt dort nicht viel zu tun, aber wir konnten zumindest in einem kleinen Dorf nebenan das afrikansiche Landleben kennenlernen.
Ansonsten waren wir noch in Lusaka (eher hässlich, aber der Markt war toll), in Chipata (auch hier ein schöner Markt) und im South Luangwa National Park. Die Tierwelt ist spektakulär, aber landschafttlich ist der Park nichts besonderes. Wenn ihr also inzwischen genug von Tieren habt, dann ist das kein Muss.
Eine weitere Überlegung war damals der Lake Kariba, aber mehr kann ich nicht dazu sagen.
Insgesamt waren wir 2 Wochen in Sambia ohne wirklich viel zu unternommen zu haben. Irgendwie mag ich das Land aber sehr  :)

Zu Mosambik kann ich leider nicht so viel sagen, außer dass es eine abenteuerliche Einreisemöglichkeit über Likoma-Island gibt, falls das für euch interessant ist.

Was wollt ihr denn in Malawi machen? Malawi hat nicht die spektakulären Highlights, aber ich fand es super, wie leicht man dort mit den Einheimischen in Kontakt kommt.
Mulanje Berge, Mushroom Farm/Manchewe Falls/Livingstonia, Nkhata Bay, Likoma Island, Monkey Bay, das waren für mich die schönsten Orte/Gegenden.
Während du in Sambia noch ganz ordentlich mit Bus bzw. Bahn voran kommst, dauert das in Malawi meistens ziemlich lang. Daher find ich 2 Wochen recht knapp, da man einfach viel Zeit in Minibussen verbringt (was anstrengend, aber auch sehr spannend ist.)


dirtsA

« Antwort #5 am: 27. April 2019, 08:50 »
Danke für deine Tipps Moehli!

Den Norden von Mosambik werden wir nach den letzten Zyklon-Berichten (Kenneth) auslassen, also wohl von Tete direkt in den Süden fliegen.

Simbabwe hat meinen Freund nicht so angesprochen, daher haben wir nur die Vic Falls angeschaut und sind jetzt auf der sambischen Seite. Etwas schwierig, Sambia individuell zu planen - überall nur wahnsinnig teure Touren und jeder scheint das zu machen. Backpackerpreis 300USD für 2 Tage!??
Ich denke, dass wir halt in Lusaka einen Stopp machen, und dann evtl nur noch den South Luangwa NP - da kann man wenigstens was leistbares vor Ort organisieren.
Lake Karina lacht uns jetzt erst mal nicht sooo an. Evtl doch noch Lower Zambezi NP, aber das ist alles mühsam/teuer.

Danke für die Malawi-Tipps, dafür werden wir uns dann wohl mehr Zeit nehmen, wenn wir gerade überall anders nur streichen ;)

Mal schauen, wie es so weitergeht! Werde dann berichten...
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Moehli

« Antwort #6 am: 29. April 2019, 16:13 »
Ja, Sambia kann leider ziemlich teuer sein. Auch die Lebensmittelpreise in den Supermärkten sind zum Teil heftig  :(
Lokale Märkte sind dagegen recht günstig.

Noch ein Wander-Tipps zu Malawi:
Hab in deinem Blog gesehen, dass ihr in SA ziemlich viel wandern wart.
Die Mulanje-Berge sind wirklich auch eine tolle Gegend, um eine Mehrtagestour zu unternehmen. Es gibt dort auch Berghütten (Selbstversorger). Außerdem gibt es gute Wandergelegenheiten bei Chitimba bzw. bei der Mushroom-Farm, allerdings eher mit Guide. Wir waren dort auf dem Mt. Chombe.
Sehr schön soll auch die Wanderung durch den Nyika National Park sein. Das haben wir damals aber leider aus Kostengründen gestrichen, auch wenn es uns sehr gereizt hat.

Moehli

« Antwort #7 am: 29. April 2019, 16:16 »
Mulanje Berge, Mushroom Farm/Manchewe Falls/Livingstonia, Nkhata Bay, Likoma Island, Monkey Bay, das waren für mich die schönsten Orte/Gegenden.

Ich meine übrigens nicht Monkey Bay, sondern Cape Maclear und den umliegenden Lake Malawi Nationalpark.

Wolfskin

« Antwort #8 am: 03. Mai 2019, 09:26 »
Ein Tag Victora Falls wäre mir definitiv zu wenig. Wir werden uns mehrere Tage aufhalten um die Falls und den NP entsprechend erleben zu können. So haben wir auch Wanderungen entlang des Crest geplant, sowohl in Simbabwe als auch in Sambia. Und dann noch eine Bootstour am Sambesi um die Falls auch von unten zu sehen. 
In Sambia werden wir auch Livingstone besuchen. Wären auch gerne von Victoria Falls mit dem "normalen" Zug nach Bulawayo gefahren, aber dazu reicht leider die Zeit nicht.
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dirtsA

« Antwort #9 am: 21. Juni 2019, 18:38 »
Für alle Interessierten - unsere letztendliche Reiseroute sah dann so aus:

4/25   Windhoek - Vic Falls Zim (Ankunft mittags, NM noch zu den Falls)
4/26   Vic Falls - Bungee - Livingstone
4/27   Vic Falls sambische Seite
4/28   Livingstone (Orga Tag)
4/29   Livingstone - Lusaka
4/30   Lusaka - Kafue Nationalpark
5/1   Kafue Nationalpark
5/2   Kafue Nationalpark - Lusaka
5/3   Lusaka - South Luangwa NP
5/4   South Luangwa NP
5/5   South Luangwa NP
5/6   South Luangwa NP
5/7   South Luangwa NP - Lilongwe
5/8   Lilongwe - Nkhata Bay
5/9   Nkhata Bay
5/10   Nkhata Bay
5/11   Nkhata Bay - Monkey Bay
5/12   Monkey Bay
5/13   Monkey Bay - Cape Maclear
5/14   Cape Maclear
5/15   Cape Maclear
5/16   Cape Maclear - Blantyre
5/17   Blantyre - Mulanje
5/18   Mulanje
5/19   Mulanje
5/20   Mulanje
5/21   Mulanje - Blantyre
5/22   Blantyre - Tete
5/23   Tete - Maputo (Flug)
5/24   Maputo - Tofo
5/25   Tofo free diving course
5/26   Tofo free diving course
5/27   Tofo free diving course
5/28   Tofo
5/29   Tofo
5/30   Tofo
5/31   Tofo - Pomene
6/1   Pomene
6/2   Pomene
6/3   Pomene - Vilankulos
6/4   Vilankulos
6/5   Vilankulos Tour Bazaruto Archipelago
6/6   Vilankulos
6/7   Vilankulos
6/8   Vilankulos - Maputo
6/9   Maputo - Ponta do Ouro
6/10   Ponta do Ouro
6/11   Ponta do Ouro
6/12   Ponta do Ouro - Maputo
6/13   Heimflug

Uns hat bei den Vic Falls je ein halber Tag pro Seite gereicht, und dann war ich noch Bungee Jumping. Der Rest war für uns nicht so interessant: Bootstour wäre zu der Jahreszeit nichts gewesen, da Wasserstand zu hoch und man so schon bei den Viewpoint unter der Dusche stand. Und JEDEN NP muss ich mir nicht anschauen, wenn ich schon so lange vorher in Botswana etc war ;) Ist natürlich anders, wenn das separat in einem Urlaub passiert, dann hätten wir vielleicht auch noch ein paar Aktivitäten vor Ort gemacht. Übrigens fanden wir Livingstone netter, als Vic Falls und Jollyboys Backpackers war eines der besten Hostels unserer Reise.

Die Supermarkt-Preise in Sambia fand ich übrigens ok, allerdings war das Essen in den Hostels meist günstig, sodass das günstiger gekommen ist, als selbst zu kochen :)

In den Kafue NP kommt man öffentlich auch gut bzw zu einem Camping in der Nähe der Hauptstraße (man kann aber trotzdem nicht zu Fuß hinlaufen, sondern muss sich abholen lassen wegen der Tiere): Roys Camp.

Der South Luangwa NP war ein richtiges Highlight!! Einer der landschaftlich schönsten NPs, die wir gesehen haben plus viel Glück bei Sichtungen. Die Marula Lodge hat hier unschlagbar günstige Package-Angebote auch für niedrigeres Budget. Croc Valley ist auch ok allerdings werden dort die Baboons angefüttert und sind von daher zu aufdringlich, was wir gehört haben.

Im Nachhinein hätten wir gerne etwas mehr Zeit für Malawi gehabt, und weniger Zeit für Mosambik. Wir dachten bei der Planung und Buchung des Tete-Maputo Fluges aber auch, dass wir ein Mietauto haben werden und daher mehr kleinere Stopps machen können. Nachdem der internationale FS von meinem Freund aber abgelaufen war und ich gar keinen dabei hatte und wir sooo viel Negatives über die Polizei in dem Land gehört haben, haben wir uns dann gesagt: darauf haben wir keine Lust! Besser öffentlich. Da man öffentlich aber an einige Orte nicht kommt, waren wir dann teils sehr lange an Orten - aber vielleicht auch gut: so waren wir gezwungen, am Ende unserer Reise wirklich zu relaxen! :)

Malawi hat so schon gepasst zeitlich, also die genannte Route war für uns relaxt machbar. Wenn wir noch mehr Kräfte gehabt hätten (so wie am Anfang unserer Reise), hätten wir hier locker noch das Zomba Plateau unterbringen können, und evtl auch noch Livingstonia (wobei wir über die Mushroom Farm nicht mehr so viel Positives gehört haben, ist wohl sehr überteuert inzwischen). Likoma Island hat leider nicht in unseren Plan gepasst, da die Fähre nur an bestimmten Tagen fährt und das sehr lange dauert bzw man dann auch fast eine Woche auf der Insel bleiben muss, um wieder weg zu kommen ;) Hätten wir bei mehr Zeit aber bestimmt gemacht...
Das Wandern in den Mulanje Bergen war wirklich schön! Auch wenn wir leider einen miesen Guide hatten. Im Nachhinein hätten wir es lieber wie üblich ohne Guide gemacht, aber wir dachten uns, dass wir uns das mal gönnen, die Locals unterstützen und so wenigstens nicht denken müssen und viele Infos kriegen. Naja... ::)
Unser Malawi-Highlight war definitiv Cape Maclear, ein wunderschöner Ort!!

In Mosambik waren wir eigentlich an allen Orten zu lange. Selbst seeeehr relaxt gibts dort nicht so viel zu tun ;) Das Ding war auch, dass es für einen richtigen Strandurlaub etwas zu kühl war. Öfter mal Wind, und allgemein eher so max. 23 Grad, Wasser auch nicht besonders warm. Haben viele schöne Strand-Wanderungen gemacht, aber im Prinzip braucht man ohne weitere Aktivitäten nirgends mehr als 1 Tag. In Tofo haben wir einen Free Diving Course gemacht und ich war nochmal "normal" tauchen, wovon ich aber leider sehr enttäuscht war. Hatte geplant, hier 2 oder sogar 3 Tage zu tauchen, aber hatte dann keinen Bock mehr, mir die Gummiboot-Fahrt durch die hohen Wellen für nicht viel Marine Life anzutun. Man kann wohl Glück haben und sieht was extrem Cooles...oder eben nichts bzw sehr wenig. Der Manta Point exisitiert nicht mehr bzw haben sich die Mantas verteilt. Aber verlässliche Cleaning Stations wie ich sie erwartet habe, gab es nicht mehr.
Vilankulos war toll!! Und die Tour zum Bazaruto Archipel auch! Zusammen unser Highlight von Mosambik. Allerdings hat man an 2 Tagen eben auch eigentlich alles gesehen ;)
Ponta do Ouro war ok. Hier wollten wir eigentlich auch tauchen - aber die Tauchschulen waren so unprofessionell, dass wir dann keinen Bock mehr hatten. bzw die einzig professionelle Tauchschule hatte leider Urlaub ;) Aber war auch ok, war eh stürmisch und hätte mit den Gummibooten sicher auch wieder keinen Spaß gemacht.

Insgesamt war Sambia cooler als erwartet, Malawi in etwa so wie erwartet, und Mosambik etwas wenig spektakulär als gedacht, ausgenommen VK und Bazaruto.

Bei Fragen meldet euch gerne :)
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GschamsterDiener

« Antwort #10 am: 21. Juni 2019, 18:53 »
Ich warte ja sehnlichst auf den Äthiopien-Bericht...

Eigentlich auf alle Berichte zu eurem Afrikaausflug.  :)
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dirtsA

« Antwort #11 am: 21. Juni 2019, 23:47 »
Step by Step ;) alles ging nicht auf einmal.
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