Thema: Santorin  (Gelesen 515 mal)

Kama aina

« am: 16. Oktober 2018, 23:22 »
Hallo Zusammen!

Diese geschichtsträchtige Insel in der Ägäis wird ein Teil einer kurzfristig gebuchten Kreuzfahrt sein.
Ich hab also einen vollen Tag vor Ort und will natürlich das Beste draus machen!
Das ist nicht alles sehen kann ist mir klar, aber in der Vergangenheit habe ich es immer gut hinbekommen ausgewogen eine Insel oder zumindest Teile davon zu erkunden! ;) Diesmal soll es natürlich genauso sein.

Aber natürlich soll der Thread nicht nur mein aktuelles Thema behandeln, ich würde mich natürlich auch freuen, wenn über Santorin allgemein gesprochen wird, oder auch Dinge angesprochen werden, die ich in dem Tag auf der Insel gar nicht leisten kann. Es kann sicherlich anderen helfen und ausgeschlossen ist es ja nie, dass ich zurück kommen, dann mit mehr Zeit im Gepäck! :)

Reiseführer ist unterwegs, aber ich wollte jetzt schon mal Infos sammeln.

Wer war schon da und kann berichten?
Was sind die Dinge und Orte die ich auf jeden Fall sehen muss?
Welche Geheimtipps habt ihr?

Werde natürlich wieder mit dem Mietwagen unterwegs sein.

Freu mich auf eure Antworten! :)
Und nicht wundern, ich habe einen ähnlichen Thread über Korfu verfasst. Die Insel ist auch auf der Reise mit dabei! ;)
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Derevaja

« Antwort #1 am: 17. Oktober 2018, 14:48 »
Hallo Kama Aina,

Ich war diesen Sommer für mehrere Nächte auf Santorini und die Highlights eines jeden Tages sind die Sonnenuntergänge. Egal ob man in (O)ia oder in Thira ist, einen guten Platz zur besten Stunde zu ergattern ist wichtig ;) In (O)ia hat man vom Pelikanos Restaurant einen super Blick und das Essen ist auch gut und nicht zu teuer (für Santorini Standards). Eine Reservierung ist empfehlenswert. Anderswo muss man bei einer Reservierung gleich das komplette Menü für €100+ bestellen. Die Stadt füllt sich am frühen Abend extrem und es ist angenehmer zu später Stunde durch die Gassen zu schlendern. Dann kann man aber sehr schöne (Kunst-)Geschäfte, Restaurants und Bars entdecken. In Fira ist die Auswahl an Restaurants und Bars riesig und der Blick jeweils ähnlich. Eine "Wanderung" von Fira nach (O)ia ist wohl der beste Weg um die beiden Orte zu erkunden.

In einem Tag kannst du gut die anderen Sehenswürdigkeiten der Insel (Leuchtturm, Kloster am Berg, usw.) abfahren. Tagsüber ist die Insel aber weniger beeindruckend, da wenig Grün wächst :) Die Strände sind auf anderen Inseln sicher schöner. Die Highlights sind mMn wirklich die beiden Ort Fira und (O)ia.

Gruss und viel Spass
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Kama aina

« Antwort #2 am: 18. Oktober 2018, 07:52 »
Danke dir, dass sind auf jeden Fall schon mal Top-Informationen, die mir die Priorisierung erleichtern. :)
Aber denke die Insel ist klein genug im halbwegs alles mal anzuschauen oder?

Gibt es denn außerhalb der Restaurants noch gute Plätze für denn Sonnenuntergang?
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Kama aina

« Antwort #3 am: 21. Oktober 2018, 17:01 »
Warst du auch bei den Ausgrabungen von Akrotiri und Alt-Thera? Lohnt sich das deiner Meinung nach?
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Derevaja

« Antwort #4 am: 21. Oktober 2018, 18:45 »
Da kann ich dir leider nichts dazu berichten, da ich mir die Ruinen nicht angesehen habe :)

Bei Sonnenuntergängen habe ich mehr Expertise ;D in Thira steht eine sehr schöne Kirche (Orthodox Metropolitan Cathedral) vor der ein kleinerer Platz zum Sitzen und Staunen einlädt. Dort kann man sehr schöne Bilder schiessen,zB durch einen der Türbogen der Bärs mit dem Ägäischen Meer im Hintergrund. Aber die ganze Stadt ist praktisch zum Sonnenuntergang gucken gebaut.
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Kama aina

« Antwort #5 am: 22. Oktober 2018, 00:41 »
Dann werde ich mal schauen was die so können! :)
Die Insel ist ja zum Glück klein genug!

Danke für den Tipp! Nen Sonnenuntergang sollte hoffentlich drin sein! :)

Hast du noch Tipps für schöne Fotostopps an Stränden? Hab gesehen da gibt es schon paar tolle Panoramen!
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Kama aina

« Antwort #6 am: 06. November 2018, 19:52 »
Santorin!

Das alte Atlantis ist wirklich ein Ziel, was ich jedem Reisenden empfehlen kann! Und ich glaube auch genau zu dieser Zeit!
Wir hatten Kurze-Hose-T-Shirt-Wetter (nur abends wurde der Wind etwas frisch) und es waren kaum Touristen auf der Insel.
Da haben selbst die Leute vom Schiff nicht mehr groß was dran geändert. Allerdings sind dadurch auch nur die Geschäfte und Lokalitäten in den Hauptorten Fira und Ia auf. Der Rest war meist geschlossen oder in Renovierung.

Die Insel und die Anfahrt waren schon der Hammer! Die Caldera in die man hineinfährt und aus der man aufsteigen muss ist wirklich atemberaubend schön.
Hier ergeben sich schon zahlreiche Fotomotive. Die Städte, die wie Zuckerguss den Kraterrand herunterlaufen, die verschiedenen Gesteinsschichten, die in der Sonne in so zahlreichen Farben leuchten!

Santorin weiß definitiv zu beeindrucken!

Wir haben unseren Mietwagen im Hauptort Fira entgegen genommen und sind zuerst am Kraterrand entlang in Richtung Süden gefahren. Bei Megalochori gibt es schon tolle Aussichtspunkt für die Caldera. Eigentlich finden sich überall hervorragende Aussichtspunkte solange man sich am Kraterrand bewegt.
Erster Stopp war dann Akrotiri und die Ausgrabungsstätten von Akrotiri.
Akrotiri ist ähnlich wie Pompeji, ein von einem Vulkanausbruch verschüttete Stadt einer einstigen Hochkultur. Die Ausgrabungen waren schon sehr beeindruckend, man läuft teilweise durch Straßenzüge, die aus 2-stockigen Gebäuden bestehen. Sonst ist es so interessant oder uninteressant wie anderen vergleichbare Ausgrabungen. Das liegt wohl am Interesse des Reisenden.

Es ging dann weiter zum Kap Akrotiri, welches einen schönen Leuchtturm und natürlich eine grandiose Aussicht zu bieten hat.

In Vlichada haben wir uns die sehr schöne und facettenreiche Sandsteinküste angesehen. Mit dem Black Sand Beach zu Füßen bietet dieses Küste zahlreiche Fotomotive. Die starke Erosion hat hier wirklich wahre Kunst erschaffen.

Die griechisch-orthodoxe Kirche in Perissas zählt definitiv zu den schönsten Kirchen auf der Insel und auch der steilen Bergflanken des Moni Profitou Iliou geben eine gutes Fotomotiv ab.
Von hier aus hätte man auch die Möglichkeit zu Fuß hoch zu den Ruinen von Alt-Thera zu wandern. Aber da gibt es einen besseren Weg. Aber dazu gleich mehr.

Pyrgos Kallistis wirb damit, dass man hier erleben kann wie Santorin früher war. Und ich glaube sie haben Recht! Der Ort ist herrlich verwinkelt und das alte Kastell, die blau bekuppelten Kirchen und Türme, die strahlendweißen Häuser in Hanglage und den Flair, den die Stadt ausstrahlt, lassen einen wirklich nostalgisch werden. Hier wird der Esel auch noch als Haus- und Nutztier und nicht als Touristentaxi benutzt. Eselkarawanen laufen einem auf den engen und steilen Wegen entgegen.
Und in den Tavernen lässt es sich herrlich entspannen, trinken und essen. :) Und das alles im Landesinneren.

Da wir uns die windumtosten und herrlichen Ruinen von Alt-Thera ansehen wollten, fuhren wir weiter bis Kamari, um von dort aus die steile Straße hoch bis nach Alt-Thera zu fahren. Jeder der Herr der Ringe gesehen hat, wird sich unweigerlich an die Szene erinnert fühlen wenn die Reiter von Rohan ihre Heerschau aufbauen und der König mitsamt den Gefährten hoch zum königlichen Hochsitz reitet. Ähnlich steil und verwinkelt ist die Straße hoch nach Alt-Thera.
Alt-Thera selber ist eine von dorischen Kolonisten aus Sparta gegründet Siedlung hoch oben auf dem Grad.
Die einzigartige Lage ermöglicht heute noch grandiose Ausblicke und Fernsichten, aber auch die Ruinen, Straßen und Gassen verdienen Aufmerksamkeit. Der Weg vom kleinen Parkplatz (Kreisverkehr) geht nochmal ca. 20 min steil den Berg hoch. Aber der Weg lohnt sich definitiv.

In Vothonas wurde eine kleine Stadt inmitten eines Erosionsgrabens in den Sandstein gebaut. Sehr sehenswert meines Erachtens, vor allem weil sich auch kaum Touristen hier in verirren und die Hanglange und die Ausblicke in den Graben sehr schön sind.

Von Vothonas aus ging es dann wie für jeden anderen Touristen auf der Insel auch nach Fira, der Inselhauptstadt.
Schön verwinkelt, Touristenläden ohne Ende und ein sehenswertes katholisches Viertel mit Kloster und Kirche.
So ätzend und schrecklich das touristische Gehabe in dem Ort ist, so unglaublich toll sind die Ausblicke auf den Ort am Calderarand. Ob man es will oder nicht! Man muss sich den Ort einfach anschauen, weil er wie Ia unweigerlich mit der romantischen Vorstellung von Santorin verbunden ist.
Vom kleinen Hafen unten kommt man entweder mit einer Seilbahn hoch, oder man läuft oder nutzt den Eselweg.
Tierschützer sollten es nicht machen und auch alles anderen würde ich die Seilbahn empfehlen, denn der Weg besteht fast zu 90 % aus Fäkalien der Esel! Und natürlich wird der Weg auch nicht täglich gereinigt.

U. A. in Imerovigli lassen sich weiter traumhafte Aussichten genießen.

Tagesabschluss bildet Ia. Sicherlich DAS Städtchen auf Santorin. Hier gibt es eigentlich alle Fotomotive die in einem die Sehnsucht nach Santorin wachsen lässt.
Strahlendweiße, kantenlose Häuser mit blauen Dächern, in Steillage mit dem Kontrast des azurblauen Himmels und des Wasser zur vielfarbigen Kraterwand. Einfach ein Traum! :)
Man sollte auf jeden Fall den Ort komplett durchlaufen und immer mal wieder in Gassen Richtung Wasser abbiegen, denn hier ergeben sich die so vielgesehen Motive.
Eines der Highlights ist dann sicherlich das Ortsende mit dem Kastell und den berühmten Windmühlen.
Besser geht es nicht.
Für den Sonnenuntergang gibt es wohl auch kaum einen besseren Platz auf der Insel. Nur wollten man sich auf entsprechende Preise einstellen, wenn man sich setzen will!
Die Gassen werden zum Sonnenuntergang dann auch immer enger!

Santorin! Ein wahrer Traum auf Erden! :) Absolut empfehlenswert! :)
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