Thema: Wandern in Nord- und Ost-Frankreich  (Gelesen 242 mal)

farmerjohn1

« am: 23. September 2018, 18:34 »
Teilweise gibt es ja Beitraege die mein Thema nebenbei streifen - aber keinen der es fokussiert: ich moechte Mitte Oktober ein paar Tage/eine Woche in einer Region Frankreichs, die von Köln mit dem Auto moeglichst schnell und guenstig zu errreichen ist, wandern und meine Franzoesischkenntnisse verbessern. Ich stelle mir das so vor wie ich das einmal am Camino de Santiago in Nordspanien gemacht habe: mit dem Auto (oder Zug/Bus) in ein Dorf, dort das Auto stehen lassen bzw. Rueckfahrtticket buchen, und dann 4 bis 5 Tage jeden Tag 30km mit Rucksack ueber einen strukturierten Wanderweg laufen, um jeden Abend in einem anderen Dorf in einer anderen Pilger-Herberge zu uebernachten. Dann entweder wieder zurueck in das Ausgangsdorf (Auto abholen) und von dort wieder nach Hause - oder eben vom Wanderungs-Zielort direkt nach Hause. Soll preisguenstig sein, ich will an der frischen Luft sein und  mich bewegen, und mich in Alltagsgespraechen der Landesspraeche ueben, indem ich mich abends/auf dem Weg mit Einheimischen unterhalte.
Hat da jemand Tips/Erfahrungen, wie und wo so etwas besonders gut zu machen ist? Vielen Dank ;)
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n_rtw

« Antwort #1 am: 23. September 2018, 22:00 »
Für Nord- und Ostfrankreich guck mal nach den Chemins de St. Michel. Ich bin teilweise den von Vitré gegangen. Da Pilgerweg gibt es tatsächlich auch Pilgerunterkünfte - in Klöstern und klassische Wanderherbergen. Nicht so viele und man sollte vorher anrufen um rauszukriegen, wie man an den Schlüssel kommt. Generell sind die Pilgerwege meiner Erfahrung nach besser mit günstigen Unterkünften ausgestattet als die nationalen Wanderwege (GRs), aber bei weitem nicht so massig, wie ich mir das auf dem Camino vorstelle.
Auch war es gar nicht so einfach auf dem Weg oder in den Herbergen mit jemandem zu sprechen - im Juni 2015 gabs kaum jemanden, der die Wege im Norden gegangen ist. Von Montours bis Mont St Michel bin ich mit einer Frau gegangen bzw man traf sich immer wieder, wir waren wirklich allein in den Unterkünften, und dann bin ich den GR34 an der Küste bis St Brieuc und hab dort nur einen einzigen Wanderer unterwegs getroffen. Ich hab meist auf Zeltplätzen übernachtet. Mit vielen Menschen kam man da aber auch nicht in Kontakt - sind meist Camper gewesen mit Auto und allem Pipapo.
Als Quelle für Information gibt es super Wanderführer in Frankreich (auf Französisch). Für die GRs eine Reihe mit guten Karten, für die Pilgerwege ist das eine extra Reihe, aber eher mit Textbeschreibungen des Weges und vielen Infos zu Kirchen, cgristlichen Dingen eben. Aber auch Infos zu Unterkünften, Läden am Weg etc. Der Stevenson Wanderweg in der Mitte Frankreichs ist auch sehr gut mit Unterkünften ausgestattet, aber zumindest in den Sommerferien abartig überlaufen.
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